Energieausbeute unserer Photovoltaik

Seit Ende November kann ich nun endlich im Internet verfolgen, wie viel Strom die Module unserer Photovoltaik produzieren, die fast zweieinhalb Monate auf unserem Dach liegt. Die Ausbeute ist im Winter naturgemäß recht gering.


Energieproduktion 12/2012
Energieproduktion der PV-Anlage im Dezember 2012.
Mir fehlt der Vergleich mit einem normalen Frühlings- oder Sommertag, um zu wissen, bei wie viel Prozent des höchstmöglich Erwartbaren wir jetzt liegen. Und leider, ja leider, funktioniert die Datenübertragung nicht so, wie sie sollte. Die im Screenshot links zu sehenden Lücken vom 18. bis 22. Dezember haben damit zu tun. In der Zeit gab es ein paar Tage mit viel Sonnenschein, der sich in den Daten nicht wiederfindet.

So ganz genau ist es noch nicht klar, woran es liegt, dass nicht alle Daten zuverlässig übertragen werden und die reale Energieproduktion unserer Photovoltaik zumindest etwas im Grauen verborgen ist. Immer wieder gibt es Ausfälle, manchmal wie im Dezember tagelang, nur um dann wieder zu funktionieren — zumindest augenscheinlich.

Ein paar Mal sind nun schon Techniker von Wirsol bei uns gewesen, um dem auf die Spur zu kommen. Beim ersten Mal wurde der Datenlogger ausgetauscht, beim nächsten Mal der Datenlogger direkt mit unserer Fritz!Box verbunden, der zuvor über unseren Router an die Fritz!Box angeschlossen war.

Auch am letzten Sonntag fehlen nun wieder Daten, obwohl der Techniker letztmalig Silvester bei uns gewesen ist. So dunkel kann es tagsüber nicht sein, dass die Module der Photovoltaik nicht zumindest minimal Energie produzieren — ein paar kleine kWh sollten es schon sein. Da müssen wir also wohl weiterhin am Ball bleiben.

Verträge, Kosten

Bislang hatten wir mit der Photovoltaik leider nur Kosten — Geld in unsere Richtung ist noch nicht geflossen. Liegt zum Einen daran, dass die EnBW nach Start der Anlage lange nicht in die Puschen kam und sich erst im Dezember rührte. Zum Anderen habe ich den Vertrag, den die EnBW uns zugeschickt hat, über die Feiertage liegen lassen.

Auch das Finanzamt ist zwar mit dem Eintreiben von Forderungen und dem Setzen von Fristen recht zügig; wenn du dann aber auf Antwort oder Rückzahlungen wartest… naja, das kennst du ja sicher selbst.

Vor einigen Wochen noch hatte ich naiv gedacht, dass sowohl Finanzämter als auch Energieversorger sich schon hunderte Male mit Privatleuten auseinandergesetzt haben, die sich eine Photovoltaik installiert haben. Da denkste, dass doch alles klar sein muss. Naja… :)

Obwohl in den Winter, wenn er kalt und verschneit ist, sehr mag, warte ich doch sehr gespannt auf die wärmeren Tage. An denen wird sich ja erst zeigen können, wie viel Ertrag die Photovoltaik wirklich bringt und ob die Berechnungen von Wirsol zutreffen, vielleicht sogar übertroffen werden.

Die Photovoltaikanlage ist montiert

An zwei Tagen Ende Oktober haben wir nun tatsächlich schon die erst kürzlich über die Waghäuseler Firma Wirsol bestellte Photovoltaikanlage montiert bekommen. Nach eineinhalb Tagen waren die 34 Module auf unserem Dach. Mittlerweile läuft die Anlage — wenn denn die Sonne ihren Teil dazu beiträgt.


Photovoltaik-Module, eingepackt.
Photovoltaik-Module, eingepackt.

Am Morgen von Tag 1, einem Donnerstag, rückten sowohl ein Montage- als auch ein Elektriker-Duo für Wirsol an, um unsere Photovoltaikanlage zu montieren und zum Laufen zu bringen. Zuerst wurde ziemlich fix ein Gerüst auf der Gartenseite unseres Hauses aufgestellt, damit die Monteure aufs Dach kommen konnten. Fand ich ganz spannend, weil ich erst kürzlich bei Nachbarn gesehen hatte, wie deren Photovoltaikanlage mittels kleinem Kran aufs Dach gehieft wurde. Die Monteure bei uns hieften die Photovoltaik-Module per Seil aufs Dach.

Rückseite: Wenig dran an einem Modul.
Rückseite: Wenig dran an einem Modul.

Zurück zu Tag 1: Wichtige Basis für die Modulbefestigung waren Metallrahmen, die auf unserem Dach befestigt wurden. Da während des gesamten Tages die Elektriker immer wieder ins Haus an unseren Zählerkasten mussten, hatte ich zum Glück Urlaub genommen und saß während der Montage-Zeit meist in meinem Arbeitszimmer — direkt unter dem Dach. Heidewitzka, war das laut. Da hast du echt das Gefühl, dass die mit dem Gesäge gleich durch die Zimmerdecke kommen. Das Gute ist, dass die die Rahmen so befestigt haben, dass weder Dachziegel noch sonst irgendwas beschädigt wurden. Die Ziegel wurden an den Stellen abgedeckt, an denen der Rahmen auf der Holzlattung darunter befestigt werden musste, und dann leicht angepasst wieder auf die Sparren gedeckt.

Das Montieren der Rahmen hat den kompletten ersten Tag in Anspruch genommen. Parallel dazu sind die beiden Elektriker ständig zwischen Zählerschrank, Garage und Dach hin und her geflitzt.

Was hat die Garage mit der Photovoltaikanlage zu tun?

Da unser Hauswirtschaftsraum, in dem der Zählerschrank steht, in seiner Größe relativ übersichtlich ist, standen wir seit Beginn der Überlegungen um die Photovoltaikanlage in der etwas schwierigen Diskussion: wo den Wechselrichter anbringen? Laut unserem Verkäufer können die Dinger recht warm werden. Mit der Tecalor im Raum, die auch nicht gerade Kälte verbreitet, und den übrigen technischen Geräten war mir das zu risikohaft, auch noch den Wechselrichter anzubringen. Nachdem ich nun gesehen habe, wie groß die Teile sind, weiß ich jetzt genau, dass das verdammt eng geworden wäre. Also gab es im Lauf des Entscheidungsprozesses die Idee, den Wechselrichter in der Garage anzubringen und entsprechend die Leitungen vom Dach über die Garage in den HWR zu legen. Spitzen Entscheidung aus heutiger Sicht, auch wenns etwas aufwändig war.

Wechselrichter.
Wechselrichter.

Überhaupt haben die beiden Elektriker sehr gute Arbeit geleistet. [Update 17.12.2012: Der hier zuvor stehende Satz musste entfernt werden.] Da kein Kabelkanal vorhanden war, hatten wir (mehr aus Zwang denn aus guten Gründen) geplant, ein Loch durch die Hauswand in Richtung Garage zu bohren. Hei, das hat mir vielleicht Bauchschmerzen bereitet, schon jetzt und überhaupt ein Loch da durch zu bohren.
Also haben die von Wirsol beauftragten Elektriker geschwind das Loch vor dem Haus wieder aufgebuddelt, in dem die Anschlüsse zu den Versorgern verborgen waren, und schoben in einem Kraftakt die für die Photovoltaik benötigten Leitungen durch den gelegten Mehrspartenkanal ins Haus. Ganz großes Kino — keine Schäden an oder in den Wänden, so mag ein Bauherr das.

Anschluss der Photovoltaikanlage

Am zweiten Tag konnten dann die Module der Photovoltaikanlage montiert und schließlich auch an Wechselrichter und Zählerschrank angeschlossen werden. Am frühen Nachmittag waren schließlich nach Abbau des Gerüstes alle vorgesehenen Arbeiten abgeschlossen.
Da vor der Einspeisung der auf unserem Hausdach produzierten Energie zunächst noch die EnBW vorbeikommen musste, wurde der Wechselrichter am Nachmittag nur einmal kurz an- und wieder ausgeschaltet, damit ich sehe, dass die Anlage funktionstüchtig ist.

34 Module liegen nun auf dem Dach.
34 Module liegen nun auf dem Dach.

Mittlerweile war die EnBW im Haus und noch zweimal ein Elektriker von Wirsol. Wir produzieren und speisen seit gut eineinhalb Wochen Strom ins Netz der EnBW und haben seit Donnerstag auch einen Eigenverbrauchszähler installiert. Was jetzt leider noch fehlt ist der Anschluss des Datenloggers. Der soll es mir ermöglichen, über das Internet nachzuverfolgen, wie viel Strom die Photovoltaikanlage sammelt. Das hätte eigentlich gestern passieren sollen, leider war der eingeteilte Elektriker jedoch erkrankt, so dass nun der nächste Termin am kommenden Samstag sein soll. Ich hoffe es, denn ich will endlich wissen, was das Ding auf unserem Dach produziert, ohne dauernd in die Garage rennen zu müssen :)

Photovoltaik

Lange hatten wir gezögert und schließlich zu wenig Zeit gehabt, uns um eine Photovoltaik-Anlage zu kümmern. Nach einer Diskussion mit meinen Vater habe ich am vergangenen Freitag einen Kauf- und Montage-Vertrag für eine Photovoltaik-Anlage unterschrieben.


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Durch die kräftig gekürzten (und jeden Monat weiter sinkenden) Subventionen für in Privat-Haushalten selbst erzeugten Strom verlierst du immer mehr Geld, je länger du mit der Montage einer Photovoltaik-Anlage wartest. Beim Haus-Kauf hatten wir damals absichtlich auf die Installation einer Solar- oder Photovoltaik-Anlage durch LuxHaus verzichtet. Uns war wichtig, eher auf die lokalen Anbieter zu vertrauen und die Anlage nach Fertigstellung des Hauses anbringen zu lassen.

Trotz aller Subventions-Kürzungen rechnet sich eine Photovoltaik-Anlage mit Eigenverbrauch immer noch wahnsinnig gut. Vor allem dann, wenn man sich die immer wieder drastisch steigenden Energiepreise anschaut ist das eine lohnenswerte Anschaffung. Das Tolle bei uns ist, dass unsere Dachausrichtung und Dachneigung zwar nicht 100% perfekt sind, aber nahe dran, so dass wir mit einem ziemlich hohen Ertrag in den nächsten Jahren rechnen. Wir sind gespannt!

Bei der Recherche nach Rechnern für den potentiellen Stromertrag bin ich auf die Website rechnerphotovoltaik.de gestoßen. Dort kann man sich neben der Ertragsberechnung auch den Kontakt zu lokalen Anbietern vermitteln lassen, siehe dazu diese Seite.

Immerhin zwei Anbieter haben mich in den Tagen danach kontaktiert: Ein Roland M. von Wirsol aus Waghäusel sowie ein Thomas B. von Heidt + Urschl aus Straubenhardt. Ohne näher auf die einzelnen Gespräche einzugehen kann ich aber in jedem Fall sagen, dass mich beide Firmenvertreter sehr kompetent, freundlich und äußerst zuvorkommend beraten haben. Ganz einfach war die Entscheidung am Ende nicht, sie fiel letztendlich aber auf die Firma Wirsol, die die gewünschten und angebotenen Module früher liefern und montieren kann und für den gleichen Preis leicht mehr geboten hat.

Kontakte zu beiden Firmen kann ich sehr gern vermitteln.

Am Donnerstag habe ich einen ersten Termin mit einem Techniker von Wirsol, der sich unser Haus und das Dach anschauen wird. Montiert werden soll die Anlage dann, wenn alles gut geht, noch im Oktober.

Was in den letzten Wochen geschah…

Fast drei Wochen lang war hier im Blog nun Pause — passiert ist aber dann doch eine ganze Menge. Wir haben gelüftet, der Außenputz ist fertig, das Gerüst weg und unser Haus an alle Versorgungsleitungen angeschlossen.


Die Gerüchte um einen Baustopp sind also maßlos übertrieben :) Nachdem der Estrich im Haus eingebracht war, bestand unsere Aufgabe darin, zwei Wochen lang jeden Tag zweimal 30 Minuten im Haus durchzulüften. Da der Estrich vor sich hin trocknete, entstand entsprechend viel Feuchtigkeit im Haus, die sich an allen Stellen abgesetzt hat. Allein dadurch waren wir täglich drei Stunden beschäftigt, da wir nicht in unmittelbarer Nähe zum Haus wohnen.

Dabei ging uns also eine Menge Zeit verloren, die für andere Aktivitäten (wie u.a. auch das Bloggen) nicht mehr zur Verfügung stand.

Am Dienstag der letzten Woche kamen dann die Verputzer, die auch den Außenanstrich fertig gestellt haben. Damit sieht unser Haus von außen nun schon fast fertig aus. Auch die Verputzer haben ihre Arbeit ratz-fatz erledigt gehabt, so dass bereits am Nachmittag alle Außenwände in schönstem Weiß erstrahlten.
Je nach Lichteinfall sieht der Außenputz allerdings, und das war uns vorher so nicht bewusst, leicht gräulich aus, vor allem auch im Vergleich zum Nachbarhaus. Das liegt laut unserem Bauleiter daran, dass jeder Farben-Hersteller ein anderes Weiß verwendet.

Der Außenputz ist fertig gestellt.

Noch nicht verputzt jedoch wurde bislang der Sockel, was teilweise durch die Erdhaufen rund ums Haus auch noch gar nicht möglich ist.

Der Sockel ist noch nicht fertig verputzt.

Auf den Fotos kommt der Putz erstaunlicherweise besonders grau daher — in der Realität wirkt das zum Glück viel heller.

Anschlüsse der Versorger

Ein regelrechter Diskussionskampf war die Terminfindung, damit die Versorger (bzw. deren Sub-Unternehmer) das Haus an die bis zum Haus verlegten Leitungen anschließen. Verstanden haben wir ja, dass die Anschlüsse nicht gemacht werden können, wenn das Gerüst direkt oder in unmittelbarer Nähe oberhalb der Leitungen steht. Logisch — wenn die Leitungen freigegraben werden müssen, darf dadurch das Gerüst nicht plötzlich in der Luft hängen oder abrutschen. Das war bei uns aber überhaupt nicht der Fall.

Die EnBW vergibt den Anschluss des Hauses an das Stromnetz an einen Sub-Unternehmer. Der muss alle Vorarbeiten erledigt haben, bevor die Stadtwerke den Wasseranschluss und die Telekom ihre Leitungen verlegen. Mit anderen Worten: kommt der Sub-Unternehmer der EnBW nicht, passiert auch bei den anderen Versorgern nichts.

Versorgungsloch vor Verlegung aller Anschlüsse ins Haus.
Versorgungsloch vor Verlegung aller Anschlüsse ins Haus.

Für dich als Bauherren oder Baufrau ist das ärgerlich: Nicht nur ist der Baustrom teurer als „normaler“ Strom, sondern auch der Baustromkasten kostet ja Miete. Darüber hinaus wollten wir das Loch vor dem Haus gern irgendwann auch mal verschüttet haben, damit wir die Vorbereitungen für die Garagenlieferung treffen können. Also diskutierten wir fröhlich mit dem Sub-Unternehmer, wiesen darauf hin, dass das Gerüst nicht im Weg ist, boten das Schicken von Fotos an. Nichts davon wurde akzeptiert. Eines schönen Tages dann aber wurde ich ungeduldig und zwang der netten Dame am anderen Ende des Telefons auf, dass ich ihr ein Foto zumaile — und plötzlich kam Bewegung in die Sache.

Alle Anschlüsse liegen nun bis ins Haus.
Alle Anschlüsse liegen nun bis ins Haus.

Seit fast einer Woche liegen nun alle Versorgungsleitungen im Haus — endlich. Nun warten wir darauf, dass der Elektriker wieder ins Haus kommt, den Stromanschluss setzt und den Baustrom abmontiert.

Abbau des Gerüsts.

Am Dienstag wurde endlich das Gerüst abgebaut, so dass wir seit zwei Tagen einen wunderbaren und ungestörten Blick auf unser Haus werfen können — zumindest von vorn :) Auf dem nächsten Foto sieht man dann auch gut, was jetzt dringend passieren muss.

Hügel im Garten verdeckt Haus.
Hügel im Garten verdeckt Haus.

Der Erdhügel im Garten muss weg, genauso muss das Grundstück angeglichen werden, so dass wir später eine Terrasse ans Haus setzen können und zumindest ebenerdig aus dem Haus gehen können. Dafür muss unser Erdbauer dann nicht nur das Zuviel an Erdreich wegfahren, sondern uns auch einen Spritzschutz aus Kieseln um das Haus verlegen. Der ist extrem wichtig, weil die Fassade durch die Regengüsse der vergangenen Tage insofern gelitten hat, als dass sich ein hübsch bräunlicher Schleier ums Haus zieht. Ätzend. Den bekommt man wohl nur in den ersten zwei Wochen noch gut mit Wasser abgeputzt.

Dreckschleier ums Haus.

Aufheizprogramm

Parallel wurde Anfang der letzten Woche die tecalor angeschaltet und das Estrich-Trocknungsprogramm hochgefahren. Seit einigen Tagen könnten wir nun unser Haus als Sauna vermieten (allerdings ohne Aufguss), so heiß ist es in den Räumen. Die tecalor powert jetzt wohl insgesamt drei, vier Tage auf Hochtouren, und fährt dann wieder runter. Bis dahin sollte auch der Estrich soweit getrocknet sein, dass die Arbeiten im Haus pünktlich am Montag weitergeführt werden können — immerhin soll es in einer Woche auch einen Tag der offenen Tür geben. An dem sollte man ja im Haus schon auch was sehen können.

Und sonst?

Nebenbei haben wir uns in diversen Lampengeschäften rumgetrieben (und uns nebenbei in ein extrem cooles Lampensystem verliebt), den Keller entrümpelt und sehr nette Nachmieter für die Wohnung gefunden. Es war also doch eine ganze Menge los in den vergangenen drei Wochen.

Puh.

Vorbereitungen für die Ausstattungsbemusterung (1)

Vollkommen unabhängig davon, ob sich die Ausstattungsbemusterung verschieben lässt und wann sie nun stattfindet, müssen wir uns mit einigen Todos auf sie vorbereiten. Das wichtigste Todo darunter ist sicherlich die Planung aller Elektrogewerke, die extrem gut durchdacht sein will.


Vor dem Elektro-Gewerk habe ich schon ziemlichen Respekt. Was ich da teilweise in Baublogs gelesen habe… oh man(n ).

aus dem Artikel „Bemusterung steht an (2)“ im Baublog „WeberHaus CityLife 500“

Mehr zu den anderen Artikeln in dieser Reihe

Auf unseren Esstisch sieht es derzeit so aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen. Ausdrucke der aktuellsten Version unserer Grundrisse liegen verteilt, teilweise mit Anmerkungen in unterschiedlichen Farben geschmückt. Und es ist tatsächlich so wie im oben zitierten WeberHaus-Baublog — je mehr man sich durch Blogs anderer Bauherren liest, desto mehr fürchtet man sich vor diesem Punkt. Es ist schließlich später nicht mehr so ohne weiteres möglich, Kabelstränge für vergessene Steckdosen, LAN-Dosen oder ähnliches nicht sichtbar unterzubringen.

Zwar gilt der alte Satz, „Steckdosen kann man nie genug haben, und selbst dann hat man immer noch zu wenig“; nach dem Einzug möchte ich aber möglichst wenig von Elektroanschlüssen sehen. Außerdem: weiß ich heute, wo möglicherweise in fünf Jahren ein Fernseher stehen soll? Mit wie vielen LAN-Anschlüssen sollte ich im Arbeitszimmer rechnen? Wo soll einmal ein Server stehen? Und an was muss ich bei der Garage denken (Licht, elektrisches Tor)?

Gut geplant werden will auch die Steuerung der elektrischen Rollläden. Wir haben uns bereits im Werkvertrag für alle 14 verschattbaren Fenster im Grundhaus elektrische Rollläden berechnen lassen, sieben davon steuerbar mit einer Zeitschaltuhr.
Acht Fenster werden wir im offenen Wohn-/ Ess-/ Kochbereich haben, sieben davon mit einer Verschattungsmöglichkeit. Allein die so vernünftig zu planen, dass nicht eine Wand komplett mit Steuerungselementen zugepflastert wird, ist schon eine Kunst für sich und raubt mir gerade den letzten Nerv. Ich „leide“ unter einem gewissen Hang zum Perfektionismus, und obwohl natürlich klar ist, dass nicht alles perfekt wird, will ich nicht zwei Tage nach Einzug merken, dass hier oder da Steckdosen fehlen.

Also habe ich mir den Grundriss jedes einzelnen Zimmers ausgedruckt, um dort einzuzeichnen, welche Anschlüsse und Schalter ich gern wo hätte. So hoffe ich auch möglichst schnell zu sehen, ob es an einer Stelle nicht zu viele Schalter gibt. Nicht vergessen werden sollte dabei, dass ja nicht nur Lampen an- und ausgeschaltet werden wollen, sondern zum Beispiel auch die Fußbodenheizung pro Raum einzeln angesteuert werden kann.

An Telefondosen muss aber auch gedacht werden — soll nur ein Anschluss im Haus gelten? Wird ein Telefon im Erdgeschoss und ein weiteres im Dachgeschoss stehen? In welche Zimmer kommen die drei Rauchmelder, die im Angebot eingeplant sind? Welche Lampen sollen über Wechsel-, Kreuz-, Serienschaltung funktionieren? Wo soll die Klingelanlage innen platziert werden?

Klar — auch damit werden wir fertig. Dennoch ist es schlicht zum wahnsinnig werden, an was man da alles denken muss…