Grobe Schnitzer beim Hausverkaufs-Marketing

Gutes Marketing will gelernt sein. Will man als Fertighaus-Hersteller von seinen Produkten überzeugen, muss man schon einiges bieten — schließlich bezahlt der Käufer die Produkte (also: Häuser) mit nicht unbedingt wenig Geld. Wird bei der Präsentation aber gepatzt, macht das einen besonders schlechten Eindruck.


Vor zwei Wochen sind wir noch einmal in Mannheim im Musterhauszentrum gewesen, um dort letzte Argumente für unsere Entscheidung zu sammeln (über die hier noch berichtet werden muss). Dabei haben wir uns auch einige Häuser angeschaut, um die wir -offenbar aus gutem Grund- bislang einen großen Bogen gemacht haben. Gelernt haben wir, dass wir uns mit der Konzentration auf zunächst fünf Fertighausbauer offenbar genau die Richtigen ausgesucht und die Falschen aussortiert haben. Neben Häusern, bei denen der geringe Kaufpreis deutlich zu sehen ist, haben wir auch Häuser besichtigt, die vor Dreck oder Alterungserscheinungen nur so strotzten.




Tote Käfer in der Badewanne (wie beim Musterhaus von Allstav), verwesende Mücken auf Halogenstrahlern, altertümlich erscheinende Badeinrichtungen (wie bei Streif) und rostende Schrauben sind nur wenige der Dinge, die dort offenbar zur Abschreckung gezeigt werden.
Eine Haustür, die Bewohner und Besucher freundlich empfangen sollte, darf bei einem Musterhaus erst recht nicht zerkratzt, vermackelt aussehen und sollte keine abbröckelnde Farbe zeigen.

Auch wenn tote Käfer oder Mücken gerade im Sommer keine Seltenheit sind, präsentiere ich doch mein Haus Besuchern so ordentlich, sauber und modern wie es nur möglich ist.

Kann ein Musterhaus so qualitativ überzeugen?

Unser Schluss war:
Nein, kann es nicht. Wir waren froh, instinktiv die richtigen Anbieter ausgeschlossen zu haben.