Von blauen Augen, Regen und Unwettern

Nachdem es in den vergangenen Wochen mehr oder weniger nur Regen und wenig trockene Momente gab, ist seit Freitag eine mächtige Unwetterfront mit viel Regen vor allem durch den Süden und Osten unterwegs. Aktuell wütet das Unwetter noch, aber zum Glück nicht mehr bei uns.

Am Freitag und Samstag ist so wahnsinnig viel Regen bei uns runtergekommen wie ich es für diese Region hier noch nicht erlebt habe. Und weil durch den vielen Regen in den Wochen davor die Erde bereits ziemlich gut nass war, konnte sie spätestens am gestrigen Samstag beim Regen-Unwetter irgendwann nichts mehr aufnehmen. Wir haben gestern Vormittag dabei zusehen dürfen, wie sich die Wassermassen ins Grundstück gefräst und für einige kleine Pools gesorgt haben.

Ein Eimer voll mit weggeschwemmter Erde.
Ein Eimer voll mit weggeschwemmter Erde.
Das ärgerliche dabei ist, dass du nur tatenlos daneben stehen und zusehen kannst, was die Massen von Regen mit deinem Grundstück machen. Zwar haben wir noch versucht, die sich lösende Erde aufzufangen und aus dem Rasen abzutragen — mehr als ein Eimer ließ sich aber nicht abtragen, da der Rasen und Boden darunter durch die Feuchtigkeit sehr schnell nachgab und wir einsanken.

Was da bei uns passiert ist, ist am Ende ziemlich harmlos im Vergleich zu dem, was bei Freunden und Bekannten in der Region zugetragen hat — von den vielen Überschwemmungen durch übervolle Flüsse ganz abgesehen. Wir sind da ganz klar mit einem blauen Auge davongekommen. Meine Befürchtung war, dass sich eine der beiden höheren Ebenen in unserem Garten verselbständigen und zusammenbrechen würde — das ist zum Glück ausgeblieben, auch wenn die Ebenen an der ein oder anderen Stelle ziemlich eingesackt sind.

Die Absicherungen der zwei Ebenen hatten wir eigentlich auf nächstes Jahr verschoben; das müssen wir nun aber dringend nachholen. Die Stellen, an denen sich der Regen in den Boden gegraben und selbigen ausgehöhlt hat, sind schon ziemlich fragil. Gleichzeitig fehlt an einigen Stellen der Boden zu den Graswurzeln, die so keinen Halt mehr haben.
Den Schlamm hat der Regen sehr schön fest auf ehemaligen Rasenflächen verteilt.

Heute, nachdem sich endlich die Sonne gezeigt hat und es seit gestern Spätabend endlich nicht mehr geregnet hat, haben wir die offenen Stellen mit Schlammmatsch gefüllt und eher notdürftig geflickt. Wenn die nächsten Tagen der Jahreszeit entsprechen und es keinen Regen mehr gibt, trocknet das vielleicht wieder so gut an, dass das Flickwerk ein paar Wochen lang hält.