E-Mail von LuxHaus

Überraschung am Nachmittag: Plötzlich trudelt am Freitag eine E-Mail vom Geschäftsführer unseres Hausherstellers LuxHaus bei uns ein. Zuvor hatte es ein feines Hin und Her mit unserem Bauleiter gegeben.


Die Ereignisse haben sich in dieser Woche ziemlich überschlagen. Nachdem am Mittwoch unser Regenfallrohr vollkommen anders und entgegen den Absprachen angeschlossen wurde, schrieb ich am Abend eine ziemlich wütende E-Mail an unseren Bauleiter mit der Aufforderung, die ausführende Firma noch einmal zur Änderung kommen zu lassen. Gleichzeitig hinterließ ich einen Eintrag auf der Facebook-Seite von LuxHaus mit einem Foto und der Frage, wie das denn zum LuxHaus-Werbeclaim „100% Design“ passe.
Meine Mail leitete der Bauleiter am Donnerstag morgen zunächst einmal direkt an die Flaschner-Firma weiter mit der Bitte, sich zu kümmern.

Kurz darauf bekam ich einen Anruf vom Flaschner — er könne meinen Unmut zum angeschlossenen Regenfallrohr verstehen, er würde auch nicht wollen, dass das an seinem Haus so aussieht. Leider wäre er nur exakt so vom Bauleiter beauftragt worden. Seinen Hinweis, dass man das Fallrohr doch besser über die andere Seite verlegen sollte, das sähe auch viel besser aus, habe der Bauleiter mit den Worten „Bitte einfach unten anschließen“ abgetan. Spitze. Das nenn ich Respekt vor den Wünschen der Kunden.
Also bekam der Bauleiter wieder eine E-Mail, in der ich mein „Unverständnis“ darüber ausgedrückt habe, dass er unsere mehrfachen Absprachen kommentarlos übergeht. Ich finde das einfach immer noch unfassbar.

Daraufhin bekam ich eine Antwort zurück. Man könne das Fallrohr nicht mehr versetzen, das würde die Fassade beschädigen, langfristig könne Wasser eintreten und erhebliche Bauschäden verursachen. Außerdem hätten wir das ja auch so in den Ausführungsplänen im März unterschrieben.

Stimmt, haben wir. Auf den Grundrissplänen sieht man auf der linken Vorderseite einen eingezeichneten Kreis für das Fallrohr. Daraus konnten wir leider wirklich nicht erkennen, dass das Fallrohr einmal so kompliziert angeschlossen werden würde. Davon abgesehen hatten wir damals bei den Erdarbeiten mit allen Beteiligten besprochen, dass der Anschluss an die Kanalisation ja nur auf der linken Hausseite erfolgen kann — sonst müsste das Fallrohr ja durch die Treppe geführt werden.

Regenfallrohr, falsch.

Mal ehrlich — wo soll das hier durch die Treppe führen?

Aber logisch — wenn dir als Baulaie jemand sagt, dass eine Verlegung Bauschäden nach sich zieht, fängst du an das Thema zu akzeptieren und abzuhaken. Wir haben uns nur noch gefragt, wieso diese Argumente eigentlich niemals vorher ein Thema waren und unser Bauleiter bei jedem Gespräch dazu kein Wort über Probleme verlor.
Nun ja, sei’s drum.

Das war am Donnerstag. Im Laufe des Tages merkte ich, wie sehr mir diese ständigen Streitereien und das Hinterherlaufen zu allen Punkten langsam aber sicher auf den Magen schlägt. Das ist der Punkt, wo du merkst, dass es so nicht weitergehen kann, und wo du anfängst, innerlich die einzelnen Probleme als gegeben abzuhaken. In Gedanken spielte ich schon die Idee durch, unter dem Fallrohr irgendwas rankendes zu pflanzen, um damit im Lauf der Jahre das Fallrohr zu verstecken.

Lösung in Sicht?

Am Freitag Nachmittag trudelte plötzlich aus dem Nichts, ohne dass es vorher noch weitere Kommunikation gegeben hätte, eine E-Mail bei mir ein, Absender: Alexander Lux. LuxHaus-Kenner wissen: einer der beiden Geschäftsführer. Ich war ziemlich überrascht und dachte mir, was kommt jetzt?!

Es kam eine positive Überraschung. Er habe von einem Mitarbeiter über mein Blog erfahren und bedauere es sehr, dass es zu den von mir geschilderten Problemen und Zeitverzögerungen gekommen sei. Es gab wohl ein Gespräch mit unserem Bauleiter und seinem Chef, in dem festgehalten wurde, dass am 24. Oktober alle ausstehenden Arbeiten erledigt würden und gleichzeitig der Bauleiter in Absprache mit uns das Regenfallrohr versetzen lassen würde. Aus seiner Sicht solle das über die linke Hausseite geführt werden — also genau so, wie wir das immer wollten.
Die Mail schloss mit der Hoffnung, dass der positive Eindruck bei uns danach wieder hergestellt würde.

Da biste natürlich erst einmal baff und sprachlos. Unsere erste Reaktion war dann auch: endlich! Endlich nimmt jemand uns als Kunden ernst. Endlich erzählt uns auch jemand nicht irgendein Blabla von „demnächst wird“, „bald wird“ oder „in der nächsten Woche meldet sich“ oder sonstwas, sondern legt sich auf einen konkreten Termin fest. Wenn dir das der Geschäftsführer schreibt, dann hat das einen anderen Wert als bei jedem anderer Vertreter der Firma.

Meiner Überraschung Ausdruck verlieren verliehen habe ich wie üblich über Twitter und Facebook. Dort gab es teilweise Anmerkungen, das könne ja auch eine Hinhaltetaktik sein, oder ein Versuch, uns zu beschwichtigen. Mit meinen Ausführungen zu unserem Hausbau über Twitter und meine Website erreiche ich ja auch ein paar Menschen.
Ich glaube das ehrlich gesagt nicht. Vielleicht bin ich naiv oder zu gutgläubig, aber ich bin überzeugt, dass der Geschäftsführer seinen Worten Taten folgen lassen wird. Schließlich hat er sich auf einen konkreten Termin festgelegt und wird schlussendlich auch daran zu messen sein. Ich bin hier wieder guter Dinge, dass die Geschichte ein positives Ende nehmen wird.

Am Schluss stelle ich mir nur noch eine Frage: Ist was dran an dem Argument, dass wir mit dem Versetzen des Fallrohres die Bausubstanz möglicherweise deutlich beschädigen werden? Wenn ja, wieso war dann in der E-Mail von Alexander Lux keine Rede davon? Wenn nein, wieso schreibt uns der Bauleiter sowas?
Für Letzteres hätte ich ein paar Möglichkeiten parat… Es wird zu klären sein.

LuxHaus, oder: Das Schweigen im Walde

Über zehn Wochen wohnen wir nun in unserem Haus und warten darauf, dass LuxHaus endlich die letzten offenen Punkte und Mängel beseitigt. Wir würden gern das Kapitel Hausbau abschließen — doch das ist und war bisher einfach nicht möglich.


Es ist wirklich zum Davonlaufen und eine absolute Prüfung unserer Geduld: Am heutigem Donnerstag ist es drei Wochen her, dass wir den Abnahmetermin für unser Haus hatten. In diesen drei Wochen hat es ein Telefonat mit den Malern gegeben, und ein weiteres mit unserem Bauleiter. Ohne auch nur irgendein Ergebnis.

Von Versprechungen

Als wir unseren Bauleiter kennenlernten, war eine der ersten Zusagen, die er ohne Zutun unsererseits machte: in den Tagen zwischen Vorabnahme und finaler Abnahme würden alle offenen Punkte abgearbeitet und erledigt. Fairerweise muss ich festhalten, dass in der Bauphase bis kurz vor unseren Einzug die von uns bemängelten Punkte bis auf wenige Ausnahmen schnell abgearbeitet wurden.

In der Einzugsphase hatten wir uns unter anderem auch wegen der Mängelabarbeitung drei Wochen Urlaub genommen, damit LuxHaus ausreichend Zeit hat, sich um alles zu kümmern. Sollte laut Bauleiter ausreichen. Angekündigt hatte er uns neben einigen Handwerkern auch den LuxHaus-Kundendienst an einem Freitag Anfang August, der ein paar Punkte abarbeiten sollte. Der Kundendienst war bis heute nicht hier, ich vermute, der wusste auch gar nichts von uns. Während unserer Urlaubswochen haben wir LuxHaus wieder und wieder darauf hingewiesen, dass wir nach dem Urlaub nur noch Abends jemanden ins Haus lassen und nicht spontan einen Tag Urlaub nehmen können. „Alles kein Problem“, ließ unser Bauleiter von sich hören, dann müssten die Handwerker eben Abends kommen. Das ginge schon.

Im Anschluss versprach er uns nahezu wöchentlich, dass sich nun aber wirklich die Handwerker melden und einen Termin für die jeweils kommende Woche vereinbaren würden. Angerufen hat keiner, im Haus war auch niemand.

Finale Abnahme

So langsam die Faxen dicke bestanden wir auf einem Termin für die finale Hausabnahme, um endlich auch über die letzte noch zu bezahlende Rate zu sprechen. Immerhin haben wir knapp 10% des Hauspreises (ohne Küche) nicht bezahlt. Der erste Termin für die Abnahme wurde bereits vom Bauleiter abgesagt, es sei ja sinnvoller, erst die Handwerker ihre letzten Arbeiten zu machen, damit das Abnahmeprotokoll nicht so lang wird. Das war im Juli. Danach wurden drei weitere Termine jeweils verschoben bis zum Termin Nummer 5 — eben jener von vor drei Wochen.

Defektes Rollo unseres Dachfensters. Geht bis heute nicht.
Defektes Rollo unseres Dachfensters. Geht bis heute nicht.

In dem gab es dann eine klare Zusage: die von uns bemängelten Punkte würden innerhalb der nächsten zwei Wochen erledigt, bis auf die Punkte, bei denen wir uns grob auf einen Preisnachlass verständigt hatten. Auf mein Angebot, dass einzelne Punkte auch noch nach den zwei Wochen erledigt werden könnten, sagte er sehr deutlich: nein nein, auf gar keinen Fall, er wolle das jetzt wirklich schnell hinter sich bringen, um unsere Baustelle endlich abzuschließen.

Status mit LuxHaus

Tja. Wie oben schon angedeutet passierte seit dem nichts. Bis auf eine Ausnahme: Am Montag nach der Abnahme wurde ich vom Maler angerufen. Er solle bei uns einige Arbeiten erledigen, könne das aber nur tagsüber machen. Er könne nur bei Tageslicht streichen und unsere Treppe fertigstellen. Als Termin ginge bei ihm nur innerhalb der nächsten zwei Tage.
Ging natürlich nicht, ich konnte mir in der Woche nicht mal eben spontan Urlaub nehmen. Seinen Vorschlag, ich könne ihm doch den Schlüssel irgendwo deponieren, damit er ins Haus könne, habe ich abgelehnt. Tags darauf bekam ich einen Anruf unseres Bauleiters. Du erinnerst dich: Arbeiten am Abend überhaupt kein Problem. Denkste. Meinung geändert. Ich könne ja nicht verlangen, dass die Maler die Arbeiten Abends erledigen, die müsste ja auch noch zu ihrer Baustelle zurück, wo sie gerade für LuxHaus seien. Das ginge ja auch nur bei Tageslicht.

Ein Wort gab das andere, und er versprach, eine Lösung zu finden.

Das ist jetzt zwei Wochen her. Eine Mail sowie eine anschließende Aufforderung in der letzten Woche, endlich Feedback zu geben, blieben unbeantwortet. Am Sonntag haben wir dann eine Beschwerde an den Chef der LuxHaus-Bauleiter geschickt mit der Bitte, sich zu kümmern.

Regenfallrohr über der Treppe.
Regenfallrohr über der Treppe.

Spitze ist, dass es zum Beispiel den Punkt mit einem der Regenfallrohre gibt. Das endet direkt über der zweiten Treppenstufe, wie du oben im Bild sehen kannst (auch wenn das einen älteren Haus-Stand zeigt). Jeder Tropfen Regenwasser, der über das vordere Dach und das Regenfallrohr abgeführt wird, fließt über unsere Treppe ab. Im Sommer war das kein großes Thema, doch jetzt, wo es mehr regnen wird und nachts mal friert, wird die Geschichte allmählich gefährlich.

Auch mit unserer Garage kommen wir nicht weiter, weil LuxHaus und glatthaar sich zum Thema Rückhalteschienen nicht äußern. Werden die nicht befestigt, können wir weder auf der Garagen-Rückseite das Loch verfüllen noch mit den Pflasterarbeiten für die Einfahrt beginnen.

Im Bad fehlen uns noch diverse Accessoires wie beispielsweise Handtuchhalter, die seit Wochen irgendwo vor sich hin gammeln — irgendwo, nur nicht bei uns im Bad.

Warum rege ich mich so auf?

Ganz einfach: Wir wollen die Bauphase endlich abschließen. So spannend und aufregend und toll das alles war, irgendwann ist es mal gut. Wir wollen endlich mit der Verärgerung und dem Frust abschließen, dass wir ignoriert werden und unsere eindringlichen Bitten um Abarbeitung der Punkte offenbar kein Verständnis bei LuxHaus hervorrufen. Wir wollen uns endlich wieder zu 100% freuen können, dass wir unser größtes Projekt und den größten Traum realisiert haben und in unserem Haus wohnen.

Egal wie klein die Punkte im Einzelnen sein mögen — wenn du die jeden Tag siehst und wahrnimmst, hast du irgendwann mal keinen Bock mehr auf den ganzen Mist. Das macht so viel kaputt. Und überhaupt keinen Spaß.

Heute

Heute gab es endlich eine Reaktion, nachdem ich am Vormittag eine weitere Eskalationsmail an unseren Bauleiter und seinen Chef geschickt hatte. Wahnsinn. Nun soll wirklich alles abgearbeitet werden, am Montag bekommen wir Termine.

Nunja, warten wir es ab. Ich trage hier aus sicher nachvollziehbaren Gründen eine gewisse Skepsis mit mir rum.

In meiner Antwort habe ich meine Erwartungshaltung klar formuliert — Abarbeitung aller offenen Punkte bis Ende Oktober, Versetzen des Regenfallrohres bis Ende nächster Woche.

Die Telekom. Ein Trauerspiel.

Was braucht ein digitaler Junkie wie ich? Natürlich: einen Internet-Anschluss. Für den ist, zumindest was den Anschluss eines Neubaus an das DSL-Netz angeht, immer noch die Deutsche Telekom zuständig. Leider.


Ich muss vorwarnen: Dieser Artikel ist lang und strotzt vor Sarkasmus und Verärgerung.

Die digitale Welt ist ja was feines: Man kann Waren aus der ganzen Welt bestellen, die dir innerhalb von wenigen Tagen sonst woher zugestellt werden. Es ist verrückt, wie schnell die Welt geworden ist und wie schnell heute Sachen funktionieren, die früher noch Tage benötigt haben.

Die Telekom, die nicht umsonst Rosa Riese genannt wird, benötigt für Kleinigkeiten Monate.

Ein Trauerspiel in mehreren Akten

Beauftragst du als Bauherr die Hausanschlüsse, muss du in Baden-Württemberg zunächst über die EnBW als Grundversorger Strom. Da die EnBW, ich glaube, grundsätzlich einen Mehrspartenanschluss verlangt, kümmert sie sich für dich als Bauherr neben dem Strom-Hausanschluss ebenfalls um die Beauftragung für Kabelanschluss und Telekom. Das macht das Ganze auch hübsch teuer. Was dir nebenbei vorher so niemand sagen konnte, aber das ist ein anderes Thema.

Mehrspartenanschluss mit Strom, Kabel, Telekom und Wasser.
Mehrspartenanschluss mit Strom, Kabel, Telekom und Wasser.

Es vergingen dann nach der Beauftragung Wochen, bis endlich ein Subunternehmer der EnBW auf unser Grundstück kam und die Hausanschlüsse für Strom und Kabel vornahm. Die Telekom wiederum schickte entsprechend auch einen Subunternehmer vorbei. Das alles passierte in den ersten Juni-Tagen.

Anfang Juli befragten wir dann die EnBW bzw. deren Subunternehmer, wie es denn um die Fertigstellung der Hausanschlüsse bestellt sei. Da wir auch von der Telekom nie wieder etwas gehört hatten (bis heute ist keine Rechnung eingetrudelt) und ich keinen DSL-Anschluss buchen konnte, waren wir verunsichert, ob das alles bis zu unserem Einzug klappen würde. Gut, dass wir uns auf unser Bauchgefühl verlassen haben — denn erst mit unserer Nachfrage haben sich die Subunternehmer und die Telekom über die Fertigstellung des Hausanschlusses verständigen können.
Also ging die Meldung über die Fertigstellung am 2. Juli raus.

Nochmal ein paar Tage zurück: Am 12. Juni, mehr oder weniger direkt nach der realen Leitungslegung ins Haus fragte ich über das Kontaktformular auf einer Seite der Telekom, genannt „Bauherrenservice“, nach, ob der Telekom alles für eine Beauftragung von DSL vorliege. Der antworte innerhalb von 24 Stunden. Daraufhin bekam ich eine Mail, in der ich um ein paar weitere Angaben gebeten wurde, u.a. meine Kundennummer sowie meine Telefonnummer zum Anschluss im Haus.

Da atmest du dann einmal schwer. Telefonnummer. Ja. Also schrieb ich zurück, dass ich beides nicht nennen könne, da ich ja eben noch kein DSL oder Telefon bestellen könne. Ab da war Sendepause. Bis heute habe ich trotz mehrerer Nachfragen und einer weiteren Anfrage über das Kontaktformular nichts mehr vom Bauherrenservice gehört. Wie gut, dass die Telekom das gleich Service nennt, von allein wäre ich nicht darauf gekommen.

In dieser digitalen Welt, von der im Moment alle reden, ist auch die Telekom über mehrere Kanäle erreichbar. Also ließ ich meinen Unmut nach zwei Wochen Nicht-Reaktion über Twitter laut werden und schrieb dem Kanal der Telekom, @telekom-hilft. Ich wurde gebeten, mein Anliegen per Mail zu schildern. Ein paar Tage später bekam ich eine Antwort, in der eine Kati mir schrieb:

Wir freuen uns sehr, dass Sie sich für uns entschieden haben und danken Ihnen für Ihr Vertrauen.
Allerdings brauchen wir für die Bearbeitung noch etwas Zeit, daher bitten wir Sie um etwas Geduld.

Entschieden, wieso entschieden? Kapiert hatten die es immer noch nicht: ich bin kein Kunde. Schrieb ich zurück.
Darauf meldete sich zwei Tage später Sonja, die mir schrieb, dass sie mir nicht weiterhelfen könne:

Ad hoc kann ich leider nichts zu Ihrem neuen Anschluss im Neubau sagen. Ich stelle aber sehr gerne Kontakt zu den Kollegen der Bauherrenhotline her.
Ich bin mir sicher, es werden keine Fragen offenbleiben.

Vier Tage später fragte ich nach, wann ich denn in etwa mit einer Antwort rechnen könne. Es antwortete Anke:

Leider konnte bisher noch keine definitive Aussage von den Kollegen der Bauherrenhotline Auskunft in Erfahrung bringen.
Ich bleibe für Sie am Ball und melde mich morgen wieder.

Tags darauf meldete sich Kati wieder, da Anke nicht im Haus sei:

Ich bin bereits mit den Kollegen von der Bauherrenberatung in Kontakt und warte auf eine Rückmeldung. Sobald ich eine Antwort bezüglich Ihres Hausanschlusses habe, melde ich mich wieder bei Ihnen.

Vielen Dank für Ihre Geduld.

Geduld? Welche Geduld? Einen Tag später am 11. Juli bekam ich dann endlich eine Auskunft, die mich aber so gar nicht zufriedenstellte und dazu führte, dass ich nun auch mit den Social Media-Experten der Telekom telefonierte:

Die Arbeiten wurden am 6. Juli 2012 abgeschlossen, d.h. der Anschluss Ihres Hauses ist am 6. Juli 2012 erfolgt. Bitte beachten Sie, dass für die vollständige Dokumentation allen Daten Ihres neuen Anschlusses 28 Tage benötigt werden.
Erst nach deren Abschluss kann ein neuer Vertrag abgeschlossen werden.

Nachdem ich mir unseren Umzugstermin 24. Juli und den Termin für das Ende der Dokumentationsphase (3. August oder 15. August, je nachdem, ob Wochenenden in den 28 Tagen mitgerechnet werden oder nicht) ausrechnete, kannst du dir vorstellen, wie es in mir ausgesehen hat. Das Twitter-Team bekam eine entsprechende Antwort, in der ich auch fragte, was in diesen 28 Tagen gemacht wird. Sichtbar technisch ist ja alles gemacht, der Anschluss liegt im Haus, und auch der APL (der „Anschlusspunkt Linientechnik“, siehe Bild unten) hängt fertig im Hauswirtschaftsraum.

In der Mitte: der APL der Telekom.
In der Mitte: der APL der Telekom.

Parallel dazu befragte ich den Mitarbeitersupport der 1&1, bei der ich ja arbeite und wo ich weiterhin zufriedener Kunde mit meinem DSL-Vertrag bin. Eine Kollegin telefonierte Abends mit mir und erzählte, dass die Telekom nichts weiteres tun müsse als mehr oder weniger einen Schalter umzulegen, mehr Aufwand wäre das nicht. Sie höre aber immer wieder von Bauherren, die von der Telekom aus welchem Grund auch immer hingehalten werden.

Ich meine, jetzt mal ernsthaft: Was stellen die in 28 Tagen an, und wie viele Bücher an Dokumentation produzieren die zu meinem Anschluss? Die Frage ist übrigens, obwohl ich sie an mehreren Stellen bei der Telekom wiederholt habe, noch immer nicht beantwortet. Es kann dir in dem Laden niemand sagen, wozu die Dokumentation dient und wieso das 28 Tage dauert. Großes Tennis.

Und es zog, zog sich wie Kaugummi

Ich eskalierte also noch mal über Twitter und ließ meinem Unmut freien Lauf. Meinen Eskalationen folgten Anrufe und dann irgendwann diese Nachricht auf Twitter:

Twitter-Nachricht von @telekom_hilft.
Original-Link des Tweets

Was glaubst du, was dann passierte? Nichts. Der Wind verpuffte sang- und klanglos. Schon einen Tag später bekam ich erneut einen Anruf mit der Nachricht, dass da leider nichts zu machen sei und solche Dinge eben 28 Tage Dokumentationszeit brauchen. Wofür? Ach, das kann ich Ihnen nicht sagen. Auch in dieser Woche gab es noch mal ein Telefonat, mit selbem Ergebnis.

Nebenbei hatte ich von meinen 1&1-Kollegen eine Servicerufnummer für Bauherren bekommen. Die war ebenso großartig wie nicht zielführend. Jedes Telefonat endete mit „Wir rufen Sie dann direkt zurück“. Hat bis heute niemand getan.

Die Lösung

In den letzten Wochen habe ich neben dem Kontakt mit meiner heißgeliebten Telekom noch mal über den Subunternehmer der EnBW Druck gemacht und die gebeten, den Druck an die Telekom weiterzugeben und dafür zu sorgen, dass sich endlich was tut. Vorgestern hat sich der Subunternehmer endlich gerührt, der Telekom-Niederlassung in Karlsruhe eine Mail geschickt — und keine fünf Minuten später bekam ich die Nachricht, dass die Aktivierung meines Anschlusses vorgezogen wurde und ab Samstag (also heute) verfügbar sei.

WOW!

Am Nachmittag nach der Nachricht erhielt ich eine Mail von Wiebke aus dem @telekom-hilft-Team:

Der Abschluss der Netzdoku ist auf den 20. Juli 2012 vorgezogen worden, ab dann sollte die Buchung durch Ihren Anbieter möglich sein.

Nein, ehrlich? Noch lustiger wurde die Mail danach, in der ich um Bewertung des Services gebeten wurde:

Sie haben sich kürzlich mit Ihrem Anliegen an uns gewandt und wir haben Ihnen dazu heute geantwortet.
Sie sollen stets bekommen, was Sie von uns erwarten können: Einwandfreie Produkte und einen kompetenten Service. Um diesen Standard zu prüfen, bitten wir Sie um Ihre Hilfe. Sagen Sie uns, wie zufrieden Sie mit uns sind und was Ihnen besonders gut/schlecht gefallen hat.

Dazu fehlten mir bislang einfach die Worte.

Jetzt wird es noch einmal voraussichtlich zwei bis drei Wochen dauern, bis die Telekom die Leitungen für die 1&1 nach der Buchung meines Umzugsauftrages freischaltet. Das noch mal zu eskalieren wird selbst mir langsam zu doof.
Das ist schon unfassbar, dass es immer noch Unternehmen wie die Telekom gibt, die den Anschluss an das allgemeine Kommunikationsnetz für offensichtlich nicht sooooo wichtig erachten — insbesondere Unternehmen, die damit ihr Geld verdienen.

Ein Hinweis am Rande: Die Namen der Mitarbeiterinnen aus dem Social Media-Team der Telekom habe ich mir nicht ausgedacht.

Fehler im Haus

Man darf es erstaunlich finden, wenn bei einem so großen Projekt wie dem Hausaufbau nur winzige Fehler übrig bleiben. Blöd, wenn man den größten Fehler selbst gemacht hat.


Im Ablaufplan des weiteren Ausbaus bis zur Schlüsselübergabe sind zwei Termine vorgesehen für die Abnahme: eine „Vor-Abnahme“ sowie die finale. Bis dahin wollen wir aber nicht warten, wenn wir Punkte entdecken, die auszubessern sind. Also haben wir nach der Hausstellung (siehe dazu die Artikel-Teile eins, zwei und drei) das Haus begutachtet und einige Punkte an unseren Bauleiter weitergegeben. Einen Fehler müssen wir auf unser Konto verbuchen.

Die Dusche

Die Dusche — sie sollte eines unserer Highlights werden: ebenerdig, geräumig mit viel Platz, offen. Dazu hatte ich letztes Jahr schon mal was geschrieben: beim Bad hatten wir uns im Keitel-Musterhaus in Mannheim das ein oder andere abgeschaut. Dort findet sich ein T-Stück, an dem ein Waschbecken montiert ist. Dahinter folgen auf der einen Seite die sehr offene Dusche, auf der anderen Seite die Badewanne.

Badezimmer im Keitel-Musterhaus Mannheim
Badezimmer im Keitel-Musterhaus Mannheim

Wir wollten den Platz nicht ganz so ausufernd verschwenden; unsere Idee war, auf der Vorderseite des T-Stücks wie im Bild unten die Waschbecken anzubringen, auf der Rückseite rechts das WC, auf der im Bild nicht zu sehenden Seite die Dusche. In den Plänen war das T-Stück immer exakt mittig im Bad ausgerichtet.

T-Stück in unserem Bad
T-Stück in unserem Bad

Daran hat sich auch nichts geändert, allerdings kam in den Ausführungsplänen eine Vorsatzwand für die Wasserleitungen in die Dusche hinzu. Klar, klingt logisch, das brauchst du halt. Nicht bedacht haben wir dabei, dass die Vorsatzwand natürlich die Größe der Dusche ändert. Die Lösung wäre einfach gewesen: die Wand zwischen Dusche und WC hätten wir zugunsten der Dusche leicht verschieben müssen. Haben wir nicht. Weil wir daran nicht gedacht haben.

Damit muss man leben; im Grundriss sehen manche Dinge eben passend aus. Stehst du dann im gestellten Haus, stellst du eben schnell fest, wie gut deine Planungen gewesen sind. Oder eben auch nicht. In unserem Fall ist das nun kein Drama, damit werden wir leben können — müssen wir ja auch ;)

Fehler bei der Hausstellung

Ein paar kleinere Dinge sind uns bei unseren Besichtigungen im Haus aufgefallen, die nur zum Teil tatsächliche Mängel sind und behoben werden müssen.
Wie im Foto unten zu sehen hat sich hier an der Kante zwischen Wand und Dachabschluss ein Nagel verirrt, zudem liegt das Dach hier nicht ganz plan auf, so dass eine längliche und seitliche Lücke entstanden ist. Die wird laut unserem Bauleiter beim Ausbau verfüllt und verschlossen.

Verirrter Nagel und Lücke im Dachabschluss

An der Unterspannbahn sind uns von der Innenseite ein paar Risse aufgefallen. Die sind allerdings gar nicht dramatisch, vermutlich sind die entstanden, weil an ein paar Stellen die Ziegel beim Decken des Daches durchgereicht werden mussten. Der Richttrupp hat die Unterspannbahnen jeweils an diesen Stellen von außen verklebt, so dass es auch hier keine Probleme geben sollte.

Riss in der Unterspannbahn

Der größte Fehler von LuxHaus allerdings hat sich beim Ausmessen gezeigt: die Tür zur Speisekammer ist fast 10 cm breiter als vorgesehen ausgeführt worden. Spannend dabei ist, dass sie in den Ausführungsplänen noch richtig eingezeichnet war, in den Plänen für den Richttrupp dann größer geplant wurde. Warum auch immer. Diesen Fehler muss LuxHaus in jedem Fall beim Ausbau beheben, weil ansonsten die daneben geplanten Küchenschränke nicht mehr richtig passen. Unser Bauleiter hat zugesagt, dass das vom Trockenbauer korrigiert wird.

Wasser

Ein Punkt, der in den Artikel zur Hausstellung oft vorkam, war das Regenwasser im Haus. In den letzten Tagen bin ich oft gefragt worden, was denn nun damit passiert ist. Die Lösung gibt’s nach dem Bild.

Wasser im Haus, zum Glück getrocknet

Nach dem es letzten Samstag bei uns Temperaturen von über 30° hatte, ist das von den Regenschauern übrig gebliebene Wasser im Haus restlos getrocknet. Wir konnten nirgends mehr Rückstände entdecken, wenn man von den leichten Verfärbungen im Holz absieht, die das Wasser hinterlassen hat. Das sieht man im Bild oben ganz gut. Die Verfärbungen werden natürlich nie zu sehen sein, insofern ist das Thema Wasser für uns abgehakt — jetzt sollte nichts mehr davon ins Haus kommen, außer über die Wasserleitungen :)

Fazit unserer Hausstellung (Tage 3+4)

Am vierten Tag der Hausstellung beendete der Richttrupp seine Arbeiten in und an unserem Haus und ließ uns ab Mittags für ein paar Tage alleine mit unserem zukünftigen Heim. Spannend, weil wir endlich mal ungestört jede Ecke durchleuchten konnten.


Als neugierige Bauherren waren wir während der Tage unserer Hausstellung immer wieder im Haus unterwegs — das ist ja alles viel zu aufregend, um sich nicht die Veränderungen immer wieder anzuschauen und auch dem Richttrupp mal über die Schulter zu gucken. Natürlich steht man aber irgendwann dann doch nur im Weg rum und hält von der Arbeit ab, auch wenn uns die vier Jungs immer wieder versicherten, dass wir gar nicht stören. Die waren einfach viel zu freundlich :)
Umso schöner ist es dann, wird man plötzlich im Haus allein gelassen. Auf einmal hast du ausreichend Gelegenheit, jeden Winkel anzuschauen, Fehler zu suchen, Schönes zu entdecken und festzustellen, dass du hier und da in der Planung einen Fehler gemacht hast.

Wie schrieb ich an Tag 1 der Hausstellung schon so schön? Aber eins nach dem anderen.

Fertigstellung des Daches

Am Ende des dritten Tages erstrahlte endlich das Dach mit allen dazugehörenden Feinheiten in seiner vollen Schönheit. Am vierten Tag folgten schließlich noch alle Regenrinnen und Regelfallrohre, so dass wir zumindest on top of it jetzt komplett sind :)

Gedecktes Dach an Tag 3

Dach mit allem Pipapo an Tag 4
Dach mit allem Pipapo an Tag 4

Im Zeitraffervideo zu Tag 3 sieht man ab Mittags (im Video etwa ab Minute 7:00) sehr gut, wie dann die Ziegel aufs Dach kommen. Das passiert in einem Affenzahn, dass dir beim Zusehen schwindelig wird. Wir konnten das live leider nicht miterleben, weil zeitlich nicht absehbar war, wann mit den Ziegeln begonnen werden würde. Die Dachziegel lagerten bereits seit dem ersten Tag der Hausstellung im Dachgeschoss und warteten auf ihren Einsatz. Während des Deckens reicht einer der Arbeiter die Ziegel durch einen kleinen Schlitz in der Unterspannbahn zum Arbeiter auf dem Dach durch — im Video erscheinen die Ziegel einfach magisch aus dem Nichts ;)

Die Dachpfannen lagern im Haus.
Die Dachpfannen lagern im Haus.

Restarbeiten an den Außenwänden

Nachdem am zweiten Tag die außen noch offene Dämmung mit Holzfaserdämmplatten verdeckt worden war, kam nun noch Armierungsgewebe und der Armierungsputz über die Platten. So macht der Außenputz nun einen gleichmäßigen Eindruck und wartet auf das Finish — den Edelputz.

Versiegelung der Holzfaserdämmplatten

Und im Haus?

Im Haus wurde währenddessen auch weitergearbeitet. Für den Einbau des Dachfensters wurde zunächst eine entsprechende Holzkonstruktion für die Halterung zwischen die Dachsparren eingebaut. Das Fenster folgte dann später.

Dachfenster

Ebenfalls eingebaut wurde bereits die Halterungskonstruktion für die Luke zum Dachboden. Die hat der Richttrupp allerdings noch nicht eingebaut, das kommt erst im Laufe der weiteren Ausbauarbeiten im Haus. Macht ja jetzt, so ohne Abdichtung und Dämmung zum Dachboden hin auch gar keinen Sinn.

Luke zum Dachboden

Am Abend des dritten Tages haben wir dann ein sehr kleines Richtfestchen gefeiert, mit ein paar Freunden und Nachbarn. Den Termin dazu mussten wir sehr kurzfristig und spontan um einen Tag vorverlegen, weil am Donnerstag Abend der Richttrupp nicht mehr dabei gewesen wäre. Den wollten wir aber unbedingt einbeziehen und mitfeiern lassen. Führte natürlich leider zu einer Menge Absagen :(
Trotzdem haben wir in der kleinen Runde viel Spaß gehabt. Der Richttrupp hat extra für uns vorher möglichst viel Arbeitsmaterial weggeräumt und aus Rigipsplatten einen Tisch zusammengestellt. Später wurde sogar eine Lampe und eine kleine Heizung aufgestellt, damit es nicht zu kalt wird :)

Am Mittag von Tag 4 hat uns der Richttrupp dann Richtung Zuhause verlassen, natürlich erst nach einem letzten zünftigen Mahl mit uns. Vollkommen fasziniert von den Zeitraffervideos musste ich versprechen, den vier Jungs die auf CD zu brennen und zuzuschicken — was ich immer noch nicht geschafft habe, weil ich die Videos entsprechend ein bisschen verschönern und mit weiteren Fotos anreichern will. Die CD kommt aber!

Fazit nach Tag 3+4

Je weiter wir in der Hausstellung voranschritten, desto umspannender wurden die Arbeiten für uns als Zuschauer. Am ersten Tag passierte halt einfach auch wahnsinnig viel, das nimmt natürlich im Laufe der Zeit ab, da es sich um immer mehr Details handelt. Das merkt man ja sicher auch an der jeweiligen Länge der drei Artikel.
Der Fokus der Arbeiten verschiebt sich ab jetzt vollkommen auf den Innenausbau — seit heute startet der Sanitärausbau, ab Montag ist der Elektriker im Haus. Unser Haus nimmt immer mehr Formen an, und wir sind weiterhin stolz wie Bolle auf das, was wir uns da zusammengeplant haben. Jedes Mal, wenn wir im Haus sind, müssen wir uns zwingen, wieder zu gehen ;)

Eines fehlt hier natürlich noch: das Zeitraffervideo von Tag 3. Ganz neu, noch nirgendwo gezeigt oder verlinkt:

Direktlink zum Video bei YouToube.

Fazit unserer Hausstellung (Tag 2)

Nicht mehr ganz so spannend wie der erste Tag der Hausstellung war der zweite: die Wände standen ja schon alle, jetzt ging es um das Dach. In der Nacht hatte es leider noch einmal richtig schön ins Haus geregnet.


Das ist wohl ein seltsamer Beweis von Gerechtigkeit der Natur: Wenn an Tag 1 schon das EG unter Wasser stand, muss das DG zumindest auch noch Regen davon abbekommen. Also regnete es die ganze Nacht von Tag 1 zu Tag 2. Wo uns Mittags an Tag 1 schlecht war — nun gings uns hundeelend.
Auf der Baustelle begutachteten wir morgens um 7:00 die Reste der Nacht.

Wasser im DG

Immerhin hatte die Treppe durch die Abdeckung mit Plastikplanen wirklich keinen Tropfen Wasser abbekommen. Die Treppenstufen sind zwar auch noch mal einzeln verpackt, Wasser findet ja aber seinen Weg ;)

Die EG-Decke wird durch LuxHaus nicht nur liegend transportiert, sondern auch liegend auf das Haus aufgesetzt. Dafür hat LuxHausin den Deckenelementen Schlaufen eingearbeitet, die nach Setzen durch den Kran entfernt werden. Übrig bleiben dadurch Schlitze wie im Bild unten, durch die das Wasser schön in die Dämmung lief und von dort ohne Halt ins Erdgeschoss. Super.

Wasser rinnt durch die Schlaufenlöcher in die Dämmung
Wasser rinnt durch die Schlaufenlöcher in die Dämmung

Das war zwar kein Wasserfall wie anderswo, schön anzusehen war das aber dennoch nicht.

Wasser läuft durch die EG-Decke
Wasser läuft durch die EG-Decke

Das Dach

Am ersten Tag war aufgefallen, dass ein Sparren für das Dach nicht geliefert wurde und offenbar auch erst gar nicht im Werk produziert worden war. Wir bekamen das mit, als der Richtmeister plötzlich aufgeregt und hektisch auf dem Grundstück herumlief und telefonierte. „Die haben einen Sparren vergessen“, hieß es später. Das war am späten Nachmittag.
Am zweiten Tag der Hausstellung kurz vor Mittag wurde der Sparren durch LuxHaus per Transporter nachgeliefert. Ob dafür im Werk eine kleine Nachtschicht eingelegt worden war, haben wir nicht mehr herausfinden können. Natürlich ist es blöd, wenn ein Teil des Hauses vergessen wird; wenn das Teil aber hier wir bei uns zackig nachgeliefert wird, ist doch alles perfekt. Im Bauablauf selbst hat es nur zu Verzögerungen von vielleicht wenigen Minuten geführt, fiel also tatsächlich nicht ins Gewicht.

Ein weiterer Dachsparren wird zum Dach gehievt.
Ein weiterer Dachsparren wird zum Dach gehievt.

LuxHaus zimmert das Dach eines Hauses ja, im Gegensatz zu ich denke vielen anderen Fertighaus-Anbietern, erst auf der Baustelle und nach traditioneller Art und Weise. Bei FingerHaus und WeberHaus beispielsweise habe ich gesehen, dass das Dach (bis auf die Dachziegel) im Werk vorproduziert und ähnlich wie die Zwischendecken auf der Baustelle gestellt wird. Den LuxHaus-Weg sieht man ja, denke ich, ganz gut in unserem Zeitraffervideo (das von Tag 2 siehe unten). Beides wird seine Vorteile haben, und so als Laie glaube ich nicht, dass es da wirklich einen Nachteil gibt.

Die Richt-Jungs als Dachdecker.

Die Sparren werden ordentlich befestigt.
Die Sparren werden ordentlich befestigt.

Entsprechend länger dauert es natürlich auch, das Haus komplett dicht zu bekommen. Bis die Ziegel auf dem Dach waren, war Tag 3 weit vorangeschritten. Einer der Gründe, uns für LuxHaus zu entscheiden, war allerdings auch, dass das Dach noch nach Zimmermannsart gebaut wird. Auch wenn LuxHaus hier natürlich schon sehr viel im Werk vorbereitet — am Ende kommt es darauf an, wie gut dein Richttrupp arbeitet. Unser hat bis auf eine kleine Lücke zwischen Dach und Kniestock auch hier wieder sehr gute Arbeit abgeliefert (dazu in einem späteren Artikel mehr).

Dach in der Süd-West-Ecke

Der Dachunterstand in grau, den wir damals bei der Ausstattungsbemusterung ausgewählt hatten, wird als lange Holzlatten geliefert und auf der Baustelle passend zugesägt — alles perfekte Handarbeit. Den sieht man ja auch ganz gut im Bild oben. Das Loch, das auf dem Bild noch an allen Hausecken klafft, wird später noch mit Dämmung verfüllt.

Dachunterstand

Danach wird dann vom Richttrupp die Unterspannbahn über die Dachsparren gespannt und die Lattung verlegt. Das Dach war also endlich zu — pünktlich vor dem nächsten, dieses Mal richtig deftigen Regenschauer. Da hatten wir am Dienstag bei unserer Hausstellung wirklich Glück gehabt.

Dachunterspannbahn und Lattung

Nach der Lattung folgt dann logischerweise die Konterlattung:

Verlegen der Konterlattung

Was sonst noch am Haus geschah

An Nachmittag wurde damit begonnen, den Technik- bzw. Hauswirtschaftsraum mit Rigipsplatten zu beplanken und zu verspachteln. Am 3. Tag wurde der Raum dann auch schon gestrichen. Die Heizungsanlage steht ja bereits seit dem ersten Tag im Haus, und da sie schon vor den weiteren Ausbauarbeiten an ihren Platz gestellt und angeschlossen werden soll, war das notwendig.

Aufmerksamen Bild-Betrachtern wird sicher schon aufgefallen sein, dass die Dämmung der Zwischendecke sowie der Übergang von Dachgeschoss-Wänden zu den Giebeln am ersten Tag der Hausstellung nach außen noch offen war. Diese Übergänge wurden im Laufe des zweiten Tages teilweise mit Holzfaserdämmplatten verschlossen und für die Verspachtelung vorbereitet.

Holzfaserdämmplatten werden in den Zwischenbereichen angebracht.

Fazit nach Tag 2

Ein großer Teil des Nachmittags ging für die Arbeit leider verloren, weil es stundenlang geschüttet hat wie aus Eimern — unsere LuxHaus-Jungs mussten immer wieder die Arbeit abbrechen, weil einfach nichts mehr zu machen war. Da kamen Unmengen von Wasser aus den Wolken!
Wir können auch nach dem zweiten Tag nichts anderes sagen, als dass unser Richttrupp wirklich super Arbeit geleistet hat. Schon erstaunlich, wie lange dann doch benötigt wird, um ein Dach auf der Baustelle zu bauen und das Haus zu richten. Bei den einzelnen Arbeitsschritten sieht man gut, wie viel Material und Arbeit in so einem Dach steckt, die man am Ende gar nicht mehr wirklich wahrnimmt. Erst am dritten Tag war dann das Dach tatsächlich komplett fertig.

Und weil’s auch heute noch mal super passt, hier in der Wiederholschleife das Zeitraffervideo von Tag 2:

Direktlink zum Video bei YouToube.