Der Estrich und die Haus-Übergabe

Schon heute in zwei Monaten bekommen wir den Schlüssel unseres Hauses übergeben — das heißt, viel Zeit bleibt nicht mehr für die Vorbereitung des Finales.


In der Zwischenzeit sind wir dazu abgestellt, zweimal am Tag im Haus für jeweils 30 Minuten zu lüften. damit die beim Trocknen des Estrichs entstehende Feuchtigkeit aus dem Haus abziehen kann. Damit hätten wir bereits am Freitag Abend beginnen sollen; vom Gefühl her war der Estrich da aber noch nicht komplett trocken.

Mit dem Estrich bekommst du dann endlich ein besseres Gefühl für die später tatsächlich nutzbaren Raumgrößen, sowie die Höhen der Fenster und Türen. Das ist schon echt spannend und wirkt viel realistischer als vorher.

So wird es also zukünftig beinahe aussehen, wenn wir nach Hause kommen und die Tür aufgeschlossen haben:

Unser Eingangsbereich
Unser Eingangsbereich.

Okay, okay — es fehlen natürlich noch die Bodenbeläge, die Innentüren, die Wände sind nicht fertig, und so weiter. Aber fast wird es dann so aussehen :)

Unser zukünftiges Esszimmer.
Unser zukünftiges Esszimmer.

Die Badewanne haben wir so geplant, dass sie auf dem Rohfußboden steht, nicht auf dem Estrich. Damit verliert sie später im fertigen Badezimmer an Höhe, was wir beide sehr chic finden.

Abgesenkte Badewanne.

Ganz nachvollziehen können wir bislang aber noch nicht, wieso im Duschbereich kein Estrich liegt. Das muss irgendeinen Grund haben, den wir entweder übersehen oder noch nicht kennen.

Kein Estrich in der Dusche.

Draußen, da, wo bald mal Gras und Blümchen wachsen sollen, scheint sich erst mal ein kleiner Reste-Abladeplatz aufzubauen — mit Scherben von Dachziegeln und Resten vom Estrich:

Scherben und Estrichreste.

Allmählich geht’s bei uns nun auch mit der Planung des Umzugs los. Lampen müssen gekauft, Möbel angeschaut werden — und in diesen Tagen muss ich auch endlich unsere jetzige Wohnung für die Nachmieter-Suche inserieren.

Bauzeitenplan, vorläufig

Es war klar. Ich erinnere mich noch, wie wir immer wieder gesagt haben, dass es bei unserem Hausbau am Ende nicht so sehr auf ein paar Wochen ankommt und wir keine Eile haben. Kaum liegt der Bauzeitenplan vor, ist das alles vergessen.


Gestern haben wir von Frau G., unserer Projektleiterin bei Luxhaus in Dirmstein, den vorläufigen weil nicht verbindlichen Bauzeitenplan bekommen. Wenn wir das richtig verstanden haben, wird es noch einen verbindlichen Bauzeitenplan geben — auch wenn uns aktuell nicht bekannt ist, wann das sein wird und woran es bei der Verbindlichkeit im Moment „hängt“.

Auf dem Bauzeitenplan sind die bisher erfolgten und nächsten Schritte inkl. Nennung einer Kalenderwoche und spätestem Termin unseres Bauprojektes hinterlegt. Als neugieriger Bauherr interessiert einen da erst mal nur eines, der Termin für die Hausübergabe. In unserem Fall soll das nun der 13. Juli 2012 sein: Bauzeitenplan im Überblick.

Da wir auf unserem den (natürlich unverbindlichen) Abnahmetermin 1. Juni 2012 festgehalten hatten und sich in den letzten Wochen alles nahezu überschlagen hat, waren wir davon ausgegangen, dass wir tatsächlich in jedem Fall den 1. Juni (oder früher) hinbekommen. Und schon war die geduldige Ruhe, das müsse ja alles nicht so schnell gehen, ganz schnell weg und vergessen :)

Als wir uns den Terminplan genauer angeschaut haben, haben wir festgestellt, dass der teilweise sehr großzügig ausgelegt ist. Besonders die Termine, die wir einzuhalten haben, sind beinahe luxuriös und passen so gar nicht zu unserer bisherig zackigen Arbeitsweise. Die Finanzierungsbestätigung beispielsweise muss bis zum 3. Februar vorliegen. Eigentlich hätte die aber schon längst bei Luxhaus sein sollen, wenn unsere liebe Sparkasse nicht mal wieder das letzte Todo dafür verschlafen hätte. Mit der Bank sind wir ja, mal nebenbei, hochgradig unzufrieden — da lief bislang gar nichts so wie anfangs zugesagt. Ende des Einschubs, zurück zum Thema. Die Finanzierungsbestätigung hätte ich gern noch bis Ende des Jahres abgehakt.

Vermutlich wird sich der Terminplan also noch zusammenraffen und den Übergabetermin nach vorn ziehen lassen. Irgendwie muss es sich doch am Ende auszahlen, dass wir jetzt mit allem bisher erreichten so schnell waren.

Die Ausstattungsbemusterung und eine Enttäuschung

Heute haben wir einen großen, offenen und vollkommen durchnässten Umschlag von Luxhaus bekommen, der neben den versprochenen Grundrissplänen im Maßstab 1:50 auch einen Termin für die Ausstattungsbemusterung enthielt. Soweit erstmal gut — auf den Termin haben wir ja gewartet. Wie kommt also die Enttäuschung ins Spiel?


Während der Konstruktiven Bemusterung am vergangenen Donnerstag hatten wir unseren Gebietsverkaufsleiter Herrn H. gefragt, wie es denn nun mit den nächsten Phasen der Planung weiterginge und ob er einschätzen könne, wann in etwa die Ausstattungsbemusterung sein würde. Da die über zwei Tage geht, müssen wir uns ja entsprechend im Büro Urlaub nehmen. Er hat sehr ausweichend geantwortet, dass der Termin abhängig sei von der Auftragslage und er nichts dazu sagen könne. Uns ging es ja aber eigentlich nur um eine grobe Einschätzung — noch in diesem Jahr oder Anfang des nächsten Jahres.

Merkwürdig ist nun, dass das alles extrem schnell geht, denn die Ausstattungsbemusterung soll nun bereits am 8. und 9. November stattfinden. Das stand zumindest im Schreiben an uns. Damit haben wir, sagen wir mal, 1 1/2 Probleme: die Bemusterung soll bereits in knapp drei Wochen stattfinden. In dieser Zeit sollen wir (und auch das ist neu) wissen, wie die Küche aussieht, welches Fabrikat und damit welche Anschlüsse wo unsere Sauna haben wird, welchen Kamin (auch hier: Fabrikat) wir irgendwann einmal einbauen möchten, etc. Das also müssten wir nun in drei Wochen herausfinden, da wir das alles noch nicht wissen. Wir hatten bislang gedacht, dass wir nun noch einige Wochen Zeit haben, um uns um die nächsten offenen Punkte kümmern zu können.

Zur Bemusterung sollen wir außerdem die Original-Unterlagen der Bauantrags-Bestätigung mitbringen — die haben wir noch nicht einmal. Wir müssen zudem noch eine Bodenprobe veranlassen, auch das wird bis in drei Wochen sehr knapp. Von einer fertigen Küchen-Planung reden wir da noch gar nicht.

Während und nach der Konstruktiven Bemusterung hatten wir unserem Architekten noch ein paar letzte Planänderungen (u.a. für die neugeplante Küche) geschickt, die noch nicht in den mitgeschickten Plänen enthalten sind. Die sind insgesamt auf einem Stand, der so gar nicht mehr stimmt — und auf dem sollen wir die Elektronik für die Bemusterung vorplanen. Wenn im Plan Fenster falsch platziert oder Wände nicht richtig eingezeichnet sind, kann ich auf der Basis nicht einplanen, wo welche Schalter hinkommen sollen. Da ist eine gute Planung vollkommen utopisch.

Soviel zum ganzen Problem des 1 1/2en.

Das halbe Problem ist, dass die Ausstattungsbemusterung nun in Dirmstein stattfinden soll, wo wir ja bereits zur Vorbemusterung waren. Unseren Gebietsverkaufsleiter hatten wir gebeten, ob die Bemusterung nicht in Georgensgmünd stattfinden kann — ich hatte zu den unterschiedlichen Konzepten ja bereits im Artikel zur Vorbemusterung bei Luxhaus und der Luxhaus-Boutique in Georgensgmünd was geschrieben. Er hatte zwar angedeutet, dass das schwierig werden könne — mehr dazu gehört hatten wir aber nicht. Ob er tatsächlich nachgefragt hat, wissen wir momentan nicht. Sollte er es getan haben, hätte er uns zumindest kurz Feedback geben können.

Das ist neben den oben angemerkten leider ein weiterer der Punkte, über die wir heute enttäuscht sind — das seit Unterschreiben des Werkvertrages ruhiger gewordene Verhältnis zum Gebietsverkaufsleiter. In der Kommunikation mit unserem Architekten ist alles perfekt, Herr H. scheint aber in letzter Zeit öfter abzutauchen und sich nicht mehr von sich aus zu melden. Sehr schade, hatten wir da anfangs doch einen anderen Eindruck.

Kommunikation ist bei einem Vorhaben dieser Größe Teil des A und O und gehört einfach sauber dazu. Wenns da nicht stimmt, kommt es schnell zu unnötigen und vermeidbaren Problemen, auf die wir -wohl verständlicherweise- wenig Lust haben.

Heute Abend verfassen wir nun also noch eine Mail, in der wir all unsere Fragen und Probleme mit dem Schreiben zusammenfassen und zu klären versuchen. Ich bin sehr gespannt, wie das weitergeht. Hoffentlich war das nur eine kurze negative Episode.

Quellennachweis:

Das oben verwendete Artikelbild ist © by Luxhaus (Verwendung siehe auf der Website der Luxhaus-Boutique).

Die Konstruktive Bemusterung

Neben all den dreidimensionalen Planungen haben wir in der letzten Woche nun auch unsere Konstruktive Bemusterung abgeschlossen und damit alle statisch relevanten Dinge endgültig festgelegt.


Zur Konstruktiven Bemusterung gibt es von Luxhaus ein 15-seitiges Bemusterungsprotokoll, das wir am Donnerstag Abend mit unserem Gebietsverkaufsleiter und unserem Architekten in unserem Noch-Zuhause durchgesprochen haben. Im Protokoll werden Punkte festgehalten wie…

  • der energetische Standard;
  • Angaben zur Bodenplatte und zum Keller (wenn man einen bekommt);
  • Angaben zur Gebäudekonstruktion;
  • Angaben zu Balkon, Erker, Garage;
  • der Fußbodenaufbau;
  • die Heizungsanlage;
  • die Elektroinstallation.

Dazu haben wir auch die neuen Architektenpläne bekommen und abgenommen. In denen sind die Wände nun so eingezeichnet, wie sie auf Grund der baulichen Gegebenheiten und der ersten Vor-Berechnung des Statikers vermutlich sein müssen. Bislang waren die meisten Innenwände bei uns als 12cm dicke Wände geplant, nun haben wir an einigen Stellen 20cm dicke Wände — wodurch wir dummerweise im neuen Wohnzimmer noch mal 8cm verlieren.

Verändern an der Planung können wir nun ohne Mehrkosten nur noch die Dinge, die keine statischen Änderungen mehr nach sich ziehen. Änderungen bei Fenstern aber sind beispielsweise größtenteils problemlos möglich.

Was dann jetzt folgt ist eine Prüfung der Unterlagen durch Luxhaus in Georgensgmünd inklusive der endgültigen statischen Berechnungen und die Bestätigung aller Punkte inklusive der Mehr- und Minderkostenrechnung. Bislang haben wir etwa 4.000 € eingespart im Vergleich zu dem, was wir im Kaufvertrag festgehalten hatten. Der Großteil hat damit zu tun, dass wir uns von Luxhaus eine Regenwasserzisterne liefern lassen wollten, die wir ja nun aber bereits durch die Erschließung auf dem Grundstück haben.
Im Anschluss bekommen wir Pläne im Maßstab 1:50 und endlich einen Termin für die Ausstattungsbemusterung, auf die wir mittlerweile sehr sehnlich warten. Die 1:50er Pläne dienen dazu, dass wir uns schon vor der Bemusterung Gedanken zur Platzierung von Steckdosen, Lichtschaltern, Lampen, etc. machen können, um an alle Eventualitäten zu denken und nichts zu vergessen. Vom Statiker bekommen wir zudem den statischen Teil des Bauantrages, den wir noch beim Bauamt einreichen müssen.

Dreidimensionales

In dieser Woche haben wir 3D-Zeichnungen unseres bisherigen Planstandes inklusive der ausgewählten Einrichtung von Richter+Frenzel für Bad und Gäste-WC sowie von zeyko für die Küche erhalten. Beides Mal waren wir vor Entzücken und Freude beinahe sprachlos.


Zu den Zeichnungen will gar nicht allzu viele Worte verlieren. Wir haben von allen Räumen zwar noch einige Zeichnungen mehr bekommen als ich hier zeige, aber ich will ja noch nicht allzu viel verraten. Schließlich werden ein paar der Blog-Leser das Ganze ja noch in der Realität bewundern können.

Das Badezimmer

Die Fliesen muss man sich bei den Zeichnungen wegdenken — wir haben bislang nämlich noch keine ausgesucht. Zudem haben wir andere Farb- und Größenvorstellungen und wollen das Bad nicht ganz mit Fliesen zukleistern.
Falsch sind in den Zeichnungen allerdings zwei Dinge: wir werden kein Solarium haben (an der Stelle soll irgendwann einmal eine Sauna stehen), und die Dusche wird bodengleich sein, nicht erhöht. Mehr zum Bad und Gäste-WC findet sich im Artikel „Bemusterung von Bad und Gäste-WC„.

Das Gäste-WC

Die Küche

Die Küche wird glaube ich unser größter Stolz, selbst wenn sie nicht von zeyko kommen sollte. Mehr zur Küchenplanung habe ich ja schon im Artikel „Das Ende des Küchenalbtraums“ geschrieben.

Das Ende des Küchen-Albtraums

Die Last, die uns seit Wochen auf den Schultern lag, uns oft wenig schlafen ließ und für viel Frustration gesorgt hat, ist endlich abgehakt. Seit Freitag wissen wir, wo Wohnzimmer und Küche platziert werden und wie wir unsere Wünsche und Vorstellungen weitestgehend ohne große Änderungen realisieren können.


Am vergangenen Freitag waren wir, wie im letzten Artikel bereits angekündigt, beim Küchenhersteller zeyko im Schwarzwald. Der über dreistündige Beratungstermin hat für uns endlich den lang ersehnten Planungs-Durchbruch gebracht. Wir waren dort um 13:00 mit Frau K. verabredet, die sich nicht nur viel Zeit für uns genommen, sondern sogar viel vorbereitet hat und uns mit ihrer Beratungskompetenz eine sehr große Hilfe war. Sollte also jemand mal eine richtig gute und kompetente Küchenberaterin suchen — wir haben ihre Nummer!

Frau K. hatte uns auf unsere Bitte im Vorfeld hin ein paar Möglichkeiten entworfen für beide Szenarien der Küchenplatzierung — die wir jedoch alle aus unterschiedlichen Gründen verworfen haben. Durch eine Idee von mir (die für sich allerdings wenig Sinn ergab) entwarf Frau K. dann eine Küche, die nicht gewöhnlich ist, viel Raum bietet und sogar noch Platz für eine Speisekammer bietet. Dafür werden wir das bisherige geplante doppelflüglige Fenster im Erker durch zwei einzelne, getrennte bodentiefe Fenster ersetzen. Dadurch bekommen wir eine Kochinsel mit viel Arbeitsfläche.

Links sieht man die Zeichnung unseres Architekten ohne Möbel, mit abgetrennter Speisekammer — rechts die grobe Zeichnung unserer zeyko-Beraterin.

Die Küche kommt nun also, wie ursprünglich von uns vorgesehen, in den Erker-Bereich ebenso wie die Speisekammer. Die werden wir allerdings ein wenig verschmälern als sie links in der Architekten-Zeichnung zu sehen ist. In der Grobzeichnung sieht man auch, dass wir nun an der Gartenseite der Küche (in der Zeichnung unten) nun zwei Fenster einplanen werden. Zum Glück kommt die konstruktive Bemusterung erst noch, so dass das problemlos möglich sein wird.

Zwar werden in dieser Planung die Wege zwischen den Küchenmöbeln nicht galaktisch breit (wir haben an allen Seiten etwa 90 bis 100 cm Zwischenraum), aber das ist ein Kompromiss, den wir mit diesem Plan gern eingehen werden. Tatsächlich gefiel uns die skizzierte Idee auf Anhieb so gut, dass wir damit weitergearbeitet haben.

Viel Zeit ist im Anschluss natürlich noch dafür draufgegangen, Möbel, Geräte und Ausstattungsvarianten für die Preisberechnung auszusuchen. Klar — zeyko-Küchen gehören nicht zu den günstigsten Modellen, dafür halten sie allerdings auch sehr lange und bieten viele spannende Ausstattungsdetails.

Egal, ob wir uns am Ende für eine Küche von zeyko entscheiden, sind wir nun doch sicher, dass im Gegensatz zu unseren Befürchtungen nun alles perfekt werden wird. Und das ist doch die Hauptsache!

Nebenbei: Auch für das Wohnzimmer haben wir nun genau die Planung gefunden, die wir uns sehr gut vorstellen können und die nicht zu eingeengt wird. Fein!