Impressionen unserer Inneneinrichtung

Vor einigen Wochen hatte ich schon mal versprochen, hier im Blog ein paar Impressionen unserer Inneneinrichtung zu zeigen. Du sollst natürlich nach all den Berichten hier sehen können, wie wir das Haus nach unserem Einzug eingerichtet haben. Ein sehr Foto-lastiger Artikel.


In meinem Baublog ist wieder einmal lange nichts passiert. Neben viel Arbeit auf der Arbeit fehlte mir nicht nur die Lust, sondern auch die Zeit zu bloggen. Das liegt auch daran, dass wir mit der Abarbeitung der Mängel und offenen Punkte seitens LuxHaus noch immer kein Stückchen weiter gekommen sind.
Bitte habe Verständnis dafür, dass ich von unseren Räumlichkeiten nur Ausschnitte zeige. Insgesamt ist das alles dann doch ganz schön privat.

Die Küche

Die Küche ist in jedem Fall unser ganzer Stolz und hat alle unsere Erwartungen erfüllt — sie ist einfach großartig geworden. Da hat sich tatsächlich der Stress während der Auswahl- und Planungsphase gelohnt.

Unsere illuminierte Küche.
Unsere illuminierte Küche.
Unsere Küche bei Tageslicht.
Unsere Küche bei Tageslicht.

Lampen und Illumination

Es ist schon erstaunlich, wie viel Geld du heute allein für Lampen ausgeben kannst. Wenn ich mir überlege, wie groß das Angebot war, als wir vor fünf Jahren unsere Wohnung eingerichtet haben — kein Vergleich. Suchst du etwas außergewöhnliches, was vielleicht nicht jeder hat, musst du die Augen außerhalb der typischen Einrichtungshäuser und Baumärkte offen halten. Wir sind in vielen Stunden Recherche im Internet sowie vor allem bei Licht+Wohnen in Karlsruhe fündig geworden (übrigens ein toller Laden, so viel Schleichwerbung sei mir erlaubt).

Du siehst — uns war bei der Einrichtung unseres Hauses die richtige und perfekte Beleuchtung der Räume sehr wichtig. Neben dem Altbewährten an Deckenleuchten wollten wir an einigen Stellen auch besondere Akzente mit Licht setzen. Auch hier haben wir teilweise sehr lange gesucht, bis wir das richtige gefunden hatten — aber auch das ist wirklich toll geworden.

Deckenleute im Gäste-WC.
Deckenleute im Gäste-WC.

Manchmal kannst du auch schon mit Kleinigkeiten eine Menge Effekt erzielen. Bei unseren Nischen im Treppenaufgang reicht jeweils eine eingelassene LED-Leuchte und etwas Deko.

Nische im Treppenaufgang, Nummer 1.

Nische im Treppenaufgang, Nummer 2.

Im Treppenhaus haben wir neben der Nischenbeleuchten noch zwei Wandleuchten angebracht, die auch etwas besonderes sind. Die Lampen kannst du einzeln von zwei Seiten sowohl mit Diffuser-Glasscheiben, Farbscheiben oder mattiertem Glas ausstatten, so dass entsprechend unterschiedliche Effekte entstehen. Wir haben uns für jeweils zwei blaube Farbscheiben und auf einer Seite eine Diffuser-Glasscheibe entschieden.

Occhio Sento mit blauen Scheiben im Treppenhaus.

Die Pendelleuchte über dem Esstisch:

Pendelleuchte über dem Esstisch.
Pendelleuchte über dem Esstisch.

Wenn du genau hinschaust, siehst du, dass die fünf einzelnen Leicht-Scheiben nicht die gleiche Länge von der Decke haben. Das verdammte Teil wiegt insgesamt über sieben Kilo. Sieben! Du kannst dir ausmalen, wie komplex sich die Montage gestaltet hat. Teilweise zu viert haben wir gewerkelt, bis wir sie endlich an der Decke befestigt hatten. Zum Glück lassen sich die Leuchtelemente einzeln auch im Nachhinein ausrichten, wenn auch mit nicht unwesentlichem Aufwand. Wenn sich die fünf mal ausgependelt haben und die Kabel ausgezogen sind, passen wir die Längen an.

Und außen? Außen haben wir ein paar Leuchten gesetzt, die momentan offenbar schwer in Mode sind und an nahezu jedem dritten Neubau glänzen:

Leuchten am Haus.

Die goldene Wand

In einem der Räume im Dachgeschoss haben wir uns eine Wand in einem Gold-Ton mit silbernen Akzenten streichen lassen. Nach vielem Hin und Her, Nachfragen bei Farbenherstellern und Recherche im Internet wussten unsere Maler, wie sie die Wand nach unseren Vorstellungen gestalten sollten.

Goldene Wand.

Deko

Herbstliche Tischdeko.
Herbstliche Tischdeko.
Flur-Deko.
Flur-Deko.

Kurz vor der Fertigstellung

Beim Innenausbau unseres Hauses nähern wir uns der Fertigstellung. Tatsächlich sind fast alle Gewerke nahezu abgeschlossen — hier und da fehlt noch da ein oder andere Detail, ein paar Mängel müssen noch ausgebessert werden.


Heute Abend waren wir mal wieder im Haus, um uns die Fortschritte bei den Ausbauarbeiten anzuschauen. Vorgestern beim Großkampftag und gestern hätten wir es beim Chaos im Haus kaum vermutet, aber tatsächlich nähern sich die Arbeiten der Fertigstellung. Und es ist immer Wieder verrückt, wie sehr manche Details dann doch zur Veränderung der Atmosphäre des Hauses beitragen. Allein unsere tolle Küche, der Raum, der bislang als einziger komplett mit Licht ausgestattet ist, trägt da schon sehr viel zu bei. Hier fehlt zwar noch die bestellte Glasrückwand — die soll aber demnächst nachgeliefert werden, weil sie beim Transport beschädigt wurde. An dieser Stelle einen herzlichen Gruss und vielen Dank an unseren zeyko-Verkäufer Herrn Richter!

Nische im Treppenaufgang.
Nische im Treppenaufgang.

Neben der Küche waren mein Lieblingsspielzeuge im Haus heute die elektrischen Jalousien. Es ist eine wahre Freude, die per Knopfdruck hoch- und runterfahren lassen zu können!

Schalter: Rollo defekt.

Morgen geht es dann in die Endphase: die Zimmertüren fehlen noch, die werden morgen eingebaut und im Anschluss die noch fehlenden Abschlussleisten vom Laminat gesetzt.

Großkampftag beim Innenausbau

Der Innenausbau ist seit gestern in seiner letzten und heißen Phase angekommen. In riesigen Schritten geht es auf die Vorabnahme unseres Hauses zu, die nun vermutlich erst am Montag stattfindet.


Beim heutigen Großkampftag trafen vier Gewerke aufeinander: Küche, Sanitär, Fußbodenbeläge und Elektro — jeweils mindestens zu zweit. Nebenbei waren auch noch sehr spontan die Stadtwerke Karlsruhe im Haus, die nach einem kurzen Telefonat heute Morgen am Mittag den Wasserzähler eingebaut haben. Damit sind wir endlich zumindest das Bauwasser los. Es waren also je nach Uhrzeit etwa 10 Personen am Werk, die aufpassen mussten, dass sie sich nicht gegenseitig im Weg stehen. Krass, dass -wie es im Moment scheint- dabei nichts schief gegangen ist.

Wie üblich: Eins nach dem anderen

Gestern kamen die ersten Laminate ins Haus — müssen riesige Stapel gewesen sein, da wir außerhalb der gefliesten Räume Eingangsbereich, Gäste-WC, Bad, Küche/ Speisekammer, Abstellkammer und HWR überall Laminat bekommen. Bis auf ein paar Details haben die Jungs gestern das Obergeschoss fertig gehabt. Vorgestern sah es noch so aus:

Erdgeschoss mit Stand von Sonntag.
Erdgeschoss mit Stand von Sonntag.

Heute Abend, zwei Tage später, befindet sich das Erdgeschoss in einem typischen Innenausbau-Status: vollgestellt mit Möbeln und Geräten für die Küche, Elektro-Zeugs, Resten und natürlich dem frisch verlegten Laminat. Herrlich: ich find es großartig, zu sehen, wie viel Zeugs da noch für den Ausbau im Haus versenkt wird.

Erdgeschoss am Ende des Großkampftages.
Erdgeschoss am Ende des Großkampftages.
Erdgeschoss: die Ablage für Allesmögliche.
Erdgeschoss: die Ablage für Allesmögliche.

Elektro

Zum Innenausbau gehört natürlich auch die Fertigstellung der Elektro-Geschichten. Was allein dafür heute an Material ins Haus gekommen ist, ist verrückt aber nachvollziehbar: rechne einfach mal nur die Zahl der Steckdosen, Lichtschalter, TV-Anschlussdosen in einem Haus zusammen, das ist schon eine stattliche Zahl. Die beiden Elektriker arbeiten nach meinem naiven Laienblick darauf sehr ordentlich und sauber und haben ihre Sache im Griff. Der Sicherungskasten ist zwar noch nicht fertig, aber nach der Erklärung heute Abend erscheint mir der Gedanke hinter der einzelnen Kabelverlegung sehr logisch — da haben die zwei Jungs sich was bei gedacht.

Sicherungskasten.
Sicherungskasten.

An was du da alles denken musst erfährst du eigentlich auch nur in den Gesprächen mit den Elektrikern. Die stellen plötzlich Fragen, mit denen du nicht gerechnet hattest, und schlagen Lösungen für Probleme vor, die du dir vorher nicht vorstellen konntest :) Das Zusammenspiel insgesamt im Haus ist dann doch ganz schön komplex, außerdem soll ja auch alles zukunftsfähig sein. Kann ja sein, dass uns in zwei Jahren einfällt, dass wir irgendwo einen Schalter vergessen haben oder plötzlich Bedarf nach einer Telefon- statt LAN-Dose besteht. Ist dann bei uns wohl alles noch mehr oder weniger möglich.

Die Küche: unser Schmuckstück. Halbfertig

Die Küche — was hat die uns Sorgen gemacht und Schweiß gekostet! (Siehe dazu beispielsweise hier, auch hier oder hier in der Tag-Übersicht.) Auch wenn die Küche bislang nach einem Tag Aufbauarbeit noch nicht fertig ist, sehen wir schon, dass sich der ganze Stress gelohnt hat, den wir uns damit gemacht haben. Wir waren heute Abend verwundert, wie groß die Küche tatsächlich ist und wie viel Platz wir dann doch noch zwischen den einzelnen Möbelreihen haben. Wahnsinn — wir haben gestrahlt wie kleine Kinder!

Küche, halbfertig.
Küche, halbfertig.

Im Vergleich zu unserer bisherigen Küche in der Wohnung haben wir zukünftig Platz ohne Ende, auch wenn ich mir sicher bin, dass wir den schnell gefüllt bekommen — ich kenn uns Küchenfanatiker ja ;).

Und dann war da noch…

Schmuckstück Nummer 2: die Raindance im Bad.
Schmuckstück Nummer 2: die Raindance im Bad.

Neben den Fußböden sind seit gestern die Sanitär-Ausbauer im Haus. Bad und Gäste-WC sind nahezu fertig, alle Waschtische, Armaturen und Schränke aufgebaut. Montiert wurde auch unsere Raindance im Badezimmer, die größer ist als wir sie aus der Badbemusterung im September in Erinnerung hatten. Ist ja schließlich auch schon fast ein Jahr her, dass wir das Ding ausgesucht hatten.

Montiert wurden auch endlich die Abdeckungen der Zu- und Abluftleitungen in den Räumen, so dass auch der Part abgeschlossen ist.

Das größte Lob an dieser Stelle gebührt aber den Stadtwerken Karlsruhe. Zum Setzen des Wasserzählers muss im Normalfall ein Termin mit zweiwöchigem Vorlauf vereinbart werden. Nachdem wir aber gestern Abend beim Besuch im Haus erfuhren, dass die Sanitär-Jungs doch schon da sind und gern heute das Wasser anschließen würden, rief ich heute morgen um einen Termin bettelnd bei den Stadtwerken an. Den dann zu bekommen war überhaupt kein Problem, auch wenn der nette Herr am Telefon einmal kurz gemurrt hat. Das Murren konnte ich aber offenbar mit einer kleinen Charme-Offensive aus der Welt schaffen ;).

Wow.

Kurze der Dramatik geschuldete Pause.

Verrückt, was sich seit gestern Morgen im Haus getan hat. Es ist wirklich der Wahnsinn, wie schnell sich die Atmosphäre im Haus verändert hat durch den weiteren Innenausbau. Und erstaunlich, dass sich heute die Vielzahl an arbeitenden Menschen im Haus nicht in die Quere gekommen ist. Hut ab!

Morgen sollte die Küche fertig werden. Die drei anderen Gewerke sind aber noch länger beschäftigt.

Endlich – wir haben eine Küche

Am ersten Tag der Ausstattungsbemusterung bei Luxhaus hatten wir uns ja auch mit dem zeyko-Verkäufer getroffen, der mit uns sein Angebot besprechen wollte. Eigentlich hatte im Rennen der unterschiedlichen Anbieter damals ein anderer die Nase vorn.


Die Küchenplanung hat uns viele Nerven und schlaflose Nächte gekostet. Angebote eingeholt hatten wir viele, unser ursprünglich naiv geplantes Budget aufgestockt — und dann kam die Entscheidung am Ende plötzlich unerwartet und schnell. Fünf Angebote unterschiedlicher Hersteller lagen uns vor, am meisten diskutiert hatten wir mit zeyko, weil wir ja dort im Werk bereits sehr gut beraten worden sind.

Entschieden haben wir uns dann am Ende aus vielen unterschiedlichen Gründen tatsächlich für zeyko: zunächst einmal hatte Frau K. endlich den Knoten zerschlagen und uns eine Planung entworfen, die wir auf den ersten Blick stimmig und überzeugend fanden. Oder anders: sie hatte uns umgehauen. Beschrieben hatte ich das damals im Artikel Das Ende des Küchen-Albtraums. Als wir einige Tage später jedoch das Angebot von Herrn R., der für die weitere Abwicklung mit Luxhaus-Kunden zuständig ist, zugeschickt bekamen, verschlug es uns die Sprache, weil die Kosten deutlich über unserem Budget lagen. Darauf folgten einige Mails und sehr freundliche und zuvorkommende Telefonate (lustigerweise auch Samstags Abends, er arbeitet wohl fast durchgehend) mit Variationen zum Angebot, um näher an unser festgesetztes Budget zu kommen.

zeyko ist ja nicht gerade um die Ecke und hat auch nicht in jeder größeren Stadt ein Küchenstudio, unser Verkäufer Herr R. sitzt ebenfalls nicht in der Umgebung. Da Luxhaus und zeyko zusammen arbeiten, war es möglich, dass Herr R. zur Bemusterung nach Dirmstein kommt und wir noch einmal face-to-face miteinander sprechen konnten. Und tatsächlich hat er es geschafft, uns von seinem Angebot zu überzeugen.

Unsere zeyko-Küche

Überzeugt hat uns vorneweg die hervorragende Beratung durch ihn und seine Kollegin im Mönchweiler Werk (an die beiden auch an dieser Stelle noch mal einen riesigen Dank). Bei zeyko weiß ich auch aus familiärer Erfahrung, dass die Qualität absolut top ist und eine Küche von zeyko trotz strapaziöser Belastung auch nach knapp 20 Jahren noch nicht auseinanderfällt. Wir haben uns zwar aus Kostengründen für die günstigste Variante bei Möbeln und Innenleben entschieden (da haben die extrem tolle Sachen, die ich alle gern gehabt hätte — dann wären aber auch schnell 30.000 € weg gewesen), aber auch die günstigste Variante macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Glück haben wir zudem noch (das erfuhren wir aber erst in der letzten Woche), dass wir mit der Bestellung der Küche jetzt schon die Optimierungen 2012 inklusive bekommen. Die bedeuten noch einmal ein Plus an Qualität vor allem im Innenleben, allerdings für uns ohne Aufpreis.


Aussehen wird die Küche wie auf den Bildern oben (dabei bitte den roten Hochflorteppich ignorieren, der gehört nicht dazu): die Fronten sowie Korpus und Sockel werden in matt weiß sein, die Arbeitsplatte wird eine gräuliche Dekoroberfläche Copperfield Silber von Lechner bekommen, die sehr gut zu den anthrazitfarbenen Bodenfliesen passt, die wir uns bei der Bemusterung ausgesucht hatten. Für die Nischenrückwand auf der Seite zur Außenwand haben wir, ebenfalls von Lechner, ein satiniertes und strukturiertes Glas namens Celsia weiß genommen. Das wird großartig und edel aussehen.

Überzeugt haben uns am Ende noch zwei weitere Dinge: der Preis, an dem Herr R. auf Nachfrage von mir noch etwas gedreht hat (zusätzlich zu den Prozenten, die wir durch die Zusammenarbeit zwischen zeyko und Luxhaus bekommen), und dass er bei den Geräten eine ganze Schippe kostenlos drauf gegeben hat — damit bekommen wir teilweise echt Highend-Geräte, die wir uns gewünscht, aber aus Kostengründen gestrichen hatten. Großartig!

Die Küchengeräte

Entschieden haben wir uns nach den Überlegungen rund um die Markenfrage nun für Geräte von Siemens — die machen unserer Meinung nach das beste Preis-/Leistungsverhältnis aus. Miele macht zwar tolle Geräte, ist aber im Vergleich zu Siemens teilweise 50% teurer — das macht das Ganze extrem unattraktiv.
Witziger Nebeneffekt: Erst im Nachhinein ist uns aufgefallen, dass Siemens durch die blaue Lichtoptik der Geräte super in die Küche passt.

Und das bekommen wir jetzt:

Links: Induktions-Kochfeld EH 875 SC 11 E | Rechts: Insel-Esse LF 98 BC 540

Links: Geschirrspüler SX 66 T 096 EU | Rechts: Kühlschrank KI 26 FA 50

Links: Backofen HB 38 AB 590 | Rechts: Dampfgarer HB 26 D 552

Wärmeschublade HW 1405 P2

Spüle

Ursprünglich hatten wir eine Designer-Spüle mit Designer-Brause in unserer Planung. Als wir erfuhren, dass die Spüle allein gut 2.000 € kostet, war das schnell abgehakt. Wir haben jetzt einen guten Kompromiss gefunden:

Links: Blancoaxis II 6 S-IF | Rechts: Blanco Linus S

Das Mülltrennsystem wird ein Blanco Econ sein.

Glücklich

Ja, das triffts — wir sind jetzt wirklich sehr, sehr glücklich mit unserer zukünftigen Küche. Das war mir auch extrem wichtig; bei der Küche in der aktuellen Wohnung hatte ich damals aus Platz- und bautechnischen Gründen zuviel Abstriche machen müssen. Jetzt haben wir uns einen kleinen Traum erfüllt. Perfekt.

Wann können wir noch gleich endlich einziehen?

Unsere Ausstattungsbemusterung, Teil 1

Der Termin für die Ausstattungsbemusterung kam recht plötzlich und fix, so dass wir gefühlt nicht viel Zeit hatten, uns auf die zwei Tage in Dirmstein vorzubereiten. Am vergangenen Donnerstag und Freitag war es dann so weit — wir haben in gefühlt Millionen Entscheidungen unser Haus mit Luxhaus eingerichtet.


Update: 20. November 2011

Wie sich in vielen anderen Baublogs nachlesen lässt, ist die Ausstattungsbemusterung extrem anstrengend. Es war tatsächlich wahnsinnig, wie viele Punkte wir in den zwei Tagen geklärt und besprochen haben — viele davon hatten wir gar nicht auf dem Schirm. Ein paar Punkte sind unerwarteterweise offen geblieben, weil wir uns an manchen Stellen unsicher waren. Diese Punkte müssen wir nun schnellstmöglich klären.
Toll ist insgesamt, dass wir nach den zwei Tagen nun wissen, dass wir ein extrem cooles und sehr schönes Haus bekommen werden, und dass die Entscheidung für Luxhaus die richtige gewesen ist — trotz der kleinen Unsicherheiten in den letzten Wochen.

Mehr zu den anderen Artikeln in dieser Reihe

Tag 1

Bauherr Chris vor dem Willkommens-Schild
Bauherr Chris vor dem Willkommens-Schild
Aber beginnen wir von vorn: Am ersten Tag der Ausstattungsbemusterung fuhren wir um 7:45 Richtung Dirmstein, nachdem uns der Wecker zur unfreundlichen Zeit um 6:15 geweckt hatte. In Dirmstein wurden wir um 9:00 im Bemusterungszentrum erwartet und sehr freundlich begrüßt. Etwas überrascht waren wir, dass auch unser Gebietsverkaufsleiter Herr H. vor Ort war, der uns durch Tag 1 begleitete.

Unser erster Termin war eine Besprechung mit dem zeyko-Verkäufer Herrn R., mit dem wir das letzte zeyko-Küchenangebot diskutiert haben. Dazu und zur finalen Auswahl der Küche schreibe ich noch einen eigenen Artikel — das wird hier sonst zu lang habe ich mittlerweile einen eigenen Artikel geschrieben: Endlich — wir haben eine Küche.

Unsere Bemusterungskraft

Um etwa 11:00 lernten wir dann das erste Mal unsere „Bemusterungskraft“ Frau T. kennen, die studierte Innenarchitektin und entsprechend vom Fach ist. Mit ihr haben wir großes Glück gehabt, denn wir haben uns in den zwei Tagen sehr gut verstanden, was viele Dinge erleichtert hat. Sie hat uns viele Tipps gegeben, uns ein paar idiotische Dinge ausgeredet und versucht, viele unserer Ideen auch aus einer anderen Perspektive zu sehen. Mit ihrem Fachverstand haben wir so noch mal einige Dinge umgeplant und anders gestaltet. Dafür sind wir ihr hochgradig dankbar, weil das Konzept jetzt viel stimmiger ist!

Bauherr Stefan vor dem Willkommens-Schild
Bauherr Stefan vor dem Willkommens-Schild
Frau T. hat uns sehr gut durch die Entscheidungsprozesse geführt, hat uns Raum zum Nachdenken gelassen, uns aber auch immer wieder dezent „angeschubst“, dass wir die Zeit nicht aus den Augen verlieren. Geduldig hat sie ertragen, dass die Bemusterung am ersten Tag bis 19:30, am zweiten sogar von 8:30 bis 20:15 ging.

Luxhaus

Insgesamt kann man sagen, dass wir auch mit Luxhaus und der Bemusterungsplanung sehr zufrieden sind. In der Nacht von Tag 1 zu Tag 2 hat man uns in einem Hotel eines Winzers untergebracht, wo wir auch die Mahlzeiten eingenommen haben. Die Zimmer des Hotel Winzergarten in Großkarlbach sind zwar sicherlich nicht so schön und luxuriös wie die Luxhaus-Suiten in Rothaurach in der Nähe von Georgensgmünd, sondern eher einfach; da wir aber nach dem ersten Tag vor Müdigkeit direkt ins Bett gefallen sind, war das auch gar nicht so elementar.

Luxhaus hat dabei nicht nur die Kosten von Übernachtung und Frühstück übernommen, sondern die Mittagessen an beiden Tagen und das Abendessen inklusive der Flasche Wein. Das fanden wir ziemlich toll.

Das Haus von außen

Bis zum Mittagessen haben wir uns vor allem um die „Außenhaut“ unseres Hauses gekümmert, angefangen von den Dachziegeln über den Außenputz bis zu den vier französischen Balkonen im Dachgeschoss. Als Dachziegel haben wir eine Frankfurter Pfanne von Brass in mattem Grau ausgewählt, die ohne Mehrpreis zu haben ist. Als Variante davon, allerdings verbunden mit Aufpreis, lassen wir uns von Frau T. noch die gleiche Pfanne mit leichter Glasur anbieten (letztes Bild) — die wirkt insgesamt etwas edler und dunkler und satter in der Farbe.

Passend dazu wird der Dachunterstand im selben Grau-Ton gestrichen wie die Dachziegel. Bei der Farbe der Außenwand hatten wir uns noch vor der Bemusterung von den geplanten roten Streifen verabschiedet (dazu wollte uns auch Frau T. überreden, die Rallyestreifen über Bord zu werfen). Das Haus wird komplett in weiß verputzt, möglicherweise bekommt der Erker noch ein ähnliches Grau verpasst wie Dachziegel und Dachunterstand. Der Sockelputz wird ebenfalls grau sein, das verleiht dem Haus ein sehr edles Aussehen.

Die französischen Balkone an den vier Fenstern im Obergeschoss werden vermutlich ebenfalls aus verzinktem Aluminium sein (Edelstahl wäre zwar schöner, kostet aber Mehrpreis) und vertikal angebrachten Stangen (die viel schönere horizontale Variante kostet ebenfalls deutlich mehr Aufpreis).

Damit die Haustür ins Gesamtkonzept passt, wird auch sie in Anthrazit gefärbt sein, mit einem satinierten Glas wie im Bild unten — allerdings nicht mit einem Trittschutz. Der Türgriff wird, anders als in der Ausstellungstür, geschwungen sein. Der Standardgriff war uns hier einfach zu langweilig.

Die Auswahl der Küchengeräte

Die Wahl der Küchengeräte kann einfach sein, muss sie aber nicht. An der Stelle beneide ich diejenigen, die vollkommen emotionslos irgendwelche Geräte nehmen — Hauptsache man kann mal was warm machen oder kleine Gerichte kochen. So sind wir dann nicht — uns ist es enorm wichtig, gute Geräte zu haben.


Ich könnte über Küchen wohl ganze Artikelreihen schreiben. Möglicherweise merkt man das, wenn man mein Blog häufiger liest. Nachdem ich als Kind immer wieder von meiner Mutter angehalten wurde, doch mal das Kochen zu lernen (und nie über Rührei und Spaghetti mit Ketchup hinaus kam), habe ich in meiner ersten Wohnung nur Dosen aufgewärmt, Tütensuppen gekocht oder Mikrowellen-Essen gegessen. Das hat etwa ein Jahr angehalten, bis ich gemerkt habe, das Kochen auch Spaß machen kann. Und seitdem versuche ich, immer wieder eine Schüppe in meiner Kochkunst (die ich nur für mich als solche bezeichnen möchte, andere müssen das selbst beurteilen) draufzulegen, mich an neue Dinge zu wagen und eigene Rezepte zu kreieren.
Um zum Punkt zu kommen: Ich liebe das Kochen genauso wie das Essen und möchte eine wirklich gute, schöne und funktionale Küche haben. Dazu gehören auch die Geräte.

Nachdem wir ja nun drei Angebote für unsere Küche vorliegen haben und uns wunderten, warum die teilweise in den Kosten weit auseinander oder bei unterschiedlicher Möbel-Qualität nahe beieinander liegen, haben wir uns die Tage mal genauer mit den Geräten beschäftigt. Wunsch ist, entweder mit Siemens oder Miele zu arbeiten, Miele ist dabei unser Favorit, weil die einfach eine hohe Qualität haben, innovativ sind und teilweise nützliche Funktionen bieten, die andere nicht haben.

Geräte, oh, die Geräte

Gestern Abend haben wir festgestellt, dass wir beispielsweise von zeyko einen Miele-Backofen (Modell H 5461 B angeboten bekommen haben, der auf billiger.de mit schlappen 1.900 € aufwärts gelistet ist. Also habe ich geschwind einen Blick auf die Funktionen geworfen. Zapperlot, was es da mittlerweile alles gibt: Anbackautomatik, x verschiedene Backprogramme und das Gefühl, dass man eigentlich nichts mehr falsch machen kann. Zwar ist der Backofen noch lange nicht das Ende der Möglichkeiten; nach meinem Gefühl wird mir da aber zu viel aus der Hand genommen und ich überlasse die Speisenzubereitung einer Maschine. So merkwürdig das sein mag, aber ich möchte die Freiheit haben, auch mal Dinge versehentlich anbrennen oder misslingen zu lassen, weil ich nicht aufpasse. Davon abgesehen ist mir noch nicht einleuchtend genug, warum ich knapp 2.000 € für einen Backofen ausgeben sollte.

Da geht das dann fröhlich weiter. Im Angebot von Friwa steckt ein Miele-Kühlschrank im Wert von ebenfalls so hohen 1.900 € (Modell K 9557 iD-4). Top-Feature: Selbst einziehende, natürlich gedämpfte PerfectFresh-Schubfächer. Wozu, bitte, brauche ich sowas?

Und dann haben wir da das Kochfeld -für mich viel wichtiger als ein Highend-Backofen oder ein gedämpfter Kühlschrankauszug-, das uns in den Angeboten teilweise als Lowend-Variante angeboten wurde. Nach den Erfahrungen anständig dimensionierter Töpfe auf unserem aktuellen „normalen“ 56 cm-Kochfeld war uns wichtig, ein 80 cm breites Kochfeld zu nehmen. So bekommt man es wenigstens ohne exakte Platz-Vor-Planung hin, vier Töpfe auch nicht nur halb auf die Kochplatten zu stellen. Ein breites Kochfeld, auf dem zwei Kochstellen ganz links und zwei ganz rechts mit viel Leerraum in der Mitte gesetzt sind, lohnt die Anschaffung nicht.
Thema Induktion: Da wir schon jetzt mit Induktion kochen, ist das ein Muss für die neue Küche.

Planungswirrwarr

Und so sitzen wir im Moment neben all den anderen Planungen noch daran, uns die Geräte mit den für uns wichtigen Funktionen zusammenzusuchen, damit wir am Ende auch genau das bekommen, was wir wollen und nicht das, was uns die Küchenanbieter nahe legen wollen.

Ein weiterer Punkt, in dem sich die Angebote unterscheiden: die Sockelhöhe. Die schwankt zwischen 10 und 15 cm. Damit kann sich ein vermeintlich günstigeres Angebot schnell relativeren, wenn es 5 cm „verschenkt“ gegenüber einer Küche mit nur 10 cm Sockel.

Auch beim Innenleben kann man heute nahezu alles wählen, und, wenn ich den Satz von Martin aus dem WeberHaus CityLife 500 (BauBlog) (das Blog ist übrigens hochgradig informativ und toll geschrieben) hier einfach mal so leicht geändert übernehmen darf, tausende Euro versenken. Speziell angepasste Inlays für Besteck, Messer, Gewürzdosen oder tausend andere Einsatz-Sortierungs-Ideen in Plastik, Metall oder edlem Holz sind da möglich. Und auch da verstecken sich im Standard-Angebot der Küchenanbieter die Unterschiede, die es sorgsam herauszuarbeiten gilt.

Küchen-Fazit

Wir haben es möglicherweise mit insgesamt sechs Küchenstudios und am Samstag vier Angeboten übertrieben, aber ich kann jedem nur empfehlen, sich möglichst breit zu informieren, Angebote ausarbeiten zu lassen und bis ins letzte Detail zu vergleichen — es sei denn, man nimmt einen Küchenstandard oder die Zeile aus dem Baumarkt und braucht die Küche nur als möblierten Raum, der selten wirklich genutzt wird — dann ist der Ansatz ein anderer.

Bildnachweis

Die Küche im Artikelbild steht im Musterhaus von Meisterstück Haus in der Musterhausausstellung Bad Vilbel. Das Foto habe ich am 31.03.2011 bei unserem Besuch dort aufgenommen.