Vorbereitungen für die Ausstattungsbemusterung (1)

Vollkommen unabhängig davon, ob sich die Ausstattungsbemusterung verschieben lässt und wann sie nun stattfindet, müssen wir uns mit einigen Todos auf sie vorbereiten. Das wichtigste Todo darunter ist sicherlich die Planung aller Elektrogewerke, die extrem gut durchdacht sein will.


Vor dem Elektro-Gewerk habe ich schon ziemlichen Respekt. Was ich da teilweise in Baublogs gelesen habe… oh man(n ).

aus dem Artikel „Bemusterung steht an (2)“ im Baublog „WeberHaus CityLife 500“

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Auf unseren Esstisch sieht es derzeit so aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen. Ausdrucke der aktuellsten Version unserer Grundrisse liegen verteilt, teilweise mit Anmerkungen in unterschiedlichen Farben geschmückt. Und es ist tatsächlich so wie im oben zitierten WeberHaus-Baublog — je mehr man sich durch Blogs anderer Bauherren liest, desto mehr fürchtet man sich vor diesem Punkt. Es ist schließlich später nicht mehr so ohne weiteres möglich, Kabelstränge für vergessene Steckdosen, LAN-Dosen oder ähnliches nicht sichtbar unterzubringen.

Zwar gilt der alte Satz, „Steckdosen kann man nie genug haben, und selbst dann hat man immer noch zu wenig“; nach dem Einzug möchte ich aber möglichst wenig von Elektroanschlüssen sehen. Außerdem: weiß ich heute, wo möglicherweise in fünf Jahren ein Fernseher stehen soll? Mit wie vielen LAN-Anschlüssen sollte ich im Arbeitszimmer rechnen? Wo soll einmal ein Server stehen? Und an was muss ich bei der Garage denken (Licht, elektrisches Tor)?

Gut geplant werden will auch die Steuerung der elektrischen Rollläden. Wir haben uns bereits im Werkvertrag für alle 14 verschattbaren Fenster im Grundhaus elektrische Rollläden berechnen lassen, sieben davon steuerbar mit einer Zeitschaltuhr.
Acht Fenster werden wir im offenen Wohn-/ Ess-/ Kochbereich haben, sieben davon mit einer Verschattungsmöglichkeit. Allein die so vernünftig zu planen, dass nicht eine Wand komplett mit Steuerungselementen zugepflastert wird, ist schon eine Kunst für sich und raubt mir gerade den letzten Nerv. Ich „leide“ unter einem gewissen Hang zum Perfektionismus, und obwohl natürlich klar ist, dass nicht alles perfekt wird, will ich nicht zwei Tage nach Einzug merken, dass hier oder da Steckdosen fehlen.

Also habe ich mir den Grundriss jedes einzelnen Zimmers ausgedruckt, um dort einzuzeichnen, welche Anschlüsse und Schalter ich gern wo hätte. So hoffe ich auch möglichst schnell zu sehen, ob es an einer Stelle nicht zu viele Schalter gibt. Nicht vergessen werden sollte dabei, dass ja nicht nur Lampen an- und ausgeschaltet werden wollen, sondern zum Beispiel auch die Fußbodenheizung pro Raum einzeln angesteuert werden kann.

An Telefondosen muss aber auch gedacht werden — soll nur ein Anschluss im Haus gelten? Wird ein Telefon im Erdgeschoss und ein weiteres im Dachgeschoss stehen? In welche Zimmer kommen die drei Rauchmelder, die im Angebot eingeplant sind? Welche Lampen sollen über Wechsel-, Kreuz-, Serienschaltung funktionieren? Wo soll die Klingelanlage innen platziert werden?

Klar — auch damit werden wir fertig. Dennoch ist es schlicht zum wahnsinnig werden, an was man da alles denken muss…