Absicherungsarbeiten im Garten

Anfang Juni war uns beim starken Unwetter nach viel viel Regen beinahe ein Teil des Gartens abgerutscht, weil die zweite Ebene im Gelände noch nicht abgesichert war. In den letzten zwei Wochen haben wir unseren Urlaub genutzt, das nachzuholen.

Uns war ja klar, dass wir uns eines Tages mit der Absicherung von Geländeebene 2 würden beschäftigen müssen. Aus Rücksicht vor unseren noch durch den Hausbau geschröpften Konten hatten wir das Projekt jedoch auf 2014 angesetzt — wo wir die Absicherung durch unseres Landschaftsgärtner erledigen lassen wollten. Nach dem ersten Juni-Wochenende war jedoch klar, dass das nicht einmal bis zum Herbst bzw. dem nächsten Starkregen warten darf. Die Gefahr, dass uns die beiden höheren Ebenen im Garten entgegen kommen war einfach viel zu hoch.

Da die geschröpften Konten sich nicht früher erholen würden, war uns klar, dass wir hier selbst ran müssen. Also haben wir unseren Sommer-Urlaub genutzt und in den letzten 14 Tagen eine Menge in unserem Garten bewegt.

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Gartenarbeiten im Sommer 2013
So sah es noch vor Start der Arbeiten am 8. Juli aus — ein hübscher Erdwall zur zweiten Ebene unseres Gartens, den wir nach dem Unwetter notdürftig geflickt hatten.

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Auswahl der Steine für den Garten

Ausgewählte Steinquarder.
Ausgewählte Steinquarder.
Im Vorfeld hatten wir uns Steinquarder bei Seib Naturseine im Lager am Karlsruher Rheinhafen angeschaut und bestellt, die gut zu den Stelen im Vorgarten passen. Die Quarder haben eine stattliche Größe von 40x20x20 cm bei einem Gewicht von mindestens 40 Kilo das Stück und sind aus einem Granit-Steinbruch irgendwo in Portugal.

Dort bekamen wir zudem gute Hinweise, wie wir die Mauer bauen sollten und auf was wir zu achten haben. Das Wichtigste war davon sicherlich, dass wir der Mauer einen festen Untergrund geben müssen — ein mindestens 20-25 cm tief ausgeschachteter Graben, gefüllt mit Betonkies. Selbigen haben wir uns von der Firma Seib direkt mitliefern lassen.

Am Montag vor zwei Wochen wurden Steine und Betonkies geliefert; an Steinen hatten wir zunächst 120 Stück bestellt. Wir rechneten auf Basis von Länge und Höhe des abzusichernden Hanges mit mindestens vier, eher fünf Reihen à 40 Steinen. Da wir ja nur bedingt schnell die Mauer bauen konnten und nicht sicher waren, wie hoch die Mauer sein müsse, ließen wir uns zunächst nur einen Teil liefern.

Mit Spitzhacke, Schaufel und Schubkarre machten wir uns ans Werk und begannen mit dem Ausschachten.

Ausschacht-Arbeiten.

Die Ausschacht-Arbeiten waren wegen der Beschaffenheit unseres Bodens im Garten (nahezu durchgehend Lehm, vermischt mit einem guten Teil Steinen) vermutlich fast der anstrengendste Teil — wir kamen nur mit der Spitzhacke überhaupt dazu, den Boden inklusive des mittlerweile ziemlich tief verwachsenen Rasens zu lockern und bewegen zu können.

Nach dem Ausschachten haben wir den Graben mit dem Betonkies verfüllt und anschließend mit einem Rüttler festgestampft. Letzteres war der coolste Teil von allem, der extrem viel Spaß gemacht hat und leider viel zu schnell vorbei war. Das Ding zu bedienen war ein ziemlicher Kraftaufwand, weil du immer die Balance finden musst zwischen der richtigen Rüttel-Geschwindigkeit und einer möglichst langsamen Fortbewegung. So ein Rüttler gehört nicht gerade zu den Leichtgewichten.

Betonkies-Fundament mit Rüttler.

Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, das Fundament in Höhe und Breite des Grabens eben bzw. gerade hinzubekommen — wir sehen jetzt an der fertigen Mauer, wie schief das teilweise ist. Dazu weiter unten mehr.

Die erste Reihe ist gesetzt.

Nachdem das Fundament fertig war, konnten wir die erste Steinreihe setzen. Da die Granitquarder als gehauenes Naturprodukt keine geraden Linien und Kanten haben, glich das möglichst passgenaue Aneinanderreihen der Quarder einem kleinen Puzzlespiel. Nichts im Vergleich zur Schwierigkeit, die nachfolgenden Reihen noch so zu setzen, dass die Steine auch dort noch halbwegs gerade liegen.

Mauer mit einer begonnenen 3. Reihe.

Beim Setzen der Steine haben wir darauf geachtet, dass etwa ein Drittel des aufliegenden Steines den darunter liegenden überlappt, um so Standfestigkeit zu bekommen. Zusätzlich haben wir die Reihen immer weiter nach hinten in den Hang gesetzt, so dass eine stufige Mauer entstanden ist. Hinter den Steinen liegt eng ein Filtervlies an, um Unkrautwuchs zu verhindern. Hinterfüllt haben wir die Steine mit Kies und Erde, so dass sie sich nicht mehr bewegen können.

Nicht immer haben wir es hinbekommen, die Drittel-Überlappung zu realisieren. Mal sind die Steine viel breiter als 40 cm, mal viel kürzer. Teilweise sind die Seiten sehr unterschiedlich, so dass die Kantenlänge am Quarder unten manchmal viel länger als die oben war. Je nach Positionierung und Drehung der Steine konnten sie besser oder schlechter passen.
Ich weiß nicht, wie viele Steine wir nicht nur einmal gesetzt, sondern mehrfach umpositioniert haben…

Nur vier Reihen

In der ersten Urlaubswoche haben wir so bei teilweise nicht mehr anständigen Außentemperaturen, aber schönstem Wetter drei Reihen der Mauer gesetzt. Nach langer Überlegung haben wir uns dafür entschieden, statt der ursprünglich geplanten fünf Reihen nur vier zu setzen. Nicht nur das Fundament ist nicht überall exakt, nicht nur die Steine selbst sind teilweise recht schief, sondern auch die zweite Ebene macht mittig einen kleinen Bogen in die Höhe, so dass an einigen Stellen eine fünfte Reihe oberhalb des Rasens der zweiten Ebene abgeschlossen hätte. Das wollten wir nicht. Darüber hinaus waren wir ganz froh, in der zweiten Woche nur noch eine Reihe setzen zu müssen — 120 Steinquarder wiegen dann doch eine ganze Menge, so dass du am Ende Muskeln an ungeahnten Stellen spürst. Körperlich war das sehr anstrengend.

Auf dem nachfolgenden Bild ist gut zu sehen, dass es gar nicht so leicht war, annähernd gerade Reihen zu bauen:

Mauer aus der Nähe.

Also bestellten wir für die zweite Woche eine letzte Lieferung von 40 Steinen, mit der wir die Mauer abschließen konnten. Um den Höhenunterschied zur zweiten Ebene zu überbrücken, modellierten wir mit Erde ein angeschrägtes Pflanzenbeet, um etwas mehr Farbe ins Grau und Grün zu bekommen.

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Pflanzenbeet hinter Mauer.
Abschluss der Mauer mit dahinter liegendem Pflanzenbeet zur Verschönerung des Gartens.
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Und so, nach knapp zweiwöchiger Arbeit, mit bewegten 7,2 Tonnen Steinquardern (160 Stück), etwa 2,2 Tonnen Betonkies und nicht gewogener Erde ist unsere Absicherung der zweiten Ebene fertiggestellt und der Garten wieder ein Stück schöner. Bislang guckten wir vom Esszimmer und der Terrasse direkt auf das Erdreich, der Anblick ist nun deutlich toller geworden.

An Pflanzen konnten wir noch nicht allzu viele in das neue Beet setzen; im Moment ist es einfach zu heiß dafür, die Pflanzen gehen eher kaputt als dass sie anwachsen. Auf das Filtervlies haben wir Rindenmulch gelegt, das sieht nicht nur schöner aus, sondern bringt den Pflanzen zusätzliche Nährstoffe.

Abschluss der Mauer an der linken Seite.
Abschluss der Mauer an der linken Seite.

Auf der linken Seite, wo eine Art „grüne Rampe“ von Ebene 1 zu Ebene 2 führt, haben wir zwei Red Robins gepflanzt — sieht sicher auch toll aus, wenn die etwas größer gewachsen sind.

Impressionen aus dem Garten

Zwei Wochen Gartenarbeit haben sich bezahlt gemacht. Eine Menge hat sich getan. Impressionen aus unserem Garten, Stand heute:

Von blauen Augen, Regen und Unwettern

Nachdem es in den vergangenen Wochen mehr oder weniger nur Regen und wenig trockene Momente gab, ist seit Freitag eine mächtige Unwetterfront mit viel Regen vor allem durch den Süden und Osten unterwegs. Aktuell wütet das Unwetter noch, aber zum Glück nicht mehr bei uns.

Am Freitag und Samstag ist so wahnsinnig viel Regen bei uns runtergekommen wie ich es für diese Region hier noch nicht erlebt habe. Und weil durch den vielen Regen in den Wochen davor die Erde bereits ziemlich gut nass war, konnte sie spätestens am gestrigen Samstag beim Regen-Unwetter irgendwann nichts mehr aufnehmen. Wir haben gestern Vormittag dabei zusehen dürfen, wie sich die Wassermassen ins Grundstück gefräst und für einige kleine Pools gesorgt haben.

Ein Eimer voll mit weggeschwemmter Erde.
Ein Eimer voll mit weggeschwemmter Erde.
Das ärgerliche dabei ist, dass du nur tatenlos daneben stehen und zusehen kannst, was die Massen von Regen mit deinem Grundstück machen. Zwar haben wir noch versucht, die sich lösende Erde aufzufangen und aus dem Rasen abzutragen — mehr als ein Eimer ließ sich aber nicht abtragen, da der Rasen und Boden darunter durch die Feuchtigkeit sehr schnell nachgab und wir einsanken.

Was da bei uns passiert ist, ist am Ende ziemlich harmlos im Vergleich zu dem, was bei Freunden und Bekannten in der Region zugetragen hat — von den vielen Überschwemmungen durch übervolle Flüsse ganz abgesehen. Wir sind da ganz klar mit einem blauen Auge davongekommen. Meine Befürchtung war, dass sich eine der beiden höheren Ebenen in unserem Garten verselbständigen und zusammenbrechen würde — das ist zum Glück ausgeblieben, auch wenn die Ebenen an der ein oder anderen Stelle ziemlich eingesackt sind.

Die Absicherungen der zwei Ebenen hatten wir eigentlich auf nächstes Jahr verschoben; das müssen wir nun aber dringend nachholen. Die Stellen, an denen sich der Regen in den Boden gegraben und selbigen ausgehöhlt hat, sind schon ziemlich fragil. Gleichzeitig fehlt an einigen Stellen der Boden zu den Graswurzeln, die so keinen Halt mehr haben.
Den Schlamm hat der Regen sehr schön fest auf ehemaligen Rasenflächen verteilt.

Heute, nachdem sich endlich die Sonne gezeigt hat und es seit gestern Spätabend endlich nicht mehr geregnet hat, haben wir die offenen Stellen mit Schlammmatsch gefüllt und eher notdürftig geflickt. Wenn die nächsten Tagen der Jahreszeit entsprechen und es keinen Regen mehr gibt, trocknet das vielleicht wieder so gut an, dass das Flickwerk ein paar Wochen lang hält.

Außenanlage: Der Vorgarten

Am vergangenen Wochenende haben wir die Vorderseite unseres Grundstücks weiter verschönert: Nach Fertigstellung der Einfahrt haben wir im Vorgarten ein Beet angelegt. Ich hätte im Leben nicht gedacht, wie viel Spaß das macht.


Über die Höhenunterschiede unseres Grundstückes habe ich mittlerweile im ein oder anderen Artikel philosophiert; bei der Gestaltung des Vorgartens wollten wir eine möglichst fließende Angleichung von erhöhtem Treppenpodest und tiefer liegender Straße hinbekommen. Da unser Haus an einer T-Kreuzung liegt, steht man aus dem Haus kommend wie auf einer Theaterbühne mitten im Baugebiet. Das ist ziemlich unprickelnd, weswegen wir die Möglichkeit haben wollten, um den Eingangsbereich herum etwas Privatsphäre zu schaffen.

Gelungen ist das mit unterschiedlich langen Granitstelen, hinter denen wir unseren Landschaftsgärtner GartenDesign Gün haben Erde auffüllen lassen. Der Vorteil neben der Höhenangleichung war, dass wir damit auch eine Menge anders nicht verwendbarer Erdmasse unterbringen konnten, die wir sonst hätten teuer entsorgen lassen müssen.

Zwei sehr hohe Stelen an der Einfahrtsseite dienen als Halterung für den Briefkasten. Am Haus haben wir durch die Platzierung von Treppe, Lichtelementen und Haustür nie die richtige Position dafür gefunden, so dass wir es nun unserem Briefträger leichter und kürzer machen. Sieht zudem so schöner aus, darüber hinaus bleiben uns Löcher in der Hauswand erspart. Eine Win-Win-Situation, sozusagen.

Schlussendlich sah der gesamte Bereich viel feiner aus, nachdem unser Landschaftsgärtner mit seinen Arbeiten fertig war.

Auffüllung des Vorgartens mit Erde.
Auffüllung des Vorgartens mit Erde.

Und so stand am Samstag der letzten Woche endlich unser Part der Arbeiten an, der schönere in jedem Fall, der Farbe und Leben an die Hausvorderseite gebracht hat. Zwei Autoladungen voll haben wir vom Pflanzenhändler wegtransportiert — der hatte und hat auch immer noch wirklich einen sehr große und schöne Auswahl.

Ein Einkaufswagen vollgestopft mit Blumen, kleinen Büschen und Sträuchern.
Ein Einkaufswagen vollgestopft mit Blumen, kleinen Büschen und Sträuchern.

Und so sieht das Ganze nun aus, nach etwa vier Stunden Arbeit:

Wir haben wie verrückt Ranunkeln gekauft, in allen möglichen Farben — die hatte der Händler sehr günstig in einer riesigen Auswahl, alle selbstgezüchtet. Ein paar davon habe ich im Detail fotografiert.

In einer Woche ist bei uns der Garten hinter dem Haus an der Reihe, wie verlegen mit ein paar Freunden zusammen Rollrasen. Dann wird es auch hinten raus viel freundlicher anzusehen sein.

Außenanlage: Die Einfahrt

Vor mittlerweile vier Wochen hat es das anhaltende Winterwetter endlich zugelassen, dass unser Landschaftsgärtner mit der Außenanlage und der Einfahrt beginnen konnte. Zwar dauert durch das Wetter alles deutlich länger als erwartet, ein paar Dinge sind aber nahezu fertig.


Da ich in den vergangenen Wochen aus verschiedenen Gründen zu nichts in diesem Blog gekommen bin, für einen Artikel aber zu viel passiert ist, teile ich die Arbeiten in die Einzelbestandteile auf.

Die Einfahrt

Die Arbeiten an unserer Einfahrt mussten immer wieder unterbrochen werden — kaum hatte unser Landschaftsgärtner GartenDesign Gün angefangen, war Bodenfrost vorhergesagt, so dass die Arbeiten wieder gestoppt werden mussten. Absolut ätzend. Der Winter ist in dieser Saison aber tatsächlich extrem ausdauernd.

Zunächst wurde der Einfahrtsbereich ausgekoffert. Damit wir nach Einzug überhaupt mit dem Wagen auf unserem Grundstück parken konnten, hatten wir damals von Erdbauer Kies einbringen und plattwalzen lassen. Das war für den Übergang ganz ok, führte aber dazu, dass wir durch das Ein- und Ausfahren immer mehr Kies gelockert und über Hauseingang, Treppe, Flur und Straße verteilt hatten.

Einfahrt - vor Beginn der Arbeiten.
Einfahrt – vor Beginn der Arbeiten.

Das ist ganz toll, wenn du den Mist immer wieder im Haus und Auto hast. So oft kannst du beides gar nicht staubsaugen, wie du den Kies da hin und her trägst. Hier galt es also zu pflastern.

Neben der reinen Einfahrt musste auch der Bereich zwischen Garage und Haus gepflastert werden.

Übergang in den Garten zwischen Garage und Haus.
Übergang in den Garten zwischen Garage und Haus.

Auf dem Foto siehst du ja ganz gut, dass sich hinter der Garage direkt einer der Höhenunterschiede des Grundstücks bemerkbar macht. Hier hatten wir lange überlegt, wie wir damit umgehen wollen. Zwischendurch hatten wir überlegt, direkt hinter der Garage noch ein kleines Plateau auf Höhe der Einfahrt zu pflastern, um dort beispielsweise die Mülltonnen abstellen zu können. Das hätte uns allerdings ein kleines Vermögen gekostet, weil wir nebenbei ja auch noch zum höher gelegenen Garten hätten eine Mauer zur Absicherung bauen lassen müssen. Haben wir also verworfen.

Schlussendlich ist die (Übergangs-)Lösung erst einmal, nur eine Rampe von der Einfahrt zum Garten zu planieren und zu begrünen, die wir irgendwann mal durch Steinstufen ersetzen werden. Irgendwann mal.

Ausgekoffert sah die Einfahrt bei uns dann so aus:

Ausgekofferter Einfahrtsbereich.
Ausgekofferter Einfahrtsbereich.

Und zack, schon fertig gepflastert ;) Wen es interessiert, als Pflastersteine haben wir die Serie „La Linia AquaFuga“ in granitweiß von Birkenmeier stein + design verlegen lassen. Für die hatten wir uns bereits Anfang Ende Oktober entschieden — zum Glück hatte ich damals Fotos von den Steinen gemacht, so dass wir jetzt noch wussten, was uns genau erwartet.

Fertig gepflasterte Einfahrt.
Fertig gepflasterte Einfahrt.

An der Hausseite fehlt nun noch Kies als Spritzschutz und Abdeckmaterial für die Kabel der Photovoltaik-Anlage.

Seitenbereich am Haus - hier fehlt noch Kies als Spritzschutz.
Seitenbereich am Haus – hier fehlt noch Kies als Spritzschutz.

Zwei Dinge sind an der Einfahrt nun noch zu machen (neben dem Spritzschutz-Streifen). Wenn es die Temperaturen endlich zulassen, kann die Einfahrt verfugt werden. Dazu darf es Nachts keine Minus-Temperaturen mehr haben, und die sind im Moment bei uns nicht in Sicht. Irgendwann später muss dann unser Landschaftsgärtner noch einmal anrücken und die Betonkeile Richtung linker Nachbar entfernen, sobald unsere Nachbarn ihre Grenzsteine gesetzt haben.

Inventa Karlsruhe

Am gestrigen Samstag sind wir auf der Karlsruher Messe Inventa 2013 gewesen, wo wir uns unter anderem viele Ideen und Anregungen für unseren Garten geholt haben. Etwas überspontan haben wir gleich noch Gartenmöbel für die Terrasse gekauft.


Fünfzehn Euro Eintritt (neben den Fünf Euro Parkgebühren) sind eine Menge Geld für eine doch überschaubare Messe wie die Inventa — gelohnt hat es sich aber dann doch für uns. Neben vielen schönen Fotos (siehe unten) haben wir uns eine Meinung über Rollrasen in Verbindung mit Lehmboden („überhaupt kein Problem“) angehört und ein Möbelset für die Terrasse erstanden (mit theoretischen 33% Messerabatt).

Bei unserer neuen Terrassen-Möblierung sind wir uns heute nicht mehr so sicher, ob wir nach etwas längerem Nachdenken genauso zugegriffen hätten wie gestern. Ist dann heute aber auch egal, immerhin haben wir dann jetzt was passend für die neue Terrasse.

Erdarbeiten beendet. Hoffentlich.

In dieser Woche war endlich wieder der Erdbauer bei uns und hat in fünf Tagen unser Grundstück in eine endlich ansehnliche Landschaft verwandelt — ohne riesige, nicht nutzbare Erdhügel. Die Erdarbeiten sind damit (erstmal) abgeschlossen.


Die Arbeiten sollten eigentlich drei Tage dauern: die Erdarbeiten sollten fertiggestellt, Randsteinen ums Haus gesetzt, ein Sauberkeitsstreifen aus Kies eingebracht, das Loch bei den Haus-Anschlüssen verfüllt und der zukünftige Garagenplatz vorbereitet werden. Alles Kinkerlitzchen im Vergleich zu den Erdarbeiten, die dafür notwendig waren, den Wahnsinnsberg von Erde von unserem Grundstück zu schaffen. Geschätzte 160 Kubikmeter sollten weggeschafft werden, hatte unser Erdbauer bei der Auftragsvergabe gemeint.

Aussicht — es gibt endlich Aussicht

Am Ende haben die Erdarbeiten fünf Tage gedauert, weggeschafft wurden etwa 270 Kubikmeter. 270! Immer noch unvorstellbar, diese Masse an Erde, die nicht mehr da ist. 16 LKW-Ladungen Erde haben das Grundstück verlassen. An jedem Abend am Haus bekamen wir wieder einen Schock, wie viel Erde da zum Haufen vom Tag davor hinzugekommen war. Klar, weil der Erdbauer natürlich alles auf einen Hügel geschüttet hat, von dem aus der LKW beladen wurde.

Vorher: Ansicht des Hauses vom Garten aus.
Vorher: Ansicht des Hauses vom Garten aus.
Nachher: Ansicht des Hauses vom Garten aus.
Nachher: Ansicht des Hauses vom Garten aus.

Bei den beiden oberen Fotos sieht man den Unterschied sehr gut. Erst jetzt merken wir, wie sehr sich die Hanglage unseres Grundstückes dann doch bemerkbar macht — das hatten wir bislang so krass nicht bemerkt. Zu unseren Nachbarn auf einer Seite sind es bis zu knapp 1,50 Meter Höhenunterschied — vielleicht siehst du das links im unteren Foto. Das erklärt auch die Stufen, die wir erstmal ins Grundstück haben einbauen lassen, anders können wir die wahnsinnigen Höhenunterschiede nicht bezwingen.

Vorher: Ansicht aus dem Haus in den Garten.
Vorher: Ansicht aus dem Haus in den Garten.
Nachher: Ansicht aus dem Haus in den Garten.
Nachher: Ansicht aus dem Haus in den Garten.

Bei diesen beiden Fotos stimmt zwar der Blickwinkel nicht, außerdem ist auf dem Vorher-Foto noch das Gerüst zu sehen; dennoch siehst du auch hier ganz gut, was sich da in den letzten Tagen getan hat. Einfach verrückt.
Der Hügel rechts oben im Foto ist übrigens Absicht — hier wollen wir uns mal einen Aussichtsplatz schaffen, von dem aus man die weite Umgebung sehen kann.

Spritzschutz ums Haus

Ich hatte ja kürzlich schon einmal darüber geschrieben, dass sich die vielen Regenfälle in Kombination mit den nah am Haus liegenden Erdhaufen an der Hausfassade abgesetzt haben. Damit das zukünftig nicht mehr passiert, hat der Erdbauer bei den Erdarbeiten Randsteine ums Haus gesetzt. Der Zwischenraum wird später nach Fertigstellung des Sockelputzes durch LuxHaus noch mit Kiessteinen ausgefüllt.

Vorbereitung des Sauberkeitsstreifens ums Haus.
Vorbereitung des Sauberkeitsstreifens ums Haus.

Garage und Einfahrt

Während der Erdarbeiten wurde auch endlich das Loch zugeschüttet, in dem die Versorger-Anschlüsse zum Haus liegen, so dass die Einfahrt und der zukünftige Garagenplatz vorbereitet werden konnten. Dabei musste der Erdbauer eine Menge Beton mit dem Presslufthammer abschlagen. Glatthaar hat hier ganz schön geklotzt und uns einfach die Betonreste an den Fuß der Treppe geschüttet. Leider ist noch nicht alles weg, was zuviel und unnötig ist — da muss glatthaar noch mal nacharbeiten kommen.

Auto parkt in der Einfahrt.

Das Größte aber war es, gestern Abend zum ersten Mal mit dem Auto in der Einfahrt zu stehen — feine Sache, das. Daran könnte ich mich sofort gewöhnen! :)