Absicherungsarbeiten im Garten

Anfang Juni war uns beim starken Unwetter nach viel viel Regen beinahe ein Teil des Gartens abgerutscht, weil die zweite Ebene im Gelände noch nicht abgesichert war. In den letzten zwei Wochen haben wir unseren Urlaub genutzt, das nachzuholen.

Uns war ja klar, dass wir uns eines Tages mit der Absicherung von Geländeebene 2 würden beschäftigen müssen. Aus Rücksicht vor unseren noch durch den Hausbau geschröpften Konten hatten wir das Projekt jedoch auf 2014 angesetzt — wo wir die Absicherung durch unseres Landschaftsgärtner erledigen lassen wollten. Nach dem ersten Juni-Wochenende war jedoch klar, dass das nicht einmal bis zum Herbst bzw. dem nächsten Starkregen warten darf. Die Gefahr, dass uns die beiden höheren Ebenen im Garten entgegen kommen war einfach viel zu hoch.

Da die geschröpften Konten sich nicht früher erholen würden, war uns klar, dass wir hier selbst ran müssen. Also haben wir unseren Sommer-Urlaub genutzt und in den letzten 14 Tagen eine Menge in unserem Garten bewegt.

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Gartenarbeiten im Sommer 2013
So sah es noch vor Start der Arbeiten am 8. Juli aus — ein hübscher Erdwall zur zweiten Ebene unseres Gartens, den wir nach dem Unwetter notdürftig geflickt hatten.

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Auswahl der Steine für den Garten

Ausgewählte Steinquarder.
Ausgewählte Steinquarder.
Im Vorfeld hatten wir uns Steinquarder bei Seib Naturseine im Lager am Karlsruher Rheinhafen angeschaut und bestellt, die gut zu den Stelen im Vorgarten passen. Die Quarder haben eine stattliche Größe von 40x20x20 cm bei einem Gewicht von mindestens 40 Kilo das Stück und sind aus einem Granit-Steinbruch irgendwo in Portugal.

Dort bekamen wir zudem gute Hinweise, wie wir die Mauer bauen sollten und auf was wir zu achten haben. Das Wichtigste war davon sicherlich, dass wir der Mauer einen festen Untergrund geben müssen — ein mindestens 20-25 cm tief ausgeschachteter Graben, gefüllt mit Betonkies. Selbigen haben wir uns von der Firma Seib direkt mitliefern lassen.

Am Montag vor zwei Wochen wurden Steine und Betonkies geliefert; an Steinen hatten wir zunächst 120 Stück bestellt. Wir rechneten auf Basis von Länge und Höhe des abzusichernden Hanges mit mindestens vier, eher fünf Reihen à 40 Steinen. Da wir ja nur bedingt schnell die Mauer bauen konnten und nicht sicher waren, wie hoch die Mauer sein müsse, ließen wir uns zunächst nur einen Teil liefern.

Mit Spitzhacke, Schaufel und Schubkarre machten wir uns ans Werk und begannen mit dem Ausschachten.

Ausschacht-Arbeiten.

Die Ausschacht-Arbeiten waren wegen der Beschaffenheit unseres Bodens im Garten (nahezu durchgehend Lehm, vermischt mit einem guten Teil Steinen) vermutlich fast der anstrengendste Teil — wir kamen nur mit der Spitzhacke überhaupt dazu, den Boden inklusive des mittlerweile ziemlich tief verwachsenen Rasens zu lockern und bewegen zu können.

Nach dem Ausschachten haben wir den Graben mit dem Betonkies verfüllt und anschließend mit einem Rüttler festgestampft. Letzteres war der coolste Teil von allem, der extrem viel Spaß gemacht hat und leider viel zu schnell vorbei war. Das Ding zu bedienen war ein ziemlicher Kraftaufwand, weil du immer die Balance finden musst zwischen der richtigen Rüttel-Geschwindigkeit und einer möglichst langsamen Fortbewegung. So ein Rüttler gehört nicht gerade zu den Leichtgewichten.

Betonkies-Fundament mit Rüttler.

Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, das Fundament in Höhe und Breite des Grabens eben bzw. gerade hinzubekommen — wir sehen jetzt an der fertigen Mauer, wie schief das teilweise ist. Dazu weiter unten mehr.

Die erste Reihe ist gesetzt.

Nachdem das Fundament fertig war, konnten wir die erste Steinreihe setzen. Da die Granitquarder als gehauenes Naturprodukt keine geraden Linien und Kanten haben, glich das möglichst passgenaue Aneinanderreihen der Quarder einem kleinen Puzzlespiel. Nichts im Vergleich zur Schwierigkeit, die nachfolgenden Reihen noch so zu setzen, dass die Steine auch dort noch halbwegs gerade liegen.

Mauer mit einer begonnenen 3. Reihe.

Beim Setzen der Steine haben wir darauf geachtet, dass etwa ein Drittel des aufliegenden Steines den darunter liegenden überlappt, um so Standfestigkeit zu bekommen. Zusätzlich haben wir die Reihen immer weiter nach hinten in den Hang gesetzt, so dass eine stufige Mauer entstanden ist. Hinter den Steinen liegt eng ein Filtervlies an, um Unkrautwuchs zu verhindern. Hinterfüllt haben wir die Steine mit Kies und Erde, so dass sie sich nicht mehr bewegen können.

Nicht immer haben wir es hinbekommen, die Drittel-Überlappung zu realisieren. Mal sind die Steine viel breiter als 40 cm, mal viel kürzer. Teilweise sind die Seiten sehr unterschiedlich, so dass die Kantenlänge am Quarder unten manchmal viel länger als die oben war. Je nach Positionierung und Drehung der Steine konnten sie besser oder schlechter passen.
Ich weiß nicht, wie viele Steine wir nicht nur einmal gesetzt, sondern mehrfach umpositioniert haben…

Nur vier Reihen

In der ersten Urlaubswoche haben wir so bei teilweise nicht mehr anständigen Außentemperaturen, aber schönstem Wetter drei Reihen der Mauer gesetzt. Nach langer Überlegung haben wir uns dafür entschieden, statt der ursprünglich geplanten fünf Reihen nur vier zu setzen. Nicht nur das Fundament ist nicht überall exakt, nicht nur die Steine selbst sind teilweise recht schief, sondern auch die zweite Ebene macht mittig einen kleinen Bogen in die Höhe, so dass an einigen Stellen eine fünfte Reihe oberhalb des Rasens der zweiten Ebene abgeschlossen hätte. Das wollten wir nicht. Darüber hinaus waren wir ganz froh, in der zweiten Woche nur noch eine Reihe setzen zu müssen — 120 Steinquarder wiegen dann doch eine ganze Menge, so dass du am Ende Muskeln an ungeahnten Stellen spürst. Körperlich war das sehr anstrengend.

Auf dem nachfolgenden Bild ist gut zu sehen, dass es gar nicht so leicht war, annähernd gerade Reihen zu bauen:

Mauer aus der Nähe.

Also bestellten wir für die zweite Woche eine letzte Lieferung von 40 Steinen, mit der wir die Mauer abschließen konnten. Um den Höhenunterschied zur zweiten Ebene zu überbrücken, modellierten wir mit Erde ein angeschrägtes Pflanzenbeet, um etwas mehr Farbe ins Grau und Grün zu bekommen.

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Pflanzenbeet hinter Mauer.
Abschluss der Mauer mit dahinter liegendem Pflanzenbeet zur Verschönerung des Gartens.
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Und so, nach knapp zweiwöchiger Arbeit, mit bewegten 7,2 Tonnen Steinquardern (160 Stück), etwa 2,2 Tonnen Betonkies und nicht gewogener Erde ist unsere Absicherung der zweiten Ebene fertiggestellt und der Garten wieder ein Stück schöner. Bislang guckten wir vom Esszimmer und der Terrasse direkt auf das Erdreich, der Anblick ist nun deutlich toller geworden.

An Pflanzen konnten wir noch nicht allzu viele in das neue Beet setzen; im Moment ist es einfach zu heiß dafür, die Pflanzen gehen eher kaputt als dass sie anwachsen. Auf das Filtervlies haben wir Rindenmulch gelegt, das sieht nicht nur schöner aus, sondern bringt den Pflanzen zusätzliche Nährstoffe.

Abschluss der Mauer an der linken Seite.
Abschluss der Mauer an der linken Seite.

Auf der linken Seite, wo eine Art „grüne Rampe“ von Ebene 1 zu Ebene 2 führt, haben wir zwei Red Robins gepflanzt — sieht sicher auch toll aus, wenn die etwas größer gewachsen sind.

Impressionen aus dem Garten

Zwei Wochen Gartenarbeit haben sich bezahlt gemacht. Eine Menge hat sich getan. Impressionen aus unserem Garten, Stand heute:

Die Photovoltaikanlage ist montiert

An zwei Tagen Ende Oktober haben wir nun tatsächlich schon die erst kürzlich über die Waghäuseler Firma Wirsol bestellte Photovoltaikanlage montiert bekommen. Nach eineinhalb Tagen waren die 34 Module auf unserem Dach. Mittlerweile läuft die Anlage — wenn denn die Sonne ihren Teil dazu beiträgt.


Photovoltaik-Module, eingepackt.
Photovoltaik-Module, eingepackt.

Am Morgen von Tag 1, einem Donnerstag, rückten sowohl ein Montage- als auch ein Elektriker-Duo für Wirsol an, um unsere Photovoltaikanlage zu montieren und zum Laufen zu bringen. Zuerst wurde ziemlich fix ein Gerüst auf der Gartenseite unseres Hauses aufgestellt, damit die Monteure aufs Dach kommen konnten. Fand ich ganz spannend, weil ich erst kürzlich bei Nachbarn gesehen hatte, wie deren Photovoltaikanlage mittels kleinem Kran aufs Dach gehieft wurde. Die Monteure bei uns hieften die Photovoltaik-Module per Seil aufs Dach.

Rückseite: Wenig dran an einem Modul.
Rückseite: Wenig dran an einem Modul.

Zurück zu Tag 1: Wichtige Basis für die Modulbefestigung waren Metallrahmen, die auf unserem Dach befestigt wurden. Da während des gesamten Tages die Elektriker immer wieder ins Haus an unseren Zählerkasten mussten, hatte ich zum Glück Urlaub genommen und saß während der Montage-Zeit meist in meinem Arbeitszimmer — direkt unter dem Dach. Heidewitzka, war das laut. Da hast du echt das Gefühl, dass die mit dem Gesäge gleich durch die Zimmerdecke kommen. Das Gute ist, dass die die Rahmen so befestigt haben, dass weder Dachziegel noch sonst irgendwas beschädigt wurden. Die Ziegel wurden an den Stellen abgedeckt, an denen der Rahmen auf der Holzlattung darunter befestigt werden musste, und dann leicht angepasst wieder auf die Sparren gedeckt.

Das Montieren der Rahmen hat den kompletten ersten Tag in Anspruch genommen. Parallel dazu sind die beiden Elektriker ständig zwischen Zählerschrank, Garage und Dach hin und her geflitzt.

Was hat die Garage mit der Photovoltaikanlage zu tun?

Da unser Hauswirtschaftsraum, in dem der Zählerschrank steht, in seiner Größe relativ übersichtlich ist, standen wir seit Beginn der Überlegungen um die Photovoltaikanlage in der etwas schwierigen Diskussion: wo den Wechselrichter anbringen? Laut unserem Verkäufer können die Dinger recht warm werden. Mit der Tecalor im Raum, die auch nicht gerade Kälte verbreitet, und den übrigen technischen Geräten war mir das zu risikohaft, auch noch den Wechselrichter anzubringen. Nachdem ich nun gesehen habe, wie groß die Teile sind, weiß ich jetzt genau, dass das verdammt eng geworden wäre. Also gab es im Lauf des Entscheidungsprozesses die Idee, den Wechselrichter in der Garage anzubringen und entsprechend die Leitungen vom Dach über die Garage in den HWR zu legen. Spitzen Entscheidung aus heutiger Sicht, auch wenns etwas aufwändig war.

Wechselrichter.
Wechselrichter.

Überhaupt haben die beiden Elektriker sehr gute Arbeit geleistet. [Update 17.12.2012: Der hier zuvor stehende Satz musste entfernt werden.] Da kein Kabelkanal vorhanden war, hatten wir (mehr aus Zwang denn aus guten Gründen) geplant, ein Loch durch die Hauswand in Richtung Garage zu bohren. Hei, das hat mir vielleicht Bauchschmerzen bereitet, schon jetzt und überhaupt ein Loch da durch zu bohren.
Also haben die von Wirsol beauftragten Elektriker geschwind das Loch vor dem Haus wieder aufgebuddelt, in dem die Anschlüsse zu den Versorgern verborgen waren, und schoben in einem Kraftakt die für die Photovoltaik benötigten Leitungen durch den gelegten Mehrspartenkanal ins Haus. Ganz großes Kino — keine Schäden an oder in den Wänden, so mag ein Bauherr das.

Anschluss der Photovoltaikanlage

Am zweiten Tag konnten dann die Module der Photovoltaikanlage montiert und schließlich auch an Wechselrichter und Zählerschrank angeschlossen werden. Am frühen Nachmittag waren schließlich nach Abbau des Gerüstes alle vorgesehenen Arbeiten abgeschlossen.
Da vor der Einspeisung der auf unserem Hausdach produzierten Energie zunächst noch die EnBW vorbeikommen musste, wurde der Wechselrichter am Nachmittag nur einmal kurz an- und wieder ausgeschaltet, damit ich sehe, dass die Anlage funktionstüchtig ist.

34 Module liegen nun auf dem Dach.
34 Module liegen nun auf dem Dach.

Mittlerweile war die EnBW im Haus und noch zweimal ein Elektriker von Wirsol. Wir produzieren und speisen seit gut eineinhalb Wochen Strom ins Netz der EnBW und haben seit Donnerstag auch einen Eigenverbrauchszähler installiert. Was jetzt leider noch fehlt ist der Anschluss des Datenloggers. Der soll es mir ermöglichen, über das Internet nachzuverfolgen, wie viel Strom die Photovoltaikanlage sammelt. Das hätte eigentlich gestern passieren sollen, leider war der eingeteilte Elektriker jedoch erkrankt, so dass nun der nächste Termin am kommenden Samstag sein soll. Ich hoffe es, denn ich will endlich wissen, was das Ding auf unserem Dach produziert, ohne dauernd in die Garage rennen zu müssen :)

E-Mail von LuxHaus

Überraschung am Nachmittag: Plötzlich trudelt am Freitag eine E-Mail vom Geschäftsführer unseres Hausherstellers LuxHaus bei uns ein. Zuvor hatte es ein feines Hin und Her mit unserem Bauleiter gegeben.


Die Ereignisse haben sich in dieser Woche ziemlich überschlagen. Nachdem am Mittwoch unser Regenfallrohr vollkommen anders und entgegen den Absprachen angeschlossen wurde, schrieb ich am Abend eine ziemlich wütende E-Mail an unseren Bauleiter mit der Aufforderung, die ausführende Firma noch einmal zur Änderung kommen zu lassen. Gleichzeitig hinterließ ich einen Eintrag auf der Facebook-Seite von LuxHaus mit einem Foto und der Frage, wie das denn zum LuxHaus-Werbeclaim „100% Design“ passe.
Meine Mail leitete der Bauleiter am Donnerstag morgen zunächst einmal direkt an die Flaschner-Firma weiter mit der Bitte, sich zu kümmern.

Kurz darauf bekam ich einen Anruf vom Flaschner — er könne meinen Unmut zum angeschlossenen Regenfallrohr verstehen, er würde auch nicht wollen, dass das an seinem Haus so aussieht. Leider wäre er nur exakt so vom Bauleiter beauftragt worden. Seinen Hinweis, dass man das Fallrohr doch besser über die andere Seite verlegen sollte, das sähe auch viel besser aus, habe der Bauleiter mit den Worten „Bitte einfach unten anschließen“ abgetan. Spitze. Das nenn ich Respekt vor den Wünschen der Kunden.
Also bekam der Bauleiter wieder eine E-Mail, in der ich mein „Unverständnis“ darüber ausgedrückt habe, dass er unsere mehrfachen Absprachen kommentarlos übergeht. Ich finde das einfach immer noch unfassbar.

Daraufhin bekam ich eine Antwort zurück. Man könne das Fallrohr nicht mehr versetzen, das würde die Fassade beschädigen, langfristig könne Wasser eintreten und erhebliche Bauschäden verursachen. Außerdem hätten wir das ja auch so in den Ausführungsplänen im März unterschrieben.

Stimmt, haben wir. Auf den Grundrissplänen sieht man auf der linken Vorderseite einen eingezeichneten Kreis für das Fallrohr. Daraus konnten wir leider wirklich nicht erkennen, dass das Fallrohr einmal so kompliziert angeschlossen werden würde. Davon abgesehen hatten wir damals bei den Erdarbeiten mit allen Beteiligten besprochen, dass der Anschluss an die Kanalisation ja nur auf der linken Hausseite erfolgen kann — sonst müsste das Fallrohr ja durch die Treppe geführt werden.

Regenfallrohr, falsch.

Mal ehrlich — wo soll das hier durch die Treppe führen?

Aber logisch — wenn dir als Baulaie jemand sagt, dass eine Verlegung Bauschäden nach sich zieht, fängst du an das Thema zu akzeptieren und abzuhaken. Wir haben uns nur noch gefragt, wieso diese Argumente eigentlich niemals vorher ein Thema waren und unser Bauleiter bei jedem Gespräch dazu kein Wort über Probleme verlor.
Nun ja, sei’s drum.

Das war am Donnerstag. Im Laufe des Tages merkte ich, wie sehr mir diese ständigen Streitereien und das Hinterherlaufen zu allen Punkten langsam aber sicher auf den Magen schlägt. Das ist der Punkt, wo du merkst, dass es so nicht weitergehen kann, und wo du anfängst, innerlich die einzelnen Probleme als gegeben abzuhaken. In Gedanken spielte ich schon die Idee durch, unter dem Fallrohr irgendwas rankendes zu pflanzen, um damit im Lauf der Jahre das Fallrohr zu verstecken.

Lösung in Sicht?

Am Freitag Nachmittag trudelte plötzlich aus dem Nichts, ohne dass es vorher noch weitere Kommunikation gegeben hätte, eine E-Mail bei mir ein, Absender: Alexander Lux. LuxHaus-Kenner wissen: einer der beiden Geschäftsführer. Ich war ziemlich überrascht und dachte mir, was kommt jetzt?!

Es kam eine positive Überraschung. Er habe von einem Mitarbeiter über mein Blog erfahren und bedauere es sehr, dass es zu den von mir geschilderten Problemen und Zeitverzögerungen gekommen sei. Es gab wohl ein Gespräch mit unserem Bauleiter und seinem Chef, in dem festgehalten wurde, dass am 24. Oktober alle ausstehenden Arbeiten erledigt würden und gleichzeitig der Bauleiter in Absprache mit uns das Regenfallrohr versetzen lassen würde. Aus seiner Sicht solle das über die linke Hausseite geführt werden — also genau so, wie wir das immer wollten.
Die Mail schloss mit der Hoffnung, dass der positive Eindruck bei uns danach wieder hergestellt würde.

Da biste natürlich erst einmal baff und sprachlos. Unsere erste Reaktion war dann auch: endlich! Endlich nimmt jemand uns als Kunden ernst. Endlich erzählt uns auch jemand nicht irgendein Blabla von „demnächst wird“, „bald wird“ oder „in der nächsten Woche meldet sich“ oder sonstwas, sondern legt sich auf einen konkreten Termin fest. Wenn dir das der Geschäftsführer schreibt, dann hat das einen anderen Wert als bei jedem anderer Vertreter der Firma.

Meiner Überraschung Ausdruck verlieren verliehen habe ich wie üblich über Twitter und Facebook. Dort gab es teilweise Anmerkungen, das könne ja auch eine Hinhaltetaktik sein, oder ein Versuch, uns zu beschwichtigen. Mit meinen Ausführungen zu unserem Hausbau über Twitter und meine Website erreiche ich ja auch ein paar Menschen.
Ich glaube das ehrlich gesagt nicht. Vielleicht bin ich naiv oder zu gutgläubig, aber ich bin überzeugt, dass der Geschäftsführer seinen Worten Taten folgen lassen wird. Schließlich hat er sich auf einen konkreten Termin festgelegt und wird schlussendlich auch daran zu messen sein. Ich bin hier wieder guter Dinge, dass die Geschichte ein positives Ende nehmen wird.

Am Schluss stelle ich mir nur noch eine Frage: Ist was dran an dem Argument, dass wir mit dem Versetzen des Fallrohres die Bausubstanz möglicherweise deutlich beschädigen werden? Wenn ja, wieso war dann in der E-Mail von Alexander Lux keine Rede davon? Wenn nein, wieso schreibt uns der Bauleiter sowas?
Für Letzteres hätte ich ein paar Möglichkeiten parat… Es wird zu klären sein.

Erdarbeiten beendet. Hoffentlich.

In dieser Woche war endlich wieder der Erdbauer bei uns und hat in fünf Tagen unser Grundstück in eine endlich ansehnliche Landschaft verwandelt — ohne riesige, nicht nutzbare Erdhügel. Die Erdarbeiten sind damit (erstmal) abgeschlossen.


Die Arbeiten sollten eigentlich drei Tage dauern: die Erdarbeiten sollten fertiggestellt, Randsteinen ums Haus gesetzt, ein Sauberkeitsstreifen aus Kies eingebracht, das Loch bei den Haus-Anschlüssen verfüllt und der zukünftige Garagenplatz vorbereitet werden. Alles Kinkerlitzchen im Vergleich zu den Erdarbeiten, die dafür notwendig waren, den Wahnsinnsberg von Erde von unserem Grundstück zu schaffen. Geschätzte 160 Kubikmeter sollten weggeschafft werden, hatte unser Erdbauer bei der Auftragsvergabe gemeint.

Aussicht — es gibt endlich Aussicht

Am Ende haben die Erdarbeiten fünf Tage gedauert, weggeschafft wurden etwa 270 Kubikmeter. 270! Immer noch unvorstellbar, diese Masse an Erde, die nicht mehr da ist. 16 LKW-Ladungen Erde haben das Grundstück verlassen. An jedem Abend am Haus bekamen wir wieder einen Schock, wie viel Erde da zum Haufen vom Tag davor hinzugekommen war. Klar, weil der Erdbauer natürlich alles auf einen Hügel geschüttet hat, von dem aus der LKW beladen wurde.

Vorher: Ansicht des Hauses vom Garten aus.
Vorher: Ansicht des Hauses vom Garten aus.
Nachher: Ansicht des Hauses vom Garten aus.
Nachher: Ansicht des Hauses vom Garten aus.

Bei den beiden oberen Fotos sieht man den Unterschied sehr gut. Erst jetzt merken wir, wie sehr sich die Hanglage unseres Grundstückes dann doch bemerkbar macht — das hatten wir bislang so krass nicht bemerkt. Zu unseren Nachbarn auf einer Seite sind es bis zu knapp 1,50 Meter Höhenunterschied — vielleicht siehst du das links im unteren Foto. Das erklärt auch die Stufen, die wir erstmal ins Grundstück haben einbauen lassen, anders können wir die wahnsinnigen Höhenunterschiede nicht bezwingen.

Vorher: Ansicht aus dem Haus in den Garten.
Vorher: Ansicht aus dem Haus in den Garten.
Nachher: Ansicht aus dem Haus in den Garten.
Nachher: Ansicht aus dem Haus in den Garten.

Bei diesen beiden Fotos stimmt zwar der Blickwinkel nicht, außerdem ist auf dem Vorher-Foto noch das Gerüst zu sehen; dennoch siehst du auch hier ganz gut, was sich da in den letzten Tagen getan hat. Einfach verrückt.
Der Hügel rechts oben im Foto ist übrigens Absicht — hier wollen wir uns mal einen Aussichtsplatz schaffen, von dem aus man die weite Umgebung sehen kann.

Spritzschutz ums Haus

Ich hatte ja kürzlich schon einmal darüber geschrieben, dass sich die vielen Regenfälle in Kombination mit den nah am Haus liegenden Erdhaufen an der Hausfassade abgesetzt haben. Damit das zukünftig nicht mehr passiert, hat der Erdbauer bei den Erdarbeiten Randsteine ums Haus gesetzt. Der Zwischenraum wird später nach Fertigstellung des Sockelputzes durch LuxHaus noch mit Kiessteinen ausgefüllt.

Vorbereitung des Sauberkeitsstreifens ums Haus.
Vorbereitung des Sauberkeitsstreifens ums Haus.

Garage und Einfahrt

Während der Erdarbeiten wurde auch endlich das Loch zugeschüttet, in dem die Versorger-Anschlüsse zum Haus liegen, so dass die Einfahrt und der zukünftige Garagenplatz vorbereitet werden konnten. Dabei musste der Erdbauer eine Menge Beton mit dem Presslufthammer abschlagen. Glatthaar hat hier ganz schön geklotzt und uns einfach die Betonreste an den Fuß der Treppe geschüttet. Leider ist noch nicht alles weg, was zuviel und unnötig ist — da muss glatthaar noch mal nacharbeiten kommen.

Auto parkt in der Einfahrt.

Das Größte aber war es, gestern Abend zum ersten Mal mit dem Auto in der Einfahrt zu stehen — feine Sache, das. Daran könnte ich mich sofort gewöhnen! :)

Erdarbeiten, Teil 2

Nach zähem Ringen um einen Termin kommt morgen endlich der Erdbauer und setzt die Erdarbeiten auf unserem Grundstück fort. Ein paar Vorarbeiten dafür haben wir gestern geleistet.


Die schieren Regenmassen der letzten Wochen hatten ja in Kombination mit den Erdhügeln rund um unser Haus dafür gesorgt, dass sich nach den Fassadenarbeiten ein mehr oder weniger hübscher brauner Schleier aus Dreckspritzern ums Haus zog.

Fassade vor der Reinigung
Fassade vor der Reinigung.

Weil sich der Dreck sicher nicht ewig gut abputzen lässt, sind wir gestern mit einem Eimer und zwei Bürsten angerückt und haben mit klarem Wasser den Dreck abgewaschen. Das ging sogar recht gut, auch wenn wir an manche Stellen durch die Erdhaufen nur schwer rankamen.

Als Methode hat sich bewährt, dass einer die grobe Vorarbeit geleistet hat mit einem Eimer Wasser, der andere mit frischem Wasser und einer sauberen Bürste die gelösten und übrig gebliebenen Erdreste von der Wand gewaschen hat.

Fassade nach der Reinigung.
Fassade nach der Reinigung.

Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen — vermutlich werden wir aber nach den Erdarbeiten die ganze Prozedur noch einmal durchziehen müssen. Vermutlich auch deswegen, weil es gestern Abend und die Nacht über wieder schön geregnet hat.

Jetzt kann am Montag aber der Erdbauer anrücken, das Zuviel an Erdmasse wegfahren und das Grundstück höhenmäßig angleichen. Dann können wir endlich das Haus auch von der Gartenseite aus sehen und schauen aus dem Esszimmer nicht immer auf einen riesigen Berg Erde. Mehr dazu in einem späteren Artikel.

Nebenbei haben wir gestern als Vorbereitung für die Erdarbeiten den von den Arbeiten in und am Haus übrig gebliebenen Müll weggeräumt und so ein bisschen Ordnung geschafft.

Abnahme der Bodenplatte

Jetzt geht es mit dem Bau unseres Hauses Schlag auf Schlag voran: kurz vor dem Stelltag wurde die Bodenplatte pünktlich fertiggestellt. Gestern waren wir zur Abnahme vor Ort.


Uns wird beinahe schwindelig, so sehr überschlagen sich die Ereignisse, so wenig kommen wir gefühlt noch hinterher. Vorgestern hat glatthaar plangemäß die Bodenplatte auf unserem Grundstück gegossen. Sockelwände und Treppe mit Eingangspodest waren ja schon einige Tage länger vorbereitet und auf dem Grundstück angebracht. Es gibt also nun auch eine Chance, überhaupt ins Haus hineinzukommen :)

Als Abnahmetermin des Gewerkes Bodenplatte war der gestrige Samstag vorgesehen, so dass wir morgens um 10:00 mit dem Bauleiter Herrn S. der Firma glatthaar sowie dem LuxHaus-Bauleiter vor Ort verabredet waren. Unseren LuxHaus-Bauleiter Herrn F. lernten wir zum ersten Mal kennen, er wird uns ab jetzt durch die nächsten Monate der Fertigstellung begleiten. Er ist noch recht neu bei LuxHaus, machte auf uns einen sehr freundlichen und quirligen Eindruck.

Da die Bodenplatte nicht durch uns, sondern durch LuxHaus beauftragt wurde, ist LuxHaus uns gegenüber auch für die korrekte Leistung des Gewerkes verantwortlich. Also nahmen die beiden Bauleiter gestern zusammen die Bodenplatte ab — sie prüften verschiedene Maße (Außenmaße der Platte, Diagonale, etc.) und prüften auf Höhenunterschiede. Es gab bei einer Diagonale nur eine Abweichung von einem knappen Zentimeter — insgesamt hat glatthaar hier eine sehr saubere Arbeit abgeliefert, was selbst wir als Laien erkennen konnten.

Auch die Streifenfundamente für die Garage hat glatthaar uns vorbereitet. Diese sind allerdings noch nicht komplett ausgehärtet, so dass es für uns zwar hieß, uns vom Bauleiter Herrn S. zu verabschieden, aber noch nicht ganz von glatthaar. Hier wird in den nächsten Tagen die Bautruppe noch einmal vorbeischauen, um die Ausschalungen zu entfernen.
Nach Abnahme der Bodenplatte haben wir dann auch die Zahlungsanforderungen bekommen — die Arbeiten für die Bodenplatte müssen wir nämlich jetzt direkt bezahlen. Das wird eine teure Woche, da nach Hausstellung auch die erste Zahlungsrate für unser Haus fällig wird.

Vorbereitungen zum Stelltag

Mit unserem Bauleiter Herrn F. sind wir im Anschluss noch ein paar Punkte durchgegangen, die uns wichtig waren. Da das Wetter ja aktuell bei uns extrem April-ig ist, machen wir uns schon eine ganze Weile Sorgen, wie der Hausaufbau sein wird bei Regen. Horrorgeschichten dazu habe ich leider genug gelesen (siehe im Ballenmoos oder im WeberHaus CityLife 500). Herr F. hat uns da aber die Sorgen zu nehmen versucht. Es werde seitens LuxHaus alles dafür getan, dass die Wände möglichst wenig Wasser abbekommen, falls es wirklich zu starken Regengüssen kommt. Wir müssten uns da um nichts kümmern, die Verantwortung dafür läge komplett beim Aufbautrupp.
Wir sind gespannt — zwar haben wir jetzt ein besseres Gefühl als die letzten Tage, so ganz beruhigt werden wir aber wohl erst dann sein, wenn das Haus dicht ist. Nach den Regengüssen in den letzten Tagen ist ja auch die Erde auf dem Grundstück komplett durchnässt…

Offenbar ist für den Aufbau mit insgesamt 5 LKWs zu rechnen: Nummer 1 bringt das Erdgeschoss, Nummer 2 die Decke, die 3 das Obergeschoss, die 4 unsere Treppe sowie die Heizung und der letzte das Dach. Krass, was da für ein Verkehr morgen in unserer Straße sein wird. Mindestens der erste LKW wird wohl schon nachts vor Ort sein. Im Laufe des heutigen Tages sind erste Arbeiter am Grundstück, um die Schweißbahn auf die Bodenplatte aufzubringen.

Morgen früh geht es um etwa 6:30 los. Wir werden vermutlich schon gegen 6 da sein, um nichts zu verpassen, und den Bautrupp zudem über den Tag mit Essen und Getränken versorgen. „Verwöhnen Sie die Jungs aber nicht zu sehr, die sollen schließlich noch arbeiten“, sagten die beiden Bauleiter gestern :)