Der Innenausbau geht voran

Vor nicht einmal zwei Wochen startete der Innenausbau mit dem Sanitär-Gewerk. Seit dem ist eine Menge da passiert, wo man es später nicht mehr wahrnehmen wird — in Wänden und dem Rohfußboden.


Wasser und Strom im Haus — das sind schon zwei ganz feine Dinge, die man im Haus später am Besten nur noch an den Abnahmestellen bemerkt. Also verschwinden alle Leitungen in den Wänden, den Decken und dem Rohfußboden. Direkt im Anschluss werden dann die Aussparungen verschlossen, die Decken und Wände mit Rigipsplatten beplankt.

Genau das ist in den vergangenen Tagen bei uns im Haus passiert. Neben den Leitungen für Wasser und den Kabeln für alles, was Strom benötigt, kamen auch die Schläuche für die kontrollierte Be- und Entlüftung ins Haus. Das ist der absolute Wahnsinn, was dafür verlegt wurde.

Zutaten für den Sanitär-Ausbau.
Zutaten für den Sanitär-Ausbau.

Wenn du das erste Mal siehst, wie viel Material für die Gewerke benötigt wird und wie viel am Anfang des Ausbaus davon natürlich einfach erst mal im Haus rumsteht, da staunst du schon nicht schlecht. Wir haben uns immer wieder die Frage gestellt, wohin das alles nur kommen soll :)
Aber klar — zwischen Dämmung und Holz ist sowohl in den Wänden als auch den Decken verdammt viel Platz, der Rest verschwindet dann unter weiteren Dämmschichten und dem Estrich.

Regler, Muffen und mehr
Regler, Muffen und mehr.

Und weil durch das ganze Material nur wenig Platz auf dem Boden ist und nichts im Weg stehen sollte, hängen die Handwerker gnadenlos alles an die Wand, was sie zum Arbeiten alles so brauchen — wie ein Radio.

Die Wand als Abstellfläche.

Apropos Radio: das hier ist wohl das ultimative Baustellenradio, ein Hammer:

Das ultimative Baustellenradio

Gerüchte besagen, dass sich hier irgendwo in naher Zukunft ein Badezimmer befinden soll:

Wo ist denn hier das Bad?

Tatsächlich ist es einfach nur krass, was in so einem einfachen Haus alles an Material versenkt wird — allein die Rohre für die kontrollierte Be- und Entlüftung nehmen einen unfassbaren Raum ein, im oberen Bild sind das die weißen, dicken Schläuche. Am Schluss siehste ja nur noch die Auslässe in den Räumen, mehr nicht.

Während die Gewerke Sanitär und Elektro voran kamen, wurde gleichzeitig am Roh-Innenausbau gearbeitet. Die Obergeschoss-Decke wurde ordentlich gedämmt, danach die Lattung draufgenagelt, um schlussendlich die Rigipsplatten befestigen zu können. Damit ist dann auch die Decke im Obergeschoss fertig.
Sobald alle Kabel und Rohre durch Decke zwischen DG und EG gezogen waren, ging es auch an die endgültige Dämmung und Beplankung. Manche Stellen waren dabei natürlich ein wenig schwerer zu erreichen als andere, wie ganz gut auf dem Bild unten zu erkennen ist.

Leitern und Bretter für den Innenausbau.
Leitern und Bretter für den Innenausbau.

Mittlerweile ist keine Wand oder Decke mehr im Holzton gehalten — überall machen wir große Schritte auf die weiß gestrichenen Wände hin, wenn auch erstmal nur mit grauen Rigipsplatten :)

Auch unsere Badewanne steht mittlerweile am Bestimmungsort. Allerdings ist auf der ersten momentan noch eine zweite gestapelt, die zuerst gelieferte war nämlich offenbar schlecht verpackt worden. Die Füße der Wanne lagen unbefestigt in der Wanne selbst und schlugen beim Transport ständig an die Seitenwände. Das gab ein paar hübsche Macken. Hier wurde flux Ersatz bestellt und geliefert.

Höllisch aufgepasst haben die ausführenden Handwerker nicht nur bei der Badewanne, sondern auch bei der Ausführung der Leitungen in der Küche. LuxHaus hatte hier einen schönen Fehler in die Pläne eingearbeitet, der uns gar nicht so sehr aufgefallen ist: in den Plänen waren Geschirrspüler und Spülbecken vertauscht gezeichnet, damit aber auch gleich die entsprechenden Leitungen und Kabel. Ist natürlich Mist, wenn du die Küche mit Geschirrspüler links bestellt hast, der Zu- und Abfluss für Wasser dann aber so ausgeführt wird, dass der Geschirrspüler nicht mehr passt.

Das konnte ich zwar aufklären, dummerweise wurde das aber nicht an die ausführende Person weitergegeben. So kam ich eines Abends ins Haus und sah, dass sich die Wasserleitungen nicht nur an der falschen Stelle befanden, sondern auch so knapp verlegt waren, dass das dann beauftragte Verlegen an die richtige Stelle aber auch nur so gerade eben funktioniert hat. Heidewitzka!

Also: Aufregung und Spannung war auch in den letzten zwei Wochen beim Innenausbau genug dabei. Aber auch die drei Trupps, die nun im Haus gewerkelt haben, waren nicht nur äußerst freundlich und nett, sondern haben einfach großartige Arbeit geleistet. Das macht hier gerade auf uns einen ebenso tollen Eindruck wie damals (haha, ist gerade drei Wochen her) beim Richttrupp. So darf es weitergehen!

Vorbereitungen für die Ausstattungsbemusterung (3)

Was für ein Wochenende: gestern haben wir uns zwei weitere Küchenangebote abgeholt und waren danach auf der Karlsruher Offerta. Gestern haben wir uns dann dem Teil der Vorbereitungen gewidmet, vor dem ich am meisten Respekt hatte — der Elektroplanung aller Räume.

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Etwa eineinhalb Wochen haben wir noch bis zur Ausstattungsbemusterung in Dirmstein, vieles war und ist noch dafür vorzubereiten. Wir hatten beide große Sorge, ob wir das alles in den wenigen Tagen nach der adhoc-Ankündigung des Termins schaffen würden. Mittlerweile habe ich da aber ein gutes Gefühl, viel ist schon geschafft.

Die Küchenplanung

Am vergangenen Freitag hatten wir einen Termin zur Angebotsbesprechung mit der Fachberaterin bei Grimm Küchen in Karlsruhe. Nachdem uns die ersten Entwürfe (allerdings noch vom alten Küchenraum) nicht so gut gefallen hatten, sah die Planung der neuen Küche jetzt viel besser aus. Neben Möbeln von Alno hat sie allerdings als einzige unter ihren Kollegen Neff-Geräte eingeplant. Bei Neff wissen wir noch nicht, was wir davon halten sollen, auch wenn die hier aus der Gegend sind und die Geräte in Bretten produziert werden. Davon angesehen macht die Küche optisch einen tollen Eindruck und ist beim Mobiliar sicher mit dem zeyko-Angebot vergleichbar.

Am Samstag sind wir ein weiteres Mal bei Friwa Küchen gewesen, um auch dort die neue Küchenplanung zu besprechen. Preislich ist Friwa bislang am Günstigsten, und das, obwohl durchweg hochwertige Miele-Geräte integriert sind. Mit ein paar weiteren Tweaks wird auch das ein ernsthaftes und gutes Angebot, bei dem auch die Möbel zu gefallen wissen.

Weil wir uns irgendwie nicht bändigen konnten, haben wir uns zudem am Mittwoch noch Neumaier Einrichtungen angeschaut und uns dort beraten lassen. Das Angebot für die Küche von dort bekommen wir diesen Samstag.

Elektro-Planung

Heidewitzka. Was habe ich mich vor einer Woche mit der Planung der ersten zwei Zimmerchen abgemüht und Panik vor der Aufgabe bekommen. Und was ging das am Sonntag irgendwie vergleichsweise flott. In knapp vier Stunden haben wir Steckdosen, Lichtschalter, Decken- und Wandlampen, Halogenspots für Küche und Bad, Homeway-Dosen, LAN-Anschlüsse, Telefondosen, elektrische Rollläden, Bedienungselemente für die Rolländen (teilweise inklusive Zeitschaltuhr), Außenlampen, Kabel zur Garage und dem Eingangsbereich, Fensteröffnungen, Türöffnungen geplant. Nebenbei haben wir noch ein Fenster in der Küche und die Position der Schlafzimmertür geändert. Was für ein Marathon.

Geholfen hat uns dabei, dass wir nach dem ersten Architektengespräch unserem Architekten alle Möbelpläne geschickt und die bereits größtenteils richtig in den Grundrissen platziert haben. Was wir noch ausgeklammert und aufgeschoben haben: die Positionierung von Kabeln für Lautsprecher im Wohn-/ Esszimmer und der Küche. Was wir noch überlegen müssen ist, ob wir auch im Bad direkt Lautsprecher anbringen wollen und von wo wir die ansteuern würden. Und als Letztes haben wir das zukünftige Hobbyzimmer noch ausgelassen, weil wir da mit der Möbelplanung noch nicht glücklich gewesen sind.

Offerta-Offerten

Die Offerta kam uns sehr gut zu Pass, da wir dort viele Prospekte unterschiedlicher Firmen abgreifen konnten, unter anderem zu Schweden- und Kaminöfen, Saunen und Wasser-Enthärtungsanlagen. Zu letzteren werde ich noch einmal gesondert was schreiben müssen. Wir interessieren uns sehr dafür — passend haben gestern die Bauherren vom Ballenmoos-Blog dazu geschrieben.

Dummerweise haben wir aber auf der Offerta bei einem Aussteller einen absolut großartigen Esstisch mit sechs noch großartigeren Stühlen gesehen. Die Stühle waren so toll, dass wir nach kurzem Probesitzen gar nicht mehr aufstehen wollten. Wenn das Set nicht knappe 2.000 € kosten würde…

Der Plan für diese Woche

Spätestens am nächsten Wochenende müssen wir die Elektro-Planung für die Ausstattungsberatung finalisieren und in die 1:50-Pläne eintragen. Bislang stehen die nur in hochkopierten Plänen eingekritzelt. Am Samstag wird das vierte Küchenangebot abgeholt. Am morgigen Feiertag schauen wir uns dann vielleicht noch die Musterhausausstellung in Fellbach an, um dort noch einmal Einrichtungsideen abzugreifen und die Elektronik in den Musterhäusern anzuschauen — vielleicht haben wir ja irgendwas vergessen.

Vorbereitungen für die Ausstattungsbemusterung (1)

Vollkommen unabhängig davon, ob sich die Ausstattungsbemusterung verschieben lässt und wann sie nun stattfindet, müssen wir uns mit einigen Todos auf sie vorbereiten. Das wichtigste Todo darunter ist sicherlich die Planung aller Elektrogewerke, die extrem gut durchdacht sein will.


Vor dem Elektro-Gewerk habe ich schon ziemlichen Respekt. Was ich da teilweise in Baublogs gelesen habe… oh man(n ).

aus dem Artikel „Bemusterung steht an (2)“ im Baublog „WeberHaus CityLife 500“

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Auf unseren Esstisch sieht es derzeit so aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen. Ausdrucke der aktuellsten Version unserer Grundrisse liegen verteilt, teilweise mit Anmerkungen in unterschiedlichen Farben geschmückt. Und es ist tatsächlich so wie im oben zitierten WeberHaus-Baublog — je mehr man sich durch Blogs anderer Bauherren liest, desto mehr fürchtet man sich vor diesem Punkt. Es ist schließlich später nicht mehr so ohne weiteres möglich, Kabelstränge für vergessene Steckdosen, LAN-Dosen oder ähnliches nicht sichtbar unterzubringen.

Zwar gilt der alte Satz, „Steckdosen kann man nie genug haben, und selbst dann hat man immer noch zu wenig“; nach dem Einzug möchte ich aber möglichst wenig von Elektroanschlüssen sehen. Außerdem: weiß ich heute, wo möglicherweise in fünf Jahren ein Fernseher stehen soll? Mit wie vielen LAN-Anschlüssen sollte ich im Arbeitszimmer rechnen? Wo soll einmal ein Server stehen? Und an was muss ich bei der Garage denken (Licht, elektrisches Tor)?

Gut geplant werden will auch die Steuerung der elektrischen Rollläden. Wir haben uns bereits im Werkvertrag für alle 14 verschattbaren Fenster im Grundhaus elektrische Rollläden berechnen lassen, sieben davon steuerbar mit einer Zeitschaltuhr.
Acht Fenster werden wir im offenen Wohn-/ Ess-/ Kochbereich haben, sieben davon mit einer Verschattungsmöglichkeit. Allein die so vernünftig zu planen, dass nicht eine Wand komplett mit Steuerungselementen zugepflastert wird, ist schon eine Kunst für sich und raubt mir gerade den letzten Nerv. Ich „leide“ unter einem gewissen Hang zum Perfektionismus, und obwohl natürlich klar ist, dass nicht alles perfekt wird, will ich nicht zwei Tage nach Einzug merken, dass hier oder da Steckdosen fehlen.

Also habe ich mir den Grundriss jedes einzelnen Zimmers ausgedruckt, um dort einzuzeichnen, welche Anschlüsse und Schalter ich gern wo hätte. So hoffe ich auch möglichst schnell zu sehen, ob es an einer Stelle nicht zu viele Schalter gibt. Nicht vergessen werden sollte dabei, dass ja nicht nur Lampen an- und ausgeschaltet werden wollen, sondern zum Beispiel auch die Fußbodenheizung pro Raum einzeln angesteuert werden kann.

An Telefondosen muss aber auch gedacht werden — soll nur ein Anschluss im Haus gelten? Wird ein Telefon im Erdgeschoss und ein weiteres im Dachgeschoss stehen? In welche Zimmer kommen die drei Rauchmelder, die im Angebot eingeplant sind? Welche Lampen sollen über Wechsel-, Kreuz-, Serienschaltung funktionieren? Wo soll die Klingelanlage innen platziert werden?

Klar — auch damit werden wir fertig. Dennoch ist es schlicht zum wahnsinnig werden, an was man da alles denken muss…