Die richtig falsche Fliese

In meinem letzten Artikel hatte ich ja schon was zu der komischen Farbe der Wand-Fliese im Gäste-WC geschrieben. Gestern haben wir Fotos der zwei Versionen der Fliese verglichen.


Natürlich hinkt es, wenn ich ein Foto der Fliese aus dem natürlich gut ausgeleuchteten Ausstattungszentrum von LuxHaus in Dirmstein mit einem Foto der im Haus vergleiche, wo es im Haus nur das natürliche Licht von außen hat. Nichts desto trotz sieht man dabei sehr gut, dass die beiden Fliesen in ihrer Farbe wenig miteinander gemein haben:

Die 'gleiche' Fliese im Vergleich.
Die ‚gleiche‘ Fliese im Vergleich.

Links im Vergleich die Fliese, die wir in Dirmstein im November bemustert haben, rechts die, die aktuell im Haus im Gäste-WC verlegt wurde. Das passt in meinen Augen überhaupt nicht zusammen. Der Witz ist, dass, wenn ich nur die Verpackung und Namen/ Nummer der Fliese nehme, wir die richtige geliefert bekommen haben. Allein die Optik will nicht passen. Würde das Ding schön aussehen und ins Raumkonzept sowie zur Bodenfliese passen, wäre das ja kein Thema. Nur leider kann sie mich nicht überzeugen (meine bessere Hälfte dummerweise schon).

Gäste-WC mit der falschen Wandfliese.

Im Gäste-WC sieht die Fliese verlegt dann so aus wie auf den beiden Fotos hier. Heute haben wir die Bodenfliese dazugelegt — die passt für meinen Geschmack überhaupt nicht mehr zur Wandfliese. Und dabei hätte das mit der im November ausgewählten so toll ausgesehen.

Gäste-WC - Closeup

Wie ich nach meinem letzten Artikel von einer Leserin meines Blogs (schöne Grüße von hier aus und viel Spaß mit der GardenWatchCam!) erfahren habe, arbeitet unsere Innenarchitektin leider nicht mehr bei LuxHaus — an die hatte ich mich zunächst wegen der Fliese gewandt. (Frau T.: Falls Sie hier noch mitlesen, schöne Grüße auch an Sie — wäre toll, wenn Sie sich allein schon wegen der Fotos vom fertigen Zustand noch bei uns melden!)

Gestern Abend habe ich das Thema dann an unsere Projektleiterin und unseren Bauleiter gegeben mit der Bitte um Prüfung. Es muss sich doch rausfinden lassen, wieso die gelieferte Fliese so anders ist.

Weiter gehts mit dem Innenausbau

Die dem Trocknen des Estrichs geschuldete Pause ist endlich vorbei — im Haus geht es nun mit großen Schritten am Innenausbau weiter. In dieser Woche sind unter anderem die Wandfliesen und das Verspachteln der Wände an der Reihe.


Gestern Abend waren wir im Haus, um zu sehen, ob tatsächlich schon mit den weiteren Arbeiten begonnen wurde. Wir bekommen von LuxHaus ja immer nur Kalenderwochen genannt, in denen Teile des Innenausbaus stattfinden — ein genaues Startdatum erfährst du nur relativ kurzfristig, weil dann ja auch oft erst die genaue Einplanung bei den Subunternehmern feststeht, mit denen LuxHaus zusammenarbeitet. Also fährst auf Verdacht zur Baustelle. Wir wollen zudem auch jeden einzelnen Handwerker im Haus mal gesehen haben, was aber leider schon nicht ganz funktioniert hat — die Heizungsbauer und den Estrich-Mann haben wir verpasst. So bekommst du aber die Gelegenheit, offene Fragen zu beantworten und weißt auch, was da für Leute an deinem Haus mitgearbeitet haben. Total spannend. Bislang hatten wir da ja wirklich sehr viel Glück, weil alle Handwerker extrem gute und wirklich sehr nette Leute waren. Noch bei keinem haben wir gedacht, dass es gut ist, wenn der wieder verschwindet.

Seit gestern Morgen ist passend zur Fliesenlieferung auch der Fliesenleger im Haus, gestern Abend konnten wir so den Fliesenspiegel bzw. die Verlegeart im Badezimmer besprechen und haben zum Test mit unserem Fliesenleger ein paar Fliesen in verschiedenen Mustern im benachbarten Zimmer ausgelegt. Im Badezimmer verlegen wir die Fliesen nun im Drittelverband, das sieht bei der tollen Länge der Fliesen nicht zu symmetrisch, aber auch nicht zu unruhig aus.

Fliesenverlegungs-Test.
Fliesenverlegungs-Test.

Ein Problemchen haben wir allerdings wohl: der Estrich ist leider noch lange nicht so gut durchgetrocknet, wie er sein sollte. Der ist noch viel zu nass, als dass sich überhaupt schon jemand um die Bodenbeläge kümmern könnte. Und das, wo wir doch wirklich brav und sehr vorschriftsmäßig gelüftet haben. Unser Fliesenleger hat seinen Einsatz für die Bodenfliesen bereits um eine Woche von KW 26 auf KW 27 verschoben — Auswirkungen auf den weiteren Zeitplan hat das aber wohl nicht.

Seit heute und nach seinen gestrigen Vorarbeiten hat er schon einige Wandfliesen im Badezimmer gesetzt. Und das sieht einfach großartig aus — wir haben uns, vor nun über sieben Monaten, wirklich tolle Fliesen rausgesucht. Sieben Monate sind eine lange Zeit, noch mal gut, dass wir damals bei der Ausstattungsbemusterung auch von allen Fliesen Fotos gemacht haben (siehe Teil 3 sowie Teil 4 meines Berichts zur Ausstattungsbemusterung im November).

Diese sieben Monate haben trotz Fotos aber doch den Nachteil, dass du deine Wahl vor gefühlt sehr sehr langer Zeit getroffen hast. Die Wandfliesen im Gäste-WC haben wir gestern nicht mehr wiedererkannt — die sehen auf Fotos, die wir gestern von den Fliesen gemacht haben, irgendwie ganz anders aus. So habe ich heute Abend dann mit dem Bemusterungsprotokoll Namen und Artikelnummer verglichen. Die passen besser zusammen, als Foto/ Erinnerung und reale Fliese.
Ob das nun an der komplett fehlenden Ausleuchtung (im Gegensatz zum LuxHaus-Bemusterungszentrum in Dirmstein, wo es natürlich Licht gab), einer möglichen Nachproduktion mit leichten Farbveränderungen oder an schlechten Fotos/ schlechtem Erinnerungsvermögen liegt, wissen wir noch nicht. Ich versuche über unsere tolle Innenarchitektin von damals aber rauszufinden, was hier der Grund sein könnte.

Neben den Fliesen ist auch das Material für den Gipser sowie die ersten Malerarbeiten angekommen. Im Laufe des heutigen Tages ist da auch schon einiges passiert.

Materiallieferung - Farben für die Wand.
Materiallieferung - Farben für die Wand.

Am Sonntag hatten wir uns während des Lüftens den mittlerweile doch sehr gut sichtbaren Braunschleier ums Haus angeschaut, der durch die Regenfälle der letzten Wochen entstanden ist. Noch bekommt man mit klarem Wasser und einem Schrubber den Dreck vom Außenputz ab — wie lange das aber noch gut geht, steht in den Sternen. Großen Sinn macht das Reinigen im Moment nicht, auch gestern Abend braute sich dann mal wieder eine dieser im Moment so typischen Schlechtwetterfronten direkt über unserem Baugebiet zusammen, das dann aber doch nur vorüberzog. Heute hängt sie mal wieder direkt über uns.

Wolken und Schlecht-Wetter.

Immerhin hat es für ein paar tolle Fotos gereicht.

Schlechtwetterfront.

Bemusterung abgeschlossen

Wir haben es endlich geschafft und die Bemusterung final und komplett abgeschlossen — das unterschriebene Protokoll ist am Dienstag in die Post auf den Weg zu Luxhaus gegangen.


Am Ende hat es noch einmal ziemlich viele Nerven gekostet und Diskussionen erfordert. So ein Bemusterungsprotokoll darf man wirklich nicht unterschätzen (wir haben es getan). Schließlich wird im Protokoll, je nach dem, wie viele Gewerke man vom Bauträger ausführen lässt, ein Großteil der Inneneinrichtung festgelegt. Bei uns waren es 83 Seiten, die es zu prüfen, zu ändern, zu unterschreiben galt.

Tatsächlich hat sich noch mal einiges geändert im Vergleich zu dem, was ich in meinen beiden Artikeln zum Protokoll (Teil 1, Teil 2) der Bemusterung geschrieben hatte.

Am 18. Januar haben wir mit unserer Innenarchitektin Frau T. Abends telefoniert und sind das Protokoll sowie unsere Änderungen und Anmerkungen einzeln durchgegangen. Das hat sich als sehr hilfreich herausgestellt, weil sie so viel besser Fragen beantworten bzw. erklären konnte, warum manche Positionen nicht veränderbar sind oder welche Auswirkungen das hat.

Die für uns erstaunlichste Nachricht für uns war die, dass unser Haus, das auf der Luxhaus edition 21plus basiert, im letzten Jahr als Aktionshaus beworben und eigentlich mit einem Rabatt von 10% verkauft werden konnte. Davon hat uns unser Gebietsverkaufsleiter nie etwas gesagt, im Gegenteil bekamen wir ein schlechtes Gewissen, als er uns auf Nachfrage zu einem Rabatt einen Nachlass von 1% gewährte. Wahnsinn, was wir da noch hätten alles einsparen können.
Aufgefallen ist uns das erst, weil im Bemusterungsprotokoll ein paar Positionen merkwürdige Preise hatten, die in unserem Werkvertrag mit höheren Preisen notiert waren. Es war nicht ganz einfach, bis wir das gemeinsam mit unserer Innenarchitektin klären konnten.

Einige der Preise aus unserem Werkvertrag waren sowieso merkwürdig. Wir hatten verschiedene Elemente vorsehen lassen, wie beispielsweise einen Halogenspot und Auslässe für Außenwandlampen. Unser Gebietsverkaufsleiter hatte die Preise dafür alle auf unsere Anfrage hin recherchieren müssen, sie stellten sich im Nachhinein als Mondpreise heraus — vollkommen unrealistisch.

Ich muss zugeben — da haben wir uns kurz veräppelt gefühlt. Auch deswegen, weil wir offenbar bei der Überprüfung des Werkvertrages übersehen haben, dass eine mit unserem Gebietsverkaufsleiter abgesprochene Position fehlte, sie aber dennoch im Hauspreis berechnet war. Auf meine Bitte, den Entfall auch noch preislich zu berücksichtigen, hieß es, dass das leider nicht mehr möglich sei. Die vereinbarte Position sei nirgends zu finden — da half auch leider eine Kopie unserer Unterlagen nicht, weil jetzt nur noch der von Luxhaus ausgefertigte Werkvertrag zählt.
Aus der Erfahrung heraus kann ich also nur jedem empfehlen, grundsätzlich und immer jedes kleine Komma, jeden Einzelpreis nachzuprüfen und zu schauen, ob alle Absprachen auch tatsächlich berücksichtigt worden sind. Für uns geht es hier um 169 Euro, also kein wahnsinnig hoher Betrag, den wir verschmerzen können (selbst wenn jeder Euro zählt).

Ein paar Kleinigkeiten haben wir noch geändert, nach dem wir den korrigierten Hauspreis gesehen haben. Die eingeplanten Halogen-Spots haben wir zugunsten von LED-Strahlern gestrichen. Bei letzteren habe ich schon gelernt, dass das gar nicht so einfach ist, denn es gibt nicht nur die unterschiedlichsten LED-Birnen, sondern auch Diskussionen über die richtige Ausleuchtung und die dafür notwendigen Abstände zwischen den einzelnen Spots. Das werden wir uns wohl erst vor Ort mit dem Elektriker anschauen müssen.

Die zweifarbigen Fensterrahmen haben wir schlussendlich doch wieder in das Bemusterungsprotokoll aufgenommen. Je öfter wir an Häusern mit anthrazitfarbenen Fenstern vorbeikamen, desto klarer wurde uns, dass weiße Rahmen für uns dagegen wirklich höchstens nett sind.
Interessant an der Stelle: es ist ein Irrglaube, dass durchgehen anthrazitfarbene Fensterrahmen (also auch für die Innenseite) das doppelte von zweifarbigen Rahmen kosten — es ist eher das dreifache. Das liegt daran, dass Luxhaus mit dem Hersteller der Fenster einen Nachlass verhandelt hat, gerade weil die zweifarbigen Rahmen aktuell sehr gefragt sind. Schade, von innen hätten die Fenster in anthrazit auch toll ausgesehen.

Am Elektrogewerk haben wir noch ein paar kleinere Änderungen vorgenommen, weil mir hier und da noch Steckdosen oder anderes fehlten.

Wie geht’s jetzt weiter?

Zwar haben wir den im vorläufigen Bauzeitenplan avisierten Termin um gut zwei Wochen überzogen — nach Absprache mit unserer Innenarchitektin und der Terminkoordinatorin für unseren Bau Frau Grein ist das jedoch noch voll im vorgesehenen Puffer und damit ohne durch uns verschuldete Verschiebungen.

Als nächstes wollen wir bis Ende der kommenden Woche die Finanzierungsbestätigung durch unsere Bank an Luxhaus schicken lassen. Im Anschluss folgt dann hoffentlich bald das Vorort-Gespräch am Grundstück.

Streichmasse zur Ausstattungs-Bemusterung, Teil 2

So ganz sind wir mit dem Streichen verschiedener Positionen aus dem Protokoll unserer Ausstattungsbemusterung noch nicht durch. Und da wir während der Bemusterung noch ein paar Dinge aufbemustert haben, kommen auch die unter die Lupe.

Teil 1 verpasst? Dann geht’s hier lang zur ersten Hälfte.

Positionen im Kaufvertrag

Pollenfilter für unsere Heizungsanlage
Sicherlich ein sinnvolles Feature für Pollen-Allergiker wie mich, kostet zudem auch nur 295 € für unsere Tecalor THZ 303/403.

Starkstromanschluss im Bad
Haben wir, wie im Teil 4 zur Ausstattungsbemusterung beschrieben, rausgenommen.

Rauchmelder
Im unserem Standard-Haus sind drei normale Rauchmelder im Kaufpreis enthalten. Merkwürdigerweise hatten wir in den Werkvertrag ebenfalls drei Rauchmelder aufgenommen, weil wir damals nicht mehr wussten, dass Rauchmelder über die Bau- und Leistungsbeschreibung im Haus im Standard sind.

Die Regenwasserzisterne
Eine Regenwasserzisterne haben wir glücklicherweise bereits durch die Erschließung auf dem Grundstück stehen, siehe meinen Artikel zur konstruktiven Bemusterung. Das spart uns 3.200 €.

[breakout]

Grundstück-Ansicht
Vorne links verbirgt sich irgendwo die Regenwasserzisterne auf unserem Grundstück.

[/breakout]

Auch da gab es wohl ein Missverständnis zwischen unserem Verkäufer und uns — er hatte uns zu den drei Standard-Rauchmeldern mit dem Werkvertrag jeweils ein zusätzliches Funkmodul verkauft. Totaler Blödsinn, in meinen Augen — wozu brauche ich da ein Funkmodul? Und das, wo wir in jedes Zimmer CAT7-Dosen verlegen lassen, um uns nicht mehr rund um die Uhr vom WLAN befunken zu lassen.

Die Ergänzungen in der Ausstattungsbemusterung

Wand, laufende Meter
Wenn man wie wir viele Innenwände verschiebt, verkürzt, hinzufügt, entstehen dadurch natürlich Mehr- oder Minderkosten — je nach dem, ob man am Ende mehr Wand verbaut als im Standardhaus geplant oder nicht. Durch die Ankleide im Dachgeschoss, die größere Speisekammer und die Abstellkammer unterhalb der Treppe kamen da bei uns einige Änderungen zusammen.

Im Protokoll der Ausstattungsbemusterung wird jeder einzelne Meter an Änderung peinlichst genau vermerkt und mit den entsprechenden Mehr- oder Minderkosten versehen. Genauso peinlich genau muss man darauf achten, ob die Angaben auch stimmen. Bei uns standen im Protokoll 30 cm Wand zuviel vermerkt, was immerhin einen Mehrpreis von 47,84 € ausmacht.

Innentüren
Während der Ausstattungsbemusterung hatten wir für die Speisekammer eine Schiebetür, für den Eingang in den Wohn-/ Essbereich eine doppelflüglige Glastür vorgesehen. Zusammen hätten die uns einen guten Tausender gekostet. Auch die zwei Positionen haben wir entfernt — beide Türen lassen sich auch noch später nachrüsten. Zugegeben — beide Türen wären auch nicht besonders schön gewesen, da finden wir auf dem freien Markt sicherlich besseres.

Bei den Türen ist uns jedoch auch aufgefallen, dass hier ein peinlich genauer Blick gut tut: hier wurden uns im Protokoll zwei Innentüren aus dem Standardhaus nicht abgezogen, die wir überhaupt nicht benötigen. Eine weitere Tür wurde uns zuviel berechnet.

Das Elektrogewerk
Die komplette Elektro-Planung hat bei uns für einen gewaltigen Mehrpreis gesorgt — lässt man die Homeway außer Acht, schlagen unsere Änderungen mit einem Mehrpreis von knapp 3.500 € im Vergleich zum Standard nieder. Das ist ein Posten, mit dem ich in der Höhe nicht gerechnet hatte.

Apropos exaktes Nachprüfen
Man muss insgesamt das Protokoll sehr detailliert überprüfen, vor allem dann, wenn man wie wir bereits viele Punkte im Werkvertrag vorgesehen hatte. Wir haben eine Menge Punkte gefunden, die nicht korrekt abgezogen/ angerechnet oder berücksichtigt worden waren. Das ist jedoch kein Vorwurf an Luxhaus; das Protokoll hat unzählige Seiten, kleingedruckt, hunderte Positionen werden im Einzelnen aufgeführt. Da ist es eine Wahnsinnsaufgabe, wirklich an jedes einzelne Detail zu denken. Manche Dinge sind auch uns erst nach der x-ten Durchsicht des Protokolls als fehlerhaft aufgefallen — man verliert da irgendwann wirklich die Übersicht. Wie naiv war es da von mir zu glauben, dass wir das Protokoll innerhalb weniger Tage würden durcharbeiten können. Falsch gedacht, aber sowas von falsch!

Wie gehts jetzt weiter?

Der aktuelle Plan sieht vor, dass unsere Innenarchitektin Frau T. bis Mitte nächster Woche (also KW 3) unsere Änderungen durchgeht und einarbeitet. Am Mittwoch, 18.01. werden wir dann vermutlich telefonieren und die Änderungen besprechen, um nicht zu viel Zeit zu verlieren. Alle geänderten Seiten werden wir dann per Mail bekommen, so dass auch hier noch mal Zeit gespart werden kann.

Laut unserer Innenarchitektin bleiben wir damit noch im Puffer unseres Zeitplanes, obwohl wir den im Bauzeitenplan vorgesehenen Termin 13. Januar um mindestens eine Woche überziehen werden.

Streichmasse zur Ausstattungs-Bemusterung, Teil 1

In der vergangenen Woche haben wir das Protokoll unserer Ausstattungsbemusterung final durchgearbeitet und mit vielen Änderungen unterschrieben an Luxhaus zurückgesendet. Es galt ja, den Hauspreis um 14.000 € zu reduzieren.


Von verschiedenen Seiten wurde ich immer wieder gefragt, warum wir so einen großen Mehrpreis nach der Bemusterung hatten, was wir gestrichen haben und ob Luxhaus in der Bemusterung heftige Aufpreise verlangt. Die Fragen sind relativ einfach zu beantworten:

Wird Luxhaus bei der Bemusterung teuer?

Da wir mit keinem Fertighaus-Anbieter so weit gekommen sind, kann ich schlecht einschätzen, ob andere Anbieter hier andere Preise verlangen. Mein Bauchgefühl sagt, dass auch Luxhaus marktgerechte Preise verlangt für die Dinge, die die Bauherren noch aufbemustern oder ändern wollen. Sicher bekäme man vielen über das Internet irgendwo günstiger, man darf aber natürlich nicht vernachlässigen, dass jedes über Luxhaus gekaufte Element auch von Luxhaus eingebaut wird und für das Luxhaus die Garantie übernimmt. Alles, was ich im Internet kaufe, muss ich vermutlich selbst einbauen.

Gerade, weil unsere Bad-Bemusterung einen Großteil des Mehrpreises ausmacht, haben wir einige Bad-Elemente im Internet nach günstigeren Preisen durchsucht. Da gab es nur wenig Elemente mit Preisunterschieden, bei denen es sich ernsthaft gelohnt hätte, das aus dem Luxhaus-Vertrag rauszunehmen und über andere Wege zu bestellen und einbauen zu lassen.
An dieser Stelle muss ich vielleicht noch mal erwähnen, dass keiner von uns beiden begnadeter Handwerker ist. Vielleicht bekämen wir ein WC selbst angeschlossen — ganz ehrlich fühle ich mich aber sicherer, wenn das Menschen machen, die davon wirklich Ahnung haben.

Die Preise von Luxhaus, die wir im Protokoll der Ausstattungsbemusterung ja detailliert nachvollziehen konnten, machen auf mich nicht den Eindruck, überzogen zu sein. Wenn ich jetzt in der Rückschau Standard-Elemente von Luxhaus mit denen von zum Beispiel FingerHaus vergleiche, bietet Luxhaus da meines Erachtens nach da mehr an Möglichkeiten — das liegt unter Umständen aber auch daran, dass uns der Luxhaus-Standard in vielen Fällen einfach besser gefällt als der von FingerHaus oder auch WeberHaus.

Fazit also: Nein, ich denke, Luxhaus ist nicht teurer als andere Anbieter. Selbst kaufen und selbst montieren ist aber natürlich immer günstiger.

Wo kommt der Mehrpreis her?

Ich hatte ja schon mal an anderer Stelle geschrieben, dass wir nicht nur beim Bad, sondern bei der Ausstattungsbemusterung insgesamt ziemlich auf den Putz gehauen haben, um es mal freundlich auszudrücken. Das heißt, wir haben bei vielen Dingen aufbemustert und Sachen hinzugenommen, die nicht im Standard enthalten sind.

Im Kaufvertrag hatten wir bereits einiges an Zusatzelementen aufgenommen (was ich übrigens allgemein auch jedem nur empfehlen kann, damit wird das Bauvorhaben in den Kosten übersichtlicher):

Vorbereitung für Anschluss einer Photovoltaik-Anlage
Ein absolutes Muss, weil wir in naher Zukunft unsere Energie aus Photovoltaik-Kollektoren auf unserem Dach beziehen wollen. Dafür lassen wir von Luxhaus schon mal die Leitungen legen und bekommen die notwendige Erweiterung des Zählerschranks.

Zweite Außenfarbe
im Werkvertrag hatten wir uns 50 m2 Fläche für eine zweite Außenfarbe neben dem Standard-Weiß berechnen lassen. Ich glaube, das Thema habe ich hier großflächig verschwiegen ;) Wir haben ziemlich lange mit der zweiten Außenfarbe rumprobiert, mal hier Flächen in unsere Pläne eingezeichnet, mal dort einen Streifen vorgesehen. Mal war die Außenfarbe dunkelrot, mal dunkelgrau; schlussendlich haben wir auch diesen Posten rausgenommen, weil wir zunächst das Haus stehen haben wollen. Erst wenn wir uns tatsächlich vorstellen können, wo möglicherweise Farbe schön aussehen könnte, holen wir das möglicherweise noch nach. Schön, dass uns genau das andere schon vor Monaten prophezeit haben :).

In der Ausstattungsbemusterung hatten wir uns auch noch einen Farbanstrich für unsere Garage anbieten lassen. Wir hatten überlegt, die Garage an die zweite Außenfarbe des Hauses anzupassen und sie komplett zu streichen. Um Preise vergleichen zu können, haben wir uns auch von unserem Garagenanbieter Zapf (dazu mal an einer anderen Stelle mehr) diesen Posten anbieten lassen. Insgesamt wäre der Anstrich bei Luxhaus teurer gewesen, wir haben ihn aber auch hier komplett rausgenommen.

Haustürüberdachung
Hier hätten wir ein recht hübsches Modell von der BE Bauelemente GmbH namens CityLine 350 bekommen für etwa 2.221 €. Das war uns am Ende zu teuer. Statt dessen lassen wir uns für 250 € Verstärkungshölzer über der Eingangstür einbauen, damit wir selbst ein Vordach anbringen können. Die Verstärkungshölzer sind wichtig, damit ein schweres Vordach sicher montiert werden kann und vor allem hält.

Französische Balkone
Im Dachgeschoss bekommen alle vier Räume raumhohe Fenster, die sich komplett öffnen lassen. Damit wird natürlich eine Absicherung vor Abstürzen notwendig in Form von französischen Balkonen. Diese hatten wir uns auch bereits im Werkvertrag festhalten lassen.

Ignis Protect Kaminvorbereitung
Ignis Protect Kaminvorbereitung

Kamin-Vorrichtung Ignis Protect
Den Kamin haben wir vorgestern nachträglich rausgenommen, nachdem ich immer wieder gelesen habe, wie viel Wärme ein Kamin in einem hochgedämmten Haus erzeugt. Wir haben dann abgewägt zwischen der vom Kamin erzeugten romantischen Stimmung und der wahrscheinlichen Tatsache, dass wir anschließend alle Fenster aufreißen müssen, um nicht vor Hitze kaputt zu gehen.

14 Elektrische Rollläden sowie 7 Zeitschaltuhren
Hier hatten wir dummerweise missverstanden, dass Raffstoren preisgleich genommen werden können. Die hätten wir gern im Ess-/ Wohnzimmer eingesetzt, um besser auf die Lichtverhältnisse reagieren zu können. Leider kosten die Raffstoren einen nicht unerheblichen Aufpreis von gut 1.700 € für fünf Fenster.

Zweifarbige Fensterrahmen
Zu dem Thema habe ich auch schon mal geschrieben, und zwar ebenfalls im zweiten Teil zur Ausstattungsbemusterung. Diese Position haben wir im Protokoll zur Ausstattungsbemusterung zunächst rausgenommen, weil auch die zweite Farbe nicht eben kostenlos ist.

Innentreppe im WeberHaus Musterhaus
Innentreppe im WeberHaus Musterhaus

Innentreppe mit Stufen in Wenge lackiert
Einer der Posten, die wir in der Bemusterung komplett über den Haufen geworfen haben. Anfangs hatten wir uns die Innentreppe in etwa so vorgestellt wie im Musterhaus „generation 5.0“ von WeberHaus in Rheinau-Linx (siehe Bild). Zur Treppe hatte ich ja schon einiges im Artikel Unsere Ausstattungsbemusterung, Teil 2 geschrieben.

Homeway
Ist meines Erachtens vollkommen maßlos überteuerter Blödsinn. Die Homeway-Geschichte (wunderbar auseinandergenommen und erklärt bei den Bau-Kollegen nebenan im WeberHaus CityLife 500-Blog). Wir hatten beim Kaufvertrag das Grundsystem mit insgesamt sechs Dosen berücksichtigt – jede Dose hätte uns so 284 € gekostet. Zum Glück hat uns auch unsere Innenarchitektin davon abgeraten, denn mal ehrlich: wie oft stellt man Räume komplett um, so dass sich diese Investition lohnt?

Mehr zu all dem im zweiten Teil (folgt).

Das Schweigen im Walde, oder:
Die Ruhe während des Sturms

Der Dezember ist gemeinhin der Monat, in dem sich im Job eine Menge Aufgaben stapeln, denn das „Jahresendgeschäft“ ruft und die Planung fürs kommende Jahr will erledigt sein. Ein paar Weihnachtsfeiern und Weihnachtsmarktbesuche haben mich zudem davon abgehalten, hier den aktuellen Stand der Dinge niederzuschreiben.


In den letzten drei Wochen hat sich hier im Blog wenig getan — und das, obwohl wir Anfang Dezember pünktlich nach vorläufigem Bauzeitenplan das Protokoll der Ausstattungsbemusterung von Luxhaus zugeschickt bekommen haben. Das aber hat es in sich, und zwar insofern, als dass wir preislich bei der Auswahl während der Bemusterung ganz offensichtlich heftig zugeschlagen hatten. Das war uns gar nicht bewusst, weswegen das Protokoll (mit einem jetzt „plötzlichen“ Mehrpreis von etwa 14.000 €) uns auch zunächst die Sprache verschlagen hat. Taktisch schlau hatten wir uns nicht alle Wunschänderungen in das Protokoll aufnehmen lassen, sondern ein paar Preise nur als Information per Anschreiben bekommen. Hätten die auch noch alle im Protokoll gestanden… heidewitzka…

Nun galt es in den vergangenen Tagen also, die Schockstarre zu überwinden und das Bemusterungsprotokoll exakt durchzugehen. Nicht nur müssen die 14.000 € auf Null reduziert werden, es müssen auch alle Positionen überprüft werden, ob sie so stimmen und von uns gewollt sind und ob überall berücksichtigt wurde, dass ein paar Positionen bereits im Kaufvertrag enthalten und berechnet waren. Wir haben von all dem gefunden.

Wer schon einmal ein Bemusterungsprotokoll in der Hand hatte, weiß, wie umfangreich das ist. Jedes kleine Detail zum Haus ist dort vermerkt, bei Ausstattungsobjekten wie Badezimmerinventar auch noch mit Foto, damit beide Seiten auch tatsächlich vom selben sprechen. Da wir so schlau waren, uns während der Bemusterung so gut wie keine Notizen gemacht zu haben, hängt man also tagelang über dem gefühlten 500-seitigen Buch und grübelt über die einzelnen Positionen nach. „Hatten wir das wirklich so entschieden?“ — „Hatten wir nicht das andere da ausgewählt?“.
Mein Tipp für alle, die ihre Bemusterung vor sich haben: ausreichend viele Zettel auf einem Klemmblock mitnehmen, jedes Detail notieren und fotografieren — ohne Foto kann man sich nach Wochen nur schwer an Details erinnern. Zumindest Letzteres hatten wir gemacht.

In den vergangenen Tagen sind wir nun sehr gewissenhaft in vielen Stunden Arbeit durch jede einzelne Position gegangen und haben wild Dinge rausgestrichen, wie wir uns nicht zusätzlich leisten wollen. Dabei sind noch einmal auch ein paar Herzensangelegenheiten rausgefallen — wie die zweifarbigen Fensterrahmen, die wir unbedingt wollten (weil grau von außen so schön edel aussieht), oder die schöne doppelflügige Glastür, die wir als Abtrennung zwischen Wohnzimmer und Diele eingeplant hatten. Ich gebe zu, das war alles nicht einfach — weder in der Entscheidung, noch in der Diskussion untereinander. Das Gute ist — wir haben es durch den Wust geschafft und hadern heute nicht zu sehr mit den Dingen, die jetzt erstmal nicht kommen werden.

In der nächsten Woche werden wir das Protokoll mit den Änderungen unterschreiben und an Luxhaus zurückschicken.