Fehler im Haus

Man darf es erstaunlich finden, wenn bei einem so großen Projekt wie dem Hausaufbau nur winzige Fehler übrig bleiben. Blöd, wenn man den größten Fehler selbst gemacht hat.


Im Ablaufplan des weiteren Ausbaus bis zur Schlüsselübergabe sind zwei Termine vorgesehen für die Abnahme: eine „Vor-Abnahme“ sowie die finale. Bis dahin wollen wir aber nicht warten, wenn wir Punkte entdecken, die auszubessern sind. Also haben wir nach der Hausstellung (siehe dazu die Artikel-Teile eins, zwei und drei) das Haus begutachtet und einige Punkte an unseren Bauleiter weitergegeben. Einen Fehler müssen wir auf unser Konto verbuchen.

Die Dusche

Die Dusche — sie sollte eines unserer Highlights werden: ebenerdig, geräumig mit viel Platz, offen. Dazu hatte ich letztes Jahr schon mal was geschrieben: beim Bad hatten wir uns im Keitel-Musterhaus in Mannheim das ein oder andere abgeschaut. Dort findet sich ein T-Stück, an dem ein Waschbecken montiert ist. Dahinter folgen auf der einen Seite die sehr offene Dusche, auf der anderen Seite die Badewanne.

Badezimmer im Keitel-Musterhaus Mannheim
Badezimmer im Keitel-Musterhaus Mannheim

Wir wollten den Platz nicht ganz so ausufernd verschwenden; unsere Idee war, auf der Vorderseite des T-Stücks wie im Bild unten die Waschbecken anzubringen, auf der Rückseite rechts das WC, auf der im Bild nicht zu sehenden Seite die Dusche. In den Plänen war das T-Stück immer exakt mittig im Bad ausgerichtet.

T-Stück in unserem Bad
T-Stück in unserem Bad

Daran hat sich auch nichts geändert, allerdings kam in den Ausführungsplänen eine Vorsatzwand für die Wasserleitungen in die Dusche hinzu. Klar, klingt logisch, das brauchst du halt. Nicht bedacht haben wir dabei, dass die Vorsatzwand natürlich die Größe der Dusche ändert. Die Lösung wäre einfach gewesen: die Wand zwischen Dusche und WC hätten wir zugunsten der Dusche leicht verschieben müssen. Haben wir nicht. Weil wir daran nicht gedacht haben.

Damit muss man leben; im Grundriss sehen manche Dinge eben passend aus. Stehst du dann im gestellten Haus, stellst du eben schnell fest, wie gut deine Planungen gewesen sind. Oder eben auch nicht. In unserem Fall ist das nun kein Drama, damit werden wir leben können — müssen wir ja auch ;)

Fehler bei der Hausstellung

Ein paar kleinere Dinge sind uns bei unseren Besichtigungen im Haus aufgefallen, die nur zum Teil tatsächliche Mängel sind und behoben werden müssen.
Wie im Foto unten zu sehen hat sich hier an der Kante zwischen Wand und Dachabschluss ein Nagel verirrt, zudem liegt das Dach hier nicht ganz plan auf, so dass eine längliche und seitliche Lücke entstanden ist. Die wird laut unserem Bauleiter beim Ausbau verfüllt und verschlossen.

Verirrter Nagel und Lücke im Dachabschluss

An der Unterspannbahn sind uns von der Innenseite ein paar Risse aufgefallen. Die sind allerdings gar nicht dramatisch, vermutlich sind die entstanden, weil an ein paar Stellen die Ziegel beim Decken des Daches durchgereicht werden mussten. Der Richttrupp hat die Unterspannbahnen jeweils an diesen Stellen von außen verklebt, so dass es auch hier keine Probleme geben sollte.

Riss in der Unterspannbahn

Der größte Fehler von LuxHaus allerdings hat sich beim Ausmessen gezeigt: die Tür zur Speisekammer ist fast 10 cm breiter als vorgesehen ausgeführt worden. Spannend dabei ist, dass sie in den Ausführungsplänen noch richtig eingezeichnet war, in den Plänen für den Richttrupp dann größer geplant wurde. Warum auch immer. Diesen Fehler muss LuxHaus in jedem Fall beim Ausbau beheben, weil ansonsten die daneben geplanten Küchenschränke nicht mehr richtig passen. Unser Bauleiter hat zugesagt, dass das vom Trockenbauer korrigiert wird.

Wasser

Ein Punkt, der in den Artikel zur Hausstellung oft vorkam, war das Regenwasser im Haus. In den letzten Tagen bin ich oft gefragt worden, was denn nun damit passiert ist. Die Lösung gibt’s nach dem Bild.

Wasser im Haus, zum Glück getrocknet

Nach dem es letzten Samstag bei uns Temperaturen von über 30° hatte, ist das von den Regenschauern übrig gebliebene Wasser im Haus restlos getrocknet. Wir konnten nirgends mehr Rückstände entdecken, wenn man von den leichten Verfärbungen im Holz absieht, die das Wasser hinterlassen hat. Das sieht man im Bild oben ganz gut. Die Verfärbungen werden natürlich nie zu sehen sein, insofern ist das Thema Wasser für uns abgehakt — jetzt sollte nichts mehr davon ins Haus kommen, außer über die Wasserleitungen :)

Fazit unserer Hausstellung (Tage 3+4)

Am vierten Tag der Hausstellung beendete der Richttrupp seine Arbeiten in und an unserem Haus und ließ uns ab Mittags für ein paar Tage alleine mit unserem zukünftigen Heim. Spannend, weil wir endlich mal ungestört jede Ecke durchleuchten konnten.


Als neugierige Bauherren waren wir während der Tage unserer Hausstellung immer wieder im Haus unterwegs — das ist ja alles viel zu aufregend, um sich nicht die Veränderungen immer wieder anzuschauen und auch dem Richttrupp mal über die Schulter zu gucken. Natürlich steht man aber irgendwann dann doch nur im Weg rum und hält von der Arbeit ab, auch wenn uns die vier Jungs immer wieder versicherten, dass wir gar nicht stören. Die waren einfach viel zu freundlich :)
Umso schöner ist es dann, wird man plötzlich im Haus allein gelassen. Auf einmal hast du ausreichend Gelegenheit, jeden Winkel anzuschauen, Fehler zu suchen, Schönes zu entdecken und festzustellen, dass du hier und da in der Planung einen Fehler gemacht hast.

Wie schrieb ich an Tag 1 der Hausstellung schon so schön? Aber eins nach dem anderen.

Fertigstellung des Daches

Am Ende des dritten Tages erstrahlte endlich das Dach mit allen dazugehörenden Feinheiten in seiner vollen Schönheit. Am vierten Tag folgten schließlich noch alle Regenrinnen und Regelfallrohre, so dass wir zumindest on top of it jetzt komplett sind :)

Gedecktes Dach an Tag 3

Dach mit allem Pipapo an Tag 4
Dach mit allem Pipapo an Tag 4

Im Zeitraffervideo zu Tag 3 sieht man ab Mittags (im Video etwa ab Minute 7:00) sehr gut, wie dann die Ziegel aufs Dach kommen. Das passiert in einem Affenzahn, dass dir beim Zusehen schwindelig wird. Wir konnten das live leider nicht miterleben, weil zeitlich nicht absehbar war, wann mit den Ziegeln begonnen werden würde. Die Dachziegel lagerten bereits seit dem ersten Tag der Hausstellung im Dachgeschoss und warteten auf ihren Einsatz. Während des Deckens reicht einer der Arbeiter die Ziegel durch einen kleinen Schlitz in der Unterspannbahn zum Arbeiter auf dem Dach durch — im Video erscheinen die Ziegel einfach magisch aus dem Nichts ;)

Die Dachpfannen lagern im Haus.
Die Dachpfannen lagern im Haus.

Restarbeiten an den Außenwänden

Nachdem am zweiten Tag die außen noch offene Dämmung mit Holzfaserdämmplatten verdeckt worden war, kam nun noch Armierungsgewebe und der Armierungsputz über die Platten. So macht der Außenputz nun einen gleichmäßigen Eindruck und wartet auf das Finish — den Edelputz.

Versiegelung der Holzfaserdämmplatten

Und im Haus?

Im Haus wurde währenddessen auch weitergearbeitet. Für den Einbau des Dachfensters wurde zunächst eine entsprechende Holzkonstruktion für die Halterung zwischen die Dachsparren eingebaut. Das Fenster folgte dann später.

Dachfenster

Ebenfalls eingebaut wurde bereits die Halterungskonstruktion für die Luke zum Dachboden. Die hat der Richttrupp allerdings noch nicht eingebaut, das kommt erst im Laufe der weiteren Ausbauarbeiten im Haus. Macht ja jetzt, so ohne Abdichtung und Dämmung zum Dachboden hin auch gar keinen Sinn.

Luke zum Dachboden

Am Abend des dritten Tages haben wir dann ein sehr kleines Richtfestchen gefeiert, mit ein paar Freunden und Nachbarn. Den Termin dazu mussten wir sehr kurzfristig und spontan um einen Tag vorverlegen, weil am Donnerstag Abend der Richttrupp nicht mehr dabei gewesen wäre. Den wollten wir aber unbedingt einbeziehen und mitfeiern lassen. Führte natürlich leider zu einer Menge Absagen :(
Trotzdem haben wir in der kleinen Runde viel Spaß gehabt. Der Richttrupp hat extra für uns vorher möglichst viel Arbeitsmaterial weggeräumt und aus Rigipsplatten einen Tisch zusammengestellt. Später wurde sogar eine Lampe und eine kleine Heizung aufgestellt, damit es nicht zu kalt wird :)

Am Mittag von Tag 4 hat uns der Richttrupp dann Richtung Zuhause verlassen, natürlich erst nach einem letzten zünftigen Mahl mit uns. Vollkommen fasziniert von den Zeitraffervideos musste ich versprechen, den vier Jungs die auf CD zu brennen und zuzuschicken — was ich immer noch nicht geschafft habe, weil ich die Videos entsprechend ein bisschen verschönern und mit weiteren Fotos anreichern will. Die CD kommt aber!

Fazit nach Tag 3+4

Je weiter wir in der Hausstellung voranschritten, desto umspannender wurden die Arbeiten für uns als Zuschauer. Am ersten Tag passierte halt einfach auch wahnsinnig viel, das nimmt natürlich im Laufe der Zeit ab, da es sich um immer mehr Details handelt. Das merkt man ja sicher auch an der jeweiligen Länge der drei Artikel.
Der Fokus der Arbeiten verschiebt sich ab jetzt vollkommen auf den Innenausbau — seit heute startet der Sanitärausbau, ab Montag ist der Elektriker im Haus. Unser Haus nimmt immer mehr Formen an, und wir sind weiterhin stolz wie Bolle auf das, was wir uns da zusammengeplant haben. Jedes Mal, wenn wir im Haus sind, müssen wir uns zwingen, wieder zu gehen ;)

Eines fehlt hier natürlich noch: das Zeitraffervideo von Tag 3. Ganz neu, noch nirgendwo gezeigt oder verlinkt:

Direktlink zum Video bei YouToube.

Fazit unserer Hausstellung (Tag 2)

Nicht mehr ganz so spannend wie der erste Tag der Hausstellung war der zweite: die Wände standen ja schon alle, jetzt ging es um das Dach. In der Nacht hatte es leider noch einmal richtig schön ins Haus geregnet.


Das ist wohl ein seltsamer Beweis von Gerechtigkeit der Natur: Wenn an Tag 1 schon das EG unter Wasser stand, muss das DG zumindest auch noch Regen davon abbekommen. Also regnete es die ganze Nacht von Tag 1 zu Tag 2. Wo uns Mittags an Tag 1 schlecht war — nun gings uns hundeelend.
Auf der Baustelle begutachteten wir morgens um 7:00 die Reste der Nacht.

Wasser im DG

Immerhin hatte die Treppe durch die Abdeckung mit Plastikplanen wirklich keinen Tropfen Wasser abbekommen. Die Treppenstufen sind zwar auch noch mal einzeln verpackt, Wasser findet ja aber seinen Weg ;)

Die EG-Decke wird durch LuxHaus nicht nur liegend transportiert, sondern auch liegend auf das Haus aufgesetzt. Dafür hat LuxHausin den Deckenelementen Schlaufen eingearbeitet, die nach Setzen durch den Kran entfernt werden. Übrig bleiben dadurch Schlitze wie im Bild unten, durch die das Wasser schön in die Dämmung lief und von dort ohne Halt ins Erdgeschoss. Super.

Wasser rinnt durch die Schlaufenlöcher in die Dämmung
Wasser rinnt durch die Schlaufenlöcher in die Dämmung

Das war zwar kein Wasserfall wie anderswo, schön anzusehen war das aber dennoch nicht.

Wasser läuft durch die EG-Decke
Wasser läuft durch die EG-Decke

Das Dach

Am ersten Tag war aufgefallen, dass ein Sparren für das Dach nicht geliefert wurde und offenbar auch erst gar nicht im Werk produziert worden war. Wir bekamen das mit, als der Richtmeister plötzlich aufgeregt und hektisch auf dem Grundstück herumlief und telefonierte. „Die haben einen Sparren vergessen“, hieß es später. Das war am späten Nachmittag.
Am zweiten Tag der Hausstellung kurz vor Mittag wurde der Sparren durch LuxHaus per Transporter nachgeliefert. Ob dafür im Werk eine kleine Nachtschicht eingelegt worden war, haben wir nicht mehr herausfinden können. Natürlich ist es blöd, wenn ein Teil des Hauses vergessen wird; wenn das Teil aber hier wir bei uns zackig nachgeliefert wird, ist doch alles perfekt. Im Bauablauf selbst hat es nur zu Verzögerungen von vielleicht wenigen Minuten geführt, fiel also tatsächlich nicht ins Gewicht.

Ein weiterer Dachsparren wird zum Dach gehievt.
Ein weiterer Dachsparren wird zum Dach gehievt.

LuxHaus zimmert das Dach eines Hauses ja, im Gegensatz zu ich denke vielen anderen Fertighaus-Anbietern, erst auf der Baustelle und nach traditioneller Art und Weise. Bei FingerHaus und WeberHaus beispielsweise habe ich gesehen, dass das Dach (bis auf die Dachziegel) im Werk vorproduziert und ähnlich wie die Zwischendecken auf der Baustelle gestellt wird. Den LuxHaus-Weg sieht man ja, denke ich, ganz gut in unserem Zeitraffervideo (das von Tag 2 siehe unten). Beides wird seine Vorteile haben, und so als Laie glaube ich nicht, dass es da wirklich einen Nachteil gibt.

Die Richt-Jungs als Dachdecker.

Die Sparren werden ordentlich befestigt.
Die Sparren werden ordentlich befestigt.

Entsprechend länger dauert es natürlich auch, das Haus komplett dicht zu bekommen. Bis die Ziegel auf dem Dach waren, war Tag 3 weit vorangeschritten. Einer der Gründe, uns für LuxHaus zu entscheiden, war allerdings auch, dass das Dach noch nach Zimmermannsart gebaut wird. Auch wenn LuxHaus hier natürlich schon sehr viel im Werk vorbereitet — am Ende kommt es darauf an, wie gut dein Richttrupp arbeitet. Unser hat bis auf eine kleine Lücke zwischen Dach und Kniestock auch hier wieder sehr gute Arbeit abgeliefert (dazu in einem späteren Artikel mehr).

Dach in der Süd-West-Ecke

Der Dachunterstand in grau, den wir damals bei der Ausstattungsbemusterung ausgewählt hatten, wird als lange Holzlatten geliefert und auf der Baustelle passend zugesägt — alles perfekte Handarbeit. Den sieht man ja auch ganz gut im Bild oben. Das Loch, das auf dem Bild noch an allen Hausecken klafft, wird später noch mit Dämmung verfüllt.

Dachunterstand

Danach wird dann vom Richttrupp die Unterspannbahn über die Dachsparren gespannt und die Lattung verlegt. Das Dach war also endlich zu — pünktlich vor dem nächsten, dieses Mal richtig deftigen Regenschauer. Da hatten wir am Dienstag bei unserer Hausstellung wirklich Glück gehabt.

Dachunterspannbahn und Lattung

Nach der Lattung folgt dann logischerweise die Konterlattung:

Verlegen der Konterlattung

Was sonst noch am Haus geschah

An Nachmittag wurde damit begonnen, den Technik- bzw. Hauswirtschaftsraum mit Rigipsplatten zu beplanken und zu verspachteln. Am 3. Tag wurde der Raum dann auch schon gestrichen. Die Heizungsanlage steht ja bereits seit dem ersten Tag im Haus, und da sie schon vor den weiteren Ausbauarbeiten an ihren Platz gestellt und angeschlossen werden soll, war das notwendig.

Aufmerksamen Bild-Betrachtern wird sicher schon aufgefallen sein, dass die Dämmung der Zwischendecke sowie der Übergang von Dachgeschoss-Wänden zu den Giebeln am ersten Tag der Hausstellung nach außen noch offen war. Diese Übergänge wurden im Laufe des zweiten Tages teilweise mit Holzfaserdämmplatten verschlossen und für die Verspachtelung vorbereitet.

Holzfaserdämmplatten werden in den Zwischenbereichen angebracht.

Fazit nach Tag 2

Ein großer Teil des Nachmittags ging für die Arbeit leider verloren, weil es stundenlang geschüttet hat wie aus Eimern — unsere LuxHaus-Jungs mussten immer wieder die Arbeit abbrechen, weil einfach nichts mehr zu machen war. Da kamen Unmengen von Wasser aus den Wolken!
Wir können auch nach dem zweiten Tag nichts anderes sagen, als dass unser Richttrupp wirklich super Arbeit geleistet hat. Schon erstaunlich, wie lange dann doch benötigt wird, um ein Dach auf der Baustelle zu bauen und das Haus zu richten. Bei den einzelnen Arbeitsschritten sieht man gut, wie viel Material und Arbeit in so einem Dach steckt, die man am Ende gar nicht mehr wirklich wahrnimmt. Erst am dritten Tag war dann das Dach tatsächlich komplett fertig.

Und weil’s auch heute noch mal super passt, hier in der Wiederholschleife das Zeitraffervideo von Tag 2:

Direktlink zum Video bei YouToube.

Fazit unserer Hausstellung (Tag 1)

Wow. Das ist das Fazit der vergangenen Woche unserer Hausstellung. Es ist immer noch irgendwie merkwürdig, in diesem Haus herumzuspazieren, das ganz offenbar uns gehört. In unseren Köpfen angekommen ist das allerdings noch nicht so richtig.


Es ist ein bisschen so, als spaziere man in einem extrem realistisch gemachten 3D-Grundriss herum. Kein Wunder, schließlich war noch bis vor einer Woche nichts von einem Haus zu sehen. In den vier spannenden und aufregenden Aufbautagen gab es viele Höhen, und ein paar wenige Tiefpunkte wie das Wasser im Haus, von dem ich ja schon berichtet hatte. Insgesamt haben die vier Jungs vom Richttrupp eine Wahnsinns-Arbeit abgeliefert, über die wir einfach nur staunen können.

Allgemein macht das, was LuxHaus da an Vorplanung, Produktion und Ablaufplanung hinlegt, auf den Laien einen sehr professionellen Eindruck. Am ersten Tag standen wir staunend auf unserem Erdhügel hinter dem Haus und bewunderten das beinahe tänzerische An- und Abfahren von LKWs und die auf die Bodenplatte schwebenden Wand- und Deckenelemente. Einfach verrückt, wie beinahe leicht die Arbeiter die Elemente zusammenstecken konnten, weil in der Produktion entsprechende Aussparungen bereits vorgefertigt wurden.
Klar — das können andere Fertighaus-Firmen ebenso gut wie LuxHaus, das macht es aber nicht weniger verrückt (im positiven Sinne). Wenn ich mir in unserer Noch-Nachbarschaft anschaue, wie ein konventionell gebautes Steinhaus entsteht, dann macht das einen nicht halbwegs so gut eingespielten Eindruck wie bei unserem in 4 Tage stehenden Fertighaus.

Aber eins nach dem anderen.

Start — Montag, 4:15

Um 4:15 klingelte der Wecker
Um 4:15 klingelte der Wecker
Da wir natürlich nichts verpassen wollten, standen wir am Montag um 4:15 auf und kochten Kaffee für unseren Richttrupp. Um 6:00 waren wir zusammen mit dem Kranführer, dem Fahrer des ersten mit Wänden beladenen LKWs und dem Richttrupp auf der Baustelle, kurz zuvor hatten wir auf dem Weg einen zweiten, parkenden LuxHaus-LKW gesichtet.

Wichtigster Task: Aufbau und passende Justierung der GardenWatchCam. Gar nicht so leicht, wenn man a. nur abschüssiges Gelände hat und b. nur grob schätzen kann, wie hoch das Haus wohl wird. Man sieht es ja ganz gut in meinem Zeitraffer-Video von Tag 1 (siehe unten am Ende des Artikels) — der Dachgiebel ist nach Montage oben nicht mehr ganz im Bild zu sehen.

Nachdem jeder eine Tasse Kaffee getrunken hatte, ging es los. Bevor die Jungs auch nur eine Wand stellten, wurden Unmengen Materials auf die Bodenplatte geschafft — und zwar exakt an die Stellen, wo später keinerlei Wände stehen würden. Schon krass, wie gut allein das schon geplant war. Auf Nachbars unbebautem Grundstück wurden auch tatsächlich nur die Elemente geparkt, die erst im Laufe des ersten bzw. zweiten Tages benötigt wurden wie die Giebel, die Dachsparren und das Holz für die Konterlattung.

LuxHaus-LKW
LuxHaus-LKW
Die LKWs werden von LuxHaus so beladen, dass nachher am Bauplatz bei der Hausstellung möglichst passend ein Element nach dem nächsten entladen werden kann. In einem, wie auch immer das Ding heißt, Aufsatz direkt hinter dem Fahrerhaus werden Werkzeuge, Kleinteile, etc. für den Richttrupp gelagert, immer passend zu den Elementen sortiert nach EG/ DG/ Dach. Ist noch Platz auf dem LKW, werden noch andere Elemente dazugepackt, wie bei uns die Dachgiebel bei den Außen- und Innenwänden des Erdgeschosses.
Über den Tag verteilt sind drei LKWs mit dem Haus gekommen, einer für die Treppe, einer für die Heizungsanlage, einer mit den Dachziegeln und ein weiterer mit dem Dachfenster.

Chaos am Stelltag? Sieht nur so aus.
Chaos am Stelltag? Sieht nur so aus.
LKW, beladen mit unserer Treppe
LKW, beladen mit unserer Treppe

Es geht los — das Erdgeschoss

Bevor dann das erste Wandelement einfliegt, rühren die Jungs den Mörtel an, der dafür sorgt, dass die Außenwände später nicht nur möglichst schnell sicher stehen, sondern auch plan mit der Bodenplatte abschließen. Um 7:45 war es dann bei uns soweit, dass die erste Außenwand gestellt wurde.

LuxHaus-LKW mit dem Erdgeschoss
LuxHaus-LKW mit dem Erdgeschoss

Fliegende Außenwand, die erste

Und dann geht das rapp-zapp weiter — eine gute Stunde später standen alle Außenwände sowie bereits eine Innenwand. An der Stelle haben wir den ersten Schreck bekommen, weil alles von unserem erhöhten Beobachtungsplatz so unglaublich klein aussah. Im Kopf haben wir erneut Berechnungen angestellt, ob das denn nachher alles passen wird. Totaler Quatsch, wie sich schon am Abend zeigen sollte: steht man erstmal im Haus, ist alles plötzlich ganz groß :)

Alle Außenwände des EGs sind gestellt
Alle Außenwände des EGs sind gestellt

Auf dem nächsten Bild sieht man ganz gut, dass nach Stellung der Wände der Richtmeister zunächst prüft, ob die Außenmaße des Hauses wie bestellt stimmen.

Prüfung der Abmessung

Überhaupt wird jede Wand nach der Stellung vermaßt und geprüft — mit Messband und Wasserwaage. Da arbeitet LuxHaus schon sehr genau. Wenn man sich anschaut, mit wie vielen Schrauben die Wände an die Bodenplatte und untereinander verschraubt werden, das ist der absolute Wahnsinn. Passt eine Wand nicht richtig auf die bereits im Werk vorgefrästen Stellen, wird die Wand mit einem Ding ähnlich einer Brechstange und einem Gummihammer an die richtige Stelle „geschoben“. Das sieht teilweise schon ziemlich brutal aus und hat uns beim Zusehen erstmal ein sehr komisches Gefühl gegeben. An den Wänden sieht man nachher davon aber nichts, die sind schon ohne die Rigipsplatten so stabil, dass da überhaupt nichts passiert.

Um 11:30 war dann unser Erdgeschoss komplett fertig — keine vier Stunden nach Stellung der ersten Wand. Und es sah nach einem ziemlichen Wand-Labyrinth aus, das wir uns zusammengeplant hatten. Das sorgte für den zweiten Schreck. Auch totaler Quatsch — steht man erstmal im Haus, ist dann alles ganz logisch, da darf man sich nicht ins Boxhorn jagen lassen :)

Regendrama und das Dachgeschoss

Und da war der große Regenschauer am ersten Tag schon vorbei, viel Wasser ist dabei ins Erdgeschoss gekommen. Trotz aller gedanklichen Vorbereitung darauf (siehe dazu in meinem Artikel „Abnahme der Bodenplatte„), das Wetter war ja auch schon die Tage davor mehr als schlecht — da rutscht dir nicht nur das Herz in die Hose. Uns war richtig schlecht, und das sollte in der Nacht zum zweiten Tag unserer Hausstellung ja nicht besser werden. An der Stelle hilft dann auch die Gelassenheit des Richttrupps nicht weiter, der dir Horrorgeschichten davon erzählt, wie Bauherren nach Hausstellung zwei Tage vor Weihnachten 12 cm Schnee aus ihrem Haus schippen mussten und dass die paar Tropfen Wasser bei dir im Vergleich dazu gar nichts sind.
Klar, sowas passiert natürlich und mit sowas muss auch ein Fertighaus-Hersteller umgehen können. Als Bau-Laie findest du das aber trotzdem nicht besonders spaßig.

Zum Mittagessen sind wir sozusagen geflohen, um uns das Regendrama nicht angucken zu müssen. Bei unserer Rückkehr war dann glücklicherweise schon die EG-Decke geschlossen.

Die EG-Decke ist geschlossen

Auch die Stellung der Wände im DG ging ziemlich flott — um 15:45 konnten wir schon alle Räume auch im DG begehen. War ein extrem tolles Gefühl, wir müssen wohl wie die Honigkuchenpferde gegrinst haben.

Leerer LuxHaus-LKW verlässt die Baustelle
Leerer LuxHaus-LKW verlässt die Baustelle

Nach Fertigstellung der DG-Wände folgen dann die beiden Dachgiebel, die mit zwei ziemlich starken, auf den DG-Wänden liegenden Holzbalken verbunden und verschraubt werden. Auf die Giebel folgen dann die Dachsparren — und damit im Prinzip das Ende des ersten Tages der Hausstellung.

Einer der Dachgiebel wird gesetzt

Die Dachgiebel sind fertig gesetzt.
Die Dachgiebel sind fertig gesetzt.

Leider hat es dann, wie hier schon berichtet, zeitlich nicht mehr gereicht, das Haus von oben zumindest abzudecken. Die eingepackte, schon ins Haus eingebaute Treppe wurde aber zumindest mit einer über die Dachsparren gespannten Plastikplane vor allzu viel Wasser geschützt. Sie ist über Nacht immerhin trocken geblieben, der Rest des Hauses leider nicht.

Auf dem Foto unten sieht man ganz gut, dass die vormals schwarze Bodenplatten-Abdichtung nicht nur leicht unter Wasser steht, sondern auch die Wände etwas Wasser aufgesogen haben. So sind auch das Essen und die Getränke komplett nass geworden, die wir für die Arbeiter mitgebracht hatten.

Speisekammer, leicht unter Wasser

Fazit nach Tag 1

Ich hoffe, diesen Satz liest nun überhaupt noch jemand, der Artikel ist schon recht lang geworden. :)
Mir ist es ein Anliegen, mit meinem laienhaften Verständnis dessen, was LuxHaus im Werk bei der Produktion und bei der Hausstellung an Arbeit leistet, möglichst genau zu beschreiben.

Die Qualität des ausgewählten Fertighaus-Anbieters wird ja eigentlich erst an diesem Punkt offensichtlich. Für uns kann ich sagen, dass wir bislang nach der Hausstellung sehr zufrieden mit unserem Richttrupp sowie der Arbeit von LuxHaus sind. Hier wird wahnsinnig viel Wert auf Passgenauigkeit und hochwertige Verarbeitung gelegt, was man dann auch als Laie klar sieht (hierzu folgt noch ein Artikel). Zwar gibt es auch ein paar kleine Mängel im Haus, die wir in den letzten Tagen entdeckt haben (auch dazu schreibe ich noch mal was), aber das ist im Großen und Ganzen sehr übersichtlich und „normal“ dafür, dass am Ende schon ein komplettes Haus steht.

Und weil’s so schön ist, hier das Zeitraffervideo von Tag 1 in der Wiederholung (falls es jemand noch nicht gesehen haben sollte):

Direktlink zum Video bei YouToube.

Richttrupp hat seine Arbeit erledigt

Die Stelltage 2 und 3 sind vorbei, unser Richttrupp hat heute Mittag die Baustelle nach getaner Arbeit verlassen. Unser Haus nimmt langsam Formen an, zumindest von außen fehlt macht es langsam einen bewohnbaren Eindruck.


Am gestrigen Mittwoch, dem dritten Stelltag, hat der Richttrupp unser Dach endlich decken können. Jetzt kann an Regen kommen, was will — innen wird es nicht mehr nass werden. Wir sind mächtig stolz auf das, was die vier Jungs an knapp 3 1/2 Tagen realisiert haben, und auf das, was wir in vielen Diskussionen, Auswahlprozessen und schlaflosen Nächten als „unser Haus“ ausgewählt haben. Zwar steht bislang nur die „Hülle“, aber die macht schon viel Spaß :)

Die vier sind ein toller Trupp! Schade, dass ihr Teil der Arbeit bei uns nun erledigt ist und sie heute Mittag für ein paar wohlverdiente freie Tage nach Hause gefahren sind.

Einen ausführlichen Bericht zu den vier Stelltagen wird es noch im Blog geben.

Zeitraffervideo vom Dienstag (Stelltag 2)

Da Vimeo mit leider nur noch wenig Upload-Kapazität in diesem Monat anbietet, habe ich das Video vom 2. Tag auf YouTube hochgeladen.


Direktlink zum Zeitrafferfilm auf YouTube

Aufbautag Nummer 2

Am gestrigen Aufbautag 2 hat unser Haus, und damit auch wir, richtig Glück gehabt — kurz vor dem großen Regenschauer war das Haus endlich mit Folie abgedeckt. Wir sind damit endlich um eine Sorge leichter.


Gebangt haben wir noch genug vorgestern Abend und teilweise vorletzte Nacht, nachdem es gar nicht mehr zu regnen aufhören wollte. Zum Glück blieb es gestern Vormittag und Mittag endlich regenfrei — trotz vieler dicker Wolken. Tatsächlich sind nach Aufbringen der Folie auf die Dachsparren keine 5 Minuten vergangen, bis der erste dicke Regenschauer einsetzte.

Gestern Nachmittag setzte dann ein Regen-Unwetter ein, durch welches wir mussten auf dem Weg zurück zu unserem Haus. Wir kamen mit vielen Bauchschmerzen an, aus Angst, dass trotz Folie alles unter Wasser steht. Zum Glück ist nicht viel passiert…

Da wir auch gestern fast genauso k.o. waren wie vorgestern, stelle ich nur ein paar Fotos vom Tage und den Änderungen am Haus online. Immerhin habe ich es noch geschafft, das Zeitraffervideo vom ersten Aufbautag fertig zu stellen und auf Vimeo.com online zu bringen — allerdings hat der Upload ewig gedauert, daher veröffentliche ich das alles erst heute Morgen. Das Video gibt’s nach dem Fotoblock.

Fotos vom Aufbautag 2

Zeitrafferfilm vom Montag


Direktlink zum Zeitrafferfilm auf Vimeo bei Vimeo.com