Warten auf LuxHaus und den Abschluss

Es ist mal wieder Zeit zu Warten — Warten auf eine Reaktion von LuxHaus. Seit dem letzten Kontakt sind mittlerweile über zweieinhalb Wochen ins Land gegangen, ohne dass es die wie üblich zugesagte Reaktion bis Tag X gegeben hätte. Heute bekommt der Geschäftsführer von uns eine Mail.


Mit Ruhm bekleckern geht irgendwie anders. Ziemlich unerwartet und mehr oder weniger aus heiterem Himmel riefen mich am Mittwoch, 6. Februar um 17:00 der Bauleiter-Chef von LuxHaus sowie unser Bauleiter an, während ich noch auf der Arbeit saß. Sie wollten über den Restbetrag verhandeln, den wir noch an LuxHaus zu zahlen haben. Ganze vier Minuten hat das Gespräch gedauert und mich schnurstracks in den Himmel der Wütenden befördert. Seither hatte ich Zeit, meine Verärgerung über die Chuzpe loszulassen, die Dinge zu unseren Ungunsten zu verdrehen.

Bei der kürzlich erfolgten finalen Hausabnahme hatten wir neben der Diskussion über die offenen Mängel auch über den durch uns einzubehaltenden Betrag der letzten Rate gesprochen. Unsere Vorstellung bei der Vielzahl der Mängel und Punkte, die LuxHaus nicht beheben kann, lag bei einem sicherlich nicht niedrigen, aber von uns auf Basis der vielen Punkte berechneten Betrag. Das war eine Menge Kohle, aber wir pflegen seit der ersten Übergabe im Juli letzten Jahres ein Excel-Dokument mit sagenhaften 109 offenen Arbeiten und Mängeln, von denen unser Bauleiter direkt viele als „nicht behebbar“ gekennzeichnet hat. Für die nicht am Schluss offenen Mängel sollten wir unsere preisliche Vorstellung für einen Nachlass nennen. 33 dieser Mängel sind am Ende übrig geblieben, deren Behebung zu aufwändig oder unmöglich ist. 33!

Macken in einer Außenfensterbank.
Macken in einer Außenfensterbank.

Nun ist die emotionale Empfindung darüber, was genau ein Mangel ist, in gewisser Weise Ansichtssache. Als Hausbesitzer bist du natürlich mit kleineren Fehlern schneller unzufrieden als ein Haushersteller, der 300-400 Häuser pro Jahr baut. Bei uns sind aber zum Beispiel einige Fensterbänke derb zerkratzt (siehe Beispiel im Foto oben, davon haben wir nicht nur diese eine Fensterbank); da die fest mit der Außenwand verbunden sind, macht es wenig Sinn, die austauschen zu lassen. Die vielen anderen Mängel wie das Unikat unseres Duschablaufs oder die schief verlegten Fliesen sind ebenfalls nicht oder nur mit riesigem Aufwand durch LuxHaus behebbar.

Im Telefonat legte mir der Bauleiter-Chef von LuxHaus nahe, dass das doch -wenn überhaupt- alles kleine Schönheitsfehler seien. Wir haben in den letzten Monaten ja einige schiefe Argumente gehört, aber das war wirklich das Beste von allen. Schönheitsfehler. Sorry, die Mängel bei uns sind ganz sicher keine Schönheitsfehler. Da ich aber auf der Arbeit war, und man auf der Arbeit für gewöhnlich arbeitet, habe ich nicht lange mit den beiden Herren diskutiert, eine Einigung wäre an der Stelle nicht möglich gewesen. Deren Angebot war ein knappes Drittel unseres ersten Einbehaltvorschlags, unser Gegenangebot gute zwei Drittel des urpsprünglichen Wunsches.

Das Neuste bei uns: Abplatzende Leiste an einer Wandecke.
Das Neuste bei uns: Abplatzende Leiste an einer Wandecke.

Das Thema sollte damals an den Geschäftsführer von LuxHaus weitergegeben werden, mit dem wir ja schon einmal Kontakt hatten. Man würde sich in der Woche darauf noch einmal melden. Passiert ist, man ahnt es schon, nichts.

Heute bekommt der Geschäftsführer von uns eine E-Mail. Nach all dem Trara mit unserem Bauleiter, dem ständigen Hinterherlaufen zu Terminen und Arbeite(r)n (was wir ja eigentlich als Teil des LuxHaus-Paketes bezahlt haben), den gebrochenen Versprechen und dem vielen unnötig genommenen Urlaub, weil dann doch niemand kam, steht mir der Ärger mit LuxHaus nun wirklich Oberkante Unterlippe. Es wird Zeit, dass die Firma sich mal bewegt — und zwar auf den Kunden zu.

Hausabnahme und letzte Arbeiten

Kaum zu glauben: vergangenen Donnerstag ist der letzte Handwerker mit den letzten offenen Arbeiten aus unserem Haus gegangen. Damit ist die finale und endgültige Hausabnahme endlich erfolgt.


Auf den Tag genau ein halbes Jahr nach Einzug hat der Sanitär-Handwerker am vergangenen Donnerstag sowohl die Entkalkungsanlage versetzt als auch eine Silikon-Fuge am Waschbecken ausgebessert. Kurz vor Abfahrt hat er uns endlich auch erklärt, wie wir die Fußbodenheizung zu warten haben.

Doch wie üblich der Reihe nach.

Im letzten Artikel zum Stand der Dinge hatte ich aufgearbeitet, welche Punkte im Laufe der letzten Monate abgearbeitet worden waren. Vier Punkte blieben hier noch offen, die am Montag (21.01.2013) erledigt werden sollten. Jaja, gelernt ist gelernt, wir haben mit Zusagen von LuxHaus der Art ja einige Erfahrungen gemacht. Auf meine Frage, ob denn an jenem Montag wirklich alle Handwerker erscheinen würden, bekamen wir von LuxHaus die Zusage, dass alles gemacht werde.

Nun gut. Meine bessere Hälfte nahm sich einen Tag Urlaub für die Arbeiten sowie die zudem mit unserem Bauleiter anstehende finale Hausabnahme.

Ausbesserungen

Die zwei letzten Ausbesserungsversuche der vermackten Wände in der Küche waren ja gescheitert bzw. hatten sich als fehlerhaft herausgestellt, so dass die Maler hier noch einmal nachbessern mussten. Nun wurden die beiden Wände also zum wahrscheinlich vierten oder fünften Mal komplett gestrichen. Man merkt mittlerweile einen Höhenunterschied zwischen den normal-weißen Streifen und der ocker-farbenen Fläche — fast wie ein Hügel :). Die Maler haben dieses Mal so ordentlich gearbeitet, dass jetzt weder Macken noch Farbunterschiede zu sehen sind.

Auch der Sockelputz wurde ausgebessert — wir können also endlich nach vielen Monaten den Kies als Spritzschutz ums Haus einlegen lassen. Parallel dazu haben die Handwerker auch die vom Versetzen des Regenfallrohres noch übrig gebliebenen Befestigungsschellen abmontiert und die Hausfassade ausgebessert. Klar, du siehst nach all der Zeit natürlich bei genauem Hingucken, dass da was ausgebessert wurde — ist uns aber egal, da das Haus von vorn endlich gut aussieht.

Hausfassade ohne Schellen-Halterungen.
Hausfassade ohne Schellen-Halterungen.

Offen blieben am Montag die Sanitärarbeiten — es wäre ja auch wirklich ein Wunder gewesen, hätte dieses Mal alles geklappt. Der Sanitärmensch kam dann, wie bereits erwähnt, für die letzten Arbeiten am Donnerstag. Die Entkalkungsanlage, die bisher mehr oder weniger mitten im Hauswirtschaftsraum stand, steht nun etwas kompakter in der Ecke, so dass wir nun Platz und Bewegungsfreiraum haben. Sehr schön.

Hausabnahme

Ein paar Mängel haben wir unbearbeitet gelassen, einfach, weil es entweder nicht ging oder wir kein Interesse daran hatten. Dazu habe ich an anderer Stelle ja schon geschrieben, dazu gehören zum Beispiel auch die vielen Schrammen in unseren Außen-Fensterbänken oder auch die hübsch-dekorative Duschrinne.

Vom Fliesenleger schief gesetzte Duschrinne.
Vom Fliesenleger schief gesetzte Duschrinne.
Zu Wänden und Laminat schief verlegte Fliesen.
Zu Wänden und Laminat schief verlegte Fliesen.

Im Gäste-WC haben wir in Richtung Außenwand noch einen tollen Effekt: der Boden sackt auf einer Seite am WC leicht ab, so dass dort eine kleine Kuhle entstanden ist. Die ist natürlich auch nicht mehr ausbesserbar.

Absackender Boden im Gäste-WC.
Absackender Boden im Gäste-WC.

Bei der Hausabnahme wurden dann noch einmal alle Mängel final besprochen und die einzubehaltende Summe von uns diskutiert, die wir von der letzten Hausrate abziehen. Da bleiben ein paar hübsche Euro übrig, die wir zur Kreditabzahlung und für den Garten verwenden werden.

Heute haben wir das Protokoll zur Hausabnahme, eine letzte Version unserer Mängelliste sowie die Anweisung zur Begleichung der letzten Rate für unsere Bank abgeschickt. Damit ist das Kapitel Hausbau so gut wie abgeschlossen.

Die Mängel: Was vom Tage übrig blieb

Gestern war der Tag, an dem laut Ankündigung auch von höchster LuxHaus-Stelle endlich alle Restarbeiten erledigt sowie die Mängel beseitigt werden sollten. Mein Fazit bleibt leider sehr schwammig durchwachsen.


So recht weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Der Tag fing gut an, da die Malerfirma bereits um 7:45 vor dem Haus stand und zügig mit den Arbeiten beginnen wollte, die für sie vermerkt waren. Darunter befand sich unser größter Schmerzpunkt — die Innentreppe. Die hatte ja ein paar Lack-Schäden beim Auspacken bekommen, zudem waren die Verbindungspunkte zwischen Treppe und Wand seither offen gewesen. Da sah nicht nur total blöd aus, es sammelte sich dort natürlich auch immer schön der Dreck.

So sah die Treppe bis vorgestern aus:

Vorher: Treppe ohne Silikonfuge.
Vorher: Treppe ohne Silikonfuge.
Vorher: Lackschäden an den Treppenwangen.
Vorher: Lackschäden an den Treppenwangen.

Seit gestern erstrahlt die Treppe nicht nur durch das Nachlackieren und Anbringen von Silikonfugen in neuem Glanz, sondern auch weil die Farbe an den Holz-Trittstufen entfernt wurde, die bei irgendeinem Streichen an die Holzstufen kam.

Nachher: Silikonfugen und vollständige Lackierung.
Nachher: Silikonfugen und vollständige Lackierung.

Und auch von unten sieht die Treppe nun so aus, wie wir uns das vorgestellt haben — ohne Macken und Kratzer:

Nachher: Treppe von unten.
Nachher: Treppe von unten.

Daneben haben die Maler auch noch ein paar andere Farbfehler an unseren Wänden korrigiert, sind aber leider beim Ausbessern unserer Farbwände in der Küche nicht erfolgreich gewesen. Durch das Ausbessern sind nun zwar die Kratzer und Dreck-Flecken weg, dafür sieht man die Farbunterschiede aber sehr deutlich. Klar, drei Monate nach dem ersten Streichen konnte das auch nur ein Versuch sein. Die müssen also wohl oder übel noch einmal wiederkommen und die Farbwände komplett nachstreichen.

Parallel dazu haben unsere Innentüren nun auch endlich jeweils eine Silikonfuge um die Rahmen bekommen.

Sanitär

Seit dem Einzug fehlten uns im Bad diverse bestellte Accessoires, die wohl irgendwie vergessen wurden. Bei einem großen Doppel-Waschbecken ist ein Handtuchhalter auf nur einer Seite auf Dauer ganz schön nervig. Jetzt haben wir auf jeder Seite einen, sehr schön. Auch in unserer Dusche hat noch eine Ablage gefehlt, die nun auch an ihrem Platz angekommen ist.

Erklärt hat uns der Sanitär-Installateur gestern auch, wie die Fußbodenheizung einzustellen und zu warten ist und was mit unserer Entkalkungsanlage zu tun ist.
Leider war er über die auszubessernden Punkte im Vorfeld wohl nicht informiert, so dass er vom Versetzen unserer Entkalkungsanlage nichts wusste. Die steht im Moment ziemlich blöd mitten im Hauswirtschaftsraum im Weg. Zum Versetzen benötigt er längere Leitungsrohre, die er erst bestellen muss. Auch ihn sehen wir damit wieder.

Ein paar Firmen tauchten erst gar nicht auf

Der Laminat-Lieferant hatte den gestrigen Termin verschwitzt und wird nun wohl in der nächsten Woche zu uns kommen. Zwischen den einzelnen Laminat-Platten haben wir teilweise recht große Lücken, die er sich anschauen muss. Gleichzeitig gibt es zwischen einigen Platten einen Versatz, den wir beim Darüberlaufen gut spüren können. Auch mit einigen Metallschienen bei Übergängen sind wir nicht glücklich.

Die Innentüren hätten gestern ebenfalls teilweise ausgetauscht oder ausgebessert werden sollen, die Firma ist aber kommentarlos nicht aufgetaucht.

Angekündigt war auch, dass diese ärgerliche Sache mit dem Regenfallrohr gestern angegangen werden sollte — auch hier ist die Flaschner-Firma nicht aufgetaucht.

Der Lieferant der Fenster hätte ebenfalls kommen sollen, war nicht da, weil ihm scheinbar bestellte Ersatzfenster für uns noch fehlen.

Schlussendlich bleibt dann noch die Firma für den Außenputz. Am Sockel fehlt an einigen Stellen Farbe, zudem muss die Firma die Löcher ausbessern, die durch das Versetzen des Regenfallrohres nicht offen bleiben dürfen.

Durchwachsen

Was ich davon halten soll, weiß ich noch nicht ganz. Klar — wir sind heilfroh über die erledigten Punkte. Es sind aber immer noch zu viele offen, zu viele Firmen müssen noch anrücken. Mein gestriger Urlaubstag, extra dafür genommen, hat sich somit nicht ganz ausgezahlt. Das ist in der Nachbetrachtung sehr ärgerlich.

LuxHaus hat meiner Ansicht nach ein gewaltiges Problem mit der Zuverlässigkeit der zuliefernden Firmen und Subunternehmer. Seit meinen beiden Wut-Artikeln (wie hier und hier) habe ich einige Mails von LuxHaus-Kunden bekommen, die ähnliche Erfahrungen wie wir gemacht haben oder machen. Die Bauleiter sind zudem ganz offensichtlich so überlastet, dass sie sich nicht mehr richtig um die Kunden und ihre Bauvorhaben kümmern können. Das führt zu Frust, offenen Punkten, langen Wartezeiten auf Abarbeitung und Finalisierung des Projektes.

Mich persönlich freut es natürlich, dass LuxHaus viele Kunden und viele Bestellungen bekommt. Offenbar verliert man sich dadurch aber immer mehr im Chaos — was ich teilweise an Erfahrungsberichten zu lesen bekomme lässt mir die Haare zu Berge stehen! Bei anderen Baufirmen hört man ja ähnliches, das macht es aber überhaupt nicht besser…

Meine Meinung ist natürlich sehr subjektiv, möglicherweise liege ich mit meinen Schlüssen total falsch.

LuxHaus, oder: Das Schweigen im Walde

Über zehn Wochen wohnen wir nun in unserem Haus und warten darauf, dass LuxHaus endlich die letzten offenen Punkte und Mängel beseitigt. Wir würden gern das Kapitel Hausbau abschließen — doch das ist und war bisher einfach nicht möglich.


Es ist wirklich zum Davonlaufen und eine absolute Prüfung unserer Geduld: Am heutigem Donnerstag ist es drei Wochen her, dass wir den Abnahmetermin für unser Haus hatten. In diesen drei Wochen hat es ein Telefonat mit den Malern gegeben, und ein weiteres mit unserem Bauleiter. Ohne auch nur irgendein Ergebnis.

Von Versprechungen

Als wir unseren Bauleiter kennenlernten, war eine der ersten Zusagen, die er ohne Zutun unsererseits machte: in den Tagen zwischen Vorabnahme und finaler Abnahme würden alle offenen Punkte abgearbeitet und erledigt. Fairerweise muss ich festhalten, dass in der Bauphase bis kurz vor unseren Einzug die von uns bemängelten Punkte bis auf wenige Ausnahmen schnell abgearbeitet wurden.

In der Einzugsphase hatten wir uns unter anderem auch wegen der Mängelabarbeitung drei Wochen Urlaub genommen, damit LuxHaus ausreichend Zeit hat, sich um alles zu kümmern. Sollte laut Bauleiter ausreichen. Angekündigt hatte er uns neben einigen Handwerkern auch den LuxHaus-Kundendienst an einem Freitag Anfang August, der ein paar Punkte abarbeiten sollte. Der Kundendienst war bis heute nicht hier, ich vermute, der wusste auch gar nichts von uns. Während unserer Urlaubswochen haben wir LuxHaus wieder und wieder darauf hingewiesen, dass wir nach dem Urlaub nur noch Abends jemanden ins Haus lassen und nicht spontan einen Tag Urlaub nehmen können. „Alles kein Problem“, ließ unser Bauleiter von sich hören, dann müssten die Handwerker eben Abends kommen. Das ginge schon.

Im Anschluss versprach er uns nahezu wöchentlich, dass sich nun aber wirklich die Handwerker melden und einen Termin für die jeweils kommende Woche vereinbaren würden. Angerufen hat keiner, im Haus war auch niemand.

Finale Abnahme

So langsam die Faxen dicke bestanden wir auf einem Termin für die finale Hausabnahme, um endlich auch über die letzte noch zu bezahlende Rate zu sprechen. Immerhin haben wir knapp 10% des Hauspreises (ohne Küche) nicht bezahlt. Der erste Termin für die Abnahme wurde bereits vom Bauleiter abgesagt, es sei ja sinnvoller, erst die Handwerker ihre letzten Arbeiten zu machen, damit das Abnahmeprotokoll nicht so lang wird. Das war im Juli. Danach wurden drei weitere Termine jeweils verschoben bis zum Termin Nummer 5 — eben jener von vor drei Wochen.

Defektes Rollo unseres Dachfensters. Geht bis heute nicht.
Defektes Rollo unseres Dachfensters. Geht bis heute nicht.

In dem gab es dann eine klare Zusage: die von uns bemängelten Punkte würden innerhalb der nächsten zwei Wochen erledigt, bis auf die Punkte, bei denen wir uns grob auf einen Preisnachlass verständigt hatten. Auf mein Angebot, dass einzelne Punkte auch noch nach den zwei Wochen erledigt werden könnten, sagte er sehr deutlich: nein nein, auf gar keinen Fall, er wolle das jetzt wirklich schnell hinter sich bringen, um unsere Baustelle endlich abzuschließen.

Status mit LuxHaus

Tja. Wie oben schon angedeutet passierte seit dem nichts. Bis auf eine Ausnahme: Am Montag nach der Abnahme wurde ich vom Maler angerufen. Er solle bei uns einige Arbeiten erledigen, könne das aber nur tagsüber machen. Er könne nur bei Tageslicht streichen und unsere Treppe fertigstellen. Als Termin ginge bei ihm nur innerhalb der nächsten zwei Tage.
Ging natürlich nicht, ich konnte mir in der Woche nicht mal eben spontan Urlaub nehmen. Seinen Vorschlag, ich könne ihm doch den Schlüssel irgendwo deponieren, damit er ins Haus könne, habe ich abgelehnt. Tags darauf bekam ich einen Anruf unseres Bauleiters. Du erinnerst dich: Arbeiten am Abend überhaupt kein Problem. Denkste. Meinung geändert. Ich könne ja nicht verlangen, dass die Maler die Arbeiten Abends erledigen, die müsste ja auch noch zu ihrer Baustelle zurück, wo sie gerade für LuxHaus seien. Das ginge ja auch nur bei Tageslicht.

Ein Wort gab das andere, und er versprach, eine Lösung zu finden.

Das ist jetzt zwei Wochen her. Eine Mail sowie eine anschließende Aufforderung in der letzten Woche, endlich Feedback zu geben, blieben unbeantwortet. Am Sonntag haben wir dann eine Beschwerde an den Chef der LuxHaus-Bauleiter geschickt mit der Bitte, sich zu kümmern.

Regenfallrohr über der Treppe.
Regenfallrohr über der Treppe.

Spitze ist, dass es zum Beispiel den Punkt mit einem der Regenfallrohre gibt. Das endet direkt über der zweiten Treppenstufe, wie du oben im Bild sehen kannst (auch wenn das einen älteren Haus-Stand zeigt). Jeder Tropfen Regenwasser, der über das vordere Dach und das Regenfallrohr abgeführt wird, fließt über unsere Treppe ab. Im Sommer war das kein großes Thema, doch jetzt, wo es mehr regnen wird und nachts mal friert, wird die Geschichte allmählich gefährlich.

Auch mit unserer Garage kommen wir nicht weiter, weil LuxHaus und glatthaar sich zum Thema Rückhalteschienen nicht äußern. Werden die nicht befestigt, können wir weder auf der Garagen-Rückseite das Loch verfüllen noch mit den Pflasterarbeiten für die Einfahrt beginnen.

Im Bad fehlen uns noch diverse Accessoires wie beispielsweise Handtuchhalter, die seit Wochen irgendwo vor sich hin gammeln — irgendwo, nur nicht bei uns im Bad.

Warum rege ich mich so auf?

Ganz einfach: Wir wollen die Bauphase endlich abschließen. So spannend und aufregend und toll das alles war, irgendwann ist es mal gut. Wir wollen endlich mit der Verärgerung und dem Frust abschließen, dass wir ignoriert werden und unsere eindringlichen Bitten um Abarbeitung der Punkte offenbar kein Verständnis bei LuxHaus hervorrufen. Wir wollen uns endlich wieder zu 100% freuen können, dass wir unser größtes Projekt und den größten Traum realisiert haben und in unserem Haus wohnen.

Egal wie klein die Punkte im Einzelnen sein mögen — wenn du die jeden Tag siehst und wahrnimmst, hast du irgendwann mal keinen Bock mehr auf den ganzen Mist. Das macht so viel kaputt. Und überhaupt keinen Spaß.

Heute

Heute gab es endlich eine Reaktion, nachdem ich am Vormittag eine weitere Eskalationsmail an unseren Bauleiter und seinen Chef geschickt hatte. Wahnsinn. Nun soll wirklich alles abgearbeitet werden, am Montag bekommen wir Termine.

Nunja, warten wir es ab. Ich trage hier aus sicher nachvollziehbaren Gründen eine gewisse Skepsis mit mir rum.

In meiner Antwort habe ich meine Erwartungshaltung klar formuliert — Abarbeitung aller offenen Punkte bis Ende Oktober, Versetzen des Regenfallrohres bis Ende nächster Woche.

Fliesen: Erledigt.

Seit vorgestern Abend sind alle Fliesen im Haus verlegt. Insgesamt fünf Tage hat unser Fliesenleger noch benötigt, um alle Boden- und die restlichen Wandfliesen zu verlegen. Unser Gäste-WC ist auch noch rechtzeitig fertig geworden.


Am vergangenen Sonntag Nachmittag hatten wir ja bereits mit dem Fliesenleger besprochen, wie wir uns die Verlegung der Fliesen vorstellen. Für die Umsetzung hatte er drei, höchstens vier Tage eingeplant — am Ende waren es fünf Tage, in denen er sich neben der Arbeit ins Haus einquartiert hat. Irgendwie hat er für die Räume, in denen wir Fliesen haben möchten (Bad, Gäste-WC, Küche, Eingangsbereich) mehr Zeit benötigt. Lag sicher auch daran, dass er die neuen Wandfliesen im Gäste-WC verlegen musste. Wir hatten uns ja mit LuxHaus darauf verständigt, die falsch gelieferte Wandfliese auszutauschen. Auf der Seite, auf der hoffentlich in den nächsten Tagen das Waschbecken montiert wird, wurden die alten Fliesen abgeschlagen. Dabei ging aber auch einiges der Rigipsplatten kaputt, die ebenfalls ausgetauscht werden mussten. Auf der Wand am WC wurde „nur“ Kleber und anschließend die richtige Fliese aufgebracht, sozusagen in zweiter Reihe.

Neue Wandfliesen im Gäste-WC.
Neue Wandfliesen im Gäste-WC.

Schief. Schief?

Am gestrigen Samstag hatten wir das Haus erstmalig seit einer Woche wieder ungestört für uns und konnten die Fliesen genauer anschauen. Dabei ist mir an einigen Stellen aufgefallen, dass die Fliesen leicht schief verlaufen. Ich bemerke sofort kleine Ungereimtheiten wie ungerade Linienverläufe oder schiefe Elemente.
Einer der Punkte, die vermutlich jedem beim ersten Blick darauf sofort auffällt, ist die Abflussrinne in der Dusche:

Schief gesetzte Abflussrinne in der Dusche.

Da muss einiges schief gegangen sein, und ich frage mich, wieso dem Fliesenleger das nicht selbst aufgefallen ist. Bemerkt haben muss er es, warum er es dann aber nicht korrigiert hat, ist mir noch unklar. Gehört zu den Dingen, die zwar nicht mehr änderbar sind, bei denen uns LuxHaus aber mit dem Preis entgegen kommen muss.

Ebenfalls schief sind die Fliesen im Prinzip in allen Räumen. Teilweise verlaufen Fliesenreihen an einer Wand mit einem Unterschied von +1 cm und mehr. Plötzlich liegst du dann mit dem Zollstock auf dem Boden und vermisst die letzte an der Wand verlegte Reihe. Ich hab mich gefragt, ob ich vielleicht einfach nen Knick in der Optik habe und wollte sicher gehen, dass dem nicht so ist. Dem ist nicht so, das kann ich beruhigt feststellen. Irgendwie crazy.
Und diese Ungenauigkeit ist grundsätzlich in jedem Raum so — es scheint fast, als hätte er sich dabei etwas gedacht. Vielleicht verstehe ich den tieferen Sinn dahinter aber auch einfach nur nicht. Auch darüber müssen wir mit LuxHaus sprechen.

Erste Reinigungsarbeiten: die Fliesen

Heute haben wir dann zum ersten Mal im Haus den Wischmop geschwungen. Da die Küche nun, statt am Freitag und Samstag, am Dienstag und Mittwoch aufgebaut wird, wollten wir vorher die Fliesen vom üblichen Arbeits-Staub im Haus, übrig gebliebenen Kleber-Resten und Fugenmasse befreien. Ganz schön anstrengend, Fliesen mit kaltem Essig-Wasser zu reinigen — warmes wäre sicher besser gewesen :)

Gereinigte Fliesen im Badezimmer.
Gereinigte Fliesen im Badezimmer.

Trotzdem erkennt man langsam, wie die Räume demnächst aussehen. Und wir sind verdammt stolz, was wir da an Fliesen ausgesucht haben — es sieht alles total großartig aus und fühlt sich genauso an. Vor allem die Bodenfliesen sind nicht so aalglatt wie die in unserer Noch-Wohnung, sondern leicht rau. Das wird total spitze, wenn schlussendlich Ende der nächsten Woche alles fertig ist!

Badewanne.
Badewanne.

Die letzte Woche

Morgen beginnen die letzten fünf regulären Arbeitstage unseres Innenausbaus seitens LuxHaus. Wenn du regelmäßige/r Leser/in dieses Blogs bist, wird dir sicher sofort ein Punkt aufgefallen sein: die Küche. Die sollte ja eigentlich seit gestern stehen. Tut sie aber nicht. Es hat in den letzten Tagen noch mal ein paar Verschiebungen im Terminablauf gegeben.

Da der Elektriker erst am Dienstag ins Haus kommen kann, hat es wenig Sinn gemacht, die Küchenmöbel bereits aufzubauen und mit den Geräten bis zum Elektriker zu warten. Also kommt zeyko erst am Dienstag mit dem Elektriker, dafür kann die Küche dann aber auch direkt komplett aufgebaut werden.

Hier wird ab Mittwoch die Küche stehen.
Hier wird ab Mittwoch die Küche stehen.

Vom Sanitär-Team wissen wir noch nicht, wann sie kommen — muss aber auch in den nächsten Tagen passieren. Die Bodenarbeiten (Verlegen des Laminats) starten morgen früh. Morgen Abend soll angeblich endlich der Blower-door-Test stattfinden, auf den ich schon seit Wochen warte und auf den ist sehr gespannt bin.

Zwei Wochen und zwei Tage sind es noch bis zum Umzug. Jetzt müssen wir nur noch von unserem Bauleiter wissen, wann er die Vorabnahme am Freitag machen möchte — wir müssen uns dafür schließlich beide Urlaub nehmen. Die Antwort darauf ist er uns aber schon etwas länger schuldig…

Eine Woche Pause beim Innenausbau

Eine Woche liegt hinter uns, in der beim Innenausbau nichts passiert ist. Überhaupt ist der Zeitplan ein wenig durcheinander geraten. Das Update mit den Ereignissen der letzten Tage.


Fliesen-Verwirrungen

Vor einer Woche hatte ich ja über die Arbeiten rund ums Haus geschrieben — im Haus ist bis dahin aber natürlich auch noch eine Menge beim Innenausbau passiert. Da wäre zuerst einmal die irgendwie richtig falsche Fliese. Nach unserem Hinweis (auch mit dem Foto der beiden Fliesen-Varianten), dass hier irgendwas nicht richtig sein kann, hat sich unsere Projektleiterin Frau G. von LuxHaus mit Raab Karcher als Lieferanten der Fliese in Verbindung gesetzt. Dabei kam in dieser Woche heraus, dass die von uns ausgesuchte Wandfliese im Bemusterungszentrum in Dirmstein mit einer falschen Artikelnummer ausgezeichnet worden ist. In einem Telefonat mit unserem Bauleiter hat er uns dann zwei Optionen angeboten: Falsche Fliese rausschlagen und durch richtige ersetzen, oder die falsche Fliese behalten inkl. Entschädigung per Minderpreis.
Wir haben uns für die erste Variante entschieden — mir gefällt das Ding noch immer nicht.

Lustigerweise bekamen wir letztes Wochenende noch ein Paket per DHL zugestellt, in dem eine Nachlieferung der Wandfliesen enthalten war — dummerweise aber auch mit der falschen Fliese.

Ab Montag ist unser Fliesenleger zurück im Haus, um die Bodenfliesen zu verlegen. Wenn alles gut geht, bekommt er noch rechtzeitig die korrekte Wandfliese geliefert, so dass er das Gäste-WC in einem Rutsch fertig machen kann.

Innenausbau

Bis vorletzten Mittwoch war auch das Verputzer- und Malerteam im Haus, das in achttägiger Arbeit alle Wände und Decken zunächst mehrfach verputzt, geschliffen, verputzt, geschliffen hat. Im Anschluss wurde dann überall im Haus „Farbe“ in Form von Weiß aufgetragen, nur in der Küche sind zwei Wände teilweise mit einem Ockerton (Marill) abgesetzt — sonst ginge die weiße Küche ja vor der weißen Wand unter :)

Farbig abgesetzte Küchenwand.
Farbig abgesetzte Küchenwand.

Terminverschiebungen

Apropos Küche: Nachdem es bei zeyko in der Auslieferungsplanung wohl zu einigen Verschiebungen gekommen ist, wird unsere Küche nicht, wie bislang geplant, in der übernächsten, sondern schon am kommenden Freitag und Samstag aufgebaut. Das ist ganz großartig. Mit der Küche kommt ja erstmals etwas großes und unübersehbares ins Haus, was die nahe Fertigstellung greifbar macht.

Komplett fertiggestellt werden kann die Küche aber nicht, weil -weitere Terminverschiebung- der Elektriker erst in der übernächsten Woche kommen wird und somit die Küchengeräte noch nicht angeschlossen werden können.
Das ist gar nicht so großartig. Ich hatte mir schon vorgestellt, nächstes Wochenende zum ersten Mal im Haus zu kochen ;)

Die weiteren Bodenbeläge werden nicht, wie erst geplant, in der nächsten, sondern nun in der übernächsten Woche verlegt.

Wann in dem Verschiebungswust nun die Sanitätarbeiten finalisiert werden wissen wir noch nicht — die Materialen wie WC-Schüsseln, Waschbecken, etc. sind aber immerhin schon mal im Haus. Lustigerweise haben wir statt der zwei bestellten, drei Drückerplatten für die WCs bekommen. Die dritte muss unser Bauleiter wieder mitnehmen.

Material für die Sanitärarbeiten.

Ungeachtet der ganzen Verschiebungen soll es insgesamt beim Endtermin zur Schlüsselübergabe am 20. Juli bleiben.

Dachboden-Erkundungen

Während der Malerarbeiten haben die Jungs beim Innenausbau die Bodeneinschubtreppe zum Dachboden eingesetzt, so dass wir uns in den letzten Tagen auch mal unseren Dachboden angeschaut haben. Neben einer Menge übrig gebliebenem Holz von den vier Stelltagen waren wir erstaunt, wie viel Platz wir dort oben noch haben. Es ist zwar vor allem mit meiner Körpergröße von 1,90 m nicht so ganz leicht, sich da oben zu bewegen (und heiß, wenn die Sonne drauf scheint) — das lässt sich aber alles hinbekommen.

Dachboden.

Und sonst so?

Nach dem Abschluss der Erdarbeiten haben wir am Montag Abend ein zweites Mal unsere Hausfassade gereinigt. Es hatte sich durch die Baggerarbeiten doch noch mal ein deutlich sichtbarer Erdschleier ums Haus gezogen, den wir schnell loswerden wollten. Jetzt hoffen wir, dass die Unwetter im Moment nicht wieder dazu führen, dass sich Erde an der Fassade absetzt. In der Nacht auf Freitag hat es beim Starkregen jedenfalls keine Erdabsetzungen auf der Fassade mehr gegeben.

Langsam konkretisieren sich auch unsere Umzugsplanungen. In knapp zwei Wochen werden wir die Vorabnahme des Hauses haben, das heißt: bis dahin sind alle Arbeiten im Haus erledigt bis auf die Mängel, die wir da besprechen werden. In der Woche danach wird unsere Ankleide vom Schreiner geliefert und eingebaut, am 20. Juli wird dann das Bauschloss durch ein richtiges ersetzt. Unser Umzug soll in der Woche danach stattfinden.

So sind wir im Moment voller Elan dabei, unseren Anteil für den „Innenausbau“ zu tun — nämlich Lampen zu bestellen, Möbel auszusuchen, einen Briefkasten zu bestellen. Das ist alles ganz schön aufregend :)