Hausabnahme und letzte Arbeiten

Kaum zu glauben: vergangenen Donnerstag ist der letzte Handwerker mit den letzten offenen Arbeiten aus unserem Haus gegangen. Damit ist die finale und endgültige Hausabnahme endlich erfolgt.


Auf den Tag genau ein halbes Jahr nach Einzug hat der Sanitär-Handwerker am vergangenen Donnerstag sowohl die Entkalkungsanlage versetzt als auch eine Silikon-Fuge am Waschbecken ausgebessert. Kurz vor Abfahrt hat er uns endlich auch erklärt, wie wir die Fußbodenheizung zu warten haben.

Doch wie üblich der Reihe nach.

Im letzten Artikel zum Stand der Dinge hatte ich aufgearbeitet, welche Punkte im Laufe der letzten Monate abgearbeitet worden waren. Vier Punkte blieben hier noch offen, die am Montag (21.01.2013) erledigt werden sollten. Jaja, gelernt ist gelernt, wir haben mit Zusagen von LuxHaus der Art ja einige Erfahrungen gemacht. Auf meine Frage, ob denn an jenem Montag wirklich alle Handwerker erscheinen würden, bekamen wir von LuxHaus die Zusage, dass alles gemacht werde.

Nun gut. Meine bessere Hälfte nahm sich einen Tag Urlaub für die Arbeiten sowie die zudem mit unserem Bauleiter anstehende finale Hausabnahme.

Ausbesserungen

Die zwei letzten Ausbesserungsversuche der vermackten Wände in der Küche waren ja gescheitert bzw. hatten sich als fehlerhaft herausgestellt, so dass die Maler hier noch einmal nachbessern mussten. Nun wurden die beiden Wände also zum wahrscheinlich vierten oder fünften Mal komplett gestrichen. Man merkt mittlerweile einen Höhenunterschied zwischen den normal-weißen Streifen und der ocker-farbenen Fläche — fast wie ein Hügel :). Die Maler haben dieses Mal so ordentlich gearbeitet, dass jetzt weder Macken noch Farbunterschiede zu sehen sind.

Auch der Sockelputz wurde ausgebessert — wir können also endlich nach vielen Monaten den Kies als Spritzschutz ums Haus einlegen lassen. Parallel dazu haben die Handwerker auch die vom Versetzen des Regenfallrohres noch übrig gebliebenen Befestigungsschellen abmontiert und die Hausfassade ausgebessert. Klar, du siehst nach all der Zeit natürlich bei genauem Hingucken, dass da was ausgebessert wurde — ist uns aber egal, da das Haus von vorn endlich gut aussieht.

Hausfassade ohne Schellen-Halterungen.
Hausfassade ohne Schellen-Halterungen.

Offen blieben am Montag die Sanitärarbeiten — es wäre ja auch wirklich ein Wunder gewesen, hätte dieses Mal alles geklappt. Der Sanitärmensch kam dann, wie bereits erwähnt, für die letzten Arbeiten am Donnerstag. Die Entkalkungsanlage, die bisher mehr oder weniger mitten im Hauswirtschaftsraum stand, steht nun etwas kompakter in der Ecke, so dass wir nun Platz und Bewegungsfreiraum haben. Sehr schön.

Hausabnahme

Ein paar Mängel haben wir unbearbeitet gelassen, einfach, weil es entweder nicht ging oder wir kein Interesse daran hatten. Dazu habe ich an anderer Stelle ja schon geschrieben, dazu gehören zum Beispiel auch die vielen Schrammen in unseren Außen-Fensterbänken oder auch die hübsch-dekorative Duschrinne.

Vom Fliesenleger schief gesetzte Duschrinne.
Vom Fliesenleger schief gesetzte Duschrinne.
Zu Wänden und Laminat schief verlegte Fliesen.
Zu Wänden und Laminat schief verlegte Fliesen.

Im Gäste-WC haben wir in Richtung Außenwand noch einen tollen Effekt: der Boden sackt auf einer Seite am WC leicht ab, so dass dort eine kleine Kuhle entstanden ist. Die ist natürlich auch nicht mehr ausbesserbar.

Absackender Boden im Gäste-WC.
Absackender Boden im Gäste-WC.

Bei der Hausabnahme wurden dann noch einmal alle Mängel final besprochen und die einzubehaltende Summe von uns diskutiert, die wir von der letzten Hausrate abziehen. Da bleiben ein paar hübsche Euro übrig, die wir zur Kreditabzahlung und für den Garten verwenden werden.

Heute haben wir das Protokoll zur Hausabnahme, eine letzte Version unserer Mängelliste sowie die Anweisung zur Begleichung der letzten Rate für unsere Bank abgeschickt. Damit ist das Kapitel Hausbau so gut wie abgeschlossen.

Die Mängel: Was vom Tage übrig blieb

Gestern war der Tag, an dem laut Ankündigung auch von höchster LuxHaus-Stelle endlich alle Restarbeiten erledigt sowie die Mängel beseitigt werden sollten. Mein Fazit bleibt leider sehr schwammig durchwachsen.


So recht weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Der Tag fing gut an, da die Malerfirma bereits um 7:45 vor dem Haus stand und zügig mit den Arbeiten beginnen wollte, die für sie vermerkt waren. Darunter befand sich unser größter Schmerzpunkt — die Innentreppe. Die hatte ja ein paar Lack-Schäden beim Auspacken bekommen, zudem waren die Verbindungspunkte zwischen Treppe und Wand seither offen gewesen. Da sah nicht nur total blöd aus, es sammelte sich dort natürlich auch immer schön der Dreck.

So sah die Treppe bis vorgestern aus:

Vorher: Treppe ohne Silikonfuge.
Vorher: Treppe ohne Silikonfuge.
Vorher: Lackschäden an den Treppenwangen.
Vorher: Lackschäden an den Treppenwangen.

Seit gestern erstrahlt die Treppe nicht nur durch das Nachlackieren und Anbringen von Silikonfugen in neuem Glanz, sondern auch weil die Farbe an den Holz-Trittstufen entfernt wurde, die bei irgendeinem Streichen an die Holzstufen kam.

Nachher: Silikonfugen und vollständige Lackierung.
Nachher: Silikonfugen und vollständige Lackierung.

Und auch von unten sieht die Treppe nun so aus, wie wir uns das vorgestellt haben — ohne Macken und Kratzer:

Nachher: Treppe von unten.
Nachher: Treppe von unten.

Daneben haben die Maler auch noch ein paar andere Farbfehler an unseren Wänden korrigiert, sind aber leider beim Ausbessern unserer Farbwände in der Küche nicht erfolgreich gewesen. Durch das Ausbessern sind nun zwar die Kratzer und Dreck-Flecken weg, dafür sieht man die Farbunterschiede aber sehr deutlich. Klar, drei Monate nach dem ersten Streichen konnte das auch nur ein Versuch sein. Die müssen also wohl oder übel noch einmal wiederkommen und die Farbwände komplett nachstreichen.

Parallel dazu haben unsere Innentüren nun auch endlich jeweils eine Silikonfuge um die Rahmen bekommen.

Sanitär

Seit dem Einzug fehlten uns im Bad diverse bestellte Accessoires, die wohl irgendwie vergessen wurden. Bei einem großen Doppel-Waschbecken ist ein Handtuchhalter auf nur einer Seite auf Dauer ganz schön nervig. Jetzt haben wir auf jeder Seite einen, sehr schön. Auch in unserer Dusche hat noch eine Ablage gefehlt, die nun auch an ihrem Platz angekommen ist.

Erklärt hat uns der Sanitär-Installateur gestern auch, wie die Fußbodenheizung einzustellen und zu warten ist und was mit unserer Entkalkungsanlage zu tun ist.
Leider war er über die auszubessernden Punkte im Vorfeld wohl nicht informiert, so dass er vom Versetzen unserer Entkalkungsanlage nichts wusste. Die steht im Moment ziemlich blöd mitten im Hauswirtschaftsraum im Weg. Zum Versetzen benötigt er längere Leitungsrohre, die er erst bestellen muss. Auch ihn sehen wir damit wieder.

Ein paar Firmen tauchten erst gar nicht auf

Der Laminat-Lieferant hatte den gestrigen Termin verschwitzt und wird nun wohl in der nächsten Woche zu uns kommen. Zwischen den einzelnen Laminat-Platten haben wir teilweise recht große Lücken, die er sich anschauen muss. Gleichzeitig gibt es zwischen einigen Platten einen Versatz, den wir beim Darüberlaufen gut spüren können. Auch mit einigen Metallschienen bei Übergängen sind wir nicht glücklich.

Die Innentüren hätten gestern ebenfalls teilweise ausgetauscht oder ausgebessert werden sollen, die Firma ist aber kommentarlos nicht aufgetaucht.

Angekündigt war auch, dass diese ärgerliche Sache mit dem Regenfallrohr gestern angegangen werden sollte — auch hier ist die Flaschner-Firma nicht aufgetaucht.

Der Lieferant der Fenster hätte ebenfalls kommen sollen, war nicht da, weil ihm scheinbar bestellte Ersatzfenster für uns noch fehlen.

Schlussendlich bleibt dann noch die Firma für den Außenputz. Am Sockel fehlt an einigen Stellen Farbe, zudem muss die Firma die Löcher ausbessern, die durch das Versetzen des Regenfallrohres nicht offen bleiben dürfen.

Durchwachsen

Was ich davon halten soll, weiß ich noch nicht ganz. Klar — wir sind heilfroh über die erledigten Punkte. Es sind aber immer noch zu viele offen, zu viele Firmen müssen noch anrücken. Mein gestriger Urlaubstag, extra dafür genommen, hat sich somit nicht ganz ausgezahlt. Das ist in der Nachbetrachtung sehr ärgerlich.

LuxHaus hat meiner Ansicht nach ein gewaltiges Problem mit der Zuverlässigkeit der zuliefernden Firmen und Subunternehmer. Seit meinen beiden Wut-Artikeln (wie hier und hier) habe ich einige Mails von LuxHaus-Kunden bekommen, die ähnliche Erfahrungen wie wir gemacht haben oder machen. Die Bauleiter sind zudem ganz offensichtlich so überlastet, dass sie sich nicht mehr richtig um die Kunden und ihre Bauvorhaben kümmern können. Das führt zu Frust, offenen Punkten, langen Wartezeiten auf Abarbeitung und Finalisierung des Projektes.

Mich persönlich freut es natürlich, dass LuxHaus viele Kunden und viele Bestellungen bekommt. Offenbar verliert man sich dadurch aber immer mehr im Chaos — was ich teilweise an Erfahrungsberichten zu lesen bekomme lässt mir die Haare zu Berge stehen! Bei anderen Baufirmen hört man ja ähnliches, das macht es aber überhaupt nicht besser…

Meine Meinung ist natürlich sehr subjektiv, möglicherweise liege ich mit meinen Schlüssen total falsch.

Großkampftag beim Innenausbau

Der Innenausbau ist seit gestern in seiner letzten und heißen Phase angekommen. In riesigen Schritten geht es auf die Vorabnahme unseres Hauses zu, die nun vermutlich erst am Montag stattfindet.


Beim heutigen Großkampftag trafen vier Gewerke aufeinander: Küche, Sanitär, Fußbodenbeläge und Elektro — jeweils mindestens zu zweit. Nebenbei waren auch noch sehr spontan die Stadtwerke Karlsruhe im Haus, die nach einem kurzen Telefonat heute Morgen am Mittag den Wasserzähler eingebaut haben. Damit sind wir endlich zumindest das Bauwasser los. Es waren also je nach Uhrzeit etwa 10 Personen am Werk, die aufpassen mussten, dass sie sich nicht gegenseitig im Weg stehen. Krass, dass -wie es im Moment scheint- dabei nichts schief gegangen ist.

Wie üblich: Eins nach dem anderen

Gestern kamen die ersten Laminate ins Haus — müssen riesige Stapel gewesen sein, da wir außerhalb der gefliesten Räume Eingangsbereich, Gäste-WC, Bad, Küche/ Speisekammer, Abstellkammer und HWR überall Laminat bekommen. Bis auf ein paar Details haben die Jungs gestern das Obergeschoss fertig gehabt. Vorgestern sah es noch so aus:

Erdgeschoss mit Stand von Sonntag.
Erdgeschoss mit Stand von Sonntag.

Heute Abend, zwei Tage später, befindet sich das Erdgeschoss in einem typischen Innenausbau-Status: vollgestellt mit Möbeln und Geräten für die Küche, Elektro-Zeugs, Resten und natürlich dem frisch verlegten Laminat. Herrlich: ich find es großartig, zu sehen, wie viel Zeugs da noch für den Ausbau im Haus versenkt wird.

Erdgeschoss am Ende des Großkampftages.
Erdgeschoss am Ende des Großkampftages.
Erdgeschoss: die Ablage für Allesmögliche.
Erdgeschoss: die Ablage für Allesmögliche.

Elektro

Zum Innenausbau gehört natürlich auch die Fertigstellung der Elektro-Geschichten. Was allein dafür heute an Material ins Haus gekommen ist, ist verrückt aber nachvollziehbar: rechne einfach mal nur die Zahl der Steckdosen, Lichtschalter, TV-Anschlussdosen in einem Haus zusammen, das ist schon eine stattliche Zahl. Die beiden Elektriker arbeiten nach meinem naiven Laienblick darauf sehr ordentlich und sauber und haben ihre Sache im Griff. Der Sicherungskasten ist zwar noch nicht fertig, aber nach der Erklärung heute Abend erscheint mir der Gedanke hinter der einzelnen Kabelverlegung sehr logisch — da haben die zwei Jungs sich was bei gedacht.

Sicherungskasten.
Sicherungskasten.

An was du da alles denken musst erfährst du eigentlich auch nur in den Gesprächen mit den Elektrikern. Die stellen plötzlich Fragen, mit denen du nicht gerechnet hattest, und schlagen Lösungen für Probleme vor, die du dir vorher nicht vorstellen konntest :) Das Zusammenspiel insgesamt im Haus ist dann doch ganz schön komplex, außerdem soll ja auch alles zukunftsfähig sein. Kann ja sein, dass uns in zwei Jahren einfällt, dass wir irgendwo einen Schalter vergessen haben oder plötzlich Bedarf nach einer Telefon- statt LAN-Dose besteht. Ist dann bei uns wohl alles noch mehr oder weniger möglich.

Die Küche: unser Schmuckstück. Halbfertig

Die Küche — was hat die uns Sorgen gemacht und Schweiß gekostet! (Siehe dazu beispielsweise hier, auch hier oder hier in der Tag-Übersicht.) Auch wenn die Küche bislang nach einem Tag Aufbauarbeit noch nicht fertig ist, sehen wir schon, dass sich der ganze Stress gelohnt hat, den wir uns damit gemacht haben. Wir waren heute Abend verwundert, wie groß die Küche tatsächlich ist und wie viel Platz wir dann doch noch zwischen den einzelnen Möbelreihen haben. Wahnsinn — wir haben gestrahlt wie kleine Kinder!

Küche, halbfertig.
Küche, halbfertig.

Im Vergleich zu unserer bisherigen Küche in der Wohnung haben wir zukünftig Platz ohne Ende, auch wenn ich mir sicher bin, dass wir den schnell gefüllt bekommen — ich kenn uns Küchenfanatiker ja ;).

Und dann war da noch…

Schmuckstück Nummer 2: die Raindance im Bad.
Schmuckstück Nummer 2: die Raindance im Bad.

Neben den Fußböden sind seit gestern die Sanitär-Ausbauer im Haus. Bad und Gäste-WC sind nahezu fertig, alle Waschtische, Armaturen und Schränke aufgebaut. Montiert wurde auch unsere Raindance im Badezimmer, die größer ist als wir sie aus der Badbemusterung im September in Erinnerung hatten. Ist ja schließlich auch schon fast ein Jahr her, dass wir das Ding ausgesucht hatten.

Montiert wurden auch endlich die Abdeckungen der Zu- und Abluftleitungen in den Räumen, so dass auch der Part abgeschlossen ist.

Das größte Lob an dieser Stelle gebührt aber den Stadtwerken Karlsruhe. Zum Setzen des Wasserzählers muss im Normalfall ein Termin mit zweiwöchigem Vorlauf vereinbart werden. Nachdem wir aber gestern Abend beim Besuch im Haus erfuhren, dass die Sanitär-Jungs doch schon da sind und gern heute das Wasser anschließen würden, rief ich heute morgen um einen Termin bettelnd bei den Stadtwerken an. Den dann zu bekommen war überhaupt kein Problem, auch wenn der nette Herr am Telefon einmal kurz gemurrt hat. Das Murren konnte ich aber offenbar mit einer kleinen Charme-Offensive aus der Welt schaffen ;).

Wow.

Kurze der Dramatik geschuldete Pause.

Verrückt, was sich seit gestern Morgen im Haus getan hat. Es ist wirklich der Wahnsinn, wie schnell sich die Atmosphäre im Haus verändert hat durch den weiteren Innenausbau. Und erstaunlich, dass sich heute die Vielzahl an arbeitenden Menschen im Haus nicht in die Quere gekommen ist. Hut ab!

Morgen sollte die Küche fertig werden. Die drei anderen Gewerke sind aber noch länger beschäftigt.

Weiter gehts mit dem Innenausbau

Die dem Trocknen des Estrichs geschuldete Pause ist endlich vorbei — im Haus geht es nun mit großen Schritten am Innenausbau weiter. In dieser Woche sind unter anderem die Wandfliesen und das Verspachteln der Wände an der Reihe.


Gestern Abend waren wir im Haus, um zu sehen, ob tatsächlich schon mit den weiteren Arbeiten begonnen wurde. Wir bekommen von LuxHaus ja immer nur Kalenderwochen genannt, in denen Teile des Innenausbaus stattfinden — ein genaues Startdatum erfährst du nur relativ kurzfristig, weil dann ja auch oft erst die genaue Einplanung bei den Subunternehmern feststeht, mit denen LuxHaus zusammenarbeitet. Also fährst auf Verdacht zur Baustelle. Wir wollen zudem auch jeden einzelnen Handwerker im Haus mal gesehen haben, was aber leider schon nicht ganz funktioniert hat — die Heizungsbauer und den Estrich-Mann haben wir verpasst. So bekommst du aber die Gelegenheit, offene Fragen zu beantworten und weißt auch, was da für Leute an deinem Haus mitgearbeitet haben. Total spannend. Bislang hatten wir da ja wirklich sehr viel Glück, weil alle Handwerker extrem gute und wirklich sehr nette Leute waren. Noch bei keinem haben wir gedacht, dass es gut ist, wenn der wieder verschwindet.

Seit gestern Morgen ist passend zur Fliesenlieferung auch der Fliesenleger im Haus, gestern Abend konnten wir so den Fliesenspiegel bzw. die Verlegeart im Badezimmer besprechen und haben zum Test mit unserem Fliesenleger ein paar Fliesen in verschiedenen Mustern im benachbarten Zimmer ausgelegt. Im Badezimmer verlegen wir die Fliesen nun im Drittelverband, das sieht bei der tollen Länge der Fliesen nicht zu symmetrisch, aber auch nicht zu unruhig aus.

Fliesenverlegungs-Test.
Fliesenverlegungs-Test.

Ein Problemchen haben wir allerdings wohl: der Estrich ist leider noch lange nicht so gut durchgetrocknet, wie er sein sollte. Der ist noch viel zu nass, als dass sich überhaupt schon jemand um die Bodenbeläge kümmern könnte. Und das, wo wir doch wirklich brav und sehr vorschriftsmäßig gelüftet haben. Unser Fliesenleger hat seinen Einsatz für die Bodenfliesen bereits um eine Woche von KW 26 auf KW 27 verschoben — Auswirkungen auf den weiteren Zeitplan hat das aber wohl nicht.

Seit heute und nach seinen gestrigen Vorarbeiten hat er schon einige Wandfliesen im Badezimmer gesetzt. Und das sieht einfach großartig aus — wir haben uns, vor nun über sieben Monaten, wirklich tolle Fliesen rausgesucht. Sieben Monate sind eine lange Zeit, noch mal gut, dass wir damals bei der Ausstattungsbemusterung auch von allen Fliesen Fotos gemacht haben (siehe Teil 3 sowie Teil 4 meines Berichts zur Ausstattungsbemusterung im November).

Diese sieben Monate haben trotz Fotos aber doch den Nachteil, dass du deine Wahl vor gefühlt sehr sehr langer Zeit getroffen hast. Die Wandfliesen im Gäste-WC haben wir gestern nicht mehr wiedererkannt — die sehen auf Fotos, die wir gestern von den Fliesen gemacht haben, irgendwie ganz anders aus. So habe ich heute Abend dann mit dem Bemusterungsprotokoll Namen und Artikelnummer verglichen. Die passen besser zusammen, als Foto/ Erinnerung und reale Fliese.
Ob das nun an der komplett fehlenden Ausleuchtung (im Gegensatz zum LuxHaus-Bemusterungszentrum in Dirmstein, wo es natürlich Licht gab), einer möglichen Nachproduktion mit leichten Farbveränderungen oder an schlechten Fotos/ schlechtem Erinnerungsvermögen liegt, wissen wir noch nicht. Ich versuche über unsere tolle Innenarchitektin von damals aber rauszufinden, was hier der Grund sein könnte.

Neben den Fliesen ist auch das Material für den Gipser sowie die ersten Malerarbeiten angekommen. Im Laufe des heutigen Tages ist da auch schon einiges passiert.

Materiallieferung - Farben für die Wand.
Materiallieferung - Farben für die Wand.

Am Sonntag hatten wir uns während des Lüftens den mittlerweile doch sehr gut sichtbaren Braunschleier ums Haus angeschaut, der durch die Regenfälle der letzten Wochen entstanden ist. Noch bekommt man mit klarem Wasser und einem Schrubber den Dreck vom Außenputz ab — wie lange das aber noch gut geht, steht in den Sternen. Großen Sinn macht das Reinigen im Moment nicht, auch gestern Abend braute sich dann mal wieder eine dieser im Moment so typischen Schlechtwetterfronten direkt über unserem Baugebiet zusammen, das dann aber doch nur vorüberzog. Heute hängt sie mal wieder direkt über uns.

Wolken und Schlecht-Wetter.

Immerhin hat es für ein paar tolle Fotos gereicht.

Schlechtwetterfront.

Unsere Ausstattungsbemusterung, Teil 4

An Tag 2 haben wir auch noch das Bad im Dachgeschoss bemustert. Dabei haben wir nicht nur die Fliesen ausgewählt, sondern sind auch das Angebot von Richter + Frenzel durchgegangen und haben hier ein paar Änderungen vorgenommen.


Tag 2 – Fortsetzung

Nachdem ich so zackig die ersten drei Teile dieser Reihe zu unserer Ausstattungsbemusterung hintereinander weggeschrieben habe, liegen zwischen Teil 3 und diesem hier nun ein paar Tage. Wir haben doch eine ganze Menge Kraft und Energie in den letzten Wochen in die Planung investiert und in dieser Woche gemerkt, dass wir die Energie erst einmal wieder auftanken müssen. So ein Hausbau ist, selbst wenn man wie wir schlüsselfertig baut, doch wahnsinnig anstrengend. Wir haben das unterschätzt, und das, obwohl wir glaubten, uns genau darüber bewusst zu sein.
Jetzt geht’s aber endlich in den letzten Teil.

Mehr zu den anderen Artikeln in dieser Reihe

Das Badezimmer

Hauptthema an Tag 2 war das Badezimmer im Dachgeschoss — das wollen wir als kleine Wellness-Oase gestalten. Eingeplant war ja bislang noch eine Sauna für zwei, von der haben wir uns mittlerweile aber wieder verabschiedet. Zwei Gründe waren dafür ausschlaggebend: Punkt 1 davon ist, dass wir mit dem Verlegen eines Starkstromanschlusses eine Option bezahlen würden für etwas, das wir vermutlich und vielleicht erst in den nächsten Jahren kaufen werden. Während der Bemusterung haben wir ja einige mehrpreispflichtige Ausstattungen gewählt, die deutlich über unserer bisherigen Planung liegen. Und dann haben wir auch noch einen Kamin in der Planung (für den wir ebenfalls eine Vorrichtung einplanen lassen müssen), der ebenfalls erst in den nächsten Jahren gekauft werden will. Das sind zwei größere Anschaffungen, die gestemmt werden wollen. Eine davon musste weg.

Punkt 2 ist, dass die Sauna auch in unserem recht großen Badezimmer eine Menge Platz einnähme, bis dahin eine riesige Fläche frei stünde. Beispielsweise die Badewanne muss dafür in einer Zimmerecke gequetscht stehen. So haben wir die Sauna Anfang dieser Woche im Nachgang zur Bemusterung aus der Planung entfernt.

Bei der Badewanne haben wir in der Bemusterung die ursprünglich vorgesehene Armatur (linkes Foto) gegen eine andere ausgetauscht, die wir in den Ausstellungsräumen von Luxhaus entdeckt hatten (rechtes Foto). Zur Erinnerung: das Bad-Bemusterung hatten wir, abgesehen von den Fliesen, ja bereits im September hinter und gebracht (siehe Bemusterung von Bad und Gäste-WC). Die neue Armatur (Bild in Reihe 1 rechts) ist zwar nicht komplett anders, passt aber vom Stil besser zur Armatur am Waschtisch (siehe Foto unten) als die ursprünglich ausgewählte.

Bei den Fliesen hat Luxhaus eine ziemlich große Auswahl von Standard- und Mehrpreis-Fliesen im Angebot und im Ausstellungsraum. Daneben kann man sich, wenn man nichts findet, Fliesen auch bei den Filialen von Raab Karcher aussuchen — die arbeiten da mit Luxhaus zusammen.

Im linken Foto sind die Wandfliesen von Kermos aus der Reihe Smart zu sehen, die wir uns ausgesucht haben. Die Dekorfliese kommt dabei eher sparsam zum Einsatz und wird vor allem einreihig rundlaufend den Duschbereich verzieren. Die crème-farbene Version wird um die Badelemente verfliest; die Wände werden ansonsten wie im Rest des Hauses weiß verputzt.
Da die dunkelbraune Bodenfliese aus dieser Serie nur im Format 30 x 30cm zu bekommen ist, haben wir uns am Dienstag bei Raab Kracher in Karlsruhe eine im Format 30 x 60cm ausgewählt (bei der ich leider den Hersteller nicht mehr weiß), die sich sehr cool anfühlt. Im Foto rechts ist es die linke matte Version, nicht die lackierte daneben.

Im Badezimmer ist in der Standard-Ausstattung noch ein Elektro-Heizlüfter von Vaillant vorgesehen, sofern man eine Fußbodenheizung ausgewählt hat. Im Dirmsteiner Bemusterungszentrum ist der Heizlüfter interessanterweise gleich in einer Schublade „versteckt“ (siehe Foto oben). Er soll als Unterstützung dienen, falls die Fußbodenheizung den Raum nicht schnell genug aufwärmt. Unsere Luxhaus-Innenarchitektin Frau T. hat uns empfohlen, den Heizlüfter gutschreiben zu lassen; viele Kunden hätten im Nachhinein gesagt, dass der vollkommen unnötig sei. Der Empfehlung sind wir gefolgt.

Die restlichen Kleinigkeiten

In der Küche wie auch in Teilen des Bades wollen wir mit Halogen-Strahlern arbeiten, Luxhaus bietet hier gegen Aufpreis eine recht große Auswahl unterschiedlicher Strahler an. In der Küche werden wir die im linken Foto bekommen (allerdings nicht mit LEDs, sondern Halogenstrahlern), im Badezimmer die viereckigen aus dem rechten Foto.

Auch bei den Schalterserien bietet Luxhaus eine große Auswahl, nur eine ist allerdings im Standard enthalten — die Standard 55 von Gira. Für selbige haben wir uns entschieden, weil wir da weder farbiges Geschnörkel noch sonstiges Gedöns brauchen. Schalter sind Schalter und sind in weißer Ausführung vollkommen ausreichend, finden wir.

Erstaunlich war hier nur, dass wir die entsprechenden Aufsätze für beispielsweise TV-/Radio-Anschlüsse und LAN nicht von Luxhaus bekommen, sondern über unseren örtlichen Elektriker beziehen müssen. Das war mir vorher nicht bekannt — ist das bei anderen Bauträgern genau so? Das passt dann ja unter Umständen gar nicht zusammen?!

Für den Eingangsbereich außen und die Gegensprechanlage lassen wir uns zwei Elemente von Siedle zur Auswahl anbieten: einmal eine „normale“ Anlage mit der Möglichkeit, aus dem Haus heraus nachzufragen, wer vor der Tür steht, ohne sie öffnen zu müssen. Die Variante wird eine mit Videokamera sein, um auch zu sehen, wen man möglicherweise ins Haus lässt. Beide kosten übrigens Aufpreis.

Elektroplanung

Kurz vor Ende des zweiten Tages haben wir uns dann die Elektroplanung vorgenommen. Für unsere ausgiebige Vorbereitung haben wir eine Menge Lob bekommen, das machen wohl nicht alle Bauherren so. Finde ich interessant, weil Luxhaus sehr klar darauf hinweist, dass man sich zur Elektroplanung vor der Bemusterung Gedanken machen soll. Ohne das hätten wir vermutlich noch bis in die Nacht zusammengesessen.
Hier haben wir ein paar Änderungen vorgenommen: zum einen, weil wir bei der Durchsprache einiges merkwürdig fanden; zum anderen, weil uns Frau T. von einigen Dingen abriet oder von besseren Lösungen überzeugte. Spannend fand ich, dass sie uns selbst von der Verwendung der HomeWay abraten wollte, da die einfach unnütz und zu teuer sei. Gut, dass wir die schon bei unserer eigenen Überprüfung der Vorplanung nicht mehr berücksichtigt hatten.

20:15 war es, als wir uns schließlich -vollkommen erschöpft und erschlagen- von Frau T. und dem Bemusterungszentrum verabschiedeten und auf den Nach-Hause-Weg machten. Das war wohl nicht der Rekord, wie sie uns am Ende erzählte, aber doch noch lang genug. Für ihre Geduld, Ausdauer und Kompetenz möchten wir uns auch an dieser Stelle noch einmal bedanken — das war wirklich großartig! Wer Frau T. als Bemusterungskraft bekommt, hat viel Glück!

Der Nachgang zur Bemusterung

Allgemein haben wir uns in den letzten Tagen mit unserer Auswahl sehr gut gefühlt — wir sind uns sicher, dass wir alles richtig gemacht haben. Im Verlauf der Woche haben wir nur noch das Bad leicht umgeplant durch den Wegfall der Sauna. Die Badewanne soll nun mit einem kleinen Wand-Vorsprung mittig an die Seite gestellt werden, wo bislang die Sauna geplant war. Mit ein paar Dekorfliesen wird das wird bestimmt sehr schön werden und Platz lassen für eine Liege oder einen schönen Schaukelstuhl zur Erholung.

Jetzt warten wir eigentlich nur noch auf die Mehr- und Minderkostenrechnung, um erst vom Stuhl zu fallen ob des riesigen Mehrpreises und dann den Rotstift zu zücken.

Unsere Ausstattungsbemusterung, Teil 3

Am Ende von Tag 1 unserer Bemusterung hatten wir eine Menge Themen hinter uns gebracht, aber die wirklich spannenden Entscheidungen lagen noch vor uns und warteten darauf, am zweiten Tag getroffen zu werden.


Fenster, Haustür und Griffe — alles Pippifax im Vergleich zur Auswahl von Wand- und Bodenbelägen wie Fliesen und Laminat. Das sind die wirklich großen Entscheidungen, und daneben die wirklich wichtigen und diejenigen, die am meisten Spaß machen. Eine einzige Fliese kann die Optik eines Raumes ebenso dominieren wie ein bestimmter Laminatboden. Zum Glück hatten wir vor einigen Wochen bereits die Badplanung (siehe dazu die Artikel Bemusterung von Bad und Gäste-WC und Dreidimensionales) bei Richter + Frenzel vorgenommen, so dass hier das größte schon erledigt war (auch wenn wir noch ein paar Änderungen vorgenommen haben).

Mehr zu den anderen Artikeln in dieser Reihe

Tag 2

Am zweiten Tag sind wir ziemlich stark zwischen den einzelnen Hausbereichen und Einrichtungsoptionen hin- und hergesprungen — angepasst an den jeweiligen Diskussionsstand. Begonnen haben wir mit:

Bad- und Gäste-WC

Das Gäste-WC soll ein sehr stylisches, eher „kühles“ Ambiente bekommen — allein schon deswegen, weil wir einen optischen Knaller einplanen, der die Stimmung des Gäste-WCs bestimmen soll. Die Fliesen sollen sich also ein wenig zurücknehmen.

Die Bodenfliesen werden wie oben dargestellt in dunklem anthrazit sein, die sich auf dem halbhohen Wandvorsprung am Gäste-WC wiederholen werden. Die Wandfliesen sind, gemäß der gewollten Zurückhaltung, in einem sehr hellen grau mit leichten Verzierungen gehalten. Die Wandfliesen werden wir hier wie im Bad nur um die Armaturen und Bauelemente anbringen.

Bodenbeläge

Was waren wir uns bei den Bodenbelägen für die Wohn-Räume schon bei der Vorbemusterung sicher! Fangen wir einfach an: Der Technik-Raum bekommt eine dem Standard entsprechende Fliese (nämlich die billigste Variante), die aber dennoch ins Konzept passt (im Bild unten). Im Flur wird die gleiche Fliese wie im Gäste-WC verfliest, auch Küche und Gästezimmer werden anthrazit sein — passt super zu den weißen Küchenmöbeln, die wir bekommen werden.

Für Ess- und Wohnzimmer hatten wir uns bei der Vorbemusterung bereits einen Laminat in Nussholz-Optik herausgesucht, den wir auf Anhieb sehr schön fanden und der gut zu den Möbel gepasst hätte. Sehr cool war, dass kurz bevor wir beim Thema Laminat waren, Luxhaus zahlreiche neue Laminatmuster geliefert bekam, die wir uns direkt als erste Kunden überhaupt anschauen durften. Wir hätten nicht gedacht, dass das noch mal unsere Entscheidung ändern würde.

Im Ess- und Wohnzimmer bekommen wir nun wie im DG-Flur ein Laminat in einem nicht so stumpf wirkenden Holzdekor namens „Portland Oak“, das zudem eine leichte Struktur besitzt und so fast wie edles Echtholzparkett wirkt/ sich anfühlt (Bild links). Großartig! Anstelle des eigentlich geplanten Hochflor-Teppichs wird dieses Laminat auch Einzug in unser Schlafzimmer finden. Toll ist auch, dass es wunderbar zu den Trittstufen der Treppe passt (siehe Teil 2 des Bemusterungsberichts).

Für die beiden anderen Zimmer im OG haben wir ein anderes Laminat ausgewählt: „Schottland Eiche“ (Bild rechts). Auch das wirkt extrem wertig und hat noch mal eine andere Oberflächenstruktur als das Portland Oak.

Beide Laminat-Böden kommen von der Firma Kronotex (Reihe Smart), auf deren Website man übrigens eine Art Raumplaner findet, mit dem man in unterschiedlichen Räumen Laminate verlegen kann und so einen guten Eindruck davon bekommt, wie der Laminat auf großer Fläche wirkt.

Mehr zum Bad im Obergeschoss und den weiteren Entscheidungen an Tag 2 folgt in meinem vierten Berichtsteil.