Vorbereitungen für die Ausstattungsbemusterung (2)

Nach der Aufregung über die so plötzlich angesetzte Ausstattungsbemusterung in wenigen Wochen haben sich Ärger und Nebel in den vergangenen Tagen gelichtet. Unsere Bemusterung wird nun am 10. und 11. November in Dirmstein stattfinden.


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Nach dem Erhalt des Luxhaus-Schreibens mit dem Bemusterungstermin haben wir eine Mail an den Gebietsverkaufsleiter und unseren Architekten geschrieben, wie im Artikel Die Ausstattungsbemusterung und eine Enttäuschung erwähnt. Insgesamt waren wir doch ziemlich verwirrt und unsicher, ob das nun alles so richtig läuft. Unser Architekt Herr M. hat sich daraufhin wieder einmal sehr beruhigend gemeldet und uns Angst und Sorge genommen. Kurz gefasst hat er vermittelt, dass wir doch glücklich sein können, wie zügig unser Bauvorhaben auch seitens Luxhaus voran geht. Überhaupt erweist sich Herr M. aktuell als der Ruhepol für uns, der jede noch so nervige Frage von uns gelassen und freundlich beantwortet. Von unserem Verkäufer hören wir da leider im Moment sehr wenig.
Erstaunlich ist, dass wir immer wieder gesagt bekommen, wie hervorragend vorbereitet wir sind, wie gut wir mitarbeiten und dass wir viel weiter und schneller seien als die meisten anderen Bauherren — uns kommt es dagegen so vor, als bräuchten wir sehr lange und wären wahnsinnig unvorbereitet.

Da ich zum Termin der Bemusterung auf einem Firmenseminar bin und das nur äußerst schwer hätte absagen können, haben wir um Alternativtermine gebeten, auch nach welchen in der Luxhaus-Boutique in Georgensgmünd. Die Antwort ließ uns leider wenig Spielraum: in der nächsten Zeit war nur noch eine Bemusterung zwei Tage später als bislang in Dirmstein möglich, die nächsten freien Termine liegen in Dirmstein erst Ende Januar, in Georgensgmünd Anfang Februar. Also war klar: Bemusterung am 10. und 11. November. Und plötzlich merkt man, dass man so lange definitiv nicht warten möchte — auch wenn zumindest ich mit der Bemusterung nicht vor Anfang 2012 gerechnet hatte.

Ende der letzten Woche kamen dann auch die fast aktuellen Grundrisse im Maßstab 1:50, so dass wir mit der Elektro-Planung begonnen haben — die wahnsinnig kompliziert ist.

Da wir für die Bemusterung auch die Küchenanschlüsse klar haben müssen, haben wir in dieser Woche noch einmal drei Termine mit Küchenstudios, eines davon neu in der Auswahl: Neumaier Einrichtungen, die grad bei uns um die Ecke sind und nach dem ersten Durchgang durch die Ausstellungen ein wirklich schönes Angebot haben. Die zwei anderen Termine sind bei Grimm Küchen und Friwa, mit denen wir unsere neue räumliche Konstellation durchsprechen wollen.

Gut zwei Wochen noch — dann nehmen wir den nächsten großen Schritt bei unserem Bauvorhaben. Aufregend. Und schön!

Was sich sonst noch getan hat…

In den letzten Wochen haben sich rund um den Hausbau noch ein paar kleine Dinge ereignet. Damit keines in Vergessenheit gerät, stelle ich sie in diesem Artikel in einer Übersicht zusammen.


Der Bauantrag…

…wurde leider nicht wie wir gehofft hatten noch vor unserem Mallorca-Urlaub eingereicht, sondern erst bei unserer Rückkehr am 19. September und damit drei Wochen später als geplant. Auswirkungen auf den Zeitplan hat das hoffentlich keine. Aufgefallen ist uns das auch erst durch die Eingangs-Bestätigung der Stadt Walzbachtal, die wir in der letzten Woche erhalten haben. Offenbar lag die Verzögerung am Vermesser, der die Vermessungs-Unterlagen für den Bauantrag zu spät an unseren Architekten übergeben hat. Ärgerlich, aber nicht änderbar, vor allem weil wir uns mit der Fertigstellung des Bauantrages ziemlich beeilt haben.

Die konstruktive Bemusterung…

…findet am Donnerstag der nächsten Woche statt. Freundlicherweise kommen unser Architekt und unser Gebietsverkaufsleiter wieder zu uns nach Hause. Veranschlagt ist der Termin mit zwei Stunden. In der konstruktiven Bemusterung werden alle statisch relevanten Themen festgelegt (also Außen-/ Innenwände, Fensterpositionen und -größen, das Dach, etc.), nicht wie wir ursprünglich dachten auch alle Elektro-Pläne. Bis dahin müssen wir also geklärt und festgelegt haben, was mit Speisekammer und Küche passiert. Jede Änderung nach Abschluss der konstruktiven Bemusterung kostet Geld.
Bei der konstruktiven Bemusterung werden wir dann auch erfahren, was die Änderungen am Grundriss, an Fenstern und Türen insgesamt kosten werden.

Besuche in Küchenstudios…

…gab es in den letzten Wochen einige. Wir waren bei Friwa Küchen (sehr kompetente, nette und ruhige Beratung ohne viel Hektik), Grimm Küchen, Miele Küchen Atelier, Frey Kandel — und am morgigen Freitag geht es nun noch zum Werk von Zeyko in den Schwarzwald. Die bisherigen Angebote, die wir bekommen haben, reichen von etwa 13.000 € bis 37.000 € — letzteres ist jedoch absolut indiskutabel und weit über unserem Budget.

Die Mehr- und Minderkostenrechnung für Bad und Gäste-WC…

…haben wir gestern erhalten. All unsere Wünsche schlagen mit einem Mehrpreis von knapp € 8.000 zu Buche, in denen allein € 4.000 für Badmobiliar (Waschtisch-Unterschrank fürs Bad, Spiegel für beide Bäder inkl. Beleuchtung, Hochschrank fürs Bad) und knapp € 1.000 für Zubehör (Handtuchhalter, Papierroller, Bürsten, etc.) enthalten sind. Verbleiben knapp € 3.000 für schönere Waschtische, Armaturen, Toiletten, Wanne, Regendusche — mit diesem Aufpreis hatten wir in etwa kalkuliert. Allerdings hatten wir bislang weder Möbel noch Zubehör im Finanzplan.
Bis zur Ausstattungsbemusterung haben wir nun Zeit, zu streichen, auszutauschen oder zu ergänzen.

Von Fehlern, Sofas und dem Küchenwahnsinn

Besuche in Musterhäusern sind nicht nur hilfreich bei der Beantwortung der Frage, wie man sich sein zukünftiges Haus vorstellt. Besuche in Musterhäusern sorgen auch schnell für eine leicht verzerrte Wahrnehmung von Größenverhältnissen und Einrichtungen.


Zu unseren Fehlern im Planungsprozesses gehört sicherlich, dass wir die Größe der Musterhäuser unterschätzt haben. Die meisten der Häuser, die wir besucht haben, waren mindestens 180qm groß — wir bauen mit etwa 144qm. Da die Musterhäuser oft die gleiche Anzahl an Zimmern haben wie unser Haus auch bekommen wird, plant man mit den gesehenen Einrichtungen das eigene neue Zuhause. Hinzu kommt, dass vieles, was die Hersteller in ihren Häusern zeigen, zwar schön ist, sich bei genauerer Betrachtung aber als extrem unpraktisch erweist.

Insbesondere bei Küche und Wohnzimmer sind wir in der Architektenplanung unseres Hauses aus allen Wolken gefallen, was nicht am Architekten lag, sondern an unserer schlechten Vorbereitung. Plötzlich wirkt alles klein, und man fragt sich, wieso die Küche aus diesem oder jenem Musterhaus nicht in den eigenen Küchenraum passt. Dazu kommt auch, dass Pläne geduldig sind, aber wir doch nicht so viel räumliches Vorstellungsvermögen haben, dass wir mit einem Plan eine genaue Vorstellung von der Dimension der Räume bekommen. Also haben wir in den letzten Wochen viele Abende und Sonntage mit Maßbändern zugebracht und versucht, unser Haus in unserer Wohnung abzubilden.

Als größter Knackpunkt stellt sich dabei bis heute heraus, dass wir uns bei der Platzierung von Küche und Wohnzimmer absolut unsicher sind. Prinzipiell gibt es dabei nur zwei Möglichkeiten: entweder kommt die Küche in den Erker-Bereich Richtung Garten (so, wie wir es eigentlich seit Beginn an haben wollten, dann aber wieder verworfen haben, siehe Bild links) oder in den schmaleren Bereich neben der Treppe Richtung Straße (siehe Bild rechts). Das Wohnzimmer käme dann in den entsprechend anderen Bereich.

In unserer aktuellen Wohnung haben wir einen sehr offenen Wohn- und Küchenbereich, wobei die Küche nur an Außen- bzw. Innenwänden orientiert ist und nichts in den Raum gebaut wurde. Als wir vor ein paar Wochen in einem Küchenstudio eine Ausstellungsküche sahen, die ähnlich groß war wie in unserer Planung im Bild oben rechts, bin ich ob der Enge ziemlich erschrocken. Da bei uns nicht nur einer kocht, sondern wir gern auch zusammen in der Küche stehen und uns dort auch mit Gästen aufhalten, ist mir eine enge Küche ein Graus. Da wir auf eine Speisekammer nicht verzichten wollen, muss auch die in Küchennähe Platz finden.

Unser Luxhaus - Grundriss des Erdgeschosses
Grundriss des Erdgeschosses
In der Variante rechts hat die Küche eine Größe von 3,60m in der Breite und 2,70m in der Tiefe, wobei die Breite nicht komplett nutzbar ist wegen des Durchgangs zur Speisekammer. So könnte die Küche in der Planung neben der Treppe aussehen — zwischen Kochinsel und der Zeile zur Speisekammer liegen knapp 1,20m.

Das finde ich verdammt eng, zumal sich an der rechten Seite ein Block mit Hochschränken für Kühlschrank, Backofen, etc. anschließt. Selbst die eher offen wirkende Kochinsel zum Essraum hin kann da vom Gefühl her den Eindruck nicht mehr zerstreuen, komplett zugebaut zu sein. So stelle ich mir unsere Küche nicht vor.

In der anderen Variante wäre für die Küche sehr viel Platz, selbst wenn noch eine Speisekammer untergebracht wird. Diese Variante hat aber den Nachteil, dass dadurch das Wohnzimmer in den engeren Bereich neben der Treppe muss. Unsere jetzige Couch würde dann mit ihrer Breite von 3m zur Wand noch 60cm Platz lassen.

Andere Optionen bleiben da nicht übrig — und so zermatern wir uns seit Wochen die Gehirne, wie wir das Erdgeschoss nun am Besten umsetzen und wo was hinkommt. Zu einem definitiven Schluss sind wir noch nicht gekommen; vermutlich aber wird die Küche tatsächlich in den größeren Bereich kommen. Denn wir nutzen das Wohnzimmer eigentlich nur noch zum Fernsehen oder wenn wir Filme gucken. Wenn wir Besuch haben, verbringen wir höchst selten Zeit im Wohnzimmer, sondern mehr in der Küche und am Esstisch.

Sollten wir das so umsetzen wollen, müssen wir noch ein paar Fenster verändern, die dann in Form und Größe keinen Sinn mehr ergeben. Den Bauantrag haben wir zwar schon eingereicht, zum Glück ist aber eine Änderung der Fenster „verfahrensfrei“ und muss nicht mehr dem Bauamt gemeldet werden.

Bildnachweis: Das Artikelbild oben habe ich im Mannheimer Musterhaus der Firma Luxhaus fotografiert.

Bauantrag in zwei Wochen (2)

Neben den vielen Änderungen und Diskussionen zum Erdgeschoss gab es auch einige Runden bis zum endgültigen Planstand des Dachgeschosses. Die Platzierung des Hauses und der Garage insgesamt war natürlich nebenbei auch noch Thema der Überlegungen bis zum Bauantrag.


Im gestrigen Eintrag habe ich beschrieben, wie das Erdgeschoss unseres Hauses im Grundriss aussehen wird — zumindest soweit, wie die Entscheidungen für den Bauantrag zwingend waren. Neben dem Erdgeschoss gab es aber auch einige Änderungen im Dachgeschoss.

Dachgeschoss

Unser Luxhaus - Grundriss des Dachgeschosses
Unser Luxhaus - Grundriss des Dachgeschosses

Zwar haben wir lang nicht so viele Runden für das Dachgeschoss benötigt wie für das Erdgeschoss — einfach war es bis zur endgültigen Entscheidung aber nicht. Schlafzimmer mit begehbarer Ankleide, ein angenehm großes Badezimmer, kein zu kleiner Flur und möglichst viel Sichtfläche in den Garten waren unsere Wünsche. Nicht alle davon konnten wir realisieren.

Die einfachste Entscheidung war die Platzierung eines Dachflächenfensters über dem Treppenhaus, um dort genügend Licht zu haben. Wie auf dem Grundriss zu sehen ist, haben wir auch das Bad erheblich vergrößert und umgestaltet, um von der typischen Anordnung der Elemente abzuweichen und gleichzeitig den Anschluss einer Sauna zu ermöglichen. Eine Sauna werden wir zwar sicherlich erst in ein paar Jahren einbauen, eingeplant werden muss sie aber dennoch.

Keitel Musterhaus Stadtvilla Mannheim - Bad
Keitel Musterhaus Stadtvilla Mannheim - Bad

Im Musterhaus von Keitel, der Stadtvilla in Mannheim, hatten wir ein Bad gesehen, das wir von der Anordnung der Badewanne, Dusche und des Waschbeckens sehr interessant fanden (siehe Foto links). Hier liegen Dusche und Wanne hinter dem Waschbecken, getrennt durch eine fast zimmerhohe Wand. Diese Idee werden wir in unser Bad sehr wahrscheinlich etwas abgeändert übernehmen: die ebenerdig geflieste Dusche (mit Blick zum Fenster) und das WC kommen direkt an die Wand, davor setzen wir ebenfalls mit einer zimmerhohen Wand abgetrennt die zwei Waschbecken.
Im Detail geplant wird das Bad aber erst in der konstruktiven Bemusterung sowie der Einrichtungs-Bemusterung. Das Bad wir aber in jedem Fall großartig und unsere kleine Oase, in der wir endlich mal ein bisschen mehr Platz haben und uns nicht ständig im Weg stehen.

Gestern waren wir bereits in einem Bad-Fachgroßhandel, Pfeiffer May, um uns ein paar schöne Einrichtungen anzuschauen. Prinzipiell wissen wir ja bereits, dass wir mit dem Standard von Luxhaus bei Armaturen und Waschbecken richtig liegen — der Rest wird sich in ein paar Monaten zeigen.

Okal Musterhaus Mannheim - schmale Fenster im Schlafzimmer
Okal Musterhaus Mannheim - schmale Fenster im Schlafzimmer

Schräg gegenüber vom Badezimmer liegt das Schlafzimmer. Dort wollten wir eigentlich ein schmales, längliches Fenster einbauen lassen mit Blickrichtung zum Garten, um vom Bett aus morgens eine schöne Aussicht haben zu können. Wir hatten auch das im Mannheimer Musterhaus von Okay gesehen.

Um das hinbekommen zu können, hätten wir allerdings wahnsinnig viele Dinge am Grundriss ändern müssen, so dass wir nach vielen Diskussionen Abstand vom Fenster genommen haben. Auch deswegen, weil wir beim Nachmessen in unserem aktuellen Schlafzimmer festgestellt haben, wie wenig wir auf dem Bett liegend vom Garten sehen werden. Eine weitere Idee abgehakt, die mit all ihren Nebenwirkungen unsinnig gewesen wäre und vermutlich nachher mehr geärgert hätte als gefreut. Und nebenbei haben wir gelernt, dass es gar nicht so unsinnig ist, sich manche Ideen oder Grundrisse einfach mal irgendwo real mit Klebeband, Zollstock oder sonstigem abzustecken. Das gibt ein viel besseres Gefühl für Räumlichkeiten.

Perfekt gelöst haben wir aber die Schaffung einer Ankleide neben dem Schlafzimmer, die zwar teilweise in der Schräge liegt, aber dadurch einen gemütlichen Charme bekommt. Die Ankleide wird nur vom Schlafzimmer aus zugänglich sein.

Durch das große Bad sowie das große Schlafzimmer werden die beiden anderen Räume (geplant als Arbeits- und Hobbyzimmer) etwas kleiner.

Das Grundstück, die Garage, das Haus

Im Artikel über die Grundstücksbegehung hatte ich ja schon über die Zisterne und die Notwendigkeit geschrieben, das Haus umzuplatzieren. Super ist, dass wir jetzt einen Mittelweg gefunden haben, den wir wirklich schön finden, weil zwischen Garage und Haus noch Platz ist für beispielsweise die Mülltonnen. An die hatten wir bislang überhaupt nicht gedacht.

Für die Garage hat uns unser Gebietsverkaufsleiter Herr Hettesheimer einen Kostenvoranschlag der Firma IBK-Fertigbau GmbH in Bruchsal besorgt, der uns noch nicht so richtig überzeugt — auch, weil wir die Kosten für die Garage bislang nicht vergleichen können. Heute haben wir daher sowohl bei der Firma Zapf als auch bei der Firma Groetz um ein unverbindliches Angebot gebeten.

Einreichung des Bauantrages

Luxhaus - Sekt als Geschenk zur Vertragsunterzeichnung
Luxhaus - Sekt als Geschenk zur Vertragsunterzeichnung

Wie schon geschrieben wurde gestern unser Bauantrag eingereicht. 68 Unterschriften hat es dafür gebraucht — pro Person, wohlgemerkt. Gut, dass wir durch den Streuselkuchen gestärkt wurden, sonst wären wir nach der Unterzeichnungsorgie wohl mit einem Bärenhunger nach Hause gefahren.

Gut ist für uns, dass unser Grundstück nicht in bereits gewachsenen Strukturen, sondern in einem Baugebiet liegt und somit der Bauantrag nur durchs sogenannte Kenntnisgabeverfahren muss, und wir in vier Wochen die Baugenehmigung bekommen sollten. Da wir uns an alle Bauvorschriften unseres Baugebietes in Jöhlingen gehalten haben und nichts gesondert genehmigt werden muss, gehen wir davon aus, dass alles glatt geht und keine Besonderheiten zu erwarten sind.

Und so haben wir dann am Freitag Abend zu Hause die Flasche Sekt aufgemacht, die wir von unserem Gebietsverkaufsleiter nach Unterzeichnung des Werkvertrages geschenkt bekommen haben (siehe Bild). Die hatte wir uns verdient, zumal wir wieder einen großen Schritt weiter sind.
Als nächstes wartet auf uns nun die konstruktive Bemusterung, und wir auf den Termin dazu!

Bauantrag in zwei Wochen (1)

Wir haben es tatsächlich geschafft – nach nicht einmal zwei Wochen haben wir den Bauantrag zusammen mit unserem Architekten und dem Vermesser fertiggestellt, so dass er vermutlich heute in die Post gegangen ist. Die Erstellung der architektonischen Pläne war allerdings auch harte Arbeit, verbunden mit vielen Ideen, Diskussionen und Zeichnungen.


Acht Planstände insgesamt haben wir gebraucht, um zum letzten Stand für den Bauantrag zu kommen. Dabei haben wir auf Basis des Luxhaus edition21|plus sowohl im Dach- als auch im Erdgeschoss eine ganze Menge geändert — sowohl am Grundriss, als auch an Fenstern und Türen.

Unser Architekt Herr Mascher hat sich dabei mächtig ins Zeug gelegt, um uns Vorschläge zu machen, hat uns unsinnige Ideen ausgeredet, und uns zu vielen tollen Dingen überzeugt. Oft liest man ja in anderen Baublogs, dass die Architekten ihre Grundleistung abgeben, sich aber kaum einbringen. Wir haben da genau das Gegenteil erlebt und eine sehr intensive und gute Zusammenarbeit gehabt. Laien wie wir sind ja darauf angewiesen, fachliche Unterstützung zu bekommen und beraten zu werden — und genau das hat Herr Mascher getan. Auch von dieser Stelle noch mal vielen vielen Dank!

Unterschrieben haben wir den Bauantrag dann gestern Abend im Luxhaus-Musterhaus in Mannheim. Dort haben wir neben einem Stück Streuselkuchen der Kollegin unseres Architekten auch noch ein Lob für unsere vorbildliche und schnelle Mitarbeit bekommen.

Wie wir nun das Grundstück, unser Haus und die Anlagen geplant haben, beschreibe ich in diesem und mindestens einem weiteren Artikel — für nur einen Artikel wäre das alles etwas arg lang geworden.

Erdgeschoss

Unser Luxhaus - Grundriss des Erdgeschosses
Grundriss des Erdgeschosses

Die Herausforderung für unser Erdgeschoss bestand darin, möglichst viel Staufläche zu schaffen, ohne den Lebensraum zu sehr einzuschränken. Da wir aus Kosten- und Nutzengründen keinen Keller bauen wollten, muss im EG Platz sein für Technik, Waschmaschine, Aufbewahrung von Lebensmitteln, Putzgerät und sonstigen Kram, den man allgemein im Keller verstaut. Für größere Dinge wie Koffer haben wir im Spitzboden noch reichlich Platz.

So haben wir nach langen Diskussionen zwischen uns, mit Bekannten, Freunden, Familie und dem Architekten entschieden, an die Küche eine langgezogene, schmale Vorratskammer (im Plan: Speisekammer) zu setzen. Dadurch wird die große Küche insgesamt wieder überschaubar, so dass die Küchenmöblierung insgesamt nicht zu einem Fass ohne Boden wird. Ohne Speisekammer wäre die Küche etwa 15 m2 groß gewesen.

Den Technikraum haben wir etwas vergrößert, um noch Platz für die Waschmaschine und Regale zu schaffen.

Luxhaus Georgensgmünd: Treppentür als Regal
Luxhaus Georgensgmünd: Treppentür als Regal

Der Clou (auch wenn das auf dem Grundriss nicht so genau zu sehen ist) wird aber der Abstellraum unter der Treppe, abgetrennt durch Wände, so dass man durch die Treppenstufen nichts sehen kann. Vorschlag unseres Architekten (der Speiseräume unnötig findet) war, von der Küche aus einen Zugang unter die Treppe zu machen, um dort Speisen deponieren zu können. Das wäre uns zu friemelig geworden — man will ja nicht immer wieder für eine Flasche Saft unter die Treppe kriechen. So wollen wir dort Sachen unterbringen, die man nicht ständig benötigt. Zugänglich soll der Raum über eine Tür werden, in die von vorn Regalböden eingearbeitet sind. Das hatten wir im Musterhaus auf dem Firmensitz in Georgensgmünd gesehen — siehe auf dem Foto links, das ich von der Luxhaus-Website entnommen habe.

Dort hat neben der Küche ein normal tiefes, schwenkbares Regal die Nebenfunktion als Tür zum Kellerabgang bekommen. Wir fanden das dort witzig gelöst, zumal man auf den ersten Blick gar nicht sieht, dass das Regal eine Treppe kaschiert. Sehr elegant und vor allem nützlich. So kann nicht jeder Gast gleich sehen, was wir alles unter der Treppe lagern werden!

Das Wohnzimmer haben wir um einen Erker erweitert, allein schon weil der Erker das ansonsten sehr kastige Haus auflockert und ein neues Element hineinbringt. In den Erker werden wir vermutlich neben vielen Pflanzen unsere große Couch stellen.

Die Küche wird für uns ein weiteres Highlight: seit langem wünschen wir uns die Kochstelle als Insellösung mit der Möglichkeit, zum Einen von beiden Seiten dort arbeiten zu können, zum Anderen aber auch von der Esszimmerseite dort an einer Theke sitzen zu können. So kann man noch viel schöner mit Gästen kochen — einer rackert sich in der Küche ab, während die anderen mit einem Glas Wein zuschauen.

Vom Esszimmer werden wir dann nicht nur sehr viel Fensterfläche zu unserem Garten hin haben, sondern auch großflächig Zugang zur Terrasse.
Im Esszimmer haben wir einen Kamin vorgesehen, der aber vermutlich erst viel später kommen wird.

Soviel zum Erdgeschoss, mit der Beschreibung unseres Dachgeschosses und der Grundstücksanlage geht’s im zweiten Teil weiter (vermutlich morgen): Bauantrag in zwei Wochen (2).

Grundstücksbegehung mit Überraschung

Am gestrigen Samstag waren wir mit unserem Architekten am Grundstück verabredet, um uns von ihm die Platzierung des Hauses und der Garage vor Ort zeigen zu lassen. Als wir jedoch mit dem Auto in das Baugebiet fuhren, entdeckten wir schon von weitem, dass sich auf unserem Grundstück etwas verändert hatte und dort ein unerwarteter Besucher stand.


Bagger auf dem Grundstück
Unerwarteter Besuch eines Baggers auf unserem Grundstück

Der Besucher erwies sich als Bagger, der jedoch nicht allein gekommen war, sondern mit einem riesigen Erdhügel auf unserem Grundstück geparkt hatte. Die Überraschung war perfekt, hatten wir doch noch niemanden bestellt, um das Grundstück begradigen zu lassen. Wie sich später herausstellte, gehörte der Bagger zu unseren neuen Nachbarn, die ihren Garten hinter ihrem Haus fertigstellen wollten und Platz für Bagger und Erde benötigten. Richtig schade, dass da noch keiner die ersten Arbeiten für uns vorgenommen hat…
Positive Nebenwirkung: Das ganze, teilweise meterhohe Gestrüpp, das auf unserem Grundstück wucherte, ist nun großflächig verschwunden. Um die Beseitigung dessen hatten wir uns schon viele Gedanken gemacht, ich sah mich bereits mit einer Sense ganze Wochenenden dort verbringen.

Apropos Nachbarn:
Die lernten wir gleich kennen, zumindest die links neben uns. Ob das Grundstück rechts mittlerweile verkauft ist, wissen wir noch nicht. Die Nachbarn gaben uns und dem Architekten einige Tipps, was wir bei der Bebauung beachten sollten und welche Fallen auf uns warten. Für den Architekten waren viele der Hinweise sehr hilfreich, wie er uns nachher sagte. Vielen Dank also von dieser Stelle noch mal, falls Sie hier schon mitlesen!

Die Nachbarn scheinen sehr nette Leute zu sein, was uns sehr beruhigt hat. Man weiß ja nie, wer da plötzlich auf einen wartet, und immerhin wird man viele Jahre nebeneinander wohnen. Wir haben unsere Adresse da gelassen, damit wir in Kontakt bleiben können.
Nach dem Architektengespräch haben wir gleich noch die Nachbarin von gegenüber kennengelernt, die ebenfalls einen sehr netten Eindruck gemacht hat. Sehr gut!

Apropos Architektengespräch:
Nachdem uns Herr Mascher gezeigt hat, wie nach den bisherigen Plänen das Haus auf dem Grundstück platziert ist, waren wir davon überzeugt, dass seine Ideen und Planungen richtig sind. Erstaunlich ist, wie klein plötzlich das Haus wirkt, nur weil man es sich auf „nackter Erde“ vorstellt.

Ein wichtiger Punkt musste nach der ersten Planung korrigiert werden: auf unserem Grundstück befindet sich bereits eine Zisterne an der Grundstücksgrenze, auf der im ersten Plan das Haus platziert war. Da das ohne größere Abstützungs- und Sicherungsmaßnahmen nicht möglich ist, hat unser Architekt Haus und Garage auseinander gerückt. Vorteil der Zisterne ist für uns, dass sie deutlich mehr Volumen hat als die bisher eingeplante und wir keine Zisterne mehr kaufen und einbauen lassen müssen. Ungewöhnlich, bei einem Bau Geld einsparen zu können.

Hausansicht von Nord-WestenZwar hatte uns die Lücke zwischen Garage und Haus auf den ersten Blick nicht so gut gefallen; mittlerweile finden wir das aber eine gute Idee, denn so entsteht zum Beispiel eine größere Parkmöglichkeit neben dem Haus und wir bekommen Platz für Mülltonnen.

Das wird alles sehr großartig! Als wir gestern vom Grundstück wieder nach Hause fuhren, sahen wir uns in der Entscheidung für das Gageneck sowie das Luxhaus-Haus vollkommen bestätigt.

In der kommenden Woche wollen wir nun den Bauantrag zur Einreichung fertiggestellt bekommen, was momentan ganz gut aussieht. Für heute haben wir uns die Planung der Außengestaltung des Hauses vorgenommen (Platzierung von Fenstern und den von uns gewünschten Farbflächen auf der Hauswand), um dem Architekten morgen den neusten Stand zuschicken zu können. Spätestens am Freitag soll dann der Bauantrag unterschriftsfähig sein.

Ich bin zuversichtlich, dass wir das hinbekommen werden.