Warten auf LuxHaus und den Abschluss

Es ist mal wieder Zeit zu Warten — Warten auf eine Reaktion von LuxHaus. Seit dem letzten Kontakt sind mittlerweile über zweieinhalb Wochen ins Land gegangen, ohne dass es die wie üblich zugesagte Reaktion bis Tag X gegeben hätte. Heute bekommt der Geschäftsführer von uns eine Mail.


Mit Ruhm bekleckern geht irgendwie anders. Ziemlich unerwartet und mehr oder weniger aus heiterem Himmel riefen mich am Mittwoch, 6. Februar um 17:00 der Bauleiter-Chef von LuxHaus sowie unser Bauleiter an, während ich noch auf der Arbeit saß. Sie wollten über den Restbetrag verhandeln, den wir noch an LuxHaus zu zahlen haben. Ganze vier Minuten hat das Gespräch gedauert und mich schnurstracks in den Himmel der Wütenden befördert. Seither hatte ich Zeit, meine Verärgerung über die Chuzpe loszulassen, die Dinge zu unseren Ungunsten zu verdrehen.

Bei der kürzlich erfolgten finalen Hausabnahme hatten wir neben der Diskussion über die offenen Mängel auch über den durch uns einzubehaltenden Betrag der letzten Rate gesprochen. Unsere Vorstellung bei der Vielzahl der Mängel und Punkte, die LuxHaus nicht beheben kann, lag bei einem sicherlich nicht niedrigen, aber von uns auf Basis der vielen Punkte berechneten Betrag. Das war eine Menge Kohle, aber wir pflegen seit der ersten Übergabe im Juli letzten Jahres ein Excel-Dokument mit sagenhaften 109 offenen Arbeiten und Mängeln, von denen unser Bauleiter direkt viele als „nicht behebbar“ gekennzeichnet hat. Für die nicht am Schluss offenen Mängel sollten wir unsere preisliche Vorstellung für einen Nachlass nennen. 33 dieser Mängel sind am Ende übrig geblieben, deren Behebung zu aufwändig oder unmöglich ist. 33!

Macken in einer Außenfensterbank.
Macken in einer Außenfensterbank.

Nun ist die emotionale Empfindung darüber, was genau ein Mangel ist, in gewisser Weise Ansichtssache. Als Hausbesitzer bist du natürlich mit kleineren Fehlern schneller unzufrieden als ein Haushersteller, der 300-400 Häuser pro Jahr baut. Bei uns sind aber zum Beispiel einige Fensterbänke derb zerkratzt (siehe Beispiel im Foto oben, davon haben wir nicht nur diese eine Fensterbank); da die fest mit der Außenwand verbunden sind, macht es wenig Sinn, die austauschen zu lassen. Die vielen anderen Mängel wie das Unikat unseres Duschablaufs oder die schief verlegten Fliesen sind ebenfalls nicht oder nur mit riesigem Aufwand durch LuxHaus behebbar.

Im Telefonat legte mir der Bauleiter-Chef von LuxHaus nahe, dass das doch -wenn überhaupt- alles kleine Schönheitsfehler seien. Wir haben in den letzten Monaten ja einige schiefe Argumente gehört, aber das war wirklich das Beste von allen. Schönheitsfehler. Sorry, die Mängel bei uns sind ganz sicher keine Schönheitsfehler. Da ich aber auf der Arbeit war, und man auf der Arbeit für gewöhnlich arbeitet, habe ich nicht lange mit den beiden Herren diskutiert, eine Einigung wäre an der Stelle nicht möglich gewesen. Deren Angebot war ein knappes Drittel unseres ersten Einbehaltvorschlags, unser Gegenangebot gute zwei Drittel des urpsprünglichen Wunsches.

Das Neuste bei uns: Abplatzende Leiste an einer Wandecke.
Das Neuste bei uns: Abplatzende Leiste an einer Wandecke.

Das Thema sollte damals an den Geschäftsführer von LuxHaus weitergegeben werden, mit dem wir ja schon einmal Kontakt hatten. Man würde sich in der Woche darauf noch einmal melden. Passiert ist, man ahnt es schon, nichts.

Heute bekommt der Geschäftsführer von uns eine E-Mail. Nach all dem Trara mit unserem Bauleiter, dem ständigen Hinterherlaufen zu Terminen und Arbeite(r)n (was wir ja eigentlich als Teil des LuxHaus-Paketes bezahlt haben), den gebrochenen Versprechen und dem vielen unnötig genommenen Urlaub, weil dann doch niemand kam, steht mir der Ärger mit LuxHaus nun wirklich Oberkante Unterlippe. Es wird Zeit, dass die Firma sich mal bewegt — und zwar auf den Kunden zu.

Hausabnahme und letzte Arbeiten

Kaum zu glauben: vergangenen Donnerstag ist der letzte Handwerker mit den letzten offenen Arbeiten aus unserem Haus gegangen. Damit ist die finale und endgültige Hausabnahme endlich erfolgt.


Auf den Tag genau ein halbes Jahr nach Einzug hat der Sanitär-Handwerker am vergangenen Donnerstag sowohl die Entkalkungsanlage versetzt als auch eine Silikon-Fuge am Waschbecken ausgebessert. Kurz vor Abfahrt hat er uns endlich auch erklärt, wie wir die Fußbodenheizung zu warten haben.

Doch wie üblich der Reihe nach.

Im letzten Artikel zum Stand der Dinge hatte ich aufgearbeitet, welche Punkte im Laufe der letzten Monate abgearbeitet worden waren. Vier Punkte blieben hier noch offen, die am Montag (21.01.2013) erledigt werden sollten. Jaja, gelernt ist gelernt, wir haben mit Zusagen von LuxHaus der Art ja einige Erfahrungen gemacht. Auf meine Frage, ob denn an jenem Montag wirklich alle Handwerker erscheinen würden, bekamen wir von LuxHaus die Zusage, dass alles gemacht werde.

Nun gut. Meine bessere Hälfte nahm sich einen Tag Urlaub für die Arbeiten sowie die zudem mit unserem Bauleiter anstehende finale Hausabnahme.

Ausbesserungen

Die zwei letzten Ausbesserungsversuche der vermackten Wände in der Küche waren ja gescheitert bzw. hatten sich als fehlerhaft herausgestellt, so dass die Maler hier noch einmal nachbessern mussten. Nun wurden die beiden Wände also zum wahrscheinlich vierten oder fünften Mal komplett gestrichen. Man merkt mittlerweile einen Höhenunterschied zwischen den normal-weißen Streifen und der ocker-farbenen Fläche — fast wie ein Hügel :). Die Maler haben dieses Mal so ordentlich gearbeitet, dass jetzt weder Macken noch Farbunterschiede zu sehen sind.

Auch der Sockelputz wurde ausgebessert — wir können also endlich nach vielen Monaten den Kies als Spritzschutz ums Haus einlegen lassen. Parallel dazu haben die Handwerker auch die vom Versetzen des Regenfallrohres noch übrig gebliebenen Befestigungsschellen abmontiert und die Hausfassade ausgebessert. Klar, du siehst nach all der Zeit natürlich bei genauem Hingucken, dass da was ausgebessert wurde — ist uns aber egal, da das Haus von vorn endlich gut aussieht.

Hausfassade ohne Schellen-Halterungen.
Hausfassade ohne Schellen-Halterungen.

Offen blieben am Montag die Sanitärarbeiten — es wäre ja auch wirklich ein Wunder gewesen, hätte dieses Mal alles geklappt. Der Sanitärmensch kam dann, wie bereits erwähnt, für die letzten Arbeiten am Donnerstag. Die Entkalkungsanlage, die bisher mehr oder weniger mitten im Hauswirtschaftsraum stand, steht nun etwas kompakter in der Ecke, so dass wir nun Platz und Bewegungsfreiraum haben. Sehr schön.

Hausabnahme

Ein paar Mängel haben wir unbearbeitet gelassen, einfach, weil es entweder nicht ging oder wir kein Interesse daran hatten. Dazu habe ich an anderer Stelle ja schon geschrieben, dazu gehören zum Beispiel auch die vielen Schrammen in unseren Außen-Fensterbänken oder auch die hübsch-dekorative Duschrinne.

Vom Fliesenleger schief gesetzte Duschrinne.
Vom Fliesenleger schief gesetzte Duschrinne.
Zu Wänden und Laminat schief verlegte Fliesen.
Zu Wänden und Laminat schief verlegte Fliesen.

Im Gäste-WC haben wir in Richtung Außenwand noch einen tollen Effekt: der Boden sackt auf einer Seite am WC leicht ab, so dass dort eine kleine Kuhle entstanden ist. Die ist natürlich auch nicht mehr ausbesserbar.

Absackender Boden im Gäste-WC.
Absackender Boden im Gäste-WC.

Bei der Hausabnahme wurden dann noch einmal alle Mängel final besprochen und die einzubehaltende Summe von uns diskutiert, die wir von der letzten Hausrate abziehen. Da bleiben ein paar hübsche Euro übrig, die wir zur Kreditabzahlung und für den Garten verwenden werden.

Heute haben wir das Protokoll zur Hausabnahme, eine letzte Version unserer Mängelliste sowie die Anweisung zur Begleichung der letzten Rate für unsere Bank abgeschickt. Damit ist das Kapitel Hausbau so gut wie abgeschlossen.

Status der Mängel in unserem Haus

Mehrfach bin ich jetzt von Leserinnern und Lesern nach dem Stand gefragt worden. Zurecht: Der letzte Artikel zum Thema Abarbeitung der Mängel durch LuxHaus liegt einige Monate zurück — Ende Oktober hatte ich zusammengefasst, was vom groß angekündigten letzten Mängel-Beseitigungstag übrig geblieben ist.


Ein paar der Firmen, die beim von höchster LuxHaus-Stelle bestätigten Abarbeitungstermin nicht erschienen waren, sind im Anschluss aufgetaucht. Manche auch erst, nachdem wir mehrfach nachfragen und hinterherlaufen mussten. Die beiden beschädigten Innentüren mussten erst nachbestellt werden, nachdem die erste Ersatzlieferung aus einer Bestellung mit falschen Maßangaben herrührte. Das war am 19. November, knapp einen Monat später.

Das, jaja, das Regenfallrohr

Mein größtes Ärgernis, hier im Blog mehr als ausreichend ausgebreitet, war das Regenfallrohr. Man, hat mich das im Nachhinein noch Nerven gekostet. Ich habe wirklich selten eine derart unfähige Firma erlebt. Nicht nur, dass die sich gegenüber LuxHaus wohl zu den Arbeiten verpflichtet hatten (gibt ja Geld, war schließlich nicht für einen karitativen Zweck), beschwerten sie sich bei mir, dass wir ja so weit weg wohnen würden (etwa 15 km weiter) und wir außerhalb ihres Arbeitsbereiches wären (wieso nehmen sie den Auftrag dann an?). Schwamm drüber.

Es wurde ein Termin angesetzt für Mitte November, Montags morgens um 8. Zu dem erschienen zwei Monteure, die beim Aussteigen aus dem Auto bereits den Kopf schüttelten. Sie hätten leider nicht die richtige Leiter dabei für mein Fallrohr, die reiche ja nicht so weit hoch. Da wars für mich eigentlich schon rum. Ich bin von Natur aus nicht besonders geduldig — da ist mir aber die Hutschnur gerissen, auch weil die zwei nicht konkret mit mir, sondern miteinander geredet haben und ich aus ihrem Gespräch erlauschen musste, was los ist.

Es wurde ein weiterer Termin vereinbart, nun für den Samstag darauf. Zu dem erschienen zwei andere Monteure, endlich mit der richtigen Leiter, und endlich fähige Leute, die selbst erkannten, was das Problem ist und wie man es am Besten löst. In meinen Augen haben sie am Ende das Regenfallrohr noch besser angebracht, als ich es die vielen Monate über gefordert hatte. Ärger also abgehakt.

Das neue und viel schönere Regenfallrohr.

Die Flaschner-Firma sollte zum Regenfallrohr auch gleichzeitig in unserem HWR ein Blech anbringen, dass die Lücke im Estrich zwischen Wand und Tecalor schließt. Nach dreimal Nachfragen hatte ich von unserem Bauleiter auch ein offizielles OK für die Arbeiten bekommen — am Ende wurscht, auch das ist nun gemacht. Das gewinnt so sicherlich keinen Design-Wettbewerb, muss das aber auch gar nicht. Sieht ja kein Mensch außer uns, wenn wir hingucken.

Metallschiene zur Abdeckung.

(Dach-)Fenster

Eine extrem positive Erfahrung haben wir mit dem Kundendienst von LuxHaus gemacht. Am 12. November hatten wir mit einem wirklich freundlichen, guten Monteur Abends einen Termin ausgemacht zur Reparatur des defekten Rolladens an unserem Dachfenster. Ich war schon verwundert, dass das überhaupt geht — immerhin muss da jemand in der Dunkelheit auf dem Dach herumkraxeln. Zwar konnte er Abends nichts reparieren, aber zumindest den Fehler finden, den er am Morgen darauf gelöst hat.

Die fehlerhaften Fenster sowie die Macken in unserer Haustür wurden ebenfalls Mitte November ausgetauscht bzw. ausgebessert.

Knacken und Knirschen im Laminat

Ende November erschien dann auch die Firma, die unsere Laminat-Böden verlegt hat. Mit dem Ergebnis des Termin sind wir sicherlich am unzufriedensten, mir fehlte damals aber auch die Energie, mich noch weiter darum zu kümmern und wieder zig Leuten hinterherzulaufen. Problem war und ist, dass wir unserer Ansicht nach zwischen einigen Laminat-Platten einen zu großen Versatz haben, den man beim Laufen bemerkt und auch sieht. Zudem knackt es an vielen Stellen im Laminat, beispielsweise wenn ich wie jetzt im Arbeitszimmer am Schreibtisch sitze. Jede Bewegung mit dem Stuhl, jeder Tritt führt zu knackenden Geräuschen. Angeblich ist das alles vollkommen normal, ich muss aber auch gestehen, dass die Kommunikation zwischen mir und den beiden Monteuren in ihrem teilweise gebrochenem Deutsch nicht besonders leicht war. Hier müssen wir sehen, wie wir mit LuxHaus verbleiben. Ich rechne ehrlich gesagt damit, dass uns die Laminat-Böden noch weiter beschäftigen werden.

Die ungelösten Mängel

Tja – ein paar Punkte sind seitdem offen. Die auszubessernden Farbwände in der Küche wurden überstrichen, die fehlerhaften Stellen sind alle ausgebessert. Leider wurden die Wände aber offenbar so schlecht oder schnell und unsauber überstrichen, dass man jetzt an anderen Stellen noch deutlichere Farbunterschiede sieht. Das muss also erneut neu gestrichen werden, ich glaube dann zum 4. Mal.

Das Regenfallrohr ist zwar ausgebessert, die alten Schellen befinden sich aber noch immer in der Hauswand und müssen entfernt, die Löcher dazu ausgebessert werden. Auch der Außenputz, insbesondere im Sockelbereich, ist seit August nicht verbessert worden. Die Entkalkungsanlage muss ebenfalls noch versetzt werden.

Mit LuxHaus ist nun ein weiterer Termin vereinbart worden am kommenden Montag, an dem alle Punkte abgearbeitet werden sollen.

Energieausbeute unserer Photovoltaik

Seit Ende November kann ich nun endlich im Internet verfolgen, wie viel Strom die Module unserer Photovoltaik produzieren, die fast zweieinhalb Monate auf unserem Dach liegt. Die Ausbeute ist im Winter naturgemäß recht gering.


Energieproduktion 12/2012
Energieproduktion der PV-Anlage im Dezember 2012.
Mir fehlt der Vergleich mit einem normalen Frühlings- oder Sommertag, um zu wissen, bei wie viel Prozent des höchstmöglich Erwartbaren wir jetzt liegen. Und leider, ja leider, funktioniert die Datenübertragung nicht so, wie sie sollte. Die im Screenshot links zu sehenden Lücken vom 18. bis 22. Dezember haben damit zu tun. In der Zeit gab es ein paar Tage mit viel Sonnenschein, der sich in den Daten nicht wiederfindet.

So ganz genau ist es noch nicht klar, woran es liegt, dass nicht alle Daten zuverlässig übertragen werden und die reale Energieproduktion unserer Photovoltaik zumindest etwas im Grauen verborgen ist. Immer wieder gibt es Ausfälle, manchmal wie im Dezember tagelang, nur um dann wieder zu funktionieren — zumindest augenscheinlich.

Ein paar Mal sind nun schon Techniker von Wirsol bei uns gewesen, um dem auf die Spur zu kommen. Beim ersten Mal wurde der Datenlogger ausgetauscht, beim nächsten Mal der Datenlogger direkt mit unserer Fritz!Box verbunden, der zuvor über unseren Router an die Fritz!Box angeschlossen war.

Auch am letzten Sonntag fehlen nun wieder Daten, obwohl der Techniker letztmalig Silvester bei uns gewesen ist. So dunkel kann es tagsüber nicht sein, dass die Module der Photovoltaik nicht zumindest minimal Energie produzieren — ein paar kleine kWh sollten es schon sein. Da müssen wir also wohl weiterhin am Ball bleiben.

Verträge, Kosten

Bislang hatten wir mit der Photovoltaik leider nur Kosten — Geld in unsere Richtung ist noch nicht geflossen. Liegt zum Einen daran, dass die EnBW nach Start der Anlage lange nicht in die Puschen kam und sich erst im Dezember rührte. Zum Anderen habe ich den Vertrag, den die EnBW uns zugeschickt hat, über die Feiertage liegen lassen.

Auch das Finanzamt ist zwar mit dem Eintreiben von Forderungen und dem Setzen von Fristen recht zügig; wenn du dann aber auf Antwort oder Rückzahlungen wartest… naja, das kennst du ja sicher selbst.

Vor einigen Wochen noch hatte ich naiv gedacht, dass sowohl Finanzämter als auch Energieversorger sich schon hunderte Male mit Privatleuten auseinandergesetzt haben, die sich eine Photovoltaik installiert haben. Da denkste, dass doch alles klar sein muss. Naja… :)

Obwohl in den Winter, wenn er kalt und verschneit ist, sehr mag, warte ich doch sehr gespannt auf die wärmeren Tage. An denen wird sich ja erst zeigen können, wie viel Ertrag die Photovoltaik wirklich bringt und ob die Berechnungen von Wirsol zutreffen, vielleicht sogar übertroffen werden.

Die Photovoltaikanlage ist montiert

An zwei Tagen Ende Oktober haben wir nun tatsächlich schon die erst kürzlich über die Waghäuseler Firma Wirsol bestellte Photovoltaikanlage montiert bekommen. Nach eineinhalb Tagen waren die 34 Module auf unserem Dach. Mittlerweile läuft die Anlage — wenn denn die Sonne ihren Teil dazu beiträgt.


Photovoltaik-Module, eingepackt.
Photovoltaik-Module, eingepackt.

Am Morgen von Tag 1, einem Donnerstag, rückten sowohl ein Montage- als auch ein Elektriker-Duo für Wirsol an, um unsere Photovoltaikanlage zu montieren und zum Laufen zu bringen. Zuerst wurde ziemlich fix ein Gerüst auf der Gartenseite unseres Hauses aufgestellt, damit die Monteure aufs Dach kommen konnten. Fand ich ganz spannend, weil ich erst kürzlich bei Nachbarn gesehen hatte, wie deren Photovoltaikanlage mittels kleinem Kran aufs Dach gehieft wurde. Die Monteure bei uns hieften die Photovoltaik-Module per Seil aufs Dach.

Rückseite: Wenig dran an einem Modul.
Rückseite: Wenig dran an einem Modul.

Zurück zu Tag 1: Wichtige Basis für die Modulbefestigung waren Metallrahmen, die auf unserem Dach befestigt wurden. Da während des gesamten Tages die Elektriker immer wieder ins Haus an unseren Zählerkasten mussten, hatte ich zum Glück Urlaub genommen und saß während der Montage-Zeit meist in meinem Arbeitszimmer — direkt unter dem Dach. Heidewitzka, war das laut. Da hast du echt das Gefühl, dass die mit dem Gesäge gleich durch die Zimmerdecke kommen. Das Gute ist, dass die die Rahmen so befestigt haben, dass weder Dachziegel noch sonst irgendwas beschädigt wurden. Die Ziegel wurden an den Stellen abgedeckt, an denen der Rahmen auf der Holzlattung darunter befestigt werden musste, und dann leicht angepasst wieder auf die Sparren gedeckt.

Das Montieren der Rahmen hat den kompletten ersten Tag in Anspruch genommen. Parallel dazu sind die beiden Elektriker ständig zwischen Zählerschrank, Garage und Dach hin und her geflitzt.

Was hat die Garage mit der Photovoltaikanlage zu tun?

Da unser Hauswirtschaftsraum, in dem der Zählerschrank steht, in seiner Größe relativ übersichtlich ist, standen wir seit Beginn der Überlegungen um die Photovoltaikanlage in der etwas schwierigen Diskussion: wo den Wechselrichter anbringen? Laut unserem Verkäufer können die Dinger recht warm werden. Mit der Tecalor im Raum, die auch nicht gerade Kälte verbreitet, und den übrigen technischen Geräten war mir das zu risikohaft, auch noch den Wechselrichter anzubringen. Nachdem ich nun gesehen habe, wie groß die Teile sind, weiß ich jetzt genau, dass das verdammt eng geworden wäre. Also gab es im Lauf des Entscheidungsprozesses die Idee, den Wechselrichter in der Garage anzubringen und entsprechend die Leitungen vom Dach über die Garage in den HWR zu legen. Spitzen Entscheidung aus heutiger Sicht, auch wenns etwas aufwändig war.

Wechselrichter.
Wechselrichter.

Überhaupt haben die beiden Elektriker sehr gute Arbeit geleistet. [Update 17.12.2012: Der hier zuvor stehende Satz musste entfernt werden.] Da kein Kabelkanal vorhanden war, hatten wir (mehr aus Zwang denn aus guten Gründen) geplant, ein Loch durch die Hauswand in Richtung Garage zu bohren. Hei, das hat mir vielleicht Bauchschmerzen bereitet, schon jetzt und überhaupt ein Loch da durch zu bohren.
Also haben die von Wirsol beauftragten Elektriker geschwind das Loch vor dem Haus wieder aufgebuddelt, in dem die Anschlüsse zu den Versorgern verborgen waren, und schoben in einem Kraftakt die für die Photovoltaik benötigten Leitungen durch den gelegten Mehrspartenkanal ins Haus. Ganz großes Kino — keine Schäden an oder in den Wänden, so mag ein Bauherr das.

Anschluss der Photovoltaikanlage

Am zweiten Tag konnten dann die Module der Photovoltaikanlage montiert und schließlich auch an Wechselrichter und Zählerschrank angeschlossen werden. Am frühen Nachmittag waren schließlich nach Abbau des Gerüstes alle vorgesehenen Arbeiten abgeschlossen.
Da vor der Einspeisung der auf unserem Hausdach produzierten Energie zunächst noch die EnBW vorbeikommen musste, wurde der Wechselrichter am Nachmittag nur einmal kurz an- und wieder ausgeschaltet, damit ich sehe, dass die Anlage funktionstüchtig ist.

34 Module liegen nun auf dem Dach.
34 Module liegen nun auf dem Dach.

Mittlerweile war die EnBW im Haus und noch zweimal ein Elektriker von Wirsol. Wir produzieren und speisen seit gut eineinhalb Wochen Strom ins Netz der EnBW und haben seit Donnerstag auch einen Eigenverbrauchszähler installiert. Was jetzt leider noch fehlt ist der Anschluss des Datenloggers. Der soll es mir ermöglichen, über das Internet nachzuverfolgen, wie viel Strom die Photovoltaikanlage sammelt. Das hätte eigentlich gestern passieren sollen, leider war der eingeteilte Elektriker jedoch erkrankt, so dass nun der nächste Termin am kommenden Samstag sein soll. Ich hoffe es, denn ich will endlich wissen, was das Ding auf unserem Dach produziert, ohne dauernd in die Garage rennen zu müssen :)

Die Mängel: Was vom Tage übrig blieb

Gestern war der Tag, an dem laut Ankündigung auch von höchster LuxHaus-Stelle endlich alle Restarbeiten erledigt sowie die Mängel beseitigt werden sollten. Mein Fazit bleibt leider sehr schwammig durchwachsen.


So recht weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Der Tag fing gut an, da die Malerfirma bereits um 7:45 vor dem Haus stand und zügig mit den Arbeiten beginnen wollte, die für sie vermerkt waren. Darunter befand sich unser größter Schmerzpunkt — die Innentreppe. Die hatte ja ein paar Lack-Schäden beim Auspacken bekommen, zudem waren die Verbindungspunkte zwischen Treppe und Wand seither offen gewesen. Da sah nicht nur total blöd aus, es sammelte sich dort natürlich auch immer schön der Dreck.

So sah die Treppe bis vorgestern aus:

Vorher: Treppe ohne Silikonfuge.
Vorher: Treppe ohne Silikonfuge.
Vorher: Lackschäden an den Treppenwangen.
Vorher: Lackschäden an den Treppenwangen.

Seit gestern erstrahlt die Treppe nicht nur durch das Nachlackieren und Anbringen von Silikonfugen in neuem Glanz, sondern auch weil die Farbe an den Holz-Trittstufen entfernt wurde, die bei irgendeinem Streichen an die Holzstufen kam.

Nachher: Silikonfugen und vollständige Lackierung.
Nachher: Silikonfugen und vollständige Lackierung.

Und auch von unten sieht die Treppe nun so aus, wie wir uns das vorgestellt haben — ohne Macken und Kratzer:

Nachher: Treppe von unten.
Nachher: Treppe von unten.

Daneben haben die Maler auch noch ein paar andere Farbfehler an unseren Wänden korrigiert, sind aber leider beim Ausbessern unserer Farbwände in der Küche nicht erfolgreich gewesen. Durch das Ausbessern sind nun zwar die Kratzer und Dreck-Flecken weg, dafür sieht man die Farbunterschiede aber sehr deutlich. Klar, drei Monate nach dem ersten Streichen konnte das auch nur ein Versuch sein. Die müssen also wohl oder übel noch einmal wiederkommen und die Farbwände komplett nachstreichen.

Parallel dazu haben unsere Innentüren nun auch endlich jeweils eine Silikonfuge um die Rahmen bekommen.

Sanitär

Seit dem Einzug fehlten uns im Bad diverse bestellte Accessoires, die wohl irgendwie vergessen wurden. Bei einem großen Doppel-Waschbecken ist ein Handtuchhalter auf nur einer Seite auf Dauer ganz schön nervig. Jetzt haben wir auf jeder Seite einen, sehr schön. Auch in unserer Dusche hat noch eine Ablage gefehlt, die nun auch an ihrem Platz angekommen ist.

Erklärt hat uns der Sanitär-Installateur gestern auch, wie die Fußbodenheizung einzustellen und zu warten ist und was mit unserer Entkalkungsanlage zu tun ist.
Leider war er über die auszubessernden Punkte im Vorfeld wohl nicht informiert, so dass er vom Versetzen unserer Entkalkungsanlage nichts wusste. Die steht im Moment ziemlich blöd mitten im Hauswirtschaftsraum im Weg. Zum Versetzen benötigt er längere Leitungsrohre, die er erst bestellen muss. Auch ihn sehen wir damit wieder.

Ein paar Firmen tauchten erst gar nicht auf

Der Laminat-Lieferant hatte den gestrigen Termin verschwitzt und wird nun wohl in der nächsten Woche zu uns kommen. Zwischen den einzelnen Laminat-Platten haben wir teilweise recht große Lücken, die er sich anschauen muss. Gleichzeitig gibt es zwischen einigen Platten einen Versatz, den wir beim Darüberlaufen gut spüren können. Auch mit einigen Metallschienen bei Übergängen sind wir nicht glücklich.

Die Innentüren hätten gestern ebenfalls teilweise ausgetauscht oder ausgebessert werden sollen, die Firma ist aber kommentarlos nicht aufgetaucht.

Angekündigt war auch, dass diese ärgerliche Sache mit dem Regenfallrohr gestern angegangen werden sollte — auch hier ist die Flaschner-Firma nicht aufgetaucht.

Der Lieferant der Fenster hätte ebenfalls kommen sollen, war nicht da, weil ihm scheinbar bestellte Ersatzfenster für uns noch fehlen.

Schlussendlich bleibt dann noch die Firma für den Außenputz. Am Sockel fehlt an einigen Stellen Farbe, zudem muss die Firma die Löcher ausbessern, die durch das Versetzen des Regenfallrohres nicht offen bleiben dürfen.

Durchwachsen

Was ich davon halten soll, weiß ich noch nicht ganz. Klar — wir sind heilfroh über die erledigten Punkte. Es sind aber immer noch zu viele offen, zu viele Firmen müssen noch anrücken. Mein gestriger Urlaubstag, extra dafür genommen, hat sich somit nicht ganz ausgezahlt. Das ist in der Nachbetrachtung sehr ärgerlich.

LuxHaus hat meiner Ansicht nach ein gewaltiges Problem mit der Zuverlässigkeit der zuliefernden Firmen und Subunternehmer. Seit meinen beiden Wut-Artikeln (wie hier und hier) habe ich einige Mails von LuxHaus-Kunden bekommen, die ähnliche Erfahrungen wie wir gemacht haben oder machen. Die Bauleiter sind zudem ganz offensichtlich so überlastet, dass sie sich nicht mehr richtig um die Kunden und ihre Bauvorhaben kümmern können. Das führt zu Frust, offenen Punkten, langen Wartezeiten auf Abarbeitung und Finalisierung des Projektes.

Mich persönlich freut es natürlich, dass LuxHaus viele Kunden und viele Bestellungen bekommt. Offenbar verliert man sich dadurch aber immer mehr im Chaos — was ich teilweise an Erfahrungsberichten zu lesen bekomme lässt mir die Haare zu Berge stehen! Bei anderen Baufirmen hört man ja ähnliches, das macht es aber überhaupt nicht besser…

Meine Meinung ist natürlich sehr subjektiv, möglicherweise liege ich mit meinen Schlüssen total falsch.