Unser Grundstück - so sah es noch vor einem Jahr aus

Fazit unserer Hausstellung (Tag 1)

Wow. Das ist das Fazit der vergangenen Woche unserer Hausstellung. Es ist immer noch irgendwie merkwürdig, in diesem Haus herumzuspazieren, das ganz offenbar uns gehört. In unseren Köpfen angekommen ist das allerdings noch nicht so richtig.


Es ist ein bisschen so, als spaziere man in einem extrem realistisch gemachten 3D-Grundriss herum. Kein Wunder, schließlich war noch bis vor einer Woche nichts von einem Haus zu sehen. In den vier spannenden und aufregenden Aufbautagen gab es viele Höhen, und ein paar wenige Tiefpunkte wie das Wasser im Haus, von dem ich ja schon berichtet hatte. Insgesamt haben die vier Jungs vom Richttrupp eine Wahnsinns-Arbeit abgeliefert, über die wir einfach nur staunen können.

Allgemein macht das, was LuxHaus da an Vorplanung, Produktion und Ablaufplanung hinlegt, auf den Laien einen sehr professionellen Eindruck. Am ersten Tag standen wir staunend auf unserem Erdhügel hinter dem Haus und bewunderten das beinahe tänzerische An- und Abfahren von LKWs und die auf die Bodenplatte schwebenden Wand- und Deckenelemente. Einfach verrückt, wie beinahe leicht die Arbeiter die Elemente zusammenstecken konnten, weil in der Produktion entsprechende Aussparungen bereits vorgefertigt wurden.
Klar — das können andere Fertighaus-Firmen ebenso gut wie LuxHaus, das macht es aber nicht weniger verrückt (im positiven Sinne). Wenn ich mir in unserer Noch-Nachbarschaft anschaue, wie ein konventionell gebautes Steinhaus entsteht, dann macht das einen nicht halbwegs so gut eingespielten Eindruck wie bei unserem in 4 Tage stehenden Fertighaus.

Aber eins nach dem anderen.

Start — Montag, 4:15

Um 4:15 klingelte der Wecker
Um 4:15 klingelte der Wecker
Da wir natürlich nichts verpassen wollten, standen wir am Montag um 4:15 auf und kochten Kaffee für unseren Richttrupp. Um 6:00 waren wir zusammen mit dem Kranführer, dem Fahrer des ersten mit Wänden beladenen LKWs und dem Richttrupp auf der Baustelle, kurz zuvor hatten wir auf dem Weg einen zweiten, parkenden LuxHaus-LKW gesichtet.

Wichtigster Task: Aufbau und passende Justierung der GardenWatchCam. Gar nicht so leicht, wenn man a. nur abschüssiges Gelände hat und b. nur grob schätzen kann, wie hoch das Haus wohl wird. Man sieht es ja ganz gut in meinem Zeitraffer-Video von Tag 1 (siehe unten am Ende des Artikels) — der Dachgiebel ist nach Montage oben nicht mehr ganz im Bild zu sehen.

Nachdem jeder eine Tasse Kaffee getrunken hatte, ging es los. Bevor die Jungs auch nur eine Wand stellten, wurden Unmengen Materials auf die Bodenplatte geschafft — und zwar exakt an die Stellen, wo später keinerlei Wände stehen würden. Schon krass, wie gut allein das schon geplant war. Auf Nachbars unbebautem Grundstück wurden auch tatsächlich nur die Elemente geparkt, die erst im Laufe des ersten bzw. zweiten Tages benötigt wurden wie die Giebel, die Dachsparren und das Holz für die Konterlattung.

LuxHaus-LKW
LuxHaus-LKW
Die LKWs werden von LuxHaus so beladen, dass nachher am Bauplatz bei der Hausstellung möglichst passend ein Element nach dem nächsten entladen werden kann. In einem, wie auch immer das Ding heißt, Aufsatz direkt hinter dem Fahrerhaus werden Werkzeuge, Kleinteile, etc. für den Richttrupp gelagert, immer passend zu den Elementen sortiert nach EG/ DG/ Dach. Ist noch Platz auf dem LKW, werden noch andere Elemente dazugepackt, wie bei uns die Dachgiebel bei den Außen- und Innenwänden des Erdgeschosses.
Über den Tag verteilt sind drei LKWs mit dem Haus gekommen, einer für die Treppe, einer für die Heizungsanlage, einer mit den Dachziegeln und ein weiterer mit dem Dachfenster.

Chaos am Stelltag? Sieht nur so aus.
Chaos am Stelltag? Sieht nur so aus.
LKW, beladen mit unserer Treppe
LKW, beladen mit unserer Treppe

Es geht los — das Erdgeschoss

Bevor dann das erste Wandelement einfliegt, rühren die Jungs den Mörtel an, der dafür sorgt, dass die Außenwände später nicht nur möglichst schnell sicher stehen, sondern auch plan mit der Bodenplatte abschließen. Um 7:45 war es dann bei uns soweit, dass die erste Außenwand gestellt wurde.

LuxHaus-LKW mit dem Erdgeschoss
LuxHaus-LKW mit dem Erdgeschoss

Fliegende Außenwand, die erste

Und dann geht das rapp-zapp weiter — eine gute Stunde später standen alle Außenwände sowie bereits eine Innenwand. An der Stelle haben wir den ersten Schreck bekommen, weil alles von unserem erhöhten Beobachtungsplatz so unglaublich klein aussah. Im Kopf haben wir erneut Berechnungen angestellt, ob das denn nachher alles passen wird. Totaler Quatsch, wie sich schon am Abend zeigen sollte: steht man erstmal im Haus, ist alles plötzlich ganz groß :)

Alle Außenwände des EGs sind gestellt
Alle Außenwände des EGs sind gestellt

Auf dem nächsten Bild sieht man ganz gut, dass nach Stellung der Wände der Richtmeister zunächst prüft, ob die Außenmaße des Hauses wie bestellt stimmen.

Prüfung der Abmessung

Überhaupt wird jede Wand nach der Stellung vermaßt und geprüft — mit Messband und Wasserwaage. Da arbeitet LuxHaus schon sehr genau. Wenn man sich anschaut, mit wie vielen Schrauben die Wände an die Bodenplatte und untereinander verschraubt werden, das ist der absolute Wahnsinn. Passt eine Wand nicht richtig auf die bereits im Werk vorgefrästen Stellen, wird die Wand mit einem Ding ähnlich einer Brechstange und einem Gummihammer an die richtige Stelle „geschoben“. Das sieht teilweise schon ziemlich brutal aus und hat uns beim Zusehen erstmal ein sehr komisches Gefühl gegeben. An den Wänden sieht man nachher davon aber nichts, die sind schon ohne die Rigipsplatten so stabil, dass da überhaupt nichts passiert.

Um 11:30 war dann unser Erdgeschoss komplett fertig — keine vier Stunden nach Stellung der ersten Wand. Und es sah nach einem ziemlichen Wand-Labyrinth aus, das wir uns zusammengeplant hatten. Das sorgte für den zweiten Schreck. Auch totaler Quatsch — steht man erstmal im Haus, ist dann alles ganz logisch, da darf man sich nicht ins Boxhorn jagen lassen :)

Regendrama und das Dachgeschoss

Und da war der große Regenschauer am ersten Tag schon vorbei, viel Wasser ist dabei ins Erdgeschoss gekommen. Trotz aller gedanklichen Vorbereitung darauf (siehe dazu in meinem Artikel „Abnahme der Bodenplatte„), das Wetter war ja auch schon die Tage davor mehr als schlecht — da rutscht dir nicht nur das Herz in die Hose. Uns war richtig schlecht, und das sollte in der Nacht zum zweiten Tag unserer Hausstellung ja nicht besser werden. An der Stelle hilft dann auch die Gelassenheit des Richttrupps nicht weiter, der dir Horrorgeschichten davon erzählt, wie Bauherren nach Hausstellung zwei Tage vor Weihnachten 12 cm Schnee aus ihrem Haus schippen mussten und dass die paar Tropfen Wasser bei dir im Vergleich dazu gar nichts sind.
Klar, sowas passiert natürlich und mit sowas muss auch ein Fertighaus-Hersteller umgehen können. Als Bau-Laie findest du das aber trotzdem nicht besonders spaßig.

Zum Mittagessen sind wir sozusagen geflohen, um uns das Regendrama nicht angucken zu müssen. Bei unserer Rückkehr war dann glücklicherweise schon die EG-Decke geschlossen.

Die EG-Decke ist geschlossen

Auch die Stellung der Wände im DG ging ziemlich flott — um 15:45 konnten wir schon alle Räume auch im DG begehen. War ein extrem tolles Gefühl, wir müssen wohl wie die Honigkuchenpferde gegrinst haben.

Leerer LuxHaus-LKW verlässt die Baustelle
Leerer LuxHaus-LKW verlässt die Baustelle

Nach Fertigstellung der DG-Wände folgen dann die beiden Dachgiebel, die mit zwei ziemlich starken, auf den DG-Wänden liegenden Holzbalken verbunden und verschraubt werden. Auf die Giebel folgen dann die Dachsparren — und damit im Prinzip das Ende des ersten Tages der Hausstellung.

Einer der Dachgiebel wird gesetzt

Die Dachgiebel sind fertig gesetzt.
Die Dachgiebel sind fertig gesetzt.

Leider hat es dann, wie hier schon berichtet, zeitlich nicht mehr gereicht, das Haus von oben zumindest abzudecken. Die eingepackte, schon ins Haus eingebaute Treppe wurde aber zumindest mit einer über die Dachsparren gespannten Plastikplane vor allzu viel Wasser geschützt. Sie ist über Nacht immerhin trocken geblieben, der Rest des Hauses leider nicht.

Auf dem Foto unten sieht man ganz gut, dass die vormals schwarze Bodenplatten-Abdichtung nicht nur leicht unter Wasser steht, sondern auch die Wände etwas Wasser aufgesogen haben. So sind auch das Essen und die Getränke komplett nass geworden, die wir für die Arbeiter mitgebracht hatten.

Speisekammer, leicht unter Wasser

Fazit nach Tag 1

Ich hoffe, diesen Satz liest nun überhaupt noch jemand, der Artikel ist schon recht lang geworden. :)
Mir ist es ein Anliegen, mit meinem laienhaften Verständnis dessen, was LuxHaus im Werk bei der Produktion und bei der Hausstellung an Arbeit leistet, möglichst genau zu beschreiben.

Die Qualität des ausgewählten Fertighaus-Anbieters wird ja eigentlich erst an diesem Punkt offensichtlich. Für uns kann ich sagen, dass wir bislang nach der Hausstellung sehr zufrieden mit unserem Richttrupp sowie der Arbeit von LuxHaus sind. Hier wird wahnsinnig viel Wert auf Passgenauigkeit und hochwertige Verarbeitung gelegt, was man dann auch als Laie klar sieht (hierzu folgt noch ein Artikel). Zwar gibt es auch ein paar kleine Mängel im Haus, die wir in den letzten Tagen entdeckt haben (auch dazu schreibe ich noch mal was), aber das ist im Großen und Ganzen sehr übersichtlich und „normal“ dafür, dass am Ende schon ein komplettes Haus steht.

Und weil’s so schön ist, hier das Zeitraffervideo von Tag 1 in der Wiederholung (falls es jemand noch nicht gesehen haben sollte):

Direktlink zum Video bei YouToube.

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