Bodengutachten

14. Januar 2012

Unser Grundstück von der Rückseite

Etwas untergegangen in meinen Berichten vom Hausbau ist die Beauftragung eines Bodengutachtens für unser Grundstück. Das Bodengutachten ist unabhängig vom Bauplatz eine Voraussetzung für den späteren Bau bei Luxhaus.


Update nach einer E-Mail der gagv am 17.01.2012

Für uns war das Ergebnis des Bodengutachtens immer eine der unsicheren Punkte in der Vorbereitung für den Hausbau. Das erste Gespräch mit unseren zukünftigen Nachbarn am Grundstück im vergangenen August verhieß für die tieferen Bodenschichten nicht viel Gutes, und auch die Gerüchte, die es um das Baugebiet gab, ebenfalls nicht.

Beauftragt haben wir das Bodengutachten auf Geheiß unseres Architekten am 25. Oktober 2011 bei der gagv. Auch wenn das keinerlei Verzögerungen für unseren Bau bedeuten, ist es dennoch erstaunlich, wie lange sich die Bearbeitung des Gutachtens nun hinzog — das Gutachten lag uns nämlich erst am Mittwoch (11.01.) per Post vor, elektronisch einen Tag vorher. Wieso es von der Beauftragung bis zum Eingang der Pläne fast einen Monat gedauert hat, und dann von der Bearbeitung bis zur Gutachtenerstellung fast eineinhalb, ist schon merkwürdig.
Update: Siehe dazu als Update auch meinen Nachtrags-Artikel, den ich nach dem Erhalt einer E-Mail der gagv geschrieben habe.

Zurück zum eigentlichen Bodengutachten: Unser Architekt hatte uns mehrere Anbieter zur Erstellung rausgesucht, die alle das selbe machen, aber unterschiedliche Preise dafür verlangen. Da wir weder das Baufeld historisch erkunden wollten, noch es um unterirdische Leitungen oder Altbauten ging (war hier einfach nicht der Fall), haben wir die kostengünstigste Variante bei der gagv gewählt. Uns ging es vor allem um die Beschaffenheit des Bodens sowie der Frage, ob und mit wie viel Grundwasser wir rechnen müssen.

Zwei sog. Rammkernsondierungen wurden vorgenommen, beide in unterschiedlicher Höhe des Grundstücks (unseres verläuft ja in zwei Richtungen sehr schräg an). Dabei wurde festgestellt, dass

  • bis 0,5 Stunden nach der Bohrung keinerlei Grundwasser in den Bohrlöchern nachzuweisen ist;
  • ab etwa zweieinhalb Metern unter der Oberfläche nicht mehr weitergebohrt werden kann.

Der letzte Punkt hätte uns kostentechnisch bei einem Keller vermutlich wehgetan, weil zu vermuten ist, dass wir auf Grund von vermuteten Steinschichten hätten kleinere Sprengungen vornehmen müssen. Gut, dass wir uns den Keller erspart haben. Das Gutachten kommt aber gleichzeitig zur Ansicht, dass unser Grundstück durch die Höhen-Merkmale für einen Keller sehr gut geeignet wäre.

Das Gutachten ist mit vielen technischen Details und Fachbegriffen gespickt; damit wir Laien auch verstehen, was das nun bedeutet, haben wir mit unserem Architekten Rücksprache gehalten. Er sagt, dass sich alles in normalen Bereich bewegt, wir mit überdurchschnittlichen Kosten für die Angleichung der unterschiedlichen Höhen rechnen müssen — das wussten wir aber natürlich auch ohne Bodengutachten :).

Die Kosten für das Bodengutachten betragen bei der gagv im von uns geforderten Umfang 714 €.

4 thoughts on “Bodengutachten

  1. 15th Januar 2012

    Alexey

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    Ich kann immer nur raten – soweit es geht – mit Keller zu bauen. So viel Kram wie bei uns im Keller steht, kann man in keiner Garage und in keinem HWR oder Dachboden verstecken. Interessant ist im Bodengutachten auch, was die oberen 2,5 m bei euch ausmachen. Kann man das für die Aufschüttung oder im Garten nutzen? Sand ist im Allgemeinen besser als Lehm.

    • 15th Januar 2012

      Stefan Schopohl

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      Wir haben lange darüber nachgedacht, uns dann vor allem aber wegen der Kosten gegen den Keller entschieden – wäre bei uns wohl sehr aufwändig geworden. Wir schaffen den Abstellraum in Nischen und müssen uns beim Rest einfach beschränken mit der Aufbewahrung ;)

      Ein Teil der Erdschichten lässt sich für den Garten und die Aufschüttung nutzen, leider aber nicht alles. Ein weiterer Teil muss vor Benutzung wohl “gereinigt” werden. Mehr müssen wir beim Baustellengespräch rausfinden, das hoffentlich bald stattfindet.

  2. 15th Januar 2012

    Matthias

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    Das ist so das Problem an nem Keller. Da steht dann auch der ganze Kram, nur weil man sich nicht von trennen kann :)
    Eigentlich ist so ein Nicht-Keller damit eigentlich eine Chance.
    Wir haben das durch ein sehr großzügiges Nebengelass kompensiert. Auch weil man im Keller heute keinen Wein und keine Kartoffeln mehr lagern kann.

    • 16th Januar 2012

      Stefan Schopohl

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      Genau so sehe ich das auch. Wenn ich mir jetzt anschaue, was wir in unseren Kellerverschlag der Wohnung alles reingequetscht haben – Wahnsinn. Teile davon haben wir seit dem Einzug vor 5 Jahren nicht mehr gesehen, also braucht man sie auch nicht :)

      Und zum letzten Punkt gebe ich dir auch Recht – die Keller heute sind nicht mehr die Keller von früher.

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