Das Schweigen im Walde, oder:
Die Ruhe während des Sturms

23. Dezember 2011

Bagger auf unserem Grundstück

Der Dezember ist gemeinhin der Monat, in dem sich im Job eine Menge Aufgaben stapeln, denn das “Jahresendgeschäft” ruft und die Planung fürs kommende Jahr will erledigt sein. Ein paar Weihnachtsfeiern und Weihnachtsmarktbesuche haben mich zudem davon abgehalten, hier den aktuellen Stand der Dinge niederzuschreiben.


In den letzten drei Wochen hat sich hier im Blog wenig getan — und das, obwohl wir Anfang Dezember pünktlich nach vorläufigem Bauzeitenplan das Protokoll der Ausstattungsbemusterung von Luxhaus zugeschickt bekommen haben. Das aber hat es in sich, und zwar insofern, als dass wir preislich bei der Auswahl während der Bemusterung ganz offensichtlich heftig zugeschlagen hatten. Das war uns gar nicht bewusst, weswegen das Protokoll (mit einem jetzt “plötzlichen” Mehrpreis von etwa 14.000 €) uns auch zunächst die Sprache verschlagen hat. Taktisch schlau hatten wir uns nicht alle Wunschänderungen in das Protokoll aufnehmen lassen, sondern ein paar Preise nur als Information per Anschreiben bekommen. Hätten die auch noch alle im Protokoll gestanden… heidewitzka…

Nun galt es in den vergangenen Tagen also, die Schockstarre zu überwinden und das Bemusterungsprotokoll exakt durchzugehen. Nicht nur müssen die 14.000 € auf Null reduziert werden, es müssen auch alle Positionen überprüft werden, ob sie so stimmen und von uns gewollt sind und ob überall berücksichtigt wurde, dass ein paar Positionen bereits im Kaufvertrag enthalten und berechnet waren. Wir haben von all dem gefunden.

Wer schon einmal ein Bemusterungsprotokoll in der Hand hatte, weiß, wie umfangreich das ist. Jedes kleine Detail zum Haus ist dort vermerkt, bei Ausstattungsobjekten wie Badezimmerinventar auch noch mit Foto, damit beide Seiten auch tatsächlich vom selben sprechen. Da wir so schlau waren, uns während der Bemusterung so gut wie keine Notizen gemacht zu haben, hängt man also tagelang über dem gefühlten 500-seitigen Buch und grübelt über die einzelnen Positionen nach. “Hatten wir das wirklich so entschieden?” — “Hatten wir nicht das andere da ausgewählt?”.
Mein Tipp für alle, die ihre Bemusterung vor sich haben: ausreichend viele Zettel auf einem Klemmblock mitnehmen, jedes Detail notieren und fotografieren — ohne Foto kann man sich nach Wochen nur schwer an Details erinnern. Zumindest Letzteres hatten wir gemacht.

In den vergangenen Tagen sind wir nun sehr gewissenhaft in vielen Stunden Arbeit durch jede einzelne Position gegangen und haben wild Dinge rausgestrichen, wie wir uns nicht zusätzlich leisten wollen. Dabei sind noch einmal auch ein paar Herzensangelegenheiten rausgefallen — wie die zweifarbigen Fensterrahmen, die wir unbedingt wollten (weil grau von außen so schön edel aussieht), oder die schöne doppelflügige Glastür, die wir als Abtrennung zwischen Wohnzimmer und Diele eingeplant hatten. Ich gebe zu, das war alles nicht einfach — weder in der Entscheidung, noch in der Diskussion untereinander. Das Gute ist — wir haben es durch den Wust geschafft und hadern heute nicht zu sehr mit den Dingen, die jetzt erstmal nicht kommen werden.

In der nächsten Woche werden wir das Protokoll mit den Änderungen unterschreiben und an Luxhaus zurückschicken.

2 thoughts on “Das Schweigen im Walde, oder:
Die Ruhe während des Sturms

  1. 14th Januar 2012

    Martin

      #

    714 Euro ??? für 2 Bohrungen ???

    Krass, wie die regionalen Unterschiede sind. Ich habe in Berlin für 4 (!) Bohrungen bis zu 8m Tiefe gerade mal 550 Euro gezahlt. Der Preis scheint hier auch relativ genormt zu sein. 3-4 Leute hatten ähnliche Preise. Der Gutachter wurde mir nur empfohlen. Der hatte das Gutachten in ich meine 1,5 Wochen fertig.

    • 15th Januar 2012

      Stefan Schopohl

        #

      Die Preise der drei Anbieter, die wir hatten, lagen dann doch noch recht weit auseinander. Der teuerste hätte glaube ich bei knapp 1.000 € gelegen… Da habt ihr es im Norden offensichtlich besser :)

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