Luxhaus-Boutique in Georgensgmünd

Die Ausstattungsbemusterung und eine Enttäuschung

Heute haben wir einen großen, offenen und vollkommen durchnässten Umschlag von Luxhaus bekommen, der neben den versprochenen Grundrissplänen im Maßstab 1:50 auch einen Termin für die Ausstattungsbemusterung enthielt. Soweit erstmal gut — auf den Termin haben wir ja gewartet. Wie kommt also die Enttäuschung ins Spiel?


Während der Konstruktiven Bemusterung am vergangenen Donnerstag hatten wir unseren Gebietsverkaufsleiter Herrn H. gefragt, wie es denn nun mit den nächsten Phasen der Planung weiterginge und ob er einschätzen könne, wann in etwa die Ausstattungsbemusterung sein würde. Da die über zwei Tage geht, müssen wir uns ja entsprechend im Büro Urlaub nehmen. Er hat sehr ausweichend geantwortet, dass der Termin abhängig sei von der Auftragslage und er nichts dazu sagen könne. Uns ging es ja aber eigentlich nur um eine grobe Einschätzung — noch in diesem Jahr oder Anfang des nächsten Jahres.

Merkwürdig ist nun, dass das alles extrem schnell geht, denn die Ausstattungsbemusterung soll nun bereits am 8. und 9. November stattfinden. Das stand zumindest im Schreiben an uns. Damit haben wir, sagen wir mal, 1 1/2 Probleme: die Bemusterung soll bereits in knapp drei Wochen stattfinden. In dieser Zeit sollen wir (und auch das ist neu) wissen, wie die Küche aussieht, welches Fabrikat und damit welche Anschlüsse wo unsere Sauna haben wird, welchen Kamin (auch hier: Fabrikat) wir irgendwann einmal einbauen möchten, etc. Das also müssten wir nun in drei Wochen herausfinden, da wir das alles noch nicht wissen. Wir hatten bislang gedacht, dass wir nun noch einige Wochen Zeit haben, um uns um die nächsten offenen Punkte kümmern zu können.

Zur Bemusterung sollen wir außerdem die Original-Unterlagen der Bauantrags-Bestätigung mitbringen — die haben wir noch nicht einmal. Wir müssen zudem noch eine Bodenprobe veranlassen, auch das wird bis in drei Wochen sehr knapp. Von einer fertigen Küchen-Planung reden wir da noch gar nicht.

Während und nach der Konstruktiven Bemusterung hatten wir unserem Architekten noch ein paar letzte Planänderungen (u.a. für die neugeplante Küche) geschickt, die noch nicht in den mitgeschickten Plänen enthalten sind. Die sind insgesamt auf einem Stand, der so gar nicht mehr stimmt — und auf dem sollen wir die Elektronik für die Bemusterung vorplanen. Wenn im Plan Fenster falsch platziert oder Wände nicht richtig eingezeichnet sind, kann ich auf der Basis nicht einplanen, wo welche Schalter hinkommen sollen. Da ist eine gute Planung vollkommen utopisch.

Soviel zum ganzen Problem des 1 1/2en.

Das halbe Problem ist, dass die Ausstattungsbemusterung nun in Dirmstein stattfinden soll, wo wir ja bereits zur Vorbemusterung waren. Unseren Gebietsverkaufsleiter hatten wir gebeten, ob die Bemusterung nicht in Georgensgmünd stattfinden kann — ich hatte zu den unterschiedlichen Konzepten ja bereits im Artikel zur Vorbemusterung bei Luxhaus und der Luxhaus-Boutique in Georgensgmünd was geschrieben. Er hatte zwar angedeutet, dass das schwierig werden könne — mehr dazu gehört hatten wir aber nicht. Ob er tatsächlich nachgefragt hat, wissen wir momentan nicht. Sollte er es getan haben, hätte er uns zumindest kurz Feedback geben können.

Das ist neben den oben angemerkten leider ein weiterer der Punkte, über die wir heute enttäuscht sind — das seit Unterschreiben des Werkvertrages ruhiger gewordene Verhältnis zum Gebietsverkaufsleiter. In der Kommunikation mit unserem Architekten ist alles perfekt, Herr H. scheint aber in letzter Zeit öfter abzutauchen und sich nicht mehr von sich aus zu melden. Sehr schade, hatten wir da anfangs doch einen anderen Eindruck.

Kommunikation ist bei einem Vorhaben dieser Größe Teil des A und O und gehört einfach sauber dazu. Wenns da nicht stimmt, kommt es schnell zu unnötigen und vermeidbaren Problemen, auf die wir -wohl verständlicherweise- wenig Lust haben.

Heute Abend verfassen wir nun also noch eine Mail, in der wir all unsere Fragen und Probleme mit dem Schreiben zusammenfassen und zu klären versuchen. Ich bin sehr gespannt, wie das weitergeht. Hoffentlich war das nur eine kurze negative Episode.

Quellennachweis:

Das oben verwendete Artikelbild ist © by Luxhaus (Verwendung siehe auf der Website der Luxhaus-Boutique).

5 Gedanken zu „Die Ausstattungsbemusterung und eine Enttäuschung“

  1. Glückwunsch, Sie haben wenigstens die 1:50 Elektropläne bekommen. Wir nicht. Insgesamt muss ich Luxhaus den kommunikativen Overkill bescheinigen. Das mit der „kurzen Episode“ würde ich nicht zu optimistisch sehen. Achten Sie auf Ihren Bauzeitenplan und fordern Sie einen verbindlichen. Sonst geht es so wie uns, ein paar Wochen vor Hausaufstellung wird mit einem Federstrich alles mehrere Wochen nach hinten verschoben. Einfach so. Auf den dadurch verusachten Problemen bleiben wir sitzen.
    Haben Sie Fragen zu unseren Erfahrungen auch bei der Bemusterung? Mailen Sie einfach zurück.

    1. Oh, das klingt aber gar nicht gut :( Die Tipps nehmen wir sehr gern an und werden entsprechend einen verbindlichen Plan einfordern. Mein Eindruck ist hier, dass das alles sehr stark vom Verkäufer abhängt, wie sehr der sich einbringt. Wo bauen Sie denn?

    2. Gerne tausche ich mich mit Ihnen über E-Mail aus. Da wir mitten in der Bau-/Aufstellungsphase sind, möchte ich mich derzeit ungern öffentlich outen. Ich bin zwar nicht paranoid, hatte aber bereits genug, vor allem administrative, Probleme.

  2. Ja, so ist das mit den Fertighausfirmen. Ich habe jahrelang als Freier Architekt immer wieder für Fertighausfirmen gearbeitet und inzwischen genau aus diesem Grund damit aufgehört. Das nämlich der Verkäufer und nicht der Architekt das Sagen hat. Das ist wie in einem Restaurant, in welchem die Küchenhilfe und nicht der Koch das sagen hat. Ein ganz klein wenig freue ich mich doch über solche Blogs und hoffe auch das er von recht vielen angehenden Bauherren gelesen wird. Ein Haus ohne Architekt und nur mit einem „Industriebetrieb“ zu bauen bringt dann eben auch (meistens) industrielle Ergebnisse. Übrigens: Mit Architekten kann man auch schlüsselfertig bauen !

    1. Also, wir haben ja einen Architekten, der bei uns eine ganze Menge zu sagen hat. Wie Sie darauf kommen, dass wir ohne bauen würden, weiß ich nicht. Die im Artikel beschriebenen Probleme sind ja mittlerweile auch größtenteils erledigt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.